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Wieviel darf Whg. in Hamburg kosten?

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consulina

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#1
Hallo,
ich muss demnächst umziehen. Bei der Gelegenheit überlege ich, evtl. nach Hamburg zu ziehen.
Wieviel wird hier an Mietzins erstattet?
Kann man auch irgendwo eine Tabelle bekommen, die z.B. die bekanntesten Städe mit akzeptierten Mieten angeben?

v.G. consulina
 

consulina

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#4
Wo sind die besten Viertel?

Hallo,
da es immer schwierig ist, in einer neuen Stadt die besten bzw. ungünstigsten Viertel einer Stadt herauszufinden, möchte ich anfragen, wer mir hier weiterhelfen kann?
Also für Hamburg (und klar AlgII)
v.g. consulina
 

Romeo

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#5
Consulina schreibt:

die besten bzw. ungünstigsten Viertel einer Stadt - und klar AlgII
Trotz mehrmaligem Lesen ist mir leider nicht klar geworden, welche Info Du nun genau haben möchtest.

Also: Auf ein Neues, was genau möchtest Du wissen, unter welchen Gesichtspunkten "die besten" und unter welchen Gesichtspunkten "die ungünstigsten" Viertel: Mietniveau, Sicherheit, Spielplätze, Kinos, Discos, Supermärkte....?, Fragen über Fragen.

Aber, das Wochenende ist ja noch nicht zu Ende, ich schau' hier noch mal rein....!
Romeo
 
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#7
AW: Wo sind die besten Viertel?

Unter Punkt 4.5 ist eine Tabelle mit den überwiegend nicht ganz so üblen Stadtteilen.

Hallo,
da es immer schwierig ist, in einer neuen Stadt die besten bzw. ungünstigsten Viertel einer Stadt herauszufinden, möchte ich anfragen, wer mir hier weiterhelfen kann?
Also für Hamburg (und klar AlgII)
v.g. consulina
 

Romeo

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#8
Ralf schreibt:

Tabelle mit den überwiegend nicht ganz so üblen Stadtteilen.
Guter Tipp, stimmt - für "Auswärtige" schon mal eine ganz hilfreiche Orientierung!

Dazu ist in diesen Fachanweisungen bezüglich dieser "begehrteren" Stadtteile allerdings auch zu lesen:

...eine Überschreitung des Höchstwertes gemäß Ziffer 2 um
bis zu 10 % als angemessen angesehen
Dies gilt aber - soweit ich informiert bin - nur für die Bestandsmieten und nicht bei Neu-Anmietung, das sollte mit einbezogen werden bei der Wahl des Ziel-Stadtteils!
 
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#10
Dies gilt aber - soweit ich informiert bin - nur für die Bestandsmieten und nicht bei Neu-Anmietung, das sollte mit einbezogen werden bei der Wahl des Ziel-Stadtteils!
Wo hast Du diese Information her? Aus der Fachanweisung ergiebt sich dies m.E. nicht. Ausserdem würde es auch meiner Auslegung des Beschlusses des BSG ( B 4 AS 30/08 R) widersprechen. Aber; Ich bin ja kein Jurist.
 

Tinka

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#11
Es wäre noch zu sagen, dass es in HH sehr schwierig um nicht zu sagen unmöglich ist, günstige Wohnungen zu finden, von Wohnungen nach der KDU-Norm von ALGII mal ganz zu schweigen...

Alles Gute
 

Romeo

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#12
Hallo Ralf,

Du fragst:

Wo hast Du diese Information her? Aus der Fachanweisung ergibt sich dies m.E. nicht.
In der Tat, die Fachanweisungen geben dies nicht her, habe auch entsprechend lange mit diesen 10 % Aufschlägen operiert - allerdings ebenso erfolglos - um dann eines Tages darauf aufmerksam gemacht zu werden, dies (Höchstgrenze plus 10 % bei den angegebenen Stadtteilen) sei eben falsch, um dann abschließend - um endlich Deine Frage zu beantworten - meinen LeistungsSB anzusprechen, der mir die Meinung bestätigte (leider nur mündlich am Telefon), der 10 % Aufschlag gilt nur für Bestandsmieten bei der Festsetzung der "Angemessenheitsgrenze".

Ausserdem würde es auch meiner Auslegung des Beschlusses des BSG ( B 4 AS 30/08 R) widersprechen. Aber; Ich bin ja kein Jurist.
Werde ich mir mal durchlesen. Ich suche allerdings auch schon ein paar Tage, ohne jemals darauf hingewiesen worden zu sein, ob die Suche korrekt ausgeführt wird oder nicht. Aber das frage ich mich sowieso schon längere Zeit, ob sich in der ARGE meine Wohnungs-Suchprotokolle überhaupt mal jemand anschaut....:confused:

Gruß von
Romeo, auch kein Jurist!
 

Romeo

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#13
Ralf schreibt zu dem Thema: "10 % Aufschlag gilt nur für Bestandsmieten"

Ausserdem würde es auch meiner Auslegung des Beschlusses des BSG ( B 4 AS 30/08 R) widersprechen.
Habe mir jetzt dieses Urteil auch noch mal durchgelesen, leider finde ich dort keinen Anhaltspunkt für Deine These, bei besonders begehrten Stadtteilen könne man einen (s.o.) Aufschlag gewähren.
Magst Du den entscheidenden Passus vielleicht hier noch einmal kurz veröffentlichen, hier der Link zum Urteil:

B 4 AS 30/08 R · BSG · Urteil vom 19.02.2009 ·

Gruß von
Romeo
 
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#14
Hallo Ralf,

Du fragst:

