Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

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Monty

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Habe das Forum schon durch gesucht, aber zu meiner Frage keine Antwort gefunden! Wäre schön wenn mir jemand dazu antworten kann! :icon_smile:

Lg Monty
 
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Soviel bis kein Anspruch mehr existiert und Du frei bist von ARGE & Co KG

Stundenbegrenzungen gibt es keine im SGB.
Im AZG ist die Grenze bei 48 Wochenstunden, das sind fast 209 Stunden im Monat.
Zu guten CGB-Tarifen sind das dann min. 745 € brutto. Da bleibt Anspruch aber keine Zeit zum Behördengang.
 

Tinka

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Also, du darfst und du sollst sogar soviel wie möglich dazu arbeiten...:icon_twisted:


Bis 100€ Verdienst pro Monat hast du keine Abzüge, wenn ich mich recht erinnere.

Beim 400€ Job kannst du 160€ für dich behalten, der Rest wird "verrechnet".

Alles was drüber liegt ebenfalls...da informiert dich die Arge sicher sehr gern.


:icon_klatsch:
 

martman

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"Bis 100€ Verdienst pro Monat hast du keine Abzüge, wenn ich mich recht erinnere."

Machen das die Chefs auch mit?-dass die Leute genau für 100€ arbeiten lassen und so entlohnen? geht das?:icon_smile:

habe ich richtig verstanden -das beim ALG2 keine Stundenbegrenzung gibt,wie z.B. bei ALG-1, 165€ MiniJob und bis 15 Sdt.Wöchentlich:icon_daumen:


 
E

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Nein, bei ALG II gibt es keine Stundenbegrenzung.

Die ersten 100 Eu/Monat sind auch frei, vom Rest werden 20 % als Freibetrag berechnet.

Wenn du aber mehr als 20 Stunden im Monat für 100 Eus arbeitest, wird dir die Arge Fragen stellen.
 

RudiRatlos

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Machen das die Chefs auch mit?-dass die Leute genau für 100€ arbeiten lassen und so entlohnen? geht das?:icon_smile:
Ja, das mache ich zur Zeit. So eine Art- Ausbildung. Ist von der Arge genehmigt.:cool:
 

nrwmutter2008

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Verstehe solche Diskussionen ja garnicht.

Seit doch froh, wenn ihr zum Teil aus dem Argebezug wieder rauskommt.

Einmal wieder im Arbeitsleben kann man das auch erweitern.
 

theota

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Verstehe solche Diskussionen ja garnicht.

Seit doch froh, wenn ihr zum Teil aus dem Argebezug wieder rauskommt.
worüber jetzt genau?

daß man von den erarbeiteten 400 € nur 160 behalten darf?

Einmal wieder im Arbeitsleben kann man das auch erweitern.
das kann auch nur von Jemandem kommen, der das Ganze noch nicht mitgemacht hat

wie ich diese Phrase, immer wieder gern genommen von ARGEn, SB's, Fallis und Maßnahmeträgern, nicht mehr hören kann!!!
 

Donauwelle

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Verstehe solche Diskussionen ja garnicht.

Seit doch froh, wenn ihr zum Teil aus dem Argebezug wieder rauskommt.

Einmal wieder im Arbeitsleben kann man das auch erweitern.
Einen Teil bringt einem aber mal überhaupt nichts... - das kann wohl nicht das Ziel sein. Und der Arbeitgeber, der Leute auf 400-EUR-Basis einstellt um dies später in teurere Vollzeitjobs umzuwandeln, muss noch gefunden werden...
 
E

ExitUser

Gast
Einen Teil bringt einem aber mal überhaupt nichts... - das kann wohl nicht das Ziel sein. Und der Arbeitgeber, der Leute auf 400-EUR-Basis einstellt um dies später in teurere Vollzeitjobs umzuwandeln, muss noch gefunden werden...
Das sehe ich auch so. Das Ziel des 400-Euro-Jobs ist der 400-Euro-Job. Früher gab es diese Zuverdienstmöglichkeit, wenn man sich bspw. eine zusätzliche Urlaubsreise verdienen wollte. Heute sind es "normale" Arbeitsverhältnisse, die einfach nur die Statistik schönen.

Froh sein kann man über einen Job, der so viel Geld einbringt, wie man mindestens zum Leben benötigt und der idealerweise auch ein bisschen "Luxus" erlaubt.
 
E

ExitUser

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Nein, bei ALG II gibt es keine Stundenbegrenzung.

Die ersten 100 Eu/Monat sind auch frei, vom Rest werden 20 % als Freibetrag berechnet.

