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Wiederholt krank bei Alg1 Bezug

Uppsala

Elo-User/in
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#1
Hallo erstmal..

Ich habe folgendes Problem:
Ich bin seit mitte Januar wegen einer Depression krank geschrieben. Wegen meiner suizid Gedanken war ich auch einige Wochen im Krankenhaus und warte nun auf einen Platz in der Tagesklinik.
Meine eine Krankschreibung gald bis zum 28.2.
Am 28.2. Dachte ich hätte der Arzt zu weil es ein Mittwoch war. Am 1.3. ging es mir so schlecht vor Traurigkeit und selbstmord gedanken, dass ich schon morgens eine Flasche Ammaretto getrunken hatte und lag nur im Bett. Am 2.3. Ging ich dann zum Arzt und ließ mich weiter krank schreiben.

Nun verweigert die Krankenkasse das Krankengeld ab dem 1.3. weil die Krankheit ja nicht lückenlos nachgewiesen sei.

Was soll ich jetzt machen ?
Wieder arbeitslos melden ?
Widerspruch gegen den Bescheid einlegen ? (Erfolgsaussichten ? )
Wie ist es, wenn ich mich einige Tage arbeitslos melde und dann mich wieder krankschreiben lasse mit der gleichen Krankheit ? Gibt es dann sofort Krankengeld oder erst noch wiederum 6 Wochen Lohnfortzahlung von der AfA ?

Dabke für eure Antworten.
 

Katzenfan

Elo-User/in
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#2
Ja, Du hättest die weitere AU spätestens am 01.03. ärztlich feststellen lassen müssen, um eine Lücke in der Krankschreibung zu vermeiden. So sind die Regeln und ich möchte bezweifeln, dass man da in Sachen Krankengeld jetzt noch was machen kann. Dennoch kannst Du Widerspruch einlegen: Versuch macht kluch!

Wenn Du Dich jetzt erneut arbeitslos meldest und gleich danach wieder krankschreiben lässt, gibt es wieder "6 Wochen Lohnfortzahlung von der AfA". Beim Bezug von ALG ist es nämlich - anders als bei der Lfz durch den Arbeitgeber - egal, ob die erneute Arbeitsunfähigkeit auf derselben Krankheit beruht. Da bin ich mir ganz sicher, auch wenn ich gerade keine gesetzliche Regelung dazu finden kann: in § 146 Abs. 1 SGB III steht jedenfalls nicht, dass es sich bei der 6-Wochen-Regelung um verschiedene Krankheiten handeln muss.

1Wer während des Bezugs von Arbeitslosengeld infolge Krankheit unverschuldet arbeitsunfähig oder während des Bezugs von Arbeitslosengeld auf Kosten der Krankenkasse stationär behandelt wird, verliert dadurch nicht den Anspruch auf Arbeitslosengeld für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit oder stationären Behandlung mit einer Dauer von bis zu sechs Wochen (Leistungsfortzahlung).

... auch nicht in den Fachlichen Weisungen der BA:
https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/FW-SGB-III-146_ba015153.pdf

Allein im "Leitfaden für Arbeitslose 2017" (Fachhochschulverlag) habe ich auf Seite 643 Folgendes gefunden:

Der Anspruch auf Kranken-Alg läuft kalendermäßig ab (BSG vom 12.7.1989 - 7 RAr 100/88, SozR 4100 § 105b AFG Nr. 7). Kranken-Alg kann wiederholt gezahlt werden, auch innerhalb eines Kalenderjahres wegen derselben Krankheit. Das Kranken-Alg verbraucht den Anspruch auf Alg und führt als Ruhenstatbestand zur Verkürzung des Krankengeldanspruchs wegen derselben Krankheit (§ 48 Abs. 3 Satz 1 SGB V).
 

RobbiRob

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#3
Ja, leider wird man da auf rechtlichem Weg wenig machen können.
Seit 2015 ist das ja ein wenig entschärft worden, da musstest Du sogar am letzten Tag der AU vorstellig werden.

Herr Spahn, übernehmen Sie:

Ich wünsche mir eine Regelung, wo man dann halt die fehlenden Tage kein Krankengeld bekommt und gut ist.

Als Tipp kann ich Dir aber sagen, dass die Krankenkasse trotzdem in Deinem Fall einen Ermessensspielraum hat, die Frage ist halt nur, ob man Deine Verhinderung akzeptiert.

Gerade bei psychischen Krankheiten ohne Angehörigen, der ein Auge drauf wirft, ist sowas gar nicht so selten.
 
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