Wieviel Quadratmeter stehen mir zu? (1 Betrachter)

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soniqe29

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Ich bin eine Singleperson. Und die Arge hat mir gesagt dass ich 41 m² haben darf. Wieviel Quadratmeter stehen mir wirklich zu?
 
E

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Hi soniqe,

Dir stehen zwischen 45 - 50qm zu.

Wichtiger als die qm-Zahl, ist allerdings die Miethöchstpreis den die ARGE festgesetzt hat. Wenn Du eine 80qm grosse Wohnung findest, die den Höchstsatz der vorgeschriebenen Miete nicht überschreitet, kannst Du auch diese nehmen. So haben jedenfalls die Gericht übereinstimmend entschieden ( Produkttheorie)

41qm sind zwar für die ARGE günstiger, aber nicht für Dich ;)
 
E

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Gast
Das kann Dir nur Deine ARGE sagen. Die Miethöchstpreise werden von dort aus festgesetzt. Es bleibt dann nur von Dir zu prüfen, ob dieser Mietpreis nicht zu niedrig angesetzt ist. Das kommt recht häufig vor.

Hast Du denn eine Umzugsaufforderung bekommen, oder wieso schreibt Dir die ARGE 41qm Wohnfläche vor?
 

soniqe29

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Nein. Ich suche eine Wohnung in Hamburg. Mir wurden bisher alle Wohnungen abgelehnt. Und nur wegen den Quadratmetern. Die waren der ARGE immer zuviel.
 
E

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Die ARGE soll Dir schriftlich geben, bis zu welchem Höchstpreis Du eine Wohnung anmieten kannst.

Wenn Du keinen Anspruch wegen der Umzugskosten an die ARGE stellst, sondern für die Kommune 'kostenfrei' umziehst, kann sie Dir im Grunde gar nichts verweigern, sondern nur auf dem Standpunkt stehen, Dir die Miete bis zur festgeschriebenen Grenze zu zahlen. Da ist dann aber auch Vorsicht geboten, denn sie kann die Neben- und Heizkosten auch anpassen.

Wohnst Du jetzt auch in Hamburg? Wenn ja, gilt das obige.
Wenn nein, musst Du Dich eh nach den Richtlinien in Hamburg richten.
 

gelibeh

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In Hamburg werden für Neuanmietungen nur 41qm akzeptiert. nachzulesen hier:

Anhaltspunkte für die Angemessenheit der Aufwendungen

Laufende Leistungen für die Unterkunft (Brutto-Kaltmiete: ohne Heizung und Warmwasser) sind in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen zu übernehmen, soweit sie sozialhilferechtlich angemessen und angesichts der Besonderheiten des Einzelfalles angezeigt sind. Übersteigt die tatsächliche die angemessene Miete und will der Leistungsberechtigte die Differenz aus ihm zur Verfügung stehenden anrechnungsfreien Mitteln (z.B. Grundrente, Blindengeld) zahlen, können die angemessenen Kosten bei der Bedarfsberechnung berücksichtigt werden. Bei der Bewertung der Angemessenheit gelten für alle Mietverhältnisse die folgenden Wohnungsgrößen:

Personenzahl
Gesamtwohnfläche

1
bis 45 qm

2
bis 55 qm

3
bis 75 qm

4
bis 85 qm

jede weitere Person
zusätzlich 10 qm


Die Höchstwerte für die Wohnungsgrößen bilden grundsätzlich nur die Obergrenzen für angemessenen Wohnraum. Es besteht kein Anspruch darauf, diese Grenzen auch in vollem Umfang auszuschöpfen.

Bei Neuanmietungen von Wohnungen für Ein-Personen-Haushalte ist zunächst zu prüfen, ob Wohnungen mit einer Quadratmeterzahl bis zu 41 qm zur Verfügung stehen. Damit soll das Angebot an kleinen preiswerten Wohnungen ausgeschöpft werden. Nur wenn dies nicht möglich ist, kann der Anmietung einer Wohnung bis zu 45 qm zugestimmt werden. Die Entscheidung ist dann in einer schriftlichen Aktennotiz zu begründen.

