Wiedermal Berliner Linke: will Lehrer nicht verbeamten

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Martin Behrsing

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Berlin. Die Berliner Linkspartei lehnt Überlegungen des Koalitionspartners SPD zur Rückkehr zum Beamtenstatus bei Lehrern ab. Das wäre ein »rückwärtsgewandter Weg«, sagte Vizefraktionschef Stefan Liebich am Freitag auf Anfrage. Die Koalition habe sich vor Jahren bewußt entschieden, auf die Verbeamtung von Lehrern zu verzichten. Zum einen wollte sie damit die Pensionslasten eindämmen. Außerdem sollte die Verbeamtung auf sogenannte hoheitliche Aufgaben wie Polizei, Feuerwehr oder Strafvollzug beschränkt werden. Der SPD-Landes- und Fraktionschef Michael Müller hatte in der Berliner Zeitung (Freitagausgabe) vorgeschlagen, den Beamtenstatus wieder einzuführen, »um Lehrer in Berlin zu halten, die hier ausgebildet worden sind«. Viele von ihnen verließen die Stadt, weil sie in anderen Bundesländern als Beamte besser bezahlt würden.

(ddp/jW)
09.08.2008: Linke will Lehrer nicht verbeamten (Tageszeitung junge Welt)

Mutiert die Berliner Linkspartei zur SPD?
 


Speedport

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Berlin. Die Berliner Linkspartei lehnt Überlegungen des Koalitionspartners SPD zur Rückkehr zum Beamtenstatus bei Lehrern ab. Das wäre ein »rückwärtsgewandter Weg«, sagte Vizefraktionschef Stefan Liebich am Freitag auf Anfrage. Die Koalition habe sich vor Jahren bewußt entschieden, auf die Verbeamtung von Lehrern zu verzichten. Zum einen wollte sie damit die Pensionslasten eindämmen. Außerdem sollte die Verbeamtung auf sogenannte hoheitliche Aufgaben wie Polizei, Feuerwehr oder Strafvollzug beschränkt werden. Der SPD-Landes- und Fraktionschef Michael Müller hatte in der Berliner Zeitung (Freitagausgabe) vorgeschlagen, den Beamtenstatus wieder einzuführen, »um Lehrer in Berlin zu halten, die hier ausgebildet worden sind«. Viele von ihnen verließen die Stadt, weil sie in anderen Bundesländern als Beamte besser bezahlt würden.

(ddp/jW)
09.08.2008: Linke will Lehrer nicht verbeamten (Tageszeitung junge Welt)

Mutiert die Berliner Linkspartei zur SPD?
Mehr Geld kann man Lehrern auch anders zahlen, dafür braucht es keinen Beamtenstatus.

Was soll anderseits am Beamtenstatus für Lehrer so erstrebenswert sein? Zähle doch bitte mal Gründe auf!

Und warum mutiert Die Linke zur SPD, wenn sie sich diesem Ansinnen verweigert?
Ich hätte eher vermutet, daß alte PDS-Strukturen den gottgleichen Beamtenstatus ersehnen.

Die Auswirkungen der ausufernden Verbeamtungen werden wir in den kommenden 10, 15 Jahren noch mit voller Wucht zu spüren bekommen. Wenn nämlich die zu zahlenden Pensionen mit voller Wucht durchschlagen. Das wird noch ein Heulen und Zähneklappern geben.
 

Linchen0307

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Beamtenstatus bei Lehrern ist absolut hirnrissig, denn wenn ich sehe, mit welchem Elan neue Lehrer in den Beruf gehen und von verbeamteten Lehrern ausgebremst werden, so fass ich mich doch annen Kopp.
Von daher gebe ich der Linken völlig recht.
Ein verbeamteter Lehrer/in ist Alki und eigentlich nicht mehr tragbar für die Schule, er/sie muss eine Therapie machen und unterrichtet wieder, wird rückfällig und bleibt den Kindern erhalten, bis es wieder einmal auffällt.
Gekündigt wird bei Alkoholismus nicht, ist ne Krankheit. Freiberuflich wäre ein Lehrer mit Alk Probs nicht tragbar, zumindest nicht zum Unterrichten....:icon_motz:
 

Martin Behrsing

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Wir können ja die Schulen dann auch direkt privatisieren, wie es mit Post und Telefon ja auch schon passiert ist. Und was haben wir jetzt: Billigstlöhne.

