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Wieviel darf man bei ALG II dazu verdienen/Std. arbeiten?

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Monty

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#1
Habe das Forum schon durch gesucht, aber zu meiner Frage keine Antwort gefunden! Wäre schön wenn mir jemand dazu antworten kann! :icon_smile:

Lg Monty
 
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#2
Soviel bis kein Anspruch mehr existiert und Du frei bist von ARGE & Co KG

Stundenbegrenzungen gibt es keine im SGB.
Im AZG ist die Grenze bei 48 Wochenstunden, das sind fast 209 Stunden im Monat.
Zu guten CGB-Tarifen sind das dann min. 745 € brutto. Da bleibt Anspruch aber keine Zeit zum Behördengang.
 

Tinka

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#3
Also, du darfst und du sollst sogar soviel wie möglich dazu arbeiten...:icon_twisted:


Bis 100€ Verdienst pro Monat hast du keine Abzüge, wenn ich mich recht erinnere.

Beim 400€ Job kannst du 160€ für dich behalten, der Rest wird "verrechnet".

Alles was drüber liegt ebenfalls...da informiert dich die Arge sicher sehr gern.


:icon_klatsch:
 

martman

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#4
"Bis 100€ Verdienst pro Monat hast du keine Abzüge, wenn ich mich recht erinnere."

Machen das die Chefs auch mit?-dass die Leute genau für 100€ arbeiten lassen und so entlohnen? geht das?:icon_smile:

habe ich richtig verstanden -das beim ALG2 keine Stundenbegrenzung gibt,wie z.B. bei ALG-1, 165€ MiniJob und bis 15 Sdt.Wöchentlich:icon_daumen:


 
E

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#5
Nein, bei ALG II gibt es keine Stundenbegrenzung.

Die ersten 100 Eu/Monat sind auch frei, vom Rest werden 20 % als Freibetrag berechnet.

Wenn du aber mehr als 20 Stunden im Monat für 100 Eus arbeitest, wird dir die Arge Fragen stellen.
 

RudiRatlos

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#6
Machen das die Chefs auch mit?-dass die Leute genau für 100€ arbeiten lassen und so entlohnen? geht das?:icon_smile:
Ja, das mache ich zur Zeit. So eine Art- Ausbildung. Ist von der Arge genehmigt.:cool:
 
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#7
Verstehe solche Diskussionen ja garnicht.

Seit doch froh, wenn ihr zum Teil aus dem Argebezug wieder rauskommt.

Einmal wieder im Arbeitsleben kann man das auch erweitern.
 

RudiRatlos

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#8
Verstehe solche Diskussionen ja garnicht.

Seit doch froh, wenn ihr zum Teil aus dem Argebezug wieder rauskommt.

Einmal wieder im Arbeitsleben kann man das auch erweitern.
Muss ich das verstehen? Wer hat was falsches geschrieben? :confused:
 

theota

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#9
Verstehe solche Diskussionen ja garnicht.

Seit doch froh, wenn ihr zum Teil aus dem Argebezug wieder rauskommt.
worüber jetzt genau?

daß man von den erarbeiteten 400 € nur 160 behalten darf?

Einmal wieder im Arbeitsleben kann man das auch erweitern.
das kann auch nur von Jemandem kommen, der das Ganze noch nicht mitgemacht hat

wie ich diese Phrase, immer wieder gern genommen von ARGEn, SB's, Fallis und Maßnahmeträgern, nicht mehr hören kann!!!
 

Donauwelle

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#10
Verstehe solche Diskussionen ja garnicht.

Seit doch froh, wenn ihr zum Teil aus dem Argebezug wieder rauskommt.

Einmal wieder im Arbeitsleben kann man das auch erweitern.
Einen Teil bringt einem aber mal überhaupt nichts... - das kann wohl nicht das Ziel sein. Und der Arbeitgeber, der Leute auf 400-EUR-Basis einstellt um dies später in teurere Vollzeitjobs umzuwandeln, muss noch gefunden werden...
 
E

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Gast
#11
Einen Teil bringt einem aber mal überhaupt nichts... - das kann wohl nicht das Ziel sein. Und der Arbeitgeber, der Leute auf 400-EUR-Basis einstellt um dies später in teurere Vollzeitjobs umzuwandeln, muss noch gefunden werden...
Das sehe ich auch so. Das Ziel des 400-Euro-Jobs ist der 400-Euro-Job. Früher gab es diese Zuverdienstmöglichkeit, wenn man sich bspw. eine zusätzliche Urlaubsreise verdienen wollte. Heute sind es "normale" Arbeitsverhältnisse, die einfach nur die Statistik schönen.

Froh sein kann man über einen Job, der so viel Geld einbringt, wie man mindestens zum Leben benötigt und der idealerweise auch ein bisschen "Luxus" erlaubt.
 
E

ExitUser

Gast
#12
Nein, bei ALG II gibt es keine Stundenbegrenzung.

Die ersten 100 Eu/Monat sind auch frei, vom Rest werden 20 % als Freibetrag berechnet.

Wenn du aber mehr als 20 Stunden im Monat für 100 Eus arbeitest, wird dir die Arge Fragen stellen.
Wenn ich richtig gerechnet habe fragt die Arge also nach, wenn man einen Verdienst von unter 5€ hat. Ja klar, wir sollen doch die Zeit nicht arbeitsmäßig bei einem niedrig bezahlten Job verbringen, sondern in einem EEJ, der uns richtig in den 1. Arbeitsmarkt integriert.
 

martman

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#13
Verstehe solche Diskussionen ja garnicht.

Seit doch froh, wenn ihr zum Teil aus dem Argebezug wieder rauskommt.

Einmal wieder im Arbeitsleben kann man das auch erweitern.
wir sind hier kein ARGE-Mitarbeiterforum-sondern Erwerbslosenforum.
wir wissen was wir wollen
Arge mitarbeiter müssten auch mal von HARZ4 leben und von 400€-160 € bahalten dürfen.:icon_party:
 
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#14

Arge mitarbeiter müssten auch mal von HARZ4 leben und von 400€-160 € bahalten dürfen.:icon_party:
Egal was man verdient, den Lohn darf man immer behalten, den nimmt einem keiner weg, auch die Arge nicht.
Die Arge zahlt in diesem Fall halt einfach weniger, weil man weniger finanzielle Hilfe benötigt. Das ist schon ein ziemlicher Unterschied!

Regensburger
 

theota

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#15
Egal was man verdient, den Lohn darf man immer behalten, den nimmt einem keiner weg, auch die Arge nicht.
Die Arge zahlt in diesem Fall halt einfach weniger, weil man weniger finanzielle Hilfe benötigt. Das ist schon ein ziemlicher Unterschied!

Regensburger
du suchst dir also einen 400-€-Job, um der ARGE/derStadt/derKommune/demLand/dem Staat Kosten einsparen zu helfen?

:icon_klatsch:

nur brav weiter so; Acke*mann, Zum*inkel & Co. wird's freuen, daß ihre finanzielle Situation auch zukünftig gesichert ist!

weil: was die BA nicht braucht, kann die Me*kel ja dann weiter froh in diverse Rettungsschirme für die Gro*kapitalisten stopfen...

:icon_neutral:
 
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#16
Warum soll ich mir einen 400 Eurojob suchen? Es geht hier doch nicht um mich, oder um eine sonstige einzelne Person.
Es geht um den Sinn der Sache. Niemand gibt sein Geld der Arge, das ist Unsinn. Und es arbeitet auch niemand um der Arge oder dem Staat irgendwelche Kosten zu sparen. Man arbeitet, um sich zu ernähren, um zu leben halt.
Wenn man das aus eigenen Mitteln schafft, und nicht (bzw. weniger, je nach dem) von der Arge abhängig ist, dann ist das doch eine prima Sache.
Ich hab jedenfalls ein besseres Gefühl, wenn ich mir mein Geld selbst erarbeite, und nur noch einen Teil von der Arge dazubekomme.
Ist es Dir egal, wer Dich ernährt?