Insbesondere bei Leistungsberechtigten, die erstmalig eine eigene Wohnung beziehen, sind in dieser Hinsicht besonders strenge Maßstäbe anzulegen. Bei jungen, allein stehenden Menschen sollte vorrangig zunächst auf besonders preisgünstigen Wohnraum (möbliertes Zimmer, Untermiete, Wohngemeinschaft) verwiesen werden.

Sind die Kosten einer nach den vorstehenden Maßstäben zu großen Wohnung nicht höher als anzuerkennende Kosten einer Wohnung in angemessener Größe, können diese Unterkunftskosten im Einzelfall anerkannt werden. Dabei sind die Heizkosten und die qm-abhängigen Nebenkosten in die Entscheidung mit einzubeziehen.

Die Anhaltspunkte für die Gesamtwohnfläche finden keine Anwendung,

wenn die BSF ihr Belegungsrecht in Wohnungsversorgungsprogrammen der Freien und Hansestadt Hamburg ausübt und

bei barrierefreien Sozialwohnungen für Rollstuhlfahrer.

In diesen Fällen kann immer von der Angemessenheit der
Quelle: https://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuel...emessenheit-unterkunftskosten.html#headline2.
 
E

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Hallo gelibeh,

nun lies Dir bitte den von Dir verlinkten Text noch einmal genau durch.
Dort steht :'' ...es ist zu prüfen, ob....'' und nicht '' es werden nur 41qm anerkannt'', wie Du schreibst.

Grundlage ist das SGB II und nicht ein Konstrukt der jeweiligen Stadt/ARGE.
Ganz davon abgesehen, dass auch auf der von Dir verlinkten Seite 45qm angegeben sind.

Soll man jetzt sein Recht beanspruchen, oder sich dem schikanösen/ unmenschlichen Vorgaben der ARGE beugen?
 

Zwergenmama

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Ich komme auch aus Hamburg und muß Dir sagen, daß Du hier leider fast immer Fehlinformationen erhälst!!

Solange Du dich an den Miethöchstwert hälst, muß Dir natürlich auch eine (etwas) größere Wohnung genehmigt werden. Warte am besten, bis die ARGE Dich zum Auszug/Kostensenkung auffordert. Dann wirst Du eine entsprechende Wohnung anmieten können.
Wird nämlich auch dann alles (auf Grund der Größe, nicht aber auf Grund der Miete) abgelehnt, muß die ARGE auch über den normalen Bewilligungszeitraum die Miete Deiner jetzigen Wohnung zahlen.

Wenn sie dann Probleme machen, gehst Du vor's SG. Mittlerweile laufen in HH mehrere Klagen, in denen es ausschließlich um dieses Problem geht.

Mal ganz davon abgesehen, daß ich wirklich bezweifle, daß Du in HH eine derartige Wohnung finden wirst. Denn die günstigen WG sind auch bei gut verdienenden Singles sehr beliebt...

Was meinst Du, wie schnell Du dann eine Wohnung hast?! :pfeiff:
 

gelibeh

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Ich hab nur die Vorgaben zitiert.

Selbstverständlich sollte man sich nicht den Vorgaben beugen. In Hamburg werden die erstmal auf die Vorgaben verweisen. Ob die rechtmäßig sind, steht doch auf einem anderen Blatt. Läuft einiges nicht rechtmäßig hier.

Du wirst sogar Probleme bekommen, eine 45qm Wohnung für 318€ zu bekommen. Und die Wasserkosten muss man von den 318 noch abziehen. da in den meisten Wohnungen direkt mit den Wasserwerken abgerechnet wird.
 
E

ExitUser

Gast
Und die Wasserkosten muss man von den 318 noch abziehen.
Ich sehe gerade, dass Du auch aus Hamburg bist.

Das mit den Wasserkosten hast Du aber nicht geschluckt, oder? DAS hat die ARGE zu übernehmen. Die können nun nicht das ganze SGBII auf den Kopf stellen.

gelibeh, ich weiss ja aus den ganzen Berichten, dass Hamburg mit zur Negativauslese der ARGE'n gehört.
 
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