Wer derart schwierige Aufgaben übernimmt, sollte wirklich eine sicherste Existenz haben und nicht von irgendwelchen Privatwirtschaftlichen Erwägungen abhängig sein, oder gefeuert werden, wenn man grade mal wieder beschließen will, die Schulklassen zu vergrößern.
Hat sich schon mal jemand mit dem Berufsalltag eines Lehrers beschäftigt?
Es gibt kaum einen Beruf, der schwieriger ist.
 

Speedport

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Wir können ja die Schulen dann auch direkt privatisieren, wie es mit Post und Telefon ja auch schon passiert ist. Und was haben wir jetzt: Billigstlöhne.

Wer derart schwierige Aufgaben übernimmt, sollte wirklich eine sicherste Existenz haben und nicht von irgendwelchen Privatwirtschaftlichen Erwägungen abhängig sein, oder gefeuert werden, wenn man grade mal wieder beschließen will, die Schulklassen zu vergrößern.
Hat sich schon mal jemand mit dem Berufsalltag eines Lehrers beschäftigt?
Es gibt kaum einen Beruf, der schwieriger ist.
Lehrer nicht zu verbeamten heißt doch nicht zwangsläufig, daß die Schule als Institution privatrechtlich geführt werden muß.
Von daher ist Deine Argumentation nicht schlüssig.

Dann doch besser so:

Wer eine solche schwierige und unangenhme Aufgabe wie Latrinenreinigung übernimmt, sollte wirklich eine sicherste Existenz haben und nicht von irgendwelchen Privatwirtschaftlichen Erwägungen abhängig sein .......

Zitat:
Hat sich schon mal jemand mit dem Berufsalltag eines Lehrers beschäftigt?
Es gibt kaum einen Beruf, der schwieriger ist. Zitatende

Nur wenn der Beruf wirklich ernst genommen wird - dann kann das aber fast jeder von sich sagen, z.B. Ärzte, Bestatter, Krankenschwestern, Rettungssanitäter, Kammerjäger ........................

Ich bitte Dich, bringe doch nur ein wirklich stichhaltiges Argument.
Die Obrigkeit in der Vergangenheit hatte eines: Die weisungsgebundenen Beamten mußten (meistens wollten sie ja auch) die Kinder im obrigkeitlichen Sinne hin- bzw. verbiegen. Das war nicht schön, vom Standpunkt der Machthaber aber logisch und nachvollziehbar.

Beim Kaiser und auch bei Adolf hat das doch wunderbar geklappt.
Nicht umsonst war der Lehrerberuf derjenige, mit dem höchsten Prozentsatz an Parteimitgliedern.
 

Martin Behrsing

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schon mal was davon gehört, dass Forschung, Lehre und Wissenschaft frei sein müssen und dies ist nur mit einem Beamtenstatus verbunden.

Im übrigen scheinst Du kaum Ahnung zu haben, wie der Alttag eines Lehrers aussieht. Bei diesem Beruf ist die Chance sehr groß, dass man ab einem Alter von 40 Jahren kaum mehr in der Lage ist wieter zu arbeiten, je nachdem auf was für eine Schule man gelandet ist.
Ich habe selbst lange mit Jungednlcihen gearbeitet und würde es heute auch nicht mehr können, weil man permanent an die Grenzen herangeführt wird, immer mehr Jugendliche aus sehr deslaten Verhältnissen kommen. Abegesehen von der ernormen Gewalt die unter den unterschiedlichsten Peergroups von Jugendliche herrscht.
Lehrer nicht zu verbeamten heißt doch nicht zwangsläufig, daß die Schule als Institution privatrechtlich geführt werden muß.
Von daher ist Deine Argumentation nicht schlüssig.

Dann doch besser so:

Wer eine solche schwierige und unangenhme Aufgabe wie Latrinenreinigung übernimmt, sollte wirklich eine sicherste Existenz haben und nicht von irgendwelchen Privatwirtschaftlichen Erwägungen abhängig sein .......

