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Wieviel Fahrzeit ist Angemessen?

The_Vulcan

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#1
Die SuFu spuckte dazu nichts aus....

Die Frage interessiert mich aber mal.


Ich habe noch so 90min im Kopf. Allerdings finde ich das schon sehr viel.

Blödsinnigerweise zählt die Fahrzeit ja nicht als Arbeitszeit, dabei ist der Weg zur Arbeit sogar Versichert über die Berufsunfallversicherung... irgendwie Betrug.

Denn als Freizeit kann man die Fahrt zur Arbeit wohl nicht ansehen...


Wenn Ich mir das so vorstelle..

Arbeitstag 10h.
Arbeitsfahrt 3h (hin&rückweg)
Dann noch ca. 1h Vorbereitung für die Arbeit (Duschen, Essen, sachen Packen etc.)

Macht 14h am Tag nur für die Arbeit.
Idealerweise hat man noch 8h schlaf.
Ergibt 22h.
Macht am Tag 2h Freizeit..... irgendwie finde ich das schon etwas Unmenschlich, außer man sieht die Arbeit wirklich als Teil seines Lebens an, als Beruf, nicht als Job.

Normalerweise würde man ja sagen.. 8h Arbeit, 8h Schlaf, 8h Freizeit = 24h/Tag ....


Sind 90min wirklich Angemessen? Oder sogar noch mehr??
 

Lilastern

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#2
Es kommt darauf an ob du ALG 2 beziehst oder ALG 1.

Bei ALG 2 ist eine Pendelzeit bis 3 Stunden zumutbar. Beschäftigung mehr als 6 Stunden.

Bei ALG 1 sind 2,5 Stunden Pendelzeit zumutbar. Also bei Vollzeit.

Bis 6 Stunden Arbeitszeit sind 2 Stunden zumutbar.
 
E

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Gast
#3
Dann noch ca. 1h Vorbereitung für die Arbeit (Duschen, Essen, sachen Packen etc.)

das ist freizeit das wird nicht mit gerechnet^^
 

Lilastern

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#4
Die SuFu spuckte dazu nichts aus....

Die Frage interessiert mich aber mal.


Ich habe noch so 90min im Kopf. Allerdings finde ich das schon sehr viel.

Blödsinnigerweise zählt die Fahrzeit ja nicht als Arbeitszeit, dabei ist der Weg zur Arbeit sogar Versichert über die Berufsunfallversicherung... irgendwie Betrug.

Denn als Freizeit kann man die Fahrt zur Arbeit wohl nicht ansehen...


Wenn Ich mir das so vorstelle..

Arbeitstag 10h.
Arbeitsfahrt 3h (hin&rückweg)
Dann noch ca. 1h Vorbereitung für die Arbeit (Duschen, Essen, sachen Packen etc.)

Macht 14h am Tag nur für die Arbeit.
Idealerweise hat man noch 8h schlaf.
Ergibt 22h.
Macht am Tag 2h Freizeit..... irgendwie finde ich das schon etwas Unmenschlich, außer man sieht die Arbeit wirklich als Teil seines Lebens an, als Beruf, nicht als Job.

Normalerweise würde man ja sagen.. 8h Arbeit, 8h Schlaf, 8h Freizeit = 24h/Tag ....


Sind 90min wirklich Angemessen? Oder sogar noch mehr??
Es wird rein die Pendelzeit gerechnet. Gut auf Dauer sind solche langen Pendelzeiten nicht gut.

Wenn man dies nicht in Kauf nehmen will, muss man halt einen Umzug in Erwägung ziehen.

Es kommt ja auch auf deine persönliche Situation an. Ob du schon eher in Wohnortsnähe bleiben willst, vorausgesetzt es hat Stellen.
 

The_Vulcan

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#5
Bei ALG 2 ist eine Pendelzeit bis 3 Stunden zumutbar. Beschäftigung mehr als 6 Stunden.
3h fahrt zur Arbeit???

