Wieviel Geld steht mir mit Grundsicherung als behinderter Mensch zu? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

ubik

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Hallo,

ich hätte eine Frage.

Ich habe 80 % Behinderung und kann nicht arbeiten. Ich habe bereits eine 9 monatige beruflich-medizinische Rehabilitation gemacht. Also ist es aussichtslos noch irgendwelche Hoffnung in Arbeit zu stecken.

Ich wohne mit meiner Mutter zusammen. Vater ist verstorben.

Ich beziehe Grundsicherung nach SGB XII.

Meine Fragen wären:

1.) Muss meine Mutter Unterhalt für mich bezahlen. Und wenn ja, wieviel?

2.) Nach welcher Regelsstufe müsste ich eingestuft werden? Ich bin zur Zeit in Regelstufe 3 eingestuft. Ist das richtig?
 
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Pichilemu

Gast
Bei der Grusi müssen deine Eltern nicht für dich aufkommen, wenn sie nicht mehr als 100.000 im Jahr verdienen.

Zur Regelbedarfsstufe 3 gab es erst kürzlich ein Urteil, dass solch eine Einstufung diskriminierend und rechtswidrig ist. Da müsstest du dir also eine Einstufung in die Regelbedarfsstufe 1 einklagen.
 
P

Pichilemu

Gast
regelbedarfsstufe 3 aber mit dem satz der regelbedarfsstufe 1 mit 399€
Scheint aber bisher noch nicht in Kraft getreten zu sein. Gibt ja jetzt noch Berichte, wo Leute beim Übergang von ALG II zu Grusi plötzlich viel weniger Geld in der Tasche haben.
 

gelibeh

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Gibt ja jetzt noch Berichte, wo Leute beim Übergang von ALG II zu Grusi plötzlich viel weniger Geld in der Tasche haben.
Weil das entweder in den Köpfen der SBs noch nicht angekommen ist oder die der Meinung sind, man kann es ja mal probieren. Normalerweise sollen die Bezieher von Leistung aus dem 4. Kapitel rückwirkend ab 2013 die Leistungen nachbezahlt bekommen. Ob das aber so funktioniert? Die Bezieher von Leistungen nach dem 3. Kapitel, also Hilfe zum Lebensunterhalt, müssen erst einmal Widerspruch erheben und im Notfall das einklagen.
1.) Muss meine Mutter Unterhalt für mich bezahlen. Und wenn ja, wieviel?
Kommt darauf an, welche Leistungen Du beziehst. Bist Du dauerhaft voll erwerbsgemindert oder befristet?
 

ubik

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Hallo,

ich bekomme derzeit 329 €.

Meine Mutter muss laut Sozialamt Unterhalt bezahlen.

Laut dem Link von tagesspiegel.de gelten 399 € Regelbedarf für Behinderte, die nicht alleinstehend leben können. Ich kann aber alleine Leben, trotz Behinderung. Ist der Regelbedarf von 329 € berechtigt?

Und warum muss meine Mutter Unterhalt zahlen? Sie bekommt bloß eine geringe Rente von unter 1000 Euro.

Bin dauerhaft erwerbsgemindert.
 
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Pichilemu

Gast
Meine Mutter muss laut Sozialamt Unterhalt bezahlen.
Wieso das denn? Da würde mich mal die Rechtsgrundlage interessieren, auf die das Amt diese Behauptung stützt.

Laut dem Link von tagesspiegel.de gelten 399 € Regelbedarf für Behinderte, die nicht alleinstehend leben können. Ich kann aber alleine Leben, trotz Behinderung. Ist der Regelbedarf von 329 € berechtigt?
Nein, ist er nicht.
 

ubik

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Ich weiß auch nicht, was die sich dabei denken.

Ich habe jetzt zwei Briefe geschrieben. Werde sie demnächst mal abschicken.
 

gelibeh

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Bin dauerhaft erwerbsgemindert.
Wer hat das festgestellt? Wenn die sich nämlich Unterhalt von der Mutter holen, sieht das eher nach befristeter EM und Hilfe zum Lebensunterhalt aus. Bei einer dauerhaften vollen EM, stünde Dir Grundsicherung nach dem 4. Kapitel SGBXII zu. Dort sollte es ohne Klage den vollen Regelsatz geben, da es dazu eine Anweisung des BMAS gibt und das sogar noch rückwirkend. Außerdem müsste Deine Mutter keinen Unterhalt zahlen, weil sie unter 100.000€ im Jahr verdient.
 