Regensburger
 

Rounddancer

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#17
Egal was man verdient, den Lohn darf man immer behalten, den nimmt einem keiner weg, auch die Arge nicht.
Die Arge zahlt in diesem Fall halt einfach weniger, weil man weniger finanzielle Hilfe benötigt. Das ist schon ein ziemlicher Unterschied!

Ganz genau, man kommt damit seiner selbstverständlichen Bürgerpflicht nach, seinen Hilfebedarf aus eigener Kraft größtmöglich zu verringern.

Denn Staatsknete, zurecht auch als "Stütze" bezeichnet, ist nur, soweit und solange da, wie man seine Lebenshaltungskosten nicht/nicht mehr/ noch nicht/noch nicht wieder aus eigener Kraft bestreiten kann.
 

theota

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#18
du suchst dir also einen 400-€-Job, um der ARGE/derStadt/derKommune/demLand/dem Staat Kosten einsparen zu helfen?
Warum soll ich mir einen 400 Eurojob suchen? Es geht hier doch nicht um mich, oder um eine sonstige einzelne Person.
ich dachte mir, daß dieser Einwand von dir kommt :icon_neutral:

also gut: ersetze das "du suchst dir also" durch "man sucht sich also"

Es geht um den Sinn der Sache. Niemand gibt sein Geld der Arge, das ist Unsinn. Und es arbeitet auch niemand um der Arge oder dem Staat irgendwelche Kosten zu sparen. Man arbeitet, um sich zu ernähren, um zu leben halt.
das wäre schön, die Fakten sprechen aber leider eine andere Sprache, siehe die posts meiner Vorgänger

weder das Hinzuverdienen bis 100 € noch die Ausübung eines € 400 Jobs helfen dem Einzelnen, sich aus eigener Arbeit zu ernähren, sondern dienen lediglich dazu, dem Amt Geld zu sparen, man investiert also seine wertvolle Arbeitskraft in etwas, wofür man im Gegenzug nichts hat, sondern darüber hinaus auch noch wertvolle Zeit verliert, um Sinnvolleres zu tun

Wenn man das aus eigenen Mitteln schafft, und nicht (bzw. weniger, je nach dem) von der Arge abhängig ist, dann ist das doch eine prima Sache.
Ich hab jedenfalls ein besseres Gefühl, wenn ich mir mein Geld selbst erarbeite, und nur noch einen Teil von der Arge dazubekomme.
Ist es Dir egal, wer Dich ernährt?

Regensburger
das ist hier eben leider gar nicht erst die Frage, die sich stellt!

es ging hier m.E. explizit um das Hinzuverdienen unter ALG II, das sollte dir schon genug darüber sagen, daß es eben nicht so einfach ist, einen Job zu finden, mit dem man komplett aus ALG-II-Bezug rausfällt, denn sonst gäbe es diese Fragestellung hier im Forum erst gar nicht

meine Meinung ist, daß sich die Diskutanten durchaus - ich behaupte mal aus eigener und vermutlich sogar längerfristiger Erfahrung - darüber im Klaren sind, daß ein Vollzeitjob oder eine Beschäftigung, die so gut bezahlt wird, daß aufstockendes ALG II nicht benötigt wird, so gut wie nicht vorhanden ist z.Zt.

und da das Ganze eben nicht so einfach wie von dir dargestellt ist, da man durch z.B. einen 400-€-Job allein nicht automatisch aus dem Bezug von ALG II herausfällt, ist man u.A. weiterhin der Willkür und Verfolgungsbetreuung der ARGE(n) ausgesetzt; s. auch kleindieter's Anmerkung in post 2 dieses threads:

Da bleibt Anspruch aber keine Zeit zum Behördengang.
dies ist ein nicht zu verachtender Aspekt, der sich dann erst in voller Gänze dir erschließt, wenn du das Ganze schon etwas länger mitmachst/mitmachen mußtest!

um mich nicht wiederholen zu müssen, möchte ich dir gerne meine Gedankengänge aus einem anderen thread nahelegen, welchen ich der Einfachheit halber mal hierhin kopiere:

http://www.elo-forum.org/alg-ii/34592-nur-probleme-arge.html#post360246

mein post 15

dies sind alles Dinge, die auch bei einer Beschäftigung bis € 100 / Monat oder Aufnahme eines €-400-Jobs weiterhin Bestand haben, so daß ich mich frage, wofür ich denn dann wohl sonst arbeiten gehe, wenn nicht, um dem Staat Kosten einzusparen?

was sowieso eine Milchmädchenrechnung ist/wäre, wenn ich schon durch einen €-400-Job auf eine Betreuung für mein Kind angewiesen wäre, was wiederum, in meinen Augen unnötige, Kosten verursacht, egal, ob die nun vom Jugendamt (Steuerzahler) oder mir selbst getragen werden müßten

wobei ich noch zusätzlich betonen möchte, daß ich mein Kind nicht in die Welt gesetzt habe, um es fremdbetreuen zu lassen, nur um dem Staat ein paar Euro einzusparen (mehr sind es nach Abzug der Nachmittagsbetreuung mit Sicherheit nicht; wenn überhaupt was übrigbleibt) und mein Kind und mich unnötigem Zeitstreß (Fahrerei, bringen, abholen, noch mehr Organisation, etc.) auszusetzen

daher nochmals meine Frage:

es war bereits unter Sozialhilfe ein full-time-job (Anträge ausfüllen, Kopien für jeden Hans-Franz, Hacken ablaufen, Hilfe zur Selbshilfe zu finden), um überhaupt einigermaßen über die Runden zu kommen

seit Einführung von Hartz-IV wird dies noch erschwert, so daß man im Hamsterrad läuft; katharin hat das sehr treffend formuliert, zu finden ebenfalls in meinem post 15 des o.g. threads, s. o.g. link

offiziell natürlich nur, um uns "zur Einsicht zu bringen, uns schnellstmöglich selber wieder eine Arbeit zu suchen"

nur, daß Keiner von denen "da oben" damit gerechnet hat, daß es einfach nicht genügend Jobs für alle gibt, die händeringend suchen

schon mal darüber nachgedacht?
 
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#19
Theota, ich glaube, wir werden beide nicht von unserem Standpunkt abrücken. Ich halte es aber auch für möglich, das Du mich bislang mißverstanden hast. Also versuche ich es mal anders zu formulieren:


Ich glaube nicht, das irgendwer arbeiten geht, um Staat oder Arge oder sonstwas zu entlasten. Man geht unter anderem arbeiten, um von dem Geld zu leben, sich zu ernähren, ein bißchen Spaß zu haben, eben um zu leben.
Wenn nun jemand keine Arbeit hat (warum auch immer), dann hat er hierzulande zwei Möglichkeiten:

1. Er bleibt zuhause, und sucht sich keine neue Arbeit, weil er sich eine Auszeit gönnen möchte oder schlichtweg auf Dauer keine Lust hat zu arbeiten. Dagegen hab ich nichts.

2. Er sucht sich schleunigst den nächsten Job. Ob er den findet, steht auf einem anderen Blatt, aber: er sucht.

Und eben bei diesem letzten Typ wird´s interessant: Was wäre, wenn dieser nun eine Arbeit findet, deren Lohn aber noch nicht ausreicht, um ihn zu ernähren? Soll man diesem Menschen nun wirklich sagen, daß er den Job nicht antreten soll, weil er damit nur den Staat entlasten würde? Soll man ihm wirklich versuchen einzureden, das er arbeiten gehen wird, ohne einen Vorteil davon zu haben?