Zitat:
Hat sich schon mal jemand mit dem Berufsalltag eines Lehrers beschäftigt?
Es gibt kaum einen Beruf, der schwieriger ist. Zitatende

Nur wenn der Beruf wirklich ernst genommen wird - dann kann das aber fast jeder von sich sagen, z.B. Ärzte, Bestatter, Krankenschwestern, Rettungssanitäter, Kammerjäger ........................

Ich bitte Dich, bringe doch nur ein wirklich stichhaltiges Argument.
Die Obrigkeit in der Vergangenheit hatte eines: Die weisungsgebundenen Beamten mußten (meistens wollten sie ja auch) die Kinder im obrigkeitlichen Sinne hin- bzw. verbiegen. Das war nicht schön, vom Standpunkt der Machthaber aber logisch und nachvollziehbar.

Beim Kaiser und auch bei Adolf hat das doch wunderbar geklappt.
Nicht umsonst war der Lehrerberuf derjenige, mit dem höchsten Prozentsatz an Parteimitgliedern.
 

Speedport

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schon mal was davon gehört, dass Forschung, Lehre und Wissenschaft frei sein müssen und dies ist nur mit einem Beamtenstatus verbunden.

Was hat denn Forschung, Lehre und Wissenschaft (ist ja wohl eine Sache der Universität) mit der Verbeamtung von Lehrern zu tun???
Jetzt hast Du Dich aber total vergalloppiert.


Im übrigen scheinst Du kaum Ahnung zu haben, wie der Alttag eines Lehrers aussieht.

Warum so persönlich, stehen keine Argumente mehr zur Verfügung?
Was wäre denn, wenn ich z.B. schreiben würde, daß Du wie ein Lehrer oder ein Ehemann einer Lehrerin argumentierst?
Wenn Du tatsächlich schon so tief in die Arbeit eines Lehrers eingetaucht bist, sage ich Dir, daß so etwas häufig betriebsblind macht.

Bei diesem Beruf ist die Chance sehr groß, dass man ab einem Alter von 40 Jahren kaum mehr in der Lage ist wieter zu arbeiten, je nachdem auf was für eine Schule man gelandet ist.

Wird immer wieder behauptet, aber wo sind die Fakten? Neutrale, versteht sich und von unabhängigen Instituten.

Ich habe selbst lange mit Jungednlcihen gearbeitet und würde es heute auch nicht mehr können, weil man permanent an die Grenzen herangeführt wird, immer mehr Jugendliche aus sehr deslaten Verhältnissen kommen. Abegesehen von der ernormen Gewalt die unter den unterschiedlichsten Peergroups von Jugendliche herrscht.

Aha, daher die Bewunderung für den Lehrerberuf?

Aber laß es Dir gesagt sein, jeder muß in seinem Berufsleben immer wieder ein Stück Scheiße fressen - zumindest empfindet er es so. Das ist nicht auf den Beruf Lehrer beschränkt. Ist Dein Traum, alle Berufstätigen zu verbeamten?

Der Lehrerberuf ist ja offenbar trotz dieser unerträglichen Arbeitsbedingungen immer noch so attraktiv, daß sich jährlich tausende von Abiturienten für dieses Studium entscheiden und manche sich nach Abschluß des Studiums sogar in ihn hineinklagen wollen.

Oder sind die alle nur doof?

...
 

Arania

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Das mag alles sein, Argumente beider Seiten sind aber für mich stichhaltig, denn wie werde ich einen unfähigen Beamten wieder los? Sei es ein Lehrer oder auch einer beim Arbeitsamt? Auch dort gibt es noch welche und die Aussage des Vorgesetzten: Ja ich kann den einfach nicht loswerden, hat mir sehr zu Denken gegeben

Denn unter unfähigen Beamten leidet man lange
 

Linchen0307

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Genau so sehe ich das auch, Arania...
.. und gerade bei Lehrern, die verbeamtet sind, sehe ich es immer wieder, das sie mal hier krank sind und mal da....
Eigenartigerweise sind es überwiegend verbeamtete Lehrer, die häufig krank sind, haben Lehrer ohne diesen Status weniger Stress? Und wenn ich diesen Beruf als Stress empfinde, ergreif ich ihn nicht.
Wirklich krasse Jugendliche werden von jungen Lehrern o. Status mitgerissen, arbeiten wirklich klasse mit, achten den Lehrer, loben in den höchsten Tönen und was passiert?
Diese Lehrer werden vom verbeamteten Kollegium geimpft.....
diese Lehrer sind mit einem mal von der Schule verscwunden....