Nimschö

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Zusätzlich steht im SGB XII, dass zwischen pflegebedürftigen Grusi-Empfängern und mit ihnen zusammenlebenden und sie pflegenden menschen keine Bedarfsgemeinschaft zu vermuten ist. Und Deine Mutter pflegt Dich doch ganz sicher...
 

ubik

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Wer hat das festgestellt? Wenn die sich nämlich Unterhalt von der Mutter holen, sieht das eher nach befristeter EM und Hilfe zum Lebensunterhalt aus. Bei einer dauerhaften vollen EM, stünde Dir Grundsicherung nach dem 4. Kapitel SGBXII zu. Dort sollte es ohne Klage den vollen Regelsatz geben, da es dazu eine Anweisung des BMAS gibt und das sogar noch rückwirkend. Außerdem müsste Deine Mutter keinen Unterhalt zahlen, weil sie unter 100.000€ im Jahr verdient.
Hallo,

das Gesundheitsamt hat mich gebeten dort zu erscheinen. Was die jetzt genau an das Sozialamt weitergegeben haben, weiß ich eigentlich gar nicht.

Ich habe eine schwere psychische Erkrankung, die sich Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit bemerkbar macht. Zudem habe ich eine schwere Geräuschempfindlichkeit. Konzentrieren kann ich mich auch nicht. Ich habe auch häufig irgendwelche Schmerzen an verschiedenen Körperteilen. Ich arbeite jetzt schon seit 7 Jahren nicht mehr. Zwischendurch habe ich versucht ein Studium anzufangen, was aber zu einem Rückfall der Krankheit geführt hat und dadurch zu noch weniger Antrieb.

Pflegebedürftig bin ich nicht. Ich kann mich selbst waschen, kochen kann ich auch noch. Obwohl meine Mutter die meiste Zeit kocht und einkaufen geht. Keine Ahnung ob ich das tatsächlich jeden Tag selbst könnte.

Ich möchte mich erst einmal bedanken, dass mir so viele Leute geantwortet haben.

Wie sieht das jetzt aus? Was ist richtig und wie müsste ich das durchsetzen?
 
E

ExitUser

Gast
Es gibt auch Formen der sozialen Unterstützung, zu der Eltern herangezogen werden, z.B. betreutes Wohnen zu Hause. Hier müssen auch Eltern, die weniger als € 10.000 im Jahr zur Verfügung haben, einen Obulus entrichten (ca. 30 €)
 

Fraggle

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Die Mutter hat selbst lediglich unter 1000 Euro monatlich für sich zur Verfügung!
 

ubik

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Ok, ich habe jetzt einen Brief abgeschickt mit zitierten gerichtlichen Urteilen über die Regelstufe bei behinderten Menschen, die bei ihren Eltern wohnen. Mal schauen was die zurückschreiben. Wenn nichts daraus wird, werde ich einen Rechtsanwalt hinzu ziehen.

Was meine Mutter anbelangt, da bin ich mir nicht sicher, ob sie Unterhalt für mich zahlen muss oder nicht. Vielleicht wäre es auch klug, einen Rechtsanwalt hinzu zu ziehen.
 

Fraggle

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Die relevante Information kam so nach und nach von dem Threadstarter. Was noch fehlt wäre das Alter.
Wäre ein KG - Anspruch noch möglich? Vielleicht weiß da jemand was.

Er ist dauerhaft erwerbsgemindert, von daher müßte die Mutter auch keinen Unterhalt zahlen.
Es wäre nicht schlecht einen Anwalt einzuschalten. Dies könnte zu einer schnelleren Lösung des Problems führen, da dieser die relevanten § gleich mit liefern kann.
 

Ines2003

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Kann es sein, das der TE in der ungünstigen Leistung Hilfe zum Lebensunterhalt fest hängt, da noch nie durch die DRV eine volle Dauerhafte Erwerbsminderung festgestellt wurde?

Zum Kindergeld, wie schon richtig erwähnt, müsste die Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten sein.
 

gelibeh

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Kann es sein, das der TE in der ungünstigen Leistung Hilfe zum Lebensunterhalt fest hängt, da noch nie durch die DRV eine volle Dauerhafte Erwerbsminderung festgestellt wurde?
Das vermute ich auch. die dauerhafte volle EM muss aber nicht zwingend von der DRV festgestellt werden, nur wenn das Sozialamt einem Gutachten widerspricht, muss letztendlich die DRV entscheiden.
Hallo,

das Gesundheitsamt hat mich gebeten dort zu erscheinen. Was die jetzt genau an das Sozialamt weitergegeben haben, weiß ich eigentlich gar nicht.
Dann fordere mal das Gutachten an. Darauf hast Du nämlich einen Anspruch und zwar auf beide Teile, den internen mit Diagnosen und den Teil, den das Sozialamt bekommt. Wenn in dem Gutachten dauerhaft voll steht, dann wäre das auch für Deine Mutter interessant.
 
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