Ich bin ein sogenannter Aufstocker, das heißt, ich arbeite (seit kurzem wieder) in Vollzeit, und bekomme zusätzlich zu meinem Lohn noch ergänzendes Alg 2. Ich weiß nicht, ob es was mit Stolz zu tun hat, aber mich macht es froh, das ich den größeren Teil meines Lebensunterhalts selbst erarbeite. Und ich bin außerdem froh, das es dieses eränzende Alg 2 für mich gibt.
Solltest Du bis dahin meine Gedanken vielleicht noch verstehen können, ab hier mach ich´s Dir sicher schwer:

Wenn es das ergänzende Alg2 nicht geben würde, und die Arbeit mir nur dasselbe Geld bringen würde, wie vorher die Arge, dann hätte ich diese Arbeit dennoch angenommen, weil eine Arbeit schließlich noch ein paar Vorteile mehr bringt, als "nur" das Geld.

Mit dem bisher geschriebenen möchte ich hier niemandem zu nahe treten, sondern nur meine Meinung wiedergeben.
Ich finde es sehr gut, das man sich hier in diesem Forum so gut unterstützt, und das man sich hier auch ruhig mal über irgendwelche Arge-Mitarbeiter und Gesetze auskotzen kann. Aber ich für meinen Teil bin froh, das es die Arge überhaupt gibt, denn sonst hätte ich schon seit Jahren immer wieder mal hungern oder kriminell werden müssen.
Wenn ich keine Arbeit hatte, was oft genug und lange genug vorkam, war ich froh, das man in diesem Land nicht hängengelassen wird.
Da finde ich es normal, das man mit Alg2 nicht reich wird, denn das soll man auch gar nicht, dafür ist es nicht da. Alg2 ist als vorübergehende Hilfe gedacht, und nicht als Hilfe zur Erringung der ersten Million.

Bevor danach gefragt wird: Ja, ich weiß, das es nicht für jeden Arbeit gibt.

So, jetzt hab ich mir hier aber genug Feinde gemacht. ;-)

Regensburger
 

theota

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#20
Ich glaube nicht, das irgendwer arbeiten geht, um Staat oder Arge oder sonstwas zu entlasten. Man geht unter anderem arbeiten, um von dem Geld zu leben, sich zu ernähren, ein bißchen Spaß zu haben, eben um zu leben.
so war das mal, früher, ja, ich kann mich aus meiner berufstätigen Zeit vage erinnern

ich habe aus deinen ganzen Beiträgen entnehmen können, daß du noch nie "nur auf ALG II" angewiesen warst, daher möchte ich dir diese Illusion auch jetzt (noch) nicht nehmen, da es dir ja anscheinend (noch) besser geht und - es sei dir gegönnt :icon_smile:

Wenn nun jemand keine Arbeit hat (warum auch immer), dann hat er hierzulande zwei Möglichkeiten:

1. Er bleibt zuhause, und sucht sich keine neue Arbeit, weil er sich eine Auszeit gönnen möchte oder schlichtweg auf Dauer keine Lust hat zu arbeiten. Dagegen hab ich nichts.

2. Er sucht sich schleunigst den nächsten Job. Ob er den findet, steht auf einem anderen Blatt, aber: er sucht.

Und eben bei diesem letzten Typ wird´s interessant: Was wäre, wenn dieser nun eine Arbeit findet, deren Lohn aber noch nicht ausreicht, um ihn zu ernähren? Soll man diesem Menschen nun wirklich sagen, daß er den Job nicht antreten soll, weil er damit nur den Staat entlasten würde? Soll man ihm wirklich versuchen einzureden, das er arbeiten gehen wird, ohne einen Vorteil davon zu haben?
einreden soll man ihm gar nichts, ist auch nicht nötig, weil er - sobald auf "nur ALG II" abrutschend, sehr schnell erkennen wird/muß, daß in seinem zukünftigen Leben nichts mehr so sein wird wie vorher

ich kann durchaus diese Position nachvollziehen, nur sieht das, aus ALG II kommend, nun mal leider ganz anders aus als aus ALG I kommend oder als ALG-II-Aufstocker - meine Meinung :icon_smile:

Ich bin ein sogenannter Aufstocker, das heißt, ich arbeite (seit kurzem wieder) in Vollzeit, und bekomme zusätzlich zu meinem Lohn noch ergänzendes Alg 2. Ich weiß nicht, ob es was mit Stolz zu tun hat, aber mich macht es froh, das ich den größeren Teil meines Lebensunterhalts selbst erarbeite. Und ich bin außerdem froh, das es dieses eränzende Alg 2 für mich gibt.
Solltest Du bis dahin meine Gedanken vielleicht noch verstehen können, ab hier mach ich´s Dir sicher schwer:

Wenn es das ergänzende Alg2 nicht geben würde, und die Arbeit mir nur dasselbe Geld bringen würde, wie vorher die Arge, dann hätte ich diese Arbeit dennoch angenommen, weil eine Arbeit schließlich noch ein paar Vorteile mehr bringt, als "nur" das Geld.
auch das kann ich aus meiner Berufstätigkeit her noch nachvollziehen und dagegen habe ich auch überhaupt nichts einzuwenden, warum sollte ich auch? :icon_smile:

Mit dem bisher geschriebenen möchte ich hier niemandem zu nahe treten, sondern nur meine Meinung wiedergeben.
Ich finde es sehr gut, das man sich hier in diesem Forum so gut unterstützt, und das man sich hier auch ruhig mal über irgendwelche Arge-Mitarbeiter und Gesetze auskotzen kann. Aber ich für meinen Teil bin froh, das es die Arge überhaupt gibt, denn sonst hätte ich schon seit Jahren immer wieder mal hungern oder kriminell werden müssen.
Wenn ich keine Arbeit hatte, was oft genug und lange genug vorkam, war ich froh, das man in diesem Land nicht hängengelassen wird.
Da finde ich es normal, das man mit Alg2 nicht reich wird, denn das soll man auch gar nicht, dafür ist es nicht da. Alg2 ist als vorübergehende Hilfe gedacht, und nicht als Hilfe zur Erringung der ersten Million.

Bevor danach gefragt wird: Ja, ich weiß, das es nicht für jeden Arbeit gibt.

So, jetzt hab ich mir hier aber genug Feinde gemacht. ;-)

Regensburger
ich fühle mich nicht auf den Schlips getreten, nur ist es wohl anscheinend so, daß du, soweit ich das aus deinen bisherigen Beiträgen hier entnehmen kann, von der Verfolgungsbetreuung und Behördenwillkür der ARGEn bisher verschont geblieben bist - was ich dir ebenfalls gönne! - aber dir damit gleichzeitig ein realer Einblick in unseren Alltag verwehrt bleibt

es ist leider eben nicht so wie von dir beschrieben, wenn man "voll auf ALG II ist"

die Behörden tun eben nichts, um diese Situation zu verändern/zu verbessern, sondern legen Einem noch unnötig Steine in den Weg, obwohl das Leben mit ALG II schon schwer genug ist

es werden einem Beratungen und Rechte vorenthalten, und zwar nicht aus Unwissenheit seitens der Behörden, sondern aus voller Absicht

man muß sich das Schwarze unter dem Fingernagel schwer erkämpfen, ob das jetzt für "Außenstehende" glaubwürdig ist oder nicht

ich wünsche dir daher, daß dir all diese negativ Erfahrungen, die wir Betroffenen hier tagtäglich zuhauf erleben müssen, auch zukünftig erspart bleiben!
 

Tinka

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#21
Ich bin ein sogenannter Aufstocker, das heißt, ich arbeite (seit kurzem wieder) in Vollzeit, und bekomme zusätzlich zu meinem Lohn noch ergänzendes Alg 2. Ich weiß nicht, ob es was mit Stolz zu tun hat, aber mich macht es froh, das ich den größeren Teil meines Lebensunterhalts selbst erarbeite. Und ich bin außerdem froh, das es dieses eränzende Alg 2 für mich gibt.

Das hört sich für mich sehr nach einem Forentroll an...:rolleyes:


Für mich z.B. wäre es völlig absurd und entwürdigend, irgendwo Vollzeit zu arbeiten und dennoch meinen zu geringen Lohn mit öffentl. Mitteln aufstocken zu lassen, um dann nach wie vor sehr wenig für meinen Einsatz zu erhalten und obendrein weiterhin dem Arge-Terror & Kontrolle ausgesetzt zu sein.

