Wieviel ALG II muss ich bei Arbeitsaufnahme zurückzahlen und muss ich den Arbeitsvertrag dem Jobcenter vorlegen?

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Laney11

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Ich fange eine neue Stelle am 22.2.2021 an. Arbeitgeber ist ein Personaldienstleister.

Das JC will meinen Arbeitsvertrag haben, aus dem sich auch der Kunde ergeben wird. Spricht etwas dagegen, den AV dem JC wie er ist vorzulegen? Ich vermute ich bin verpflichtet dazu, damit die auch den tatsächlichen Arbeitsbeginn prüfen können. Können mir durch die Vorlage des AV irgendwelche Nachteile entstehen?

Ende Januar habe ich im Voraus den Regelsatz + Miete für Februar erhalten. Arbeitsbeginn ist der 22.2., jedoch wird das Gehalt immer erst Mitte des nächsten Monats ausgezahlt, also hier Mitte März. Greift hier auch das Zuflussprinzip? Da ich kein Einkommen = Geldeingang auf mein Konto im Februar haben werde, muss ich das ALG II für die letzte Februar-Woche zurückzahlen?
 

Laney11

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Und wenn ich mein Gehalt für März erst Mitte April erhalte, muss ich dann für März (abzgl. die letzte Februar-Woche, die mir Mitte März ausgezahlt wird) etwas zurückzahlen?
 

isso

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es gibt folgende Szenarien

1. den Jobcenter rechnett mit dem vollen Gehalt und hebt auf, dann kannst du zunächst ein Überbrückungsdarlehen beantragen. Verdienst du dann nicht bedarfsdeckend erhältst du das Darlehen als Zuschuss. Das Jobcenter ist verpflichtet, das nach Eingang der Lohnabrechnungen zu überprüfen
2. das Jobcenter rechnet anteilig das Gehalt an und hebt dann ab April auf falls du bedarfsdeckend verdienst. Hier musst du dann in der Regel zumindest aktuell wahrscheinlich nichts zurück zahlen es sei denn du hast mehr verdienst, als angerechnet wurde und der Zeitraum ist endgültig bewilligt
3. Du hast ein vorläufigen Zeitraum. Dann musst du dir aktuell keine Gedanken machen, außer du stellst explizit einen Antrag.
 

Laney11

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Danke isso, bin nicht sicher, ob ich das richtig verstehe.

Bewilligt wurde regulär ab Sept 2020 für 1 Jahr Regelbedarf + Miete (es war kein vorläufiger Bescheid).

AV ist unterschrieben, das JC per Mail informiert, dass ich am 22.2.2021 anfange und dass ich Mitte März die Gehaltsabrechnung für die letzte Februar-Woche vorlegen werde. Ich schrieb auch, dass ich im März noch Unterstützung brauche. Den AV habe ich mal nicht beigefügt.

Ich rechne damit, dass das JC den Februar-Verdienst (Zufluss im März) auf die Leistung für März anrechnet und ab April (Zufluss März-Gehalt im April deutlich über ALG II) keine Leistungen mehr zahlt.
Statt für Anfang April ein JC-Darlehen zu beantragen um u. a. die April-Miete zahlen zu können, werde ich versuchen mir etwas von Freunden zu leihen und ab Mitte April mit der Gehaltszahlung für März sind meine Finanzen wieder passabel.

Nach dem Zuflussprinzip müsste ich demnach für März (abzgl. Anrechnung Gehaltseingang 1 Wo für Februar) keine Leistung zurückzahlen, oder? Das Zuflussprinzip ist ja gesetzlich geregelt und ich habe keinen Einfluss darauf, dass das März-Gehalt erst Mitte April kommt.
 
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