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Wieviel Euro stehen mir für die KDU zu

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LisaLuft

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#1
Guten Tag, ich bin neu hier und habe mich gerade hier im Forum angemeldet.
Nun einiges zu meiner Person ich bin 66 Jahre und habe die Rente erreicht, da ich sowenig Rente beziehe sagte das Amt ich soll SGB12 beantragen (Grundsicherung im Alter)
Nun zu meinen familiären Verhältnissen:
Ich lebe mit meiner Tochter zusammen in einer 83m² großen Wohnung
in Bochum in welcher ich schon seit 12 Jahren Mieter bin. Meine Tochter ist 29 Jahre und ist berufstätig.
Nun habe ich einiges über Grundsicherung im Alter gelesen aber nicht alles Verstanden.
Bei der Größe der Wohnung blicke ich nicht durch. Als Einzelperson darf ich eine 40-45 m² für zu 300 Euro Miete bewohnen. Als 2 Personenhaushalt dürefen wir eine 60-68 m² Wohnung zu 360 Euro bewohnen.
Nun was gilt für mich ich bin der Aufffassung das mir 300 Euro für die Miete zustehen da ich eine EInzelperson bin und meine Tochter nichts mit
mir zu tun hat.

SO nun genug gefragt und abwarten.
Lisa
 
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#2
Gericht: Sozialgericht Osnabrück
Aktenzeichen: S 22 AS 243/05 ER
Datum der Entscheidung: 01.08.05
Paragraph: § 22 Abs. 1 S. 2 SGB II
Entscheidungsart: Beschluss
Überschrift: Angemessene Unterkunftskosten / Bei der Feststellung der angemessenen Unterkunftskosten in WG's ist jeweils von den Höchstgrenzen für Aufwendungen für einen Einpersonenhaushalt auszugehen
Quelle: Tacheles
 

vagabund

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#3
Hallo,

siehe Posting von Ralf.... du bildest mit deiner Tochter eine Wohngemeinschaft und dir stehen somit 45 qm zu, sowie in Bochum 219 EUR KM + Heiz- und Nebenkosten.

Beachte bei der Antragstellung, dass du angibst, dass deine Tochter dich nicht unterstützt (natürlich nur wenn dem auch so ist) und ihr keine Haushaltsgemeinschaft seid!

vg
vagabund
 

LisaLuft

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#4
Entschuldigung es wird hier auf SGB2 verwiesen und nicht auf SGB 12

Ist das denn kein Unterschied?

Danke
 

vagabund

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#5
der SGB XII § 29 Unterkunft und Heizung ist analog dem § 22 SGB II

Unterschiede gibt es z.B. beim Vermögensfreibetrag, da darfst du nur 2600 EUR haben.
 

LisaLuft

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#6
Also wenn ich mit jemanden zusammenwohne, der mich finanziell nicht unterstützt (wie meine Tochter), da sie finanziell nicht in der Lage dazu ist bilden wir eine Wohngemeinschaft umd mir steht der hoechstsatz für eine Person zu.
Werde ich von meiner Tochter unterstütz dann steht mir nur 50% des
hoechstsatz für 2 Personen zu.

Bedeutet das ferner wenn ich unterstützt werde bilden wir eine Bedarfsgemeinschaftst. Unterstützt sie mich nicht bilden wir eine Wohngemeinschaft.

Habe ich das richtig verstanden und ausgedrück?

Lisa
 

vagabund

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#7
LisaLuft sagte :
Also wenn ich mit jemanden zusammenwohne, der mich finanziell nicht unterstützt (wie meine Tochter), da sie finanziell nicht in der Lage dazu ist bilden wir eine Wohngemeinschaft umd mir steht der hoechstsatz für eine Person zu.
Werde ich von meiner Tochter unterstütz dann steht mir nur 50% des
hoechstsatz für 2 Personen zu.


Bedeutet das ferner wenn ich unterstützt werde bilden wir eine Bedarfsgemeinschaftst. Unterstützt sie mich nicht bilden wir eine Wohngemeinschaft.

