Wiederholte Aufforderung

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Razor

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Ein freundliches Hallo an die User dieses Boards :icon_party:

Ich bin neu hier und habe zuvor etwas in Euren Beiträgen gestöbert und muss sagen das ich positiv davon überrascht bin wie fachgerecht einem hier mitunter geholfen wird. Deshalb jetzt mal zu meinem Problem:

Folgendes:

Ich habe vor einem knappen Jahr einen Bescheid erhalten, indem ich aufgefordert wurde einen 1 € Job auszuüben. Ich habe damals mit einem Widerspruch geantwortet, mit der Begründung das ich mich persönlich einfach "zu jung dafür fühle" sowie "ich es als ungerechtfertigt empfinde mir, jmd mit abgeschlossener Ausbildung und einem bisher immer mit Arbeit versorgtem Werdegang, ein solches Angebot zu unterbreiten". "Ich bin der Meinung das junge Leute andere Möglichkeiten bekommen sollten in denen sie Aussicht auf Zukunft im Berufsleben haben und nicht in hoffnungslose und nur überbrückende Jobmaßnahmen mit einziger Wirkung auf die Senkung beühmter Statistiken gedrückt werden sollten". So und noch weitere ähnliche Begründungen habe ich damals beschrieben etc. und schien damit erfolgreich da ich nie mit Sanktionen oder ähnliches konfrontiert wurde.

Hier mal mein Lebenslauf in Auszügen:

Code:
 	 	 [B]Berufsausbildung/Studium[/B]

 von/bis				Juli 2000 – Juni 2002  
 				Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter
 				erfolgreich abgeschlossen
 

 [B]Berufliche Tätigkeiten[/B]

 von/bis				Juni 2002 – Dezember 2003
 				Firma Schubeck Gerüstbau
 				Gerüstbauer
 

 				Mai 2004 – Dezember 2004
 				PSA – Personal – Service – Agentur  
 				Bauhelfer
 

 				April 2004 – Januar 2007  
 				GGB Greifswalder Gerüstbau GmbH
 				Gerüstbauer
 

 				Oktober 2007 – Dezember 2007
     				BBW – Personalservice
 				Helfertätigkeit
 

 				Oktober 2008 – Dezember 2009
 				Personalservice Wahl
 				Helfertätigkeit

Meine eigentl. Frage geht nun dorthin das mir wieder ein 1€ Job droht da ich scheinbar nicht vermittelbar bin, aus bisher mir unbekannten Gründen.
Meine Frage ist also ob es diesesmal wieder mit einer solchen Begründung ausreicht!?
Was haltet Ihr von dieser Begründung?
Habt Ihr weitere Tipps wie ich soetwas umgehen kann?

Ich muss dazu sagen das ich mir meine Arbeit immer selbst gesucht hab und ich nie direkt auf die Vermittlung der Arge angewieden war.
Desweiteren habe ich öfter um eine Umschulung gebeten woraufhin mir geantwortet wurde, "das ich nicht die Möglichkeit hätte, bzw. das Recht auf Umschulung".
Entspricht diese Aussage der Wahrheit?

Zu meinen Angaben, ich bin 25, abgeschlossene Ausbildung, 2 Kinder seit Dez. 08 Arbeitssuchend!

Ich hoffe Ihr steigt hinter mein Problem und danke schonmal im Vorraus für Eure nützlichen Antworten

MfG :icon_klatsch:
 

Razor

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komme dort nur auf die startseite der ewerbslosenforum.de denke aber du wolltest mir mit diesem link einen Widerspruch zukommenlassen oder?
 
S

Sissi54

Gast
Hallo Razor !

Wenn der Ein-Euro-Job droht, kann noch niemand genau sagen, wie Du vorgehen sollst.

Das kommt auch auf die Form des Angebotsschreibens an.
Ein Widerspruch ist nur gegen einen Verwaltungsakt (VA) möglich !

Ob ein Schreiben ein VA ist, ist meistens daran zu erkennen, dass auf das Widerspruchsrecht hingewiesen wird.
Es steht auch dann drin, weise ich Ihnen zu, dann ist eine Zuweisung ein Bescheid.

Es hat sich leider eingebürgert, Vermittlungsvorschläge zu versenden mit, schlage ich Ihnen vor.
Gegen diese Vorschläge ist kein Widerspruch möglich. Da muss dann in anderer Schriftform dagegen vorgegangen werden.

Also abwarten, was für ein Schriftstück auf Dich zukommt und dann entscheiden, wie vorzugehen ist.

:icon_party:
 

gnom123

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Was mich nur wundert das du mit der Widersspruchsbegründung vor ein einem Jahr durchgekommen bist.