Wenn du aber mehr als 20 Stunden im Monat für 100 Eus arbeitest, wird dir die Arge Fragen stellen.
Wenn ich richtig gerechnet habe fragt die Arge also nach, wenn man einen Verdienst von unter 5€ hat. Ja klar, wir sollen doch die Zeit nicht arbeitsmäßig bei einem niedrig bezahlten Job verbringen, sondern in einem EEJ, der uns richtig in den 1. Arbeitsmarkt integriert.
 

martman

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Verstehe solche Diskussionen ja garnicht.

Seit doch froh, wenn ihr zum Teil aus dem Argebezug wieder rauskommt.

Einmal wieder im Arbeitsleben kann man das auch erweitern.
wir sind hier kein ARGE-Mitarbeiterforum-sondern Erwerbslosenforum.
wir wissen was wir wollen
Arge mitarbeiter müssten auch mal von HARZ4 leben und von 400€-160 € bahalten dürfen.:icon_party:
 

Regensburger

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Arge mitarbeiter müssten auch mal von HARZ4 leben und von 400€-160 € bahalten dürfen.:icon_party:
Egal was man verdient, den Lohn darf man immer behalten, den nimmt einem keiner weg, auch die Arge nicht.
Die Arge zahlt in diesem Fall halt einfach weniger, weil man weniger finanzielle Hilfe benötigt. Das ist schon ein ziemlicher Unterschied!

Regensburger
 

theota

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Egal was man verdient, den Lohn darf man immer behalten, den nimmt einem keiner weg, auch die Arge nicht.
Die Arge zahlt in diesem Fall halt einfach weniger, weil man weniger finanzielle Hilfe benötigt. Das ist schon ein ziemlicher Unterschied!

Regensburger
du suchst dir also einen 400-€-Job, um der ARGE/derStadt/derKommune/demLand/dem Staat Kosten einsparen zu helfen?

:icon_klatsch:

nur brav weiter so; Acke*mann, Zum*inkel & Co. wird's freuen, daß ihre finanzielle Situation auch zukünftig gesichert ist!

weil: was die BA nicht braucht, kann die Me*kel ja dann weiter froh in diverse Rettungsschirme für die Gro*kapitalisten stopfen...

:icon_neutral:
 

Regensburger

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Warum soll ich mir einen 400 Eurojob suchen? Es geht hier doch nicht um mich, oder um eine sonstige einzelne Person.
Es geht um den Sinn der Sache. Niemand gibt sein Geld der Arge, das ist Unsinn. Und es arbeitet auch niemand um der Arge oder dem Staat irgendwelche Kosten zu sparen. Man arbeitet, um sich zu ernähren, um zu leben halt.
Wenn man das aus eigenen Mitteln schafft, und nicht (bzw. weniger, je nach dem) von der Arge abhängig ist, dann ist das doch eine prima Sache.
Ich hab jedenfalls ein besseres Gefühl, wenn ich mir mein Geld selbst erarbeite, und nur noch einen Teil von der Arge dazubekomme.
Ist es Dir egal, wer Dich ernährt?

Regensburger
 
R

Rounddancer

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Egal was man verdient, den Lohn darf man immer behalten, den nimmt einem keiner weg, auch die Arge nicht.
Die Arge zahlt in diesem Fall halt einfach weniger, weil man weniger finanzielle Hilfe benötigt. Das ist schon ein ziemlicher Unterschied!

Ganz genau, man kommt damit seiner selbstverständlichen Bürgerpflicht nach, seinen Hilfebedarf aus eigener Kraft größtmöglich zu verringern.

Denn Staatsknete, zurecht auch als "Stütze" bezeichnet, ist nur, soweit und solange da, wie man seine Lebenshaltungskosten nicht/nicht mehr/ noch nicht/noch nicht wieder aus eigener Kraft bestreiten kann.
 

theota

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du suchst dir also einen 400-€-Job, um der ARGE/derStadt/derKommune/demLand/dem Staat Kosten einsparen zu helfen?
Warum soll ich mir einen 400 Eurojob suchen? Es geht hier doch nicht um mich, oder um eine sonstige einzelne Person.
ich dachte mir, daß dieser Einwand von dir kommt :icon_neutral:

also gut: ersetze das "du suchst dir also" durch "man sucht sich also"