Pfründe sag ich nur:icon_motz:
 

Martin Behrsing

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Ich sehe schon: Die neoliberale Propaganda der Agenda 2010 und die permanente Beeinflussung von INSM haben voll auf dich eingewirkt. Anders kann ich mir nicht erklären, wie man zuz solch einer Haltung kommt.
1. Der Beruf des Lehrers scheint ja nun doch nicht so attraktiv zu sein. In NRW werden händeringend Lehrer gesucht. Sogar Quereinsteiger werden eingestellt.
2. Immer mehr Lehrer haben immer nur befristete Verträge, wo sie noch nicht einmal Ansprüche erwerben. Sie sind in den Ferien auf Hartz IV-Leistungen angewiesen.
3. Gehört Lehre nur an die Hochschulen?
4. Erziehung ist ein staatlicher Auftrag. Der ebenso hoch anzusiedeln, wie die Aufgaben der Polizei. Oder bist du auch dafür, dass die Polizei kein Beamtenstatus mehr haben soll`?

Ich bekomme aber auch mit, dass Du dich wirklich nicht mit dem Beruf des Lehrers auskennst, sonst würdest Du kaum derartige Phrasen da her dreschen. Kannst aber beruhigt sein. Ich habe weder eine Frau, die Lehrerein ist, noch zähle ich unbedingt Lehrer zu meinen Freunden.

Aber nun gut, bleib ruhig bei deiner neoliberalen Haltung. Hauptsache der Job ist unsicher und wenn man grade die Ware Arbeitskraft nicht braucht - weil man z.B. nicht mehr so leistungsfähig ist oder schlichtweg ausgelaucht vom Job ist, gibt es ja Hartz IV. Dirk Niebel von der FDP hat übrigens eine ähnliche Auffassung.

 

münchnerkindl

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Ich bin definitiv und generell gegen die verbeamtung von Lehrern. Allerdings sollten sie faire Angestelltenverträge bekommen!

Weil meiner Meinung nach immer die Möglcihkeit bestehen sollte einen Lehrer der die Leistung in disem enorm verantwortungsvollen Beruf nicht bringt bzw persönlich oder pädagogisch ungeeignet ist wieder zu entlassen.

Und im Gegensatz finde ich ist der Lehrer eher ein Dienstleistungsberuf ist wie die Kindergärtnerin und der Arzt, wärend Polizisten die aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit gewärleisten, was unmittelbar mit der Staatsführung zu tun hat.

Meiner Meinung nach sollten überhaupt nur dem Staat extrem Verantwortung schuldige Berufsgruppen verbeamtet werden, wie zB Polizisten, Richter, Finanzbeamte. Also die direkt dem Staat gegenüber für ihr Tun Rechenschaft schuldig sind.
Den Rest kann man mit Angestellten besetzen die man bei Unfähigkeit bzw mangelnder Eignung für den Job einfacher loswerden kann. Was auch für diese ganzen höheren Beamten die da in Berlin ihre Ärsche platthocken gilt.
 

Linchen0307

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.. was mir gerade dazu noch einfällt...

Dieser Beamtenstatus hat uns doch tatsächlich fähige Mitarbeiter in den ARGEn beschert.... s.Postler in ARGEn usw...
Ich liebe diesen Status, wech damit....
Institutionen, wie sie MünchnerKindl schon aufzeigte gehören in diesen Status..
Keine Lehrer, denen wir unsere Kids anvertrauen:icon_motz:
 

Speedport

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ich sehe schon: Die neoliberale propaganda der agenda 2010 und die permanente beeinflussung von insm haben voll auf dich eingewirkt. Anders kann ich mir nicht erklären, wie man zuz solch einer haltung kommt.

aber hallo, das ist ja interessant, was zum vorschein kommt, wenn man ein wenig an der oberfläche kratzt.
wo bleibt den da die diskussionskultur und toleranz? Müssen jetzt die fehlenden argumente durch verleumdung andersmeinender als neoliberale ersetzt werden?

1. Der beruf des lehrers scheint ja nun doch nicht so attraktiv zu sein. In nrw werden händeringend lehrer gesucht. Sogar quereinsteiger werden eingestellt.

weil sie in andere länder mit besseren konditionen abgewandert sind.