Wann soll man da noch schlafen? Beim Autofahren?

Dann noch ca. 1h Vorbereitung für die Arbeit (Duschen, Essen, sachen Packen etc.)

das ist freizeit das wird nicht mit gerechnet^^
Ergo, ungeduscht und unrasiert zur Arbeit. Ist ja Freizeit :biggrin:


Und wann soll man denn umziehen bei langen Arbeitszeiten? Da muss man ja warten bis man seinen ersten Urlaub bekommt.


Sehe ich aber auch als einzige Möglichkeit. Doch was ist wenn die Wohnungen in Arbeitsnähe viel teurer sind als die Wohnung die man derzeit bewohnt. Am ende hat man Monatlich weniger Geld zur Verfügung als Vorher....

Naja das eigentliche Thema ist ja die max. zulässige Zeit für den Arbeitsweg.
 

Roter Bock

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#7
Es gibt ein Gesetz über Arbeitszeiten, zwar ein bisschen Gummilike aber vielleicht anwendbar, wenn Fahrtzeiten und Arbeitszeiten ausufern.

§ 5
Ruhezeit
(1) Die Arbeitnehmer müssen nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden haben.

(2) Die Dauer der Ruhezeit des Absatzes 1 kann in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen, in Gaststätten und anderen Einrichtungen zur Bewirtung und Beherbergung, in Verkehrsbetrieben, beim Rundfunk sowie in der Landwirtschaft und in der Tierhaltung um bis zu eine Stunde verkürzt werden, wenn jede Verkürzung der Ruhezeit innerhalb eines Kalendermonats oder innerhalb von vier Wochen durch Verlängerung einer anderen Ruhezeit auf mindestens zwölf Stunden ausgeglichen wird.

(3) Abweichend von Absatz 1 können in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen Kürzungen der Ruhezeit durch Inanspruchnahmen während der Rufbereitschaft, die nicht mehr als die Hälfte der Ruhezeit betragen, zu anderen Zeiten ausgeglichen werden.

So das heisst bei 10 Stunden Arbeitszeit und 3 Stunden Fahrzeit und einer Stunde Vorbereitung zur Arbeit geht das nicht. Das sind 14 Stunden und die Ruhezeit ist Unterschritten. Also entweder weniger Fahrzeit oder weniger Arbeitszeit! Nur bei den Ausnahmen lt. Gesetz ist es anders.

Was die Vorbereitung betrifft ist es eine Frage des Jobs. Wenn Du eine solche Dreckarbeit machst das Du dich umziehen und Duschen musst, sehe ich das nicht als Freizeit.

Ob man damit durchkommt ist ne andere Frage - aber bei so einen Job würde ich anderen suchen oder pünktlich mein Zeug packen damit ich meine Ruhezeit habe.

Roter Bock
 
E

ExitUser

Gast
#8
3h fahrt zur Arbeit???

Wann soll man da noch schlafen? Beim Autofahren?



Ergo, ungeduscht und unrasiert zur Arbeit. Ist ja Freizeit :biggrin:


Und wann soll man denn umziehen bei langen Arbeitszeiten? Da muss man ja warten bis man seinen ersten Urlaub bekommt.


Sehe ich aber auch als einzige Möglichkeit. Doch was ist wenn die Wohnungen in Arbeitsnähe viel teurer sind als die Wohnung die man derzeit bewohnt. Am ende hat man Monatlich weniger Geld zur Verfügung als Vorher....

Naja das eigentliche Thema ist ja die max. zulässige Zeit für den Arbeitsweg.

jetzt ärgere ich dich mal ein bissel^^^^


.....Ergo, ungeduscht und unrasiert zur Arbeit. Ist ja Freizeit.....

stell dir mal vor
deine ruhe zeit beginnt mit dem ende deiner arbeitszeit
also wenn du feierabend machst ^

ab da 11stunden dann kannst du wieder knüppeln ^^
 

The_Vulcan

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#10
Als Richtwert ==> § 121 Abs. 4 SGB III
Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist dem Arbeitslosen eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.
Auch Pervers.
Warum?
Höhere Kosten...
Man muss dann GEZ bezahlen, die vollen Fahrkosten (Benzin, Versicherung oder Monatskarte), Betriebskosten usw...