Es geht um den Sinn der Sache. Niemand gibt sein Geld der Arge, das ist Unsinn. Und es arbeitet auch niemand um der Arge oder dem Staat irgendwelche Kosten zu sparen. Man arbeitet, um sich zu ernähren, um zu leben halt.
das wäre schön, die Fakten sprechen aber leider eine andere Sprache, siehe die posts meiner Vorgänger

weder das Hinzuverdienen bis 100 € noch die Ausübung eines € 400 Jobs helfen dem Einzelnen, sich aus eigener Arbeit zu ernähren, sondern dienen lediglich dazu, dem Amt Geld zu sparen, man investiert also seine wertvolle Arbeitskraft in etwas, wofür man im Gegenzug nichts hat, sondern darüber hinaus auch noch wertvolle Zeit verliert, um Sinnvolleres zu tun

Wenn man das aus eigenen Mitteln schafft, und nicht (bzw. weniger, je nach dem) von der Arge abhängig ist, dann ist das doch eine prima Sache.
Ich hab jedenfalls ein besseres Gefühl, wenn ich mir mein Geld selbst erarbeite, und nur noch einen Teil von der Arge dazubekomme.
Ist es Dir egal, wer Dich ernährt?

Regensburger
das ist hier eben leider gar nicht erst die Frage, die sich stellt!

es ging hier m.E. explizit um das Hinzuverdienen unter ALG II, das sollte dir schon genug darüber sagen, daß es eben nicht so einfach ist, einen Job zu finden, mit dem man komplett aus ALG-II-Bezug rausfällt, denn sonst gäbe es diese Fragestellung hier im Forum erst gar nicht

meine Meinung ist, daß sich die Diskutanten durchaus - ich behaupte mal aus eigener und vermutlich sogar längerfristiger Erfahrung - darüber im Klaren sind, daß ein Vollzeitjob oder eine Beschäftigung, die so gut bezahlt wird, daß aufstockendes ALG II nicht benötigt wird, so gut wie nicht vorhanden ist z.Zt.

und da das Ganze eben nicht so einfach wie von dir dargestellt ist, da man durch z.B. einen 400-€-Job allein nicht automatisch aus dem Bezug von ALG II herausfällt, ist man u.A. weiterhin der Willkür und Verfolgungsbetreuung der ARGE(n) ausgesetzt; s. auch kleindieter's Anmerkung in post 2 dieses threads:

Da bleibt Anspruch aber keine Zeit zum Behördengang.
dies ist ein nicht zu verachtender Aspekt, der sich dann erst in voller Gänze dir erschließt, wenn du das Ganze schon etwas länger mitmachst/mitmachen mußtest!

um mich nicht wiederholen zu müssen, möchte ich dir gerne meine Gedankengänge aus einem anderen thread nahelegen, welchen ich der Einfachheit halber mal hierhin kopiere:

https://www.elo-forum.org/alg-ii/34592-nur-probleme-arge.html#post360246

mein post 15

dies sind alles Dinge, die auch bei einer Beschäftigung bis € 100 / Monat oder Aufnahme eines €-400-Jobs weiterhin Bestand haben, so daß ich mich frage, wofür ich denn dann wohl sonst arbeiten gehe, wenn nicht, um dem Staat Kosten einzusparen?

was sowieso eine Milchmädchenrechnung ist/wäre, wenn ich schon durch einen €-400-Job auf eine Betreuung für mein Kind angewiesen wäre, was wiederum, in meinen Augen unnötige, Kosten verursacht, egal, ob die nun vom Jugendamt (Steuerzahler) oder mir selbst getragen werden müßten

wobei ich noch zusätzlich betonen möchte, daß ich mein Kind nicht in die Welt gesetzt habe, um es fremdbetreuen zu lassen, nur um dem Staat ein paar Euro einzusparen (mehr sind es nach Abzug der Nachmittagsbetreuung mit Sicherheit nicht; wenn überhaupt was übrigbleibt) und mein Kind und mich unnötigem Zeitstreß (Fahrerei, bringen, abholen, noch mehr Organisation, etc.) auszusetzen

daher nochmals meine Frage:

es war bereits unter Sozialhilfe ein full-time-job (Anträge ausfüllen, Kopien für jeden Hans-Franz, Hacken ablaufen, Hilfe zur Selbshilfe zu finden), um überhaupt einigermaßen über die Runden zu kommen

seit Einführung von Hartz-IV wird dies noch erschwert, so daß man im Hamsterrad läuft; katharin hat das sehr treffend formuliert, zu finden ebenfalls in meinem post 15 des o.g. threads, s. o.g. link

offiziell natürlich nur, um uns "zur Einsicht zu bringen, uns schnellstmöglich selber wieder eine Arbeit zu suchen"

nur, daß Keiner von denen "da oben" damit gerechnet hat, daß es einfach nicht genügend Jobs für alle gibt, die händeringend suchen

schon mal darüber nachgedacht?
 

