Wieviel Geld darf man sparen, ohne daß es das JC verrechnet? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

spyro

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
22 April 2013
Beiträge
550
Bewertungen
39
Hallo,
habe ein bisschen Geld gespart mit meinem alg2.
Sollte mich jetzt selbstständig machen und Ware einkaufen und online verkaufen.
Wird mich das JC fragen, woher ist das Geld habe?
Es handelt sich um 3000€. Habe das JC auch nicht angegeben, dass ich es gespart habe.
 

Nena

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
10 Oktober 2015
Beiträge
2.518
Bewertungen
3.874
Du wurdest bei jedem WBA nach Deinem Vermögen gefragt. Nie was angegeben? Immer KEINE VERÄNDERUNGEN also? Also erst seit dem letzten WBA angespart?
 

Vetter aus Dingsda

Elo-User*in
Mitglied seit
16 April 2019
Beiträge
43
Bewertungen
34
@spyro:
Es muss ja bei dir jetzt nicht zwingend der Fall sein oder werden.

Aber spätestens für die nächsten Gründer: ;)

Ich an spyros Stelle hätte mir 3.000€ Startkapital geliehen und hätte sie nicht. Die Zinsen für so ein Darlehen von Privat sind steuerlich dann auch als Aufwand absetzbar. Leiht man sich z.B. von der Oma (die keine Steuererklärung mehr macht und Zinseinkünfte somit auch nicht versteuern muss) Geld, kann man angemessene Zinsen steuerrechtlich geltend machen und hat auch keine 3.000 € gespart. Wenn Oma Geld und die Zinsen "ausschüttet" und dem Kreditnehmer nach Eingang auf ihr Konto "mit warmer Hand" in die Hand drückt, ist das ihre private Sache. Alles ordentlich offiziell mit Vertrag, Brief und Siegeln.
 

erwerbsuchend

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juni 2017
Beiträge
3.791
Bewertungen
3.041
@spyro, was hast du bei deinem Erstantrag an Vermögen angegeben? In welchem Zeitraum hast du diese 3000,00 EUR angespart? Wer sagt, dass du dich selbstständig machen sollst?

@Vetter aus Dingsda, auch Rentnerinnen und Rentner müssen ihre Einkommen versteuern, zumindest müssen sie eine Steuererklärung einreichen.
 

Vetter aus Dingsda

Elo-User*in
Mitglied seit
16 April 2019
Beiträge
43
Bewertungen
34
Der Grundfreibetrag liegt für einen Rentner momentan bei 9.000 € jährlich. Darüber muss er eine Steuererklärung einreichen. Ich würde eine Oma oder einen Rentner in der Nähe haben, die diese Bedingung erfüllen und keine Steuererklärung mehr abgeben und mit mir einen Darlehensvertrag abschließen.
...Und selbst würden sie die Zinseinkünfte versteuern, täte es nicht so weh, wie dem JC 3.000 € erspartes Geld zu begründen.
;)
 

Larsson

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
2 Januar 2019
Beiträge
763
Bewertungen
1.378
auch Rentnerinnen und Rentner müssen ihre Einkommen versteuern, zumindest müssen sie eine Steuererklärung einreichen.
Nicht wenn sie unter der Steuerfreibetrag liegen.
@TE
Die Fragen der anderen stelle ich mir auch. Und ob du es unters Kopfkissen gelegt hast oder das auf irgendeinemKonto liegt.
 

Stauer

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
23 Januar 2019
Beiträge
546
Bewertungen
1.912
Hallo,
soweit ich weiß , darf man pro Lebensjahr 150,-€ + 750,-€ für Anschaffungen besitzen. Auch ein Auto im Wert bis 7500,-€ ist erlaubt. Verkauft man jedoch das Auto gilt das als Einkommen und wird angerechnet. Wenn das Geld nicht auf Deinem Konto ist, könnte Dich das verdächtig machen. Wie lange sparst Du schon?
 

Fabiola

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
12 Mai 2015
Beiträge
2.154
Bewertungen
2.991
Verkauft man jedoch das Auto gilt das als Einkommen und wird angerechnet.
Das stimmt nicht so ganz:
Liegt man mit der erlösten Verkaufssumme des Autos noch innerhalb der Vermögensgrenze, dann ist es lediglich Vermögensumwandlung und wird nicht angerechnet.