:eek:

Ich könnte auch einem AG, der meine Arbeit & Energie als so gering und wertlos einstuft, dass er mich nicht angemessen bezahlt, sondern sich lieber am Sozialfond bedient um ordentlich für sich selbst abzuzocken, nicht als angemessenen Vorgesetzten betrachten bzw. ertragen und wäre nicht imstande mich Tag für Tag für so einen Typen abzurackern.

:icon_kotz:

Edit: Gerade habe ich eine hübsche Statistik zu Aufstockern gefunden.
Wie man auf so einen Skandal noch stolz sein kann @Regensburger, ist mir schleierhaft...

Wenn der Lohn nicht reicht: Zahl der Aufstocker im Norden wächst.

Immer mehr Menschen im Norden können von ihrem Lohn nicht leben.“, so heute der DGB Nord-Vorsitzende Peter Deutschland. Er verwies darauf, dass von 2006 bis 2008 die Zahl der so genannten Aufstocker in allen drei Ländern stark angestiegen sei: in Schleswig-Holstein um 11.181 auf 45.419 (+32,7 %), in Hamburg um 7.053 auf 31.058 (+29,4%) und in Mecklenburg-Vorpommern um 9.420 auf 52.854 (+21,7%). :eek:


Deutschland: „Es gibt nicht wenige Unternehmen, die gerade deshalb Dumpinglöhne zahlen, weil es die Hartz IV-Zuzahlungen gibt und erzeugen so zusätzlichen Druck auf das gesamte Lohngefüge.

Unser Land ist mittlerweile eines der größten Niedriglohnländer in Europa geworden, was für uns ein Armutszeugnis darstellt. Das verträgt sich nicht mit der immer weiter um sich greifenden Erkenntnis, dass die Binnennachfrage gestärkt werden muss.“

Deutschland bekräftigte erneut die Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn, an dieser Notwendigkeit änderten auch die jüngsten Entscheidungen zu weiteren Branchenmindestlöhnen nichts. Deutschland: „Mindestlöhne entlasten den Staat finanziell und schaffen dadurch neue Handlungsspielräume. Das ist gerade in der Rezession wichtig.“

DGB Nord - » Article
Wobei mir das Gequake um Mindest-Lohn nicht besonders gefällt, denn ich will für meine Arbeit kein "Mindestes" sondern einen guten, angemessenen Lohn & Sozialleistungen, der es mir ermöglicht gut und würdevoll von meiner Energie & Arbeit zu leben.
Nicht mehr, aber auch keineswegs weniger!
 

Donauwelle

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#22
Für mich z.B. wäre es völlig absurd und entwürdigend, irgendwo Vollzeit zu arbeiten und dennoch meinen zu geringen Lohn mit öffentl. Mitteln aufstocken zu lassen, um dann nach wie vor sehr wenig für meinen Einsatz zu erhalten und obendrein weiterhin dem Arge-Terror & Kontrolle ausgesetzt zu sein.

:eek:

Ich könnte auch einem AG, der meine Arbeit & Energie als so gering und wertlos einstuft, dass er mich nicht angemessen bezahlt, sondern sich lieber am Sozialfond bedient um ordentlich für sich selbst abzuzocken, nicht als angemessenen Vorgesetzten betrachten bzw. ertragen und wäre nicht imstande mich Tag für Tag für so einen Typen abzurackern.

:icon_kotz:
Ja - egal wie - meine Arbeitskraft ist weit mehr als HartzIV wert! Ich fand es schon bei meinem Abstecher in die 1-EUR-Jobs nervig, dass man da nicht normal arbeiten konnte - ich hasse nichts mehr, als irgendwas zu arbeiten und dann blöde rumzuhocken und zu warten oder extra noch langsam zu machen - das kann ich zuhause, wenn ich Lust dazu habe - reine Zeitverschwendung.

Und ich hätte auch Probleme für jemanden zu arbeiten, der mich so wenig schätzt, dass er mir nur einen Hungerlohn zahlen würde...
 
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#23
Für mich z.B. wäre es völlig absurd und entwürdigend, irgendwo Vollzeit zu arbeiten und dennoch meinen zu geringen Lohn mit öffentl. Mitteln aufstocken zu lassen, um dann nach wie vor sehr wenig für meinen Einsatz zu erhalten und obendrein weiterhin dem Arge-Terror & Kontrolle ausgesetzt zu sein.
Was genau soll ich dann Deiner Meinung nach tun? Soll ich auf das ergänzende Alg2 verzichten, weil der Empfang dessen so "absurd und entwürdigend" ist?
Oder soll ich lieber die Arbeit aufgeben, weil sie nicht gut genug bezahlt wird, und mich zuhause hinsetzen und mcih fragen, warum ich bloß keine Arbeit finde?
Denk doch bitte erstmal darüber nach, was Du damit anrichten würdest, bevor Du Ratschläge verteilst!

Es gibt eine Menge Leute, die sich nicht nur über ihre viele Freizeit freuen wie Du, sondern sehr gern einer Arbeit nachgehen möchten. Dieses Forum ist voll davon, brauchst Dich nur umsehen.
Und dann kommst Du daher, und meckerst rum, weil ein Arbeitsplatz, den einer hat, Deiner Meinung nach nicht gut genug bezahlt wird, und vermutlich alle Arbeitgeber sowieso nur miese Abzocker sind.
Nein, meine beste, nur weil Du Dir zu fein zum arbeiten bist, muß es anderen nicht auch so gehen.

Aber wie ich gestern schon schrieb - ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn jemand keine Lust zum arbeiten hat, und lieber zuhause bleibt.
Aber ich möchte dann bitteschön von demjenigen nicht überzeugt werden das gleiche zu tun!

Theota: Dann hatte ich doch beinahe recht gehabt mit meiner Vermutung. Wir hatten uns wohl ziemlich mißverstanden, weil wir das ganze im Grunde nur aus zwei verschiedenen Blickwinkeln gesehen haben.
Du magst wirklich recht haben, das die Situation, wenn man nur Alg2 bezieht, nicht gerade rosig aussieht, gelinde ausgedrückt.
Deshalb macht mich ja der Beitrag von Tinka so sauer. Ich bin eben froh, das ich nicht mehr nur meinen Regelsatz plus KdU usw. habe, sondern um einiges mehr. Eben dadurch hab ich vor der Arge meine Ruhe, bis auf die Sache, das ich halt jeden Monat meine Verdienstbescheinigung abgeben muß. Aber das bringt mich nicht gerade um.
Mir kann die Arge nicht mehr viel. Anderen schon, das seh ich ein.

Regensburger
 

Tinka

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Don`t feed the troll...:icon_evil:


Aber nochmal zum Mitschreiben:

Immer mehr Menschen im Norden können von ihrem Lohn nicht leben.“, so heute der DGB Nord-Vorsitzende Peter Deutschland. Er verwies darauf, dass von 2006 bis 2008 die Zahl der so genannten Aufstocker in allen drei Ländern stark angestiegen sei: in Schleswig-Holstein um 11.181 auf 45.419 (+32,7 %), in Hamburg um 7.053 auf 31.058 (+29,4%) und in Mecklenburg-Vorpommern um 9.420 auf 52.854 (+21,7%). :eek::eek::eek:


Deutschland: „Es gibt nicht wenige Unternehmen, die gerade deshalb Dumpinglöhne zahlen, weil es die Hartz IV-Zuzahlungen gibt und erzeugen so zusätzlichen Druck auf das gesamte Lohngefüge.

Unser Land ist mittlerweile eines der größten Niedriglohnländer in Europa geworden, was für uns ein Armutszeugnis darstellt.
 
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#25
Don`t feed the troll...:icon_evil:
Wen soll ich nicht füttern?