Habe ich das richtig verstanden und ausgedrück?

Lisa
Ja so kann man es fast ausdrücken :) Unter Verwandten heißt die BG dann Haushaltsgemeinschaft.
Allerdings - fette Schrift - unterstützt dich deine Tochter, wird ihr Einkommen möglicherweise auf deinen Bedarf angerechnet.
 
E

ExitUser

Gast
#8
Nicht ganz, liebe Lisa,

So erklärt die AfA diese Begriffe:

WICHTIGE FRAGEN
Wie unterscheidet sich eine Bedarfsgemeinschaft von einer Haushaltsgemeinschaft?

Eine Bedarfsgemeinschaft besteht mindestens aus einem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, dem Partner oder der Partnerin und den im
Haushalt lebenden minderjährigen, unverheirateten Kindern. Kinder zählen jedoch nur zur Bedarfsgemeinschaft, wenn sie ihren Bedarf nicht
durch ein eigenes Einkommen oder eigenes Vermögen selbst decken können. In der Definition sind Partner/in: der/die nicht dauernd getrennt
lebende Ehemann/-frau oder die Person, mit der der Antragsteller in einer eheähnlichen Gemeinschaft oder eingetragenen
Lebenspartnerschaft lebt.

Zur Haushaltsgemeinschaft zählen alle in einem Haushalt lebenden Personen, unabhängig von Geschlecht, Alter und verwandtschaftlichen
Bindungen.

Was passiert, wenn ich in einer Wohngemeinschaft lebe?
Im Antrag auf Arbeitslosengeld II müssen die Antragsteller keine Angaben über die persönlichen Verhältnisse eines Mitbewohners machen. Es reicht in den Fällen einer reinen Wohngemeinschaft aus, wenn im Formular der Mietanteil des Mitbewohners genannt oder die
Untermietzahlung als Einkommen angeben wird. In einer Wohngemeinschaft mit mehreren erwerbsfähigen Erwachsenen können sich somit theoretisch genauso viele Bedarfsgemeinschaften ergeben, wie es Mitglieder der Wohngemeinschaft gibt.
 
E

ExitUser

Gast
#9
Ich lebe mit meiner Tochter zusammen in einer 83m² großen Wohnung in Bochum in welcher ich schon seit 12 Jahren Mieter bin. Meine Tochter ist 29 Jahre und ist berufstätig.

Bei der Größe der Wohnung blicke ich nicht durch. Als Einzelperson darf ich eine 40-45 m² für zu 300 Euro Miete bewohnen.
Zunächst darfst du in deiner Wohnung wohnen bleiben, die Gesamtkosten dafür beantragen. Dann erhältst du ganz gewiß die Aufforderung zur Senkung der Wohnkosten. Das kann durch Untervermietung, Verhandlung mit dem Vermieter oder Umzug geschehen.

In dem Fall von dir und deiner Tochter besteht doch ein Untermietverhältnis. Ein Untermietvertrag muß nicht schriftlich gefaßt sein. Aber es ist besser, ihr holt es jetzt nach. Den Anteil, den dann deine Tochter als Untermietering bezahlt, der wird deinen KdU gegengerechnet.



Als 2 Personenhaushalt dürefen wir eine 60-68 m² Wohnung zu 360 Euro bewohnen.
Ich denke mal, ihr seid zwei 1-Personen-Haushalte und deine Tochter kann außerdem mieten soviel sie will, sie erhält ja keine Leistungen.

Nun was gilt für mich? Ich bin der Aufffassung das mir 300 Euro für die Miete zustehen
Die Miethöhe wird von der Kommune bestimmt, hierzu hat dir Vagabund ja schon entsprechendes geschrieben.

da ich eine EInzelperson bin und meine Tochter nichts mit mir zu tun hat.
Das Amt geht immer davon aus, dass Verwandte sich gegenseitig unterstützen, wenn sie zusammenleben. Auch dann, wenn sie gesetzlich nicht dazu verpflichtet sind. Sollte dies bei euch nicht so sein, dann müßt ihr es widerlegen.