Auch Angespartes, was innerhalb der Vermögensgrenze liegt, darf nicht angerechnet werden.
Vorausgesetzt, dass beim WBA via vorgelegten Kontoauszügen bzw. die Angabe von Barvermögen offen gelegt wurde - und der Ansparbetrag plausibel ist.

Bei einem Ansparbetrag von 3.000€, der z.B. nach dem letzten WBA 'erwirtschaftet' wurde, werden natürlich gerechtfertigte Fragen kommen, wie es angesichts des Regelbedarfes von derzeit 424€ zu dieser Ansparsumme kommen konnte.

12 Monate x 424€ (Regelsatz) = 5.088€
Abzüglich der Sparsumme von 3.000 hätte der LE von 2.088€ seinen Lebensunterhalt im Jahr bestritten.
Das heißt im Klartext: Er hätte abgesehen von der KdU von 174€ pro Monat leben müssen.

Bei äußerst bescheidener Lebenshaltung (ohne Auto, kultureller Unternehmungen, Intervallfasten z.B.) und möglicher Selbstversorgung durch eigenen Garten, wäre das gerade mal knapp machbar.

@spyro
Ein paar mehr Angaben wären hilfreich, um Dir adäquat antworten zu können.
Prinzipiell kann man sagen: Ansparen ist nicht verkehrt, sogar eher erwünscht, wenn nicht gar gefordert. Wenn es aber über die Vermögengrenze geht - dann kann es Dir angerechnet werden.
Wie Stauer schrieb:
pro Lebensjahr 150,-€ + 750,-€ für Anschaffungen .... Auch ein Auto im Wert bis 7500,-€ ist erlaubt.
Wobei das Auto unabhängig von der jeweiligen Vermögensgrenze ist.
 

Stauer

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
23 Januar 2019
Beiträge
546
Bewertungen
1.912
Liegt man mit der erlösten Verkaufssumme des Autos noch innerhalb der Vermögensgrenze, dann ist es lediglich Vermögensumwandlung und wird nicht angerechnet.
Hallo,
oh danke, so ist es.
12 Monate x 424€ (Regelsatz) = 5.088€
Ich weiß nicht, wie lange da gespart wurde. In einem Jahr glaube ich nicht, dass es möglich ist, soviel zu sparen. Ab 3-4 Jahre fände ich realistischer. Ich hatte gefragt, wie lange gespart wurde, aber die kommt vieleicht später. Mal abwarten :icon_Info:.
 

Fabiola

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
12 Mai 2015
Beiträge
2.154
Bewertungen
2.991
In einem Jahr glaube ich nicht, dass es möglich ist, soviel zu sparen.
Aus eigener Erfahrung: Es geht!
Ich bin aufstockende Rentnerin - also auch nur 424€ zum Leben neben der KdU.
Bin i.d. Nachkriegszeit aufgewachsen und weiß daher, mit wie wenig man/frau auskommen kann.
Hängt von den Lebensumständen ab.
Ich lebe zur Miete im Dorf mit großem Garten (Selbstversorger). Teile mir einen (im Unterhalt unschlagbar billigen) alten Smart mit meinem Mitbewohner (Carsharing). 40€ Kfz-Steuer, 180€ Kfz-Versicherung pro Jahr. I-Net wird auch halbiert mittels W-Lan, Strom ebenso. Ansonsten ist alles getrennt.
Mein einziges Hobby: Garten (und Elo-Forum).
Wegen Intervallfasten (Tante Google hilft) habe ich sehr geringe Lebensmittelkosten (da ich normales Gewicht habe nehme ich nicht ab, sondern tue einfach etwas für meine Gesundheit bzw. Darmgesundheit) maximal 140€ im Monat.
Von dem angesparten Geld leiste ich mir dann Osteopathiebehandlungen wegen meines lädierten Rückens (KK zahlt diese nicht vollständig) und einige andere 'Schmankerl', auf die ich auch problemlos verzichten könnte.

Daran muss sich hier niemand orientieren, ich möchte nur beispielhaft verdeutlichen, dass es Lebenssituationen wie meine gibt, die ein Ansparen in einem höheren Ausmaß möglich machen.

Schwierig kann es werden, wenn ich gebrechlicher werde und auf außerhäusliche Hilfe angewiesen sein müsste.

Das war jetz beinahe OT, widerlegt aber in Teilen, dass man eine recht erklägliche Menge an monetärer Sozialleistung bei günstigsten Bedingungen ansparen kann.
Ich bin in meinen Bedürfnissen äußerst bescheiden, was aber keinerlei Maßstab für andere sein soll, da ich als 'bescheidene' Rentnerin nicht mit dem Unbill der AlgII-Gebeutelten zu vergleichen bin!
 