Regensburger

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Theota, ich glaube, wir werden beide nicht von unserem Standpunkt abrücken. Ich halte es aber auch für möglich, das Du mich bislang mißverstanden hast. Also versuche ich es mal anders zu formulieren:


Ich glaube nicht, das irgendwer arbeiten geht, um Staat oder Arge oder sonstwas zu entlasten. Man geht unter anderem arbeiten, um von dem Geld zu leben, sich zu ernähren, ein bißchen Spaß zu haben, eben um zu leben.
Wenn nun jemand keine Arbeit hat (warum auch immer), dann hat er hierzulande zwei Möglichkeiten:

1. Er bleibt zuhause, und sucht sich keine neue Arbeit, weil er sich eine Auszeit gönnen möchte oder schlichtweg auf Dauer keine Lust hat zu arbeiten. Dagegen hab ich nichts.

2. Er sucht sich schleunigst den nächsten Job. Ob er den findet, steht auf einem anderen Blatt, aber: er sucht.

Und eben bei diesem letzten Typ wird´s interessant: Was wäre, wenn dieser nun eine Arbeit findet, deren Lohn aber noch nicht ausreicht, um ihn zu ernähren? Soll man diesem Menschen nun wirklich sagen, daß er den Job nicht antreten soll, weil er damit nur den Staat entlasten würde? Soll man ihm wirklich versuchen einzureden, das er arbeiten gehen wird, ohne einen Vorteil davon zu haben?

Ich bin ein sogenannter Aufstocker, das heißt, ich arbeite (seit kurzem wieder) in Vollzeit, und bekomme zusätzlich zu meinem Lohn noch ergänzendes Alg 2. Ich weiß nicht, ob es was mit Stolz zu tun hat, aber mich macht es froh, das ich den größeren Teil meines Lebensunterhalts selbst erarbeite. Und ich bin außerdem froh, das es dieses eränzende Alg 2 für mich gibt.
Solltest Du bis dahin meine Gedanken vielleicht noch verstehen können, ab hier mach ich´s Dir sicher schwer:

Wenn es das ergänzende Alg2 nicht geben würde, und die Arbeit mir nur dasselbe Geld bringen würde, wie vorher die Arge, dann hätte ich diese Arbeit dennoch angenommen, weil eine Arbeit schließlich noch ein paar Vorteile mehr bringt, als "nur" das Geld.

Mit dem bisher geschriebenen möchte ich hier niemandem zu nahe treten, sondern nur meine Meinung wiedergeben.
Ich finde es sehr gut, das man sich hier in diesem Forum so gut unterstützt, und das man sich hier auch ruhig mal über irgendwelche Arge-Mitarbeiter und Gesetze auskotzen kann. Aber ich für meinen Teil bin froh, das es die Arge überhaupt gibt, denn sonst hätte ich schon seit Jahren immer wieder mal hungern oder kriminell werden müssen.
Wenn ich keine Arbeit hatte, was oft genug und lange genug vorkam, war ich froh, das man in diesem Land nicht hängengelassen wird.
Da finde ich es normal, das man mit Alg2 nicht reich wird, denn das soll man auch gar nicht, dafür ist es nicht da. Alg2 ist als vorübergehende Hilfe gedacht, und nicht als Hilfe zur Erringung der ersten Million.

Bevor danach gefragt wird: Ja, ich weiß, das es nicht für jeden Arbeit gibt.

So, jetzt hab ich mir hier aber genug Feinde gemacht. ;-)

Regensburger
 

theota

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Ich glaube nicht, das irgendwer arbeiten geht, um Staat oder Arge oder sonstwas zu entlasten. Man geht unter anderem arbeiten, um von dem Geld zu leben, sich zu ernähren, ein bißchen Spaß zu haben, eben um zu leben.
so war das mal, früher, ja, ich kann mich aus meiner berufstätigen Zeit vage erinnern

ich habe aus deinen ganzen Beiträgen entnehmen können, daß du noch nie "nur auf ALG II" angewiesen warst, daher möchte ich dir diese Illusion auch jetzt (noch) nicht nehmen, da es dir ja anscheinend (noch) besser geht und - es sei dir gegönnt :icon_smile:

Wenn nun jemand keine Arbeit hat (warum auch immer), dann hat er hierzulande zwei Möglichkeiten:

1. Er bleibt zuhause, und sucht sich keine neue Arbeit, weil er sich eine Auszeit gönnen möchte oder schlichtweg auf Dauer keine Lust hat zu arbeiten. Dagegen hab ich nichts.