Es gibt nicht wenige Unternehmen, die gerade deshalb Dumpinglöhne zahlen, weil es die Hartz IV-Zuzahlungen gibt und erzeugen so zusätzlichen Druck auf das gesamte Lohngefüge.
Ich arbeite wieder für ein Zeitarbeitsunternehmen, genau wie früher. Im Moment bekomme ich 8 Euro pro Stunde, plus Zulagen natürlich. Früher, als es noch kein Hartz4 gab, bekam ich bei einem anderen Zeitarbeitsunternehmen 14 DM pro Stunde. Die Löhne waren bei solchen Firmen früher schon so niedrig, nicht erst seit Hartz4.
Willst Du mir sonst noch was erzählen?

Sei froh, daß es die Hartz4-Zahlungen gibt. Wovon würdest Du denn sonst leben? Wenn manch einer hier so seine Probleme mit der Arge oder deren Mitarbeitern hat, dann ist das verständlich. Manches stinkt ja auch zum Himmel. Und wenn jemand der Meinung ist, daß das Geld von der Arge ihm nicht zum leben reicht, dann versteh ich das auch noch.
Aber ich verstehe nicht, wenn jemand wie Du kommt, der einerseits nicht arbeiten will, andererseits aber sich darüber beschwert, das die Arge Gelder an Hilfsbedürftige zahlt.
Es ist für mich ok, daß Du zuhause bleiben willst. Aber warum bist Du dann gegen die Hartz4-Zahlungen? Wovon willst Du denn sonst leben?

Unser Land ist mittlerweile eines der größten Niedriglohnländer in Europa geworden, was für uns ein Armutszeugnis darstellt.
Wir sind beide keine Politiker, oder? Also erzähl das jemandem, der sich mit sowas befaßt.

Regensburger
 

Martin Behrsing

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#26
Derartige Eionstellungen erfreuen sich die Unternehmen, die sich zum Teil nur deshalb gegründet haben, weil es ARGEN gibt und sie deshalb auch nur Hungerlöhne bezahlen. Ebenso erfreut es sicher Dieter hundt (Präsident des Arbeitgeberverbandes), dem ja selbst 1 Euro Stundenlohn noch zu viel sind.

Der Neoliberalismus hat schon gut gewirkt. Ich glaube Angela Merkel wäre höchst erfreut über deine Ansicht. (A)Sozial ist was Arbeit schafft.
Warum soll ich mir einen 400 Eurojob suchen? Es geht hier doch nicht um mich, oder um eine sonstige einzelne Person.
Es geht um den Sinn der Sache. Niemand gibt sein Geld der Arge, das ist Unsinn. Und es arbeitet auch niemand um der Arge oder dem Staat irgendwelche Kosten zu sparen. Man arbeitet, um sich zu ernähren, um zu leben halt.
Wenn man das aus eigenen Mitteln schafft, und nicht (bzw. weniger, je nach dem) von der Arge abhängig ist, dann ist das doch eine prima Sache.
Ich hab jedenfalls ein besseres Gefühl, wenn ich mir mein Geld selbst erarbeite, und nur noch einen Teil von der Arge dazubekomme.
Ist es Dir egal, wer Dich ernährt?

Regensburger
 

Tinka

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#27
Am schlimmsten ist, dass er auch noch stolz darauf ist :rolleyes: und dadurch die ganze Sache mitträgt und unterstützt, sogar hier ganz öffentlich...


Und wie er darauf kommt, ich wolle nicht arbeiten und sei gegen ALGII-Zahlungen, ist mir nicht klar.
Vorurteile ala Blöd-Zeitung und Medien-Meinungsmache vermutlich.


Schlimm auch immer die Einstellung "Wir sollen dankbar sein über H4, in anderen Ländern gibts das nicht, usw." und die Orientierung nach unten an noch ärmere Verhältnisse.

Dabei wäre es wünschenswert, wenn sich dort deren Umstände mindestens auf unseren Standard anheben würden und unsere Sozialleistungen endlich den polit. Gegebenheiten anzupassen.


:icon_stern:
 

pinguin

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#29
Ich bin eben froh, das ich nicht mehr nur meinen Regelsatz plus KdU usw. habe, sondern um einiges mehr.
Genauso ist es.

Eben dadurch hab ich vor der Arge meine Ruhe, bis auf die Sache, das ich halt jeden Monat meine Verdienstbescheinigung abgeben muß. Aber das bringt mich nicht gerade um.
Ruhe hast Du solange, wie nicht eben mal ein WBA wie bei mir von der ARGE verbummelt wird und Du daher auch keine ergänzenden Leistungen erhältst.

Tinka sagte :
Am schlimmsten ist, dass er auch noch stolz darauf ist:rolleyes: und dadurch die ganze Sache mitträgt und unterstützt, sogar hier ganz öffentlich...
Könntest Du auf die Idee kommen, daß manch einer nicht nur herumsitzen kann? Könntest Du auf die Idee kommen, daß es besser ist, nur ergänzend ALG zu beziehen, als ALG alleine zu haben? Könntest Du auf die Idee kommen, daß im Falle eines Staatsbankrotts jene rein staatlichen Leistungen die ersten sind, die wegfallen? Es ist immer besser, etwas auf zwei Füße zu stellen, nur müßte die Basis höher sein.

ciao
pinguin
 

Tinka

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#30
Könntest Du auf die Idee kommen, daß im Falle eines Staatsbankrotts jene rein staatlichen Leistungen die ersten sind, die wegfallen? Es ist immer besser, etwas auf zwei Füße zu stellen, nur müßte die Basis höher sein.

Ich glaube nicht, dass man den möglichen Staatsbankrott als Argument für doppelte Sklavenarbeit als Aufstocker in einer ZAF benutzen sollte.

Was würde z.B. mit den Rentnern und Grusis geschehen, wenn soziale Leistungen wg. Bankrott ausfallen?
 
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#31
Ruhe hast Du solange, wie nicht eben mal ein WBA wie bei mir von der ARGE verbummelt wird und Du daher auch keine ergänzenden Leistungen erhältst.
Das kann natürlich passieren, auch wenn ich denke, daß sowas doch hoffentlich nicht allzu oft passiert.
Aber wenn sich dann daraufhin einer hier im Forum über die Arge aufregt, weil die solch einen Mist gebaut haben, dann seh ich das ja ein. Das versteh ich völlig. Aber bisher kann ich mich wegen der Arge halt noch nicht beklagen.
Wie gesagt: bisher!

Es ist immer besser, etwas auf zwei Füße zu stellen, nur müßte die Basis höher sein.
Da stimm ich Dir im Grunde zu, das Alg2 könnte etwas höher angesetzt sein.

Regensburger
 

pinguin

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#32
Ich glaube nicht, dass man den möglichen Staatsbankrott als Argument für doppelte Sklavenarbeit als Aufstocker in einer ZAF benutzen sollte.
Sehe meine Reaktion nicht alleine auf ZAF begrenzt, sondern auf alle Tätigkeiten mit nicht ausreichender Entlohnung.

Was würde z.B. mit den Rentnern und Grusis geschehen, wenn soziale Leistungen wg. Bankrott ausfallen?
Wenn's zum Staatsbankrott käme, würden zuallerst all jene abgesichert, ohne die ein Staat im Krisenfall nicht sein kann, (Aufzählung nach Prioritäten): Armee, Polizei, Katastrophenschutz inkl. Feuerwehr, Beamte, Staatsangestellte. Erst danach kämen alle anderen dran. In Reihenfolge der Bedeutung für den Staat. Die Wohnung wäre wohl wegen staatlich verordneten Wohnungskündigungsverboten sicher, denn ohne die wäre das Unruhe-Potential noch viel größer. Und sonst? Wohl dem, der dann noch andere Einkünfte hat.

ciao
pinguin
 

Kerstin_K

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#33
Bei der ganzen Diskussion über Niedriglöhne und Aufstocker darf man aber eines nicht vergessen: Sicher sollte jede Arbeit angemesen bezahlt werden. Aber trotzdem kann es sein, dass es Fälle gibt, wo man trotzdem mit Sozialleistungen austochen muss. Ein Single braucht nunmal weniger Geld als eine Familie mit mehreren Kindern.
 