Lade dazu den Widerspruch "Verwandte aus dem Downloadbereich runter
http://www.erwerbslosenforum.de/widerspruch/w_verwandte.doc

Ich glaube, jetzt ist es verständlicher.
 

Quirie

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#10
Wie die Dinge liegen, gehe ich auch davon aus, dass Du und Deine Tochter eine Wohngemeinschaft bilden.

Also, ihr teilt zwar eine Wohnung, jeder hat aber seinen eigenen Bereich, möglicherweise kauft auch jeder für sich selber ein, wirtschaftet selbst. Das bedeutet nicht, dass man einander nicht die üblichen Dinge zukommen lassen dürfte wieman es auch einer netten Nachbarin gegenüber täte, gemeinsam Kaffeetrinken etc.

Aber auch ein gemeinsamer Kühlschrank ist kein Hindernis, wenn die Kosten des Inhalts geteilt werden.

Indiz der Wohngemeinschaft ist die deutlich nachzuvollziehende und so gewollte wirtschaftliche Trennung (so wie bei Studenten), die wirtschaftliche Eigenständigkeit eines jeden Partners.
Die ist bei Euch meines Erachtens gegeben.

Du bist so wie sich die Sache darstellt vermutlich alleinige Mieterin. Sinnvollerweise solltest Du mit Deiner Tochter einen Untermietvertrag mit genauer Raumaufteilung schließen.

Das Mieteinkommen ist dann auf Deine Bezüge anzurechnen. Aber sonst bist Du genauso zu stellen, wie eine Einzelperson.

Die Kammer vermag sich nicht der in der Vergangenheit geäußerten Auf-fassung des Verwaltungsgerichts Osnabrück anzuschließen, wonach in Fällen von Wohngemeinschaften die angemessenen Unterkunftskosten in der Weise zu ermitteln sind, dass das arithmetische Mittel zwischen den angemessenen Unterkunftskosten für einen Einpersonenhaushalt und den auf eine Person entfallenden Anteil der angemessenen Unterkunfts-kosten für einen Zweipersonenhaushalt zu bilden ist. Denn es ist kein sachlich einleuchtender Grund dafür ersichtlich, die angemessenen Unterkunftskosten für die einzelnen Mitglieder einer Wohngemeinschaft anders zu bestimmen als in den Fällen, in denen ein Hilfebedürftiger zunächst eine größere Wohnung mit unangemessen hohen Unterkunfts-kosten angemietet hat und er die Unterkunftskosten der Aufforderung des Leistungsträgers nach § 22 Abs. 2 SGB II folgend durch Untervermietung senkt. Auch hier ermitteln sich die angemessenen Unterkunfts-kosten auf der Grundlage der voraussichtlich entstehenden Aufwendungen für einen Einpersonenhaushalt. Damit sind die Mietaufwendungen für eine bis 50 qm große Wohnung einfachster Ausstattung der Ermitt-lung zugrunde zu legen.
Das Zitat stammt aus der von Ralf genannten Osnabrücker Entscheidung.

Allerdings ist das die Entscheidung eines "unteren" Gerichtes, noch dazu aus einem anderen Bundesland. Sie bindet andere Gerichte nicht.
 

hartzIV

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#11
vagabund sagte :
Hallo,

siehe Posting von Ralf.... du bildest mit deiner Tochter eine Wohngemeinschaft und dir stehen somit 45 qm zu, sowie in Bochum 219 EUR KM + Heiz- und Nebenkosten.

Beachte bei der Antragstellung, dass du angibst, dass deine Tochter dich nicht unterstützt (natürlich nur wenn dem auch so ist) und ihr keine Haushaltsgemeinschaft seid!

vg
vagabund
WICHTIG:

IN BOCHUM darf deine Miete um 40 € oder 10 % ( bei größeren Wohnungen) über dem Satz liegen. Das heißt 259,00 € :D
 
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