2. Er sucht sich schleunigst den nächsten Job. Ob er den findet, steht auf einem anderen Blatt, aber: er sucht.

Und eben bei diesem letzten Typ wird´s interessant: Was wäre, wenn dieser nun eine Arbeit findet, deren Lohn aber noch nicht ausreicht, um ihn zu ernähren? Soll man diesem Menschen nun wirklich sagen, daß er den Job nicht antreten soll, weil er damit nur den Staat entlasten würde? Soll man ihm wirklich versuchen einzureden, das er arbeiten gehen wird, ohne einen Vorteil davon zu haben?
einreden soll man ihm gar nichts, ist auch nicht nötig, weil er - sobald auf "nur ALG II" abrutschend, sehr schnell erkennen wird/muß, daß in seinem zukünftigen Leben nichts mehr so sein wird wie vorher

ich kann durchaus diese Position nachvollziehen, nur sieht das, aus ALG II kommend, nun mal leider ganz anders aus als aus ALG I kommend oder als ALG-II-Aufstocker - meine Meinung :icon_smile:

Ich bin ein sogenannter Aufstocker, das heißt, ich arbeite (seit kurzem wieder) in Vollzeit, und bekomme zusätzlich zu meinem Lohn noch ergänzendes Alg 2. Ich weiß nicht, ob es was mit Stolz zu tun hat, aber mich macht es froh, das ich den größeren Teil meines Lebensunterhalts selbst erarbeite. Und ich bin außerdem froh, das es dieses eränzende Alg 2 für mich gibt.
Solltest Du bis dahin meine Gedanken vielleicht noch verstehen können, ab hier mach ich´s Dir sicher schwer:

Wenn es das ergänzende Alg2 nicht geben würde, und die Arbeit mir nur dasselbe Geld bringen würde, wie vorher die Arge, dann hätte ich diese Arbeit dennoch angenommen, weil eine Arbeit schließlich noch ein paar Vorteile mehr bringt, als "nur" das Geld.
auch das kann ich aus meiner Berufstätigkeit her noch nachvollziehen und dagegen habe ich auch überhaupt nichts einzuwenden, warum sollte ich auch? :icon_smile:

Mit dem bisher geschriebenen möchte ich hier niemandem zu nahe treten, sondern nur meine Meinung wiedergeben.
Ich finde es sehr gut, das man sich hier in diesem Forum so gut unterstützt, und das man sich hier auch ruhig mal über irgendwelche Arge-Mitarbeiter und Gesetze auskotzen kann. Aber ich für meinen Teil bin froh, das es die Arge überhaupt gibt, denn sonst hätte ich schon seit Jahren immer wieder mal hungern oder kriminell werden müssen.
Wenn ich keine Arbeit hatte, was oft genug und lange genug vorkam, war ich froh, das man in diesem Land nicht hängengelassen wird.
Da finde ich es normal, das man mit Alg2 nicht reich wird, denn das soll man auch gar nicht, dafür ist es nicht da. Alg2 ist als vorübergehende Hilfe gedacht, und nicht als Hilfe zur Erringung der ersten Million.

Bevor danach gefragt wird: Ja, ich weiß, das es nicht für jeden Arbeit gibt.

So, jetzt hab ich mir hier aber genug Feinde gemacht. ;-)

Regensburger
ich fühle mich nicht auf den Schlips getreten, nur ist es wohl anscheinend so, daß du, soweit ich das aus deinen bisherigen Beiträgen hier entnehmen kann, von der Verfolgungsbetreuung und Behördenwillkür der ARGEn bisher verschont geblieben bist - was ich dir ebenfalls gönne! - aber dir damit gleichzeitig ein realer Einblick in unseren Alltag verwehrt bleibt

es ist leider eben nicht so wie von dir beschrieben, wenn man "voll auf ALG II ist"

die Behörden tun eben nichts, um diese Situation zu verändern/zu verbessern, sondern legen Einem noch unnötig Steine in den Weg, obwohl das Leben mit ALG II schon schwer genug ist

es werden einem Beratungen und Rechte vorenthalten, und zwar nicht aus Unwissenheit seitens der Behörden, sondern aus voller Absicht

man muß sich das Schwarze unter dem Fingernagel schwer erkämpfen, ob das jetzt für "Außenstehende" glaubwürdig ist oder nicht

ich wünsche dir daher, daß dir all diese negativ Erfahrungen, die wir Betroffenen hier tagtäglich zuhauf erleben müssen, auch zukünftig erspart bleiben!
 
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