Donauwelle

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#34
Bei der ganzen Diskussion über Niedriglöhne und Aufstocker darf man aber eines nicht vergessen: Sicher sollte jede Arbeit angemesen bezahlt werden. Aber trotzdem kann es sein, dass es Fälle gibt, wo man trotzdem mit Sozialleistungen austochen muss. Ein Single braucht nunmal weniger Geld als eine Familie mit mehreren Kindern.
@Kerstin

Ich denke mal, dass es für alle noch verständlich ist, dass einer allein mit einem ungelernten Job nicht eine weitere zuhause bleibende Person (Ehefrau) und mehrere Kinder ernähren kann. Für solche Fälle ist eine Aufstockung doch auch völlig plausibel. Was an dem ganzen stört, ist, dass es mittlerweile viele Jobs (und nicht nur im Bereich der Ungelernten, sondern auch in Berufen, für die man eine Ausbildung benötigt) gibt, bei denen das bereits für einen Alleinstehenden nicht ausreicht.

Aber der klassische Fall sollte eben auch abgedeckt sein - der Ehemann, der ganztags arbeitet mit Ehefrau, die halbtags arbeitet und einem bis zwei Kindern, sollten fähig sein, auch ohne besondere staatliche Unterstützung leben zu können. Aber auch das ist eben nicht mehr möglich...
 

Kerstin_K

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#35
Donauwelle:

Zustimmung auf der ganzen Linie!

Ich denke auch, dass hier der Staat ein Stück weiter in der Pflicht wäre dürch entsprechend höhere Steuerfreibeträge, bedarfsdeckendes Kindergeld o. ä.

Damit will ich die WIrtschaft nicht aus der Verantwortung entlassen. Arbeit muss angemessen vergütet werden. Betriebe, die das nicht leisten können, müssen leider vom Markt verschwinden, da eigentlich insolvent.
 

theota

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#36
Theota: Dann hatte ich doch beinahe recht gehabt mit meiner Vermutung. Wir hatten uns wohl ziemlich mißverstanden, weil wir das ganze im Grunde nur aus zwei verschiedenen Blickwinkeln gesehen haben.
Du magst wirklich recht haben, das die Situation, wenn man nur Alg2 bezieht, nicht gerade rosig aussieht, gelinde ausgedrückt.
Deshalb macht mich ja der Beitrag von Tinka so sauer. Ich bin eben froh, das ich nicht mehr nur meinen Regelsatz plus KdU usw. habe, sondern um einiges mehr. Eben dadurch hab ich vor der Arge meine Ruhe, bis auf die Sache, das ich halt jeden Monat meine Verdienstbescheinigung abgeben muß. Aber das bringt mich nicht gerade um.
Mir kann die Arge nicht mehr viel. Anderen schon, das seh ich ein.

Regensburger
*seufz* - es fällt mir zwar schwer, dir diese letzte Illusion zu rauben, aber ich übersetz jetzt mal die postings von Tinka, Martin, Kerstin K, Donauwelle, pinguin, etc. im Großen und Ganzen (ihr Anderen: bitte nicht meckern, wenn ich eure Meinung jetzt nicht haargenau treffe; ich geb das jetzt nur mal mit meinen Worten wieder, in der Hoffnung, daß (die) Regensburger(in) vielleicht doch jetzt schon für die eigentliche Problematik zu sensibilisieren sein könnte)

du unterstützt, indem du auch noch happy dieser Arbeitsgelegenheit nachgehst, das falsche System, gegen welches wir schwer zu kämpfen haben

und indem du es unterstützt, erschwerst du uns unseren täglichen Kampf

indem der Staat bzw. die BA oder auch ARGE/Kommune so viel "Dumme" findet, die auch noch froh darüber sind, unterbezahlt arbeiten gehen zu "dürfen", und darüber hinaus sogar noch das, was die ARGE ihnen sagt, für bare Münze halten, ja sogar noch brav und ungefragt nachplappern - ich zitiere jetzt mal:

Egal was man verdient, den Lohn darf man immer behalten, den nimmt einem keiner weg, auch die Arge nicht.
Die Arge zahlt in diesem Fall halt einfach weniger, weil man weniger finanzielle Hilfe benötigt. Das ist schon ein ziemlicher Unterschied!
Niemand gibt sein Geld der Arge, das ist Unsinn. Und es arbeitet auch niemand um der Arge oder dem Staat irgendwelche Kosten zu sparen. Man arbeitet, um sich zu ernähren, um zu leben halt.
Aber ich für meinen Teil bin froh, das es die Arge überhaupt gibt, denn sonst hätte ich schon seit Jahren immer wieder mal hungern oder kriminell werden müssen.
Wenn ich keine Arbeit hatte, was oft genug und lange genug vorkam, war ich froh, das man in diesem Land nicht hängengelassen wird.
Sei froh, daß es die Hartz4-Zahlungen gibt. Wovon würdest Du denn sonst leben?
wirst du bei den Leuten, die massivst negative Erfahrungen mit der ARGE machen mußten nicht oder nur sehr schwer auf Verständnis stoßen

vielleicht wird dir jetzt etwas klarer, warum du dich evtl. von dem ein oder anderen posting angegriffen gefühlt haben könntest? :icon_smile:

Das kann natürlich passieren, auch wenn ich denke, daß sowas doch hoffentlich nicht allzu oft passiert.
Aber wenn sich dann daraufhin einer hier im Forum über die Arge aufregt, weil die solch einen Mist gebaut haben, dann seh ich das ja ein. Das versteh ich völlig. Aber bisher kann ich mich wegen der Arge halt noch nicht beklagen.
Wie gesagt: bisher!
dann bete, das es auch so bleibt (s. pinguins Anmerkung bzgl. verbummelter Unterlagen)

ich wünsche wirklich keinem was Böses, aber manchmal würde ich mir wünschen, bei denen "bei denen alles läuft" würde mal was schieflaufen, damit uns endlich jemand Glauben schenkt!

natürlich werden die, die eine Ausbildungsstelle suchen (habe von einer Mutter gehört, wieviel ihrer Tochter zwecks 1. Ausbildung in den Hintern geblasen wird :icon_twisted: ) oder "nur" Aufstocker sind, vorrangig behandelt

aber warum denn wohl?

damit wir mit unseren Erfahrungen umso unglaubwürdiger dastehen

dämmert's langsam? :icon_smile:

die bauen keinen Mist, die sitzen das aus!

es steckt System dahinter, uns zu zermürben

das brauchst du jetzt nicht zu glauben, wir wissen, daß es so ist, und zwar aus leidlicher Erfahrung!

es sind nämlich nicht die immer wieder gern zitierten Einzelfälle, denen es so negativ ergeht, sondern es geht nur in Einzelfällen regulär zu; die Masse muß kämpfen!

Da stimm ich Dir im Grunde zu, das Alg2 könnte etwas höher angesetzt sein.

Regensburger
das hast du sehr diplomatisch ausgedrückt :icon_mrgreen:

bitte dazu den folgenden thread zu beachten:

http://www.elo-forum.org/aktuelle-e...4tze-verfassungswidrig-hess-lsg-336-07-a.html
 

Rounddancer

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#37
[/quote]

DAS kann aber nur das Bundesverfassungsgericht feststellen,-

nicht irgendein noch so gutmeinendes LSG.


Es bleibt die Pflicht des deutschen Bürgers, für seinen Unterhalt selbst zu sorgen,- aus eigener Kraft,- und die "Stütze" des Staates nur und nur in dem Maße, und nur so lange in Anspruch zu nehmen, wie das zum Überleben nötig ist.

Daß das von manchen Arbeitgebern ausgenutzt wird, ist schlimm und zu verfolgen. Doch das ändert nichts am Grundsatz.
 

theota

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#38
http://www.elo-forum.org/aktuelle-e...4tze-verfassungswidrig-hess-lsg-336-07-a.html

DAS kann aber nur das Bundesverfassungsgericht feststellen,-

nicht irgendein noch so gutmeinendes LSG.