2. Immer mehr lehrer haben immer nur befristete verträge, wo sie noch nicht einmal ansprüche erwerben. Sie sind in den ferien auf hartz iv-leistungen angewiesen.

dann kämpfe für bessere vertragsbedingungen und entlohnung. Das hat jedenfalls nichts mit verbeamtung zu tun.
warum eigentlich nicht den maurer, fliesenleger usw. Verbeamten? Auch diese berufsgruppen erreichen kaum gesund die rente.

3. Gehört lehre nur an die hochschulen?

du hast geschrieben "forschung, lehre und wissenschaft...". Bei diesem gebrauch ist lehre tatsächlich nur auf die universität bezogen und nicht auf das kleine einmaleins an der grundschule. Das sollte man eigentlich wissen, wenn man sich nur ansatzweise mit dem thema beschäftigt hat.
und warum unterschlägst du plötzlich forschung und wissenschaft? Ist damit an grund- und hauptschule alles im grünen bereich?

4. Erziehung ist ein staatlicher auftrag.

ist das die verkündigung eines neuen naturgesetzes?

der ebenso hoch anzusiedeln, wie die aufgaben der polizei.

warum und mit welcher begründung? Einfach nur behaupten reicht ja wohl nicht. Gib mir bitte einen grund an, weshalb angestellte lehrer ihre schüler an einer staatlichen schule nicht bis zum abitur führen können.
früher war es in den sogenannten besseren kreisen durchaus üblich, seine kinder durch hauslehrer für das abitur fit zu machen. Absolvierung der staatlichen prüfung und ab auf die universität.

oder bist du auch dafür, dass die polizei kein beamtenstatus mehr haben soll`?

aha, du bist also der meinung, die lehrer müssen beamte bleiben, weil es die polizisten auch sind? Ist das deine antwort auf meine frühere frage, ob du von der verbeamtung alle beschäftigten träumst?

abgesehen davon, was hat die diskussion über die verbeamtung der lehrer mit dem beamtenstatus von polizisten zu tun?
den könnte man zwar auch abschaffen, aber bei polizisten würden mir zugunsten des beamtenstatus schon mehr stichhaltige gründe einfallen, als bei lehrern.

ich bekomme aber auch mit, dass du dich wirklich nicht mit dem beruf des lehrers auskennst, sonst würdest du kaum derartige phrasen da her dreschen. Kannst aber beruhigt sein. Ich habe weder eine frau, die lehrerein ist, noch zähle ich unbedingt lehrer zu meinen freunden.

ich habe vor allem mitbekommen, daß du diese diskussion ohne not ins persönliche gezogen hast. Deshalb habe ich dann rein rhethorisch gefragt: "warum so persönlich, stehen keine argumente mehr zur verfügung?
was wäre denn, wenn ich z.b. Schreiben würde, daß du wie ein lehrer oder ein ehemann einer lehrerin argumentierst?"

ich habe also, wohlgemerkt, diese frage nicht an dich gerichtet, sondern nur als beispiel deiner unnötigen flucht ins persönliche angeführt!

aber nun gut, bleib ruhig bei deiner neoliberalen haltung. Hauptsache der job ist unsicher und wenn man grade die ware arbeitskraft nicht braucht - weil man z.b. Nicht mehr so leistungsfähig ist oder schlichtweg ausgelaucht vom job ist, gibt es ja hartz iv. Dirk niebel von der fdp hat übrigens eine ähnliche auffassung.​

und wieder diese verleumdungsmasche. Warum versuchst du das? Weil ich nicht deiner meinung bin? Gehst du in diskussionen immer so vor? Ehrlich gesagt hatte ich mir von dir argumente erhofft. Da war aber fehlanzeige!

na gut, wie schon geschrieben, es ist erstaunlich, was bei kleinen anlässen so an die oberfläche kommen kann. Ich weiß jetzt zumindest, wie ich dich in dieser hinsicht einzuschätzen habe.

wenn ich mir vorstelle, daß du auf diese art und weise wichtige, weil öffentliche diskussionen über hartziv führst, wird mir angst und bange.
...
 

münchnerkindl

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4. Erziehung ist ein staatlicher Auftrag.
Sagen wir mal so, Erziehung findet im staatlichen Auftrag statt.