Auch dann, wenn man auf den Cent genausoviel hat wie vorher.
Ich finde hier müsste eine Regelung her die besagt das man mindestens 20% oder so mehr Geld in der Tasche haben muss als vor der Vollbeschäftigung.

Sowieso etwas Paradox die Regelung. Wenn man nur ergänzendes ALGII bekommt würde das bedeuten die Arbeit ist dann zulässig wenn man mind. das Gehalt bekommt in der Höhe des ergänzenden ALGII Betrages.... wenn man es Wörtlich nimmt.

Die 2,5h bei 6h und mehr Arbeit am Tag... da ist die Frage.. ist das jetzt die Pendelzeit pro Tag so wie es auch die Arbeit pro Tag ist... oder die Pendelzeit pro Fahrt? Ist ja nicht wirklich ersichtlich und der Optimist denkt so, der Pessimist so. Bei pr Tag wären es ca. 2x1,25h pro Tag. Also knapp unter 90min pro Fahrt. Was irgendwie noch etwas Humaner klingt.

Edit:
(4) .......die täglichen Pendelzeiten zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte........ mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden ........ mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger
 

jockel

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#11
Auch Pervers.
Warum?
Höhere Kosten...
Man muss dann GEZ bezahlen, die vollen Fahrkosten (Benzin, Versicherung oder Monatskarte), Betriebskosten usw...

Auch dann, wenn man auf den Cent genausoviel hat wie vorher.
Ich finde hier müsste eine Regelung her die besagt das man mindestens 20% oder so mehr Geld in der Tasche haben muss als vor der Vollbeschäftigung.

Sowieso etwas Paradox die Regelung. Wenn man nur ergänzendes ALGII bekommt würde das bedeuten die Arbeit ist dann zulässig wenn man mind. das Gehalt bekommt in der Höhe des ergänzenden ALGII Betrages.... wenn man es Wörtlich nimmt.

Die 2,5h bei 6h und mehr Arbeit am Tag... da ist die Frage.. ist das jetzt die Pendelzeit pro Tag so wie es auch die Arbeit pro Tag ist... oder die Pendelzeit pro Fahrt? Ist ja nicht wirklich ersichtlich und der Optimist denkt so, der Pessimist so. Bei pr Tag wären es ca. 2x1,25h pro Tag. Also knapp unter 90min pro Fahrt. Was irgendwie noch etwas Humaner klingt.

Edit:
Die prozentuale Abstufung der Einkünfte im § 121 SGB III Zumutbarkeit ist eine unerträgliche Zumutung.

Arbeit hat ihren Preis und Wert in Qualität und Quantität und beides ist nicht von ablaufenden Zeitspannen abhängig, sondern von den zu erfüllenden Arbeitsanforderungen, die die Arbeitsaufgabe stellt.

Deshalb ist nur eins zumutbar - nur noch Arbeitsförderung und -vermittlung, wenn es garantiert in einen dauerhaften, tarifgebundenen Job führt und nicht in solche Tarife von christlichen Gewerkschaften oder Leih- und Zeitarbeitsbuden, in Prekärarbeit oder völlig tariflose Jobs.

Wenn man nur in Höhe des bisherigen Alg arbeiten soll, wo bleibt denn da das vielgerühmte Lohnabstandsgebot. Das existiert dann auf einmal nicht.

Hier hat die CDU/CSU/FDP bei der Verabschiedung des SGB III im § 121 einen gucken lassen. Das ist gesetzlich verbriefte Legalisierung von Lohnwucher - sogar unterhalb der 1 Drittelgrenze.

Mächtig gewaltig, Hosenanzug Merkel!!!
 
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