Es bleibt die Pflicht des deutschen Bürgers, für seinen Unterhalt selbst zu sorgen,- aus eigener Kraft,- und die "Stütze" des Staates nur und nur in dem Maße, und nur so lange in Anspruch zu nehmen, wie das zum Überleben nötig ist.

Daß das von manchen Arbeitgebern ausgenutzt wird, ist schlimm und zu verfolgen. Doch das ändert nichts am Grundsatz.
es ging mir mehr um den Titel des threads...:icon_smile:...und war auch nur für (die) Regensburger(in)gedacht; alle anderen an diesem thread bisher beteiligten user dürften vom Stand der Dinge genauer Bescheid wissen

du kennst sicherlich den Spruch: "Der Pessimist sagt, das Glas ist halb leer; der Optimist sagt, das Glas ist halb voll."

ich bin hier mal eher optimistisch, denn schließlich sind wir hier immerhin schon von der Stufe eines SGs auf die Stufe eines LSGs "gehüpft" :icon_party:

man wird doch noch hoffen dürfen? :icon_wink:
 

Rounddancer

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#39
Nur: Was kommt danach? Es kommt nämlich in der Regel nichts Besseres nach.

Erinnern wir uns:
1. Ja, es war verfassungswidrig, daß Männer bis 65 schaffen mußten, während Frauen abzugsfrei mit 60 in Rente durften. Nur: Dem das Urteil beantragenden Mann half das nichts,- denn statt, wie von ihm erhofft, nun auch alle Männer mit 60 in Rente gehen zu lassen,- müssen seither alle Frauen wie die Männer bis 65, und bald bis 67 (und, wenn es nach der CDU geht, mit 70 oder 72) warten, bis sie abzugsfrei in Rente dürfen.

2. Ja, es war verfassungswidrig, daß zwar eine Witwenrente , nicht jedoch eine Witwerrente bezahlt wurde. Auch hier nutzte es dem beantragenden Mann nichts, denn statt, wie er erträumte, nun auch Witwern eine anrechnungsfreie Witwerrente zu zahlen,- bekommen seither Witwer und Witwe Rente,- aber darauf wird praktisch das eigene Gehalt, die eigene Rente angerechnet.

Und so gehe ich davon aus, daß, wenn SGB II als verfassungswidrig kassiert wird, dann in dem Punkt die Vorschriften mit Europa abgestimmt werden,- an die Staaten, die ihre Arbeitslosen nicht oder nur ganz kurze Zeit alimentieren. Schließlich wollen/müssen die künftigen Regierungsparteien (schwarz/gelb) ja den Haushalt wieder auf Trab bringen,- und da kämen die einzusparenden >20 Milliarden, die bisher in Alg II fließen, ganz recht.
 

Monty

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#40
Hallo Ihr alle!

Finde es echt klasse, dass Ihr alle so stark diskutiert, aber irgendwie ist meine Frage noch nicht beantwortet worden! :icon_smile:

Aber eines will ich Euch mal sagen, ich arbeite lieber für einen geringen Lohn, als überhaupt nicht!

Mir geht es nicht darum den Staat zu entlasten, sondern ich will LEBEN!!!

Selbst wenn es wenig Lohn gibt, aber ich kann dann sagen, dass Geld habe ich selbst erarbeitet!

Was ich wiederum zum :icon_kotz: finde ist, die die sich darum kümmern, wieder eine Arbeit zu finden und die sich was fürs Alter zu Seite gelegt haben, die bekommen einen A...tritt!!! :icon_sad:

Und die die schön zu Hause, einen faulen Lenz machen, ja die bekommen alles in A....gesteckt!!!:icon_evil:

So viel zu einem Sozialen - Staat!

MfG Monty
 
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#41
Theota, vorab eine Bemerkung: Ich finde es klasse, das wir trotz unserer doch so unterschiedlicher Meinungen diskutieren können, ohne uns deswegen sozusagen gleich ans Schienbein zu treten!
Aber jetzt zum Thema:

du unterstützt, indem du auch noch happy dieser Arbeitsgelegenheit nachgehst, das falsche System, gegen welches wir schwer zu kämpfen haben
Vielleicht würde ich Euren Kampf besser verstehen können, wenn ich an Eurer Stelle wäre, wenn ich über einen langen Zeitraum hinweg ausschließlich Alg2 beziehen müßte, und nicht ohne weiteres da rauskäme.
Aber für mich gibt es nunmal keinen Grund gegen etwas oder irgendwen zu kämpfen. Zum einen fehlt mir dafür einfach das Feindbild, weil ich (bislang) mit der Arge nie nennenswerte Probleme hatte. Zum anderen habe ich mich mein Leben lang noch nie für Politik interessiert.
Ich versuche einfach nur möglichst zufrieden vor mich hin zu leben, mehr nicht. In meinem Leben ist einfach kein Platz für Systeme, Politik und Feindbilder. Mich interessiert vielmehr, ob ich es bis Anfang nächsten Jahres schaffe, etwa 1500,- Euro für ein altes Motorrad zusammenzusparen, und wann Andreas Franz endlich mal wieder ein neues Buch rausbringt.
Ich weiß, so einen nennt man wohl einen Kleingeist, einen Ignoranten oder sonstwas, aber es ist nunmal so. Der Staat als solcher ist mir völlig egal.

und indem du es unterstützt, erschwerst du uns unseren täglichen Kampf

und darüber hinaus sogar noch das, was die ARGE ihnen sagt, für bare Münze halten, ja sogar noch brav und ungefragt nachplappern
Dazu kann ich nur sagen, das ich der Meinung Montys bin, wenn dieser schreibt:

Monty sagte :
Aber eines will ich Euch mal sagen, ich arbeite lieber für einen geringen Lohn, als überhaupt nicht!
Mir geht es nicht darum den Staat zu entlasten, sondern ich will LEBEN!!!
Selbst wenn es wenig Lohn gibt, aber ich kann dann sagen, dass Geld habe ich selbst erarbeitet!
Diesem Teil seines Beitrags stimme ich voll und ganz zu. Ich hätte es nicht besser ausdrücken können. Nur eben mit ein paar Ausrufezeichen weniger.

vielleicht wird dir jetzt etwas klarer, warum du dich evtl. von dem ein oder anderen posting angegriffen gefühlt haben könntest? :icon_smile:
Natürlich! Wenn einer Schwierigkeiten mit der Arge hat, kann es sehr schnell an die Existenz gehen, das versteh ich ja! Und das sich dann so einer von meinen Beiträgen sozusagen verarscht fühlt, seh ich ja auch ein. Aber was soll ich machen? Ich bin da nunmal einer anderen Meinung als die meisten hier, aber soll ich deshalb mit meiner Meinung hintern Berg halten?
Naja, vielleicht wäre das genau das richtige, bevor ich hier noch mehr Unfrieden stifte.
Grundsätzlich bin ich allerdings der Meinung, daß in einem Forum auch mal "andere" Ansichten erlaubt sein sollten.

dann bete, das es auch so bleibt (s. pinguins Anmerkung bzgl. verbummelter Unterlagen)
Das tu ich allerdings! Denn daß es auch mal anders kommen kann, kann ich ja hier in diesem Forum zuhauf nachlesen.

natürlich werden die, die eine Ausbildungsstelle suchen (habe von einer Mutter gehört, wieviel ihrer Tochter zwecks 1. Ausbildung in den Hintern geblasen wird :icon_twisted: ) oder "nur" Aufstocker sind, vorrangig behandelt
Das mit der Ausbildung kann ich nicht nachvollziehen, da kenne ich mich nicht aus. Aber das Aufstocker von den Argemitarbeitern bevorzugt behandelt werden weiß ich. Ist, glaube ich, auch durchaus so gewollt.