Was bedeutet, der Staat schafft die Rahmenbingungen, und erlässt Richtlinien was in welcher Jahrgangsstufe zu unterrichten ist. Das kann er genausogut tun wenn das ausführende Personal angestellt ist. Weil auch jeder normale Angestellte den Anweisungen seines Chefs folge leisten muss.

Weil der Logik folgend müssten auch Kindergärtner/innen und Erzieher/innen verbeamtet werden.
 

burki

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Hi,
stimme Martin in vielen Dingen zu, doch sehe ich das eigentliche Problem woanders:
(i) Beamten oder Angestelltenstatus unterscheidet sich primär in der Entlohnung.
(ii) Die Bezüge der Angestellten im öffentlichen Dienst sind in den letzten Jahren kontinuierlich (bei steigender Belastung) gesunken, so dass man heute neu einsteigende Lehrer (aber auch z.B. "Lehrkräfte für besondere Aufgaben" an Uni/FHs) als "armutsgefährendet" (knapp über 2000 EUR/Brutto sind z.B. in München nicht wirklich viel) bezeichnen muss.
(iii) es wird Land auf und ab seit Jahren nur darüber geredet, dass in Bildung investiert werden müsste, doch genau das Gegenteil ist die Realiät.
(iv) fähiges Personal wird (nicht nur finanziell) vergrault (ging nicht nur mir so) und in gewissen Bereichen (z.B. Berufsschulen) stattdessen Beamte aus anderen Bereichen "zwangsverpflichtet" oder Eltern greifen zu "eigenen Massnahmen".
(v) Springer (mit weniger als 50% Lehrauftrag kann das praktisch jeder machen), die praktisch ohne Rechte (eben mit unbezahlten Urlaub und nur befristeten Verträgen) sind, werden (zumindest bei uns in Bayern) als die große Bildungsoffensive verkauft.

Meine Meinung: Nicht die (Nicht)Verbeamtung ist das Problem, sondern einerseits die völlig verkrusteten Strukturen in den Kultusministerien und andererseits die ärmlichen Lippenbekenntnisse aller, die nur groß tönen, dass man in Bildung investieren müsste, aber genau das Gegenteil tun.
Gruss
burki
 

Familienvater

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Moin Forum,

ich sehe das noch viel extremer:

Müllabführ, Post, Bahn, Telefon, Lehrer, ...

MÜSSEN meines Erachtens Beamte sein. Weil Beamte Staatsdiener sind. Nicht streiken dürfen und somit wichtige Aufgaben des Staates erfüllt werden.

Das Beamte automatisch vile geld verdienen ist auch so eine Stammtischgeschwätz. Tauscht doch mal mit einem Finanzbeamten oder einem jungen Polizisten.

Gruß

Familienvater
 
E

ExitUser

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Tauscht doch mal mit einem jungen Polizisten.
mit nem jungen: nein, danke :)

Aber: mit einem so um die 50, der aus gesundheitlichen Gründen in Rente gehen kann: das wärs! :biggrin:

Meinem Vater geht es sehr gut: junge Frau, Fernreisen, noch 3 Kinder... Haus bezahlt... was will man mehr?
 

burki

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Hi,
Das Beamte automatisch vile geld verdienen ist auch so eine Stammtischgeschwätz.
ein verbeamteter Lehrer verdient etwa 1/3 mehr, als ein angestellter Lehrer.
Mit der Pension, geringen Sozialabgaben,... muss man erst garnicht anfangen.
Gruss
burki
 

RudiRatlos

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Außerdem sollte die Verbeamtung auf sogenannte hoheitliche Aufgaben wie Polizei, Feuerwehr oder Strafvollzug beschränkt werden.
Das sehe ich auch so. Der Beamtenstatus muss neu überdacht werden. Man sagt doch immer, dass die Rentenkassen leer sind.:icon_kinn:
 
D

Debra

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Moin Forum,

ich sehe das noch viel extremer:

Müllabführ, Post, Bahn, Telefon, Lehrer, ...

MÜSSEN meines Erachtens Beamte sein. Weil Beamte Staatsdiener sind. Nicht streiken dürfen und somit wichtige Aufgaben des Staates erfüllt werden.