Was du geschrieben hast ist nämlich für die ARGE kein wichtiger Grund einen EEJ abzulehnen.

Was stand denn in deinem Widersspruchsbescheid?
 
E

ExitUser

Gast
Wenn du mit diesem Text als Widerspruch gut durchgekommen bist, dann war an dem Job etwas faul und das Amt ist zurückgegangen. Der "Widerspruch" ist nur bei Verwaltungsakten oder Bescheiden zulässig (wenn als letzter Satz "Gegen diesen Bescheid können Sie innerhalb von 4 Wochen Widerspruch einlegen" steht). Meist kommen die "zuweisungen" zu EEJobs als "Angebot" ("Wir bieten Ihnen im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit.....") und es muss eine "Ablehnung" geschrieben werden. Es ist immer etwas heikel, als Arbeitsloser etwas "abzulehen", denn das ist nur aus "wichtigem Grund" zulässig.

Ein wichtiger Grund ist z.B.

1) Du gehörst nicht zur Personengruppe, die EEJobs machen muss, denn die EEJobs sollen ja integrieren oder weiterbringen (das ist bei einem artfremden Job ja nicht möglich), sind nur für Leute, die "keine Arbeit finden können" (dazu gehört du m.E. nicht, wenn du erst seit Dez. 2008 arbeitslos bist) und die gesundheitlichen Einschränkungen müssen berücksichtigt werden (meist sind es körperliche Arbeiten im Freien; wer körperlich eingeschränkt ist, oder z.B. Heuschnupfen hat, kommt dazu nicht in Frage).

2) Der Job ist in der Zuweisung nicht richtig bestimmt. So wird z.B. die Tätigkeit als "Helfer" bezeichnet, oder man kann sich unter der Beschreibung nichts Genaues vorstellen. Auch die Stunden- und die Arbeitszahl gehört da rein.

3) Der Job ist rechtswidrig, denn gem. § 16d SGB II soll er "zusätzlich" und "gemeinnützig" sein. D.h. es dürfen damit keine Profite gemacht werden und es muss eine Tätigkeit sein, die ansonsten nicht, nicht in dem Umfang oder zu einem späteren Zeitpunkt von mind. 2 Jahren gemacht worden wäre.

Wenn du das genau analysiert, ist kaum ein Job rechtmäßig vergeben worden und gut 80 - 90% der Jobs sind unzulässig oder gar rechtswidrig. Es wird ein Tag kommen, an dem das alles einmal auffliegt, denn das ist ja nicht rechtens. Aber vorher müssen wir damit leben.

Meist geht dem EEJ die Unterzeichnung einer Eingliederungsvereinbarung voraus. Hier kann ich dir nur empfehlen: Wenn man dir so einen Vertrag vorlegt, unterschreibe ihn bitte nicht sofort, sondern nehme ihn zur Prüfung mit. Wenn die SB mit Sanktionen droht oder sonstigen Druck macht, stinkt da etwas zum Himmel. Diese Verträge sind alle nicht zulässig oder rechtskonform. Meist enthalten sie den EEJ, d.h. du verpflichtest dich auch noch "freiwillig" dazu. Danach kann dir auch kein Richter mehr richtig helfen. Steck ihn auch gegen den Willen der SB ein (ansonsten lass ihn liegen) und gehe damit zu einer Erwerbsloseninitiative oder stelle ihn hier zur Prüfung ins Forum. Meist wird ein Gegenvorschlag ohne EEJ ausgearbeitet.


"ich es als ungerechtfertigt empfinde mir, jmd mit abgeschlossener Ausbildung und einem bisher immer mit Arbeit versorgtem Werdegang, ein solches Angebot zu unterbreiten"."Ich bin der Meinung das junge Leute andere Möglichkeiten bekommen sollten in denen sie Aussicht auf Zukunft im Berufsleben haben und nicht in hoffnungslose und nur überbrückende Jobmaßnahmen mit einziger Wirkung auf die Senkung beühmter Statistiken gedrückt werden sollten".

Die Ungerechtigkeit interessiert ein Amt nicht sonderlich. Hauptsache du verschwindest aus der Statistik. Es interessiert sie auch sonst recht wenig. Das ist kein Grund für eine Ablehnung. Normalerweise bekommst du hier eine Anhörung.
 

Razor

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danke euch für die schnellen antworten und ich habe damals nicht mal eine antwort auf meinen WS bekommen, was mich ebenfalls stutzig machte. Zudem sind es für mich schon ernstzunehmende Gründe und ich denke das ich das Recht dazu habe. Ich werde sehen was ich im jetztigen Falle tue.
Danke nchmal für Eure Antworten
 
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