In der Tat, die Fachanweisungen geben dies nicht her, habe auch entsprechend lange mit diesen 10 % Aufschlägen operiert - allerdings ebenso erfolglos - um dann eines Tages darauf aufmerksam gemacht zu werden, dies (Höchstgrenze plus 10 % bei den angegebenen Stadtteilen) sei eben falsch, um dann abschließend - um endlich Deine Frage zu beantworten - meinen LeistungsSB anzusprechen, der mir die Meinung bestätigte (leider nur mündlich am Telefon), der 10 % Aufschlag gilt nur für Bestandsmieten bei der Festsetzung der "Angemessenheitsgrenze".
Gruß von
Romeo, auch kein Jurist!
Ich habe mir die Fachanweisung noch mal angeschaut. Natürlich kann ein SB sich solche Aussagen konstruieren. Punk 4 isoliert betrachtet:

"4. Sonderregelungen bei besonderen Lebens- und Wohnlagen
In den folgenden, besonders zu begründenden Einzelfällen kann eine Überschreitung der Höchstwerte notwendig sein. Eine solche besondere Notlage muss aber gerade der Grund dafür sein, dass eine teurere Wohnung notwendig ist. Diese Kausalität zwischen besonderer Notlage und dem dadurch bedingten Bedarf an einer teureren Wohnung muss ggfs. im Einzelfall nachgewiesen werden."
Aber:
In Punkt 1 unter Ziele steht:

Ziel ist es, Wohngebiete möglichst sozialverträglich zu mischen. Diesem Ziel kann u. a. auch die Integration von Leistungsberechtigten in den genossenschaftlichen Wohnungsbestand dienen. Darüber hinaus ist es gerechtfertigt, den Aspekt der sozialen Durchmischung von Wohngebieten auch in die Beurteilung der Angemessenheit von Unterkunftskosten einfließen zu lassen.
In Verbindung mit der Begründung aus 4.5, die lautet;

Im Hinblick auf das Ziel, eine sozialverträgliche Mischung in den Stadtteilen sicherzustellen, wird in Stadtteilen mit sehr geringem Anteil an Beziehern von Arbeitslosengeld II / SGB XII-Leistungsempfängern eine Überschreitung des Höchstwertes gemäß Ziffer 2 um bis zu 10 % als angemessen angesehen.
, drückt sich der politische Wille des Senates aus. Also zwar kein genereller Anspruch, aber die Möglichkeit.
 
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#15
Habe mir jetzt dieses Urteil auch noch mal durchgelesen, leider finde ich dort keinen Anhaltspunkt für Deine These, bei besonders begehrten Stadtteilen könne man einen (s.o.) Aufschlag gewähren.
Magst Du den entscheidenden Passus vielleicht hier noch einmal kurz veröffentlichen, hier der Link zum Urteil:

B 4 AS 30/08 R · BSG · Urteil vom 19.02.2009 ·

Gruß von
Romeo
Das BSG schreibt:

Der erkennende Senat schließt sich dieser Rechtsprechung im Grundsatz an und konkretisiert diese für Großstädte wie München. Da es bei der Festlegung des Vergleichsraumes um die Ermittlung einer (angemessenen) Referenzmiete am Wohnort oder im weiteren Wohnumfeld des Hilfebedürftigen geht, sind die Grenzen des Vergleichsraumes insbesondere nach folgenden Kriterien abzustecken: Es geht darum zu beschreiben, welche ausreichend großen Räume (nicht bloße Orts- oder Stadtteile) der Wohnbebauung auf Grund ihrer räumlichen Nähe zueinander, ihrer Infrastruktur und insbesondere ihrer verkehrstechnischen Verbundenheit einen insgesamt betrachtet homogenen Lebens- und Wohnbereich bilden. Einer sog Ghettobildung wird dadurch begegnet, dass hinsichtlich der Referenzmieten zwar auf Mieten für "Wohnungen mit bescheidenem Zuschnitt" abgestellt wird, insoweit aber nicht einzelne, besonders heruntergekommene und daher "billige" Stadtteile herausgegriffen werden dürfen, sondern auf Durchschnittswerte des unteren Mietpreisniveaus im gesamten Stadtgebiet bzw räumlichen Vergleichsraum abzustellen ist.
Und weiter:

In einem dritten Schritt ist nach der Rechtsprechung des BSG zu ermitteln, wie viel für eine abstrakt als angemessen eingestufte Wohnung auf dem für den Hilfebedürftigen maßgeblichen Wohnungsmarkt aufzuwenden ist. Dabei ist nicht nur auf die tatsächlich am Markt angebotenen Wohnungen abzustellen, sondern auch auf vermietete Wohnungen. Das BSG folgt der sog Produkttheorie, wonach nicht beide Faktoren (Wohnungsgröße und Wohnungsstandard) je für sich betrachtet "angemessen" sein müssen, solange jedenfalls das Produkt aus Wohnfläche (Quadratmeterzahl) und Standard (Mietpreis je Quadratmeter) eine insgesamt angemessene Wohnungsmiete (sog Referenzmiete) ergibt.
Das hat die Stadt also bei ihrer Fachanweisung so in etwa berücksichtigt. Natürlich ist mir bekannt, das die ARGE zum Teil entgegengesetz handelt. Das muss Mensch im Einzelfall ausfechten.
 

Romeo

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#16
Hallo Ralf,

schönen Dank für Deine Mühe, wobei dieser Ratschlag natürlich immer noch der beste oder realistischste ist:

Das muss Mensch im Einzelfall ausfechten.
Und das kann unendlich mürbe machen, die SGB-II KdU Rechtsprechung entspricht leider noch immer nicht den tatsächlichen Bedingungen;
ich möchte lieber nicht wissen, wie viele Leistungsbezieher ob dieser Schwierigkeiten längst ein paar ihrer Rechte aufgegeben haben.
 
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