Das Beamte automatisch vile geld verdienen ist auch so eine Stammtischgeschwätz. Tauscht doch mal mit einem Finanzbeamten oder einem jungen Polizisten.

Gruß

Familienvater
Seh ich auch so. :icon_daumen: Lehrer haben mit Beamtenstatus auch eine ganz andere Position gegenüber Kindern/Eltern. Sie sind von Staats wegen den Kindern gegenüber verpflichtet und alle gleich zu behandeln. Außerdem merken Kinder dann, dass sich noch jemand - außer den Eltern - um sie kümmert, bemüht etc. Der STAAT an sich nämlich. Es wäre schlimm, wenn Jugendliche z.B. einen besonders hartnäckigen Lehrer, der es evtl. nur gut mit ihnen meint, weil er ihnen was beibringen will, schlecht machen könnten und der dadurch seine Stelle verlieren würde. Noch schlimmer wäre es, wenn hysterische Eltern - die ja soooo gaaar nicht voreingenommen sind, was ihre Blagen betrifft, neee, gaar nicht... :icon_rolleyes: - einen Lehrer feuern ließen, nur weil sie meinen, der Lehrer weigere sich einfach, dasselbe Genie in ihrem kleinen Scheißer zu sehen wie sie. :icon_rolleyes:
 
D

Debra

Gast
Das sehe ich auch so. Der Beamtenstatus muss neu überdacht werden. Man sagt doch immer, dass die Rentenkassen leer sind.:icon_kinn:
Nun, die Bezahlung - auch für Beamte - ist mager angesichts dessen was gleich oder vielleicht sogar weniger "kluge Köpfe" in der freien Wirtschaft verdienen. Eigentlich müssten die alle Medaillen bekommen, die immer noch an der Uni forschen. LOL
Über eine Deckelung von Renten kann man ja sprechen, dort wo es angebracht ist. Ein Beispiel wäre diese beziehungsfeindliche Regelung, dass Witwer bzw. Witwen zwei Renten/Pensionen kassieren dürfen. Aber nur solange sie nicht mit einem neuen Partner zusammen leben. Es gibt viele Rentner, die heiraten nicht nochmals oder ziehen deswegen nicht wieder mit jemandem zusammen, weil sie sonst keinen Anspruch auf die 2. Rente mehr haben.
 

Arania

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Lehrer haben mit Beamtenstatus auch eine ganz andere Position gegenüber Kindern/Eltern. Sie sind von Staats wegen den Kindern gegenüber verpflichtet und alle gleich zu behandeln

Ich komm aus dem Lachen nicht mehr raus, die Lehrer die Beamten sind behandeln also alle Kinder gleich und die anderen machen Unterschiede, Du warst sicher schon lange nicht mehr in einer Schule

:icon_rolleyes:

Na ja und die Beamten bei der ARGE und beim Arbeitsamt, die behandeln auch alle gleich, also warum beschweren wir uns eigentlich?:icon_tonne:
 


ethos07

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Man könnte auch mal in die Nachbarländer schauen, wie das dort so gehandhabt wird mit mit der öffentlichen Grundversorgung. Natürlich gehört eine gute Volksbidlung ganz zentral dazu!!

Das Schweizer Modell mit der Lehrerschaft ist, glaube ich, ganz okay:
jede Gemeinde besteht neben der politischen Gemeinde meistens auch noch aus eine rel. eigenständigen Schulgemeinde( und einer Kirchengemeinde). An den Schuldgmeindeversammlungen können m.W. alle GemeindeBürger teilnehmen. Jedenfalls werden die Lehrer dann zur Wahl für ein bestimmte Periode vorgeschlagen und dann in einer Volksabstimmung, d.h. alle Gemeindebürger können abstimmen, gewählt. Und wenn der gewählte Lehrer dann soweit okay seine Arbeit tut, wird er auch immer wieder für die nächsten Periode (ich glaub, die umfasst meistens 3-5 Jahre) weitergewählt.
Die Lehrer können sich also sicher sein, nicht irgendeinem freien Schulträger auf Gedeih und Vererb in die Hände zu fallen.

Das wäre also eine Zwischenform zwischen deutschem Beamtentum auf Lebenszeit und privatrechtlichen Arbeitsverträgen.
 
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