Regensburger
 

Sentina

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#42
Hallo Ihr Lieben,

habe Aussicht auf eine vollzeitige Festantellung ab Juli 2009.
Habe bis jetzt einen Probetag absolviert und der Arbeitgeber hat mich sofort morgen wieder eingeladen um mich schon einzulernen.
Allerdings hapert es etwas mit dem Vertrag ( habe noch keinen ) bzw. mit dem Gehalt.
Meinen Vertrag erhalte ich erst nächste Woche, wo mir bestätigt werden soll, dass ich ab Juli eine Festanstellung bekomme.
Die Personalbeauftragte deutete allerding drauf an, dass ich bis Ende diese Wo. arbeiten kommen soll und nächste Wo. die Spätschicht habe.
Auf die Frage, wieviele Std. ich nun arbeiten werde bis Juli, antwortete sie, dass sie mich einlernen möchte...:icon_klatsch: ach nee...
Daraufhin fragte ich sie, was ich finanziell bekommen würde...
Da erlaubte sie sich den Witz, dass 'wir' gleich einen 1€-Job draus machen können... und sie mich noch nicht fest einstellen könne, weil das so teuer ist....:icon_eek:
Jetzt mache ich mir Gedanken, ob die nicht nur ne 'Dumme' suchen, die sie gleich wieder rausschmeißen können bei Auftragsmangel.
Was sagt ihr dazu:confused:
 

Arania

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#43
Du fragst ernsthaft was man dazu sagt?

Was denn nun Vollzeitstelle oder 1-Euro-Job? Das ist doch ein Witz
 
E

ExitUser

Gast
#44
Ist dieses "Probearbeiten" auch der ARGE bekannt? Es gibt da auch, für beide Seiten, den Passus "Schwarzarbeit".

Ich rate Dir, keine weitere "Probearbeit" zu machen.

Sollte der "Arbeitgeber" ernsthaft an Dir interessiert sein, so gibt es bei einem "echten" Arbeitsvertrag auch die Probezeit.
 

maya1973

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#45
So wenn es hier schon um Anrechnung und ALG II geht,meine Frage...
Ich in Hartz IV wegen Baby mein 18-jähriger Sohn verdient 212 Euro wieviel darf da Amt abziehen???
Er bekommt keinen Unterhalt nur eben diese 212 und 164 Euro Kindergeld!!!
 

biddy

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#46
Die 212 € stammen aus einer Erwerbstätigkeit, ja?

212 € - 100 € Grundfreibetrag = 112 €

20 % von 112 € = 22,40 €

100 € + 22,40 € = 122,40 € sind sein Freibetrag, den hat er also zusätzlich zum Alg II.

212 € Erwerbseinkommen - 122,40 € = 89,60 € werden auf's Alg II angerechnet.

Im Endeffekt hat er aber nur 92,40 € (122,40 € Freibetrag - 30 € Versicherungspauschale) mehr als früher, weil ihm als Volljähriger auch vorher, also ohne Verdienst, bereits die Versicherungspauschale von 30 € gewährt wurde (es wurden also nur 134 € auf seinen Bedarf angerechnet / die 30 € Vers.pauschale sind nun im Grundfreibetrag von 100 € enthalten).
 

silver

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#47
Zitat von Monty:
Was ich wiederum zum :icon_kotz: finde ist, die die sich darum kümmern, wieder eine Arbeit zu finden und die sich was fürs Alter zu Seite gelegt haben, die bekommen einen A...tritt!!! :icon_sad:

Und die die schön zu Hause, einen faulen Lenz machen, ja die bekommen alles in A....gesteckt!!!:icon_evil:

--------------------------------------------------------------------------

Ein reizendes Kerlchen ...
 

Rounddancer

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#48
Ja, zum Beispiel die Reichen, die von Beruf Erbe sind ...

Arme sollten nie über andere Arme schimpfen oder neidisch sein.
 

RudiRatlos

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#49
Zitat von Monty:
Was ich wiederum zum :icon_kotz: finde ist, die die sich darum kümmern, wieder eine Arbeit zu finden und die sich was fürs Alter zu Seite gelegt haben, die bekommen einen A...tritt!!! :icon_sad:

Und die die schön zu Hause, einen faulen Lenz machen, ja die bekommen alles in A....gesteckt!!!:icon_evil:

--------------------------------------------------------------------------

Ein reizendes Kerlchen ...
Zuviel RTL geguckt, oder was.:icon_twisted:
 

silver

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#50
Wenn's nur"nur"RTL wär ....
die mediale Dauerhetze läuft doch in allen Sendern.
Und wer als Betroffener die Volksverhetzung auch noch nachquatscht
macht sich doch das Leben leicht.
Selber nachdenken ist viel anstrengender.

Hab noch was Witziges gefunden:
"Egal was man verdient, den Lohn darf man immer behalten,
den nimmt einem keiner weg, auch die Arge nicht.
Die Arge zahlt in diesem Fall halt einfach weniger,
weil man weniger finanzielle Hilfe benötigt."
"Das ist schon ein ziemlicher Unterschied! "

:icon_klatsch::icon_klatsch::icon_klatsch: :icon_neutral:


 

Luna1005

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#51
nun ja ich hätte da mal eine andere frage. ich bekam ein schreiben bei dem stand ich würde in verschiedenen haushalten als reinigungskraft tätig sein und soll nun belege bringen was ich verdiene.

ich bin niergends tätig.

wie soll ich was belegen was ich nicht kann??
nun soll mir am 1.6.2010 das geld gestrichen werden.

Ich habe kein anderes einkommen als die 340 euro vom amt.

sowie den unterhalt der kinder und kindergeld.

ich kann nicht überleben wenn mir das amt die 340 euro streicht.


und belegen was nicht iss kann ich leider nicht.



Luna:icon_neutral:
 

Rounddancer

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#52
Dann schreibst Du denen, ja, schreibst ihnen, nicht anrufen(!), daß das eine Verwechslung sein müsse.

Und Du schreibst:
Hiermit versichere ich, (Name, Vorname, ggf. geborene (Geburtsname), Geburtstag), an Eides statt, daß ich keiner bezahlten Beschäftigung, auch keiner Reinigungstätigkeit nachgehe. Sollte sich das einmal ändern, werde ich dies selbstverständlich unverzüglich Ihnen zur Kenntnis bringen.

Ort, Datum, Unterschrift

Und ab damit zum Jobcenter,- am Besten gegen schriftliche Empfangsquittung.



Es kommt öfter vor, daß die im Amt sich in der Zeile verlesen, aber auch, daß irgendein böser Nachbar oder Verwandter (Schwiegermutter, Schwiegervater, Ex-Freund(in), rotierender Neidhammel, etc.) einem da "das Amt" auf den Hals hetzen will.

Dem muß man gleich, dem Amt gegenüber freundlich, aber bestimmt entgegentreten.
Jedenfalls dann, wenn die Beschuldigung nicht stimmt.
 

farger4711

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#53
Hallo ihr Lieben,

vor vielen Jahren bekam ich von meiner damaligen SB eine ganz "normale" Einladung. Als ich pünklich antrat, sagte sie mir, dass jemand angerufen hätte und mitgeteilt hätte, dass ich drei verschiedenen Putzstellen nachgehen würde.
Mir ist im wahrsten Sinne des Wortes alles aus dem Gesicht gefallen.
Zwei dieser Stellen hat mein Mann, selbstverständlich bei der Bagis angemeldet, gemacht. Wenn ich Lust hatte, habe ich ihm geholfen.
Das habe ich der SB auch so gesagt. Woraufhin sie meinte, dass das nicht gehen würde wegen Versicherung etc.
Zu der dritten Stelle habe ich ihr keinerlei Angaben machen können, da ich ganz einfach keine hatte.
Abschließend habe ich ihr erzählt, dass jemand in meinem privaten Umfeld mir seid längerem versucht Schaden zuzufügen und da das nicht klappt, wird es wohl jetzt auf diese Art versucht.
Ich habe nie wieder etwas von dieser Sache gehört.
Mach es so wie Rounddancer geschrieben hat und ich drücke dir die Daumen, dass sich alles in deinem Sinne klärt.
Wäre toll, wenn du uns wissen lassen würdest, was dabei heraus gekommen ist.
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
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