Matt45

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
23 März 2016
Beiträge
755
Bewertungen
1.053
Wer sehr "streng" auf Preise achtet, wenig "raus" geht", nicht raucht.......der kann ohne Probleme zwischen 100-200 € sparen. Aber: Es hängt von vielen Faktoren ab! Wenn in Berlin(Stand in der Zeitung, gibt auch andere Orte) 85.000 Haushalte ihre Miete mitbezahlen müssen aus dem Regelsatz, dann kann es natürlich nicht klappen. Auch Gesundheit, Fahrtkosten(zum Einkaufen der Lebensmittel), Kinder und ...... sind Faktoren. So pauschal kann man es nicht beantworten.
 
M

MatzeFRE

Gast
Wie viel man sparen darf oder nicht weiß ich ehrlich gesagt nicht , aber mir wäre es so gesehen auch egal, wenn Du die 3000.-€ hast , dan nbehalt sie einfach daheim irgendwo, hab ich auch ein bischen was ist immer gut , wennmans hat. Auf der Bank bekommst Du eh nichts dafür, da kannst es zu Hause liegen lassen & wenn Du Dich selbstständig machen willst gib das bloss nicht dafür weg, denn wenn Du mit Deiner Unternehmung im Zweifelsfalle pleit gehst stehst da ohne einen Pfennig in der Tasche wie man so schön sagt , das könnte schlimme Konsequenzen haben .......
 

Cha

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
27 Juni 2006
Beiträge
869
Bewertungen
547
1) Es ist erlaubt, bei dem Bezug von H4 zu sparen.
2) Die Ersparnisse zählen zum Vermögen.
3) Das Vermögen (auch das selbst ersparte - falls leistungserheblich) ist bei jedem Folgeantrag anzugeben.
4) Das Vermögen bleibt schadlos, solange es insgesamt die o.g. Vermögensgrenze nicht überschreitet.
5) Ich glaube durchaus, dass man während dem Leistungsbezug sparen kann, es scheint mir jedoch eher unwahrscheinlich, mit solchen Ersparnissen die Vermögensgrenze zu sprengen. Mir ist in Praxis kein einziger solcher Fall bekannt.

Viele Grüße

Cha
 

Fabiola

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
12 Mai 2015
Beiträge
2.154
Bewertungen
2.991
es scheint mir jedoch eher unwahrscheinlich, mit solchen Ersparnissen die Vermögensgrenze zu sprengen. Mir ist in Praxis kein einziger solcher Fall bekannt.
Mir schon:
Das war ein älterer Elo, der bereits bei Antragstellung (angegebenes) Schonvermögen hatte und ebenfalls durch bescheidene Lebensführung stets in der Gefahr war, über seine Schonvermögensgrenze zu geraten.
Er hat sich dann z.B. einen neuen Staubsauger angeschafft, obwohl sein älteres Modell noch funktionstüchtig war.
Inwieweit das nachhaltig ist, alte funktionstüchtige Geräte durch neue zu ersetzen, steht auf einem anderen Blatt.
Notfalls spendet man diese dann am Sinnvollsten einem Second-Hand-Laden.
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
20.737
Bewertungen
21.059
Naja, wenn mn schon einiges angespart hat iat das was abdees, als wenn man im Bezug bei null anfängt zu sparen.
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
20.737
Bewertungen
21.059
Ich hatte Cha so verstanden, dass er von niemandem weiss, der im Bezug bei null angefangen hat zu sparen und dann das Schonvermögen überschritten hat.
 

Linuxfan

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
21 November 2014
Beiträge
741
Bewertungen
317
Sollte mich jetzt selbstständig machen und Ware einkaufen und online verkaufen.
[…]
Es handelt sich um 3000€.
Ich persönlich orientiere mich an dem Finanzkonzept von Dave Ramsey, welches in mehrere Stufen (Baby-Steps) in dem Buch "Total Money Makeover" beschrieben wird. Er empfiehlt, 1000 US-Dollar als "eiserne Reserve" anzusparen und dann im nächsten Schritt eventuelle Schulden abzubezahlen. Insgesamt gibt es sieben Schritte.

Waren sind betriebswirtschaftlich gesehen "gebundenes Kapital" - nicht dass Du auf deinen Waren sitzenbleibst. Mit dem Geld bist Du auf jeden Fall liquider als mit den Waren.
 
Oben Unten