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Wiedereinstellungsklage gewonnen ---> was zurückzahlen ??

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Holger69

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
4 Okt 2006
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#1
Erstmal vorab der ziemlich komplizierte und komplexe Sachverhalt:

Mitte April 2006 erhielt ich von meinem Arbeitgeber die fristlose Kündigung. Am selben Tag meldete ich mich arbeitlos und bekam nach der Sperrfrist ALG I und ab sofort ALG II und die Kosten für Unterkunft und Heizung, natürlich unter Anrechnung des noch ausgezahlen Gehaltes.
Kurz danach reichte ich Kündigungsschutzklage ein.
Am 28.05.06 wurde ich Vater einer Tochter, die leider sehr krank geboren wurde (inzwischen GdB 50, Merkzeichen BGH, Pflegestufe 1) und am 01.06. zogen meine Freundin und meine Tochter bei mir ein.
Durch die Vielzahl der Veränderungen, Anträge auf Mehrbedarfe, Widersprüche von mir, Anrechnung Mutterschaftsgeld, Anhebung ALG I auf 67 % wurde 'vergessen', usw.) wurde ich in den letzten Wochen mit Änderungsbescheiden geradezu bombadiert (z.T. 6 Schreiben in 3 Tagen) und habe mittlerweile knapp 650 Euro zuviel ausgezahlt bekommen.
Soweit so gut ...
Letzte Woche habe ich nun meinen Prozess, in dem ich auf Wiedereinstellung geklagt hatte, gewonnen und bin jetzt per Urteil wieder bis zum 31.12.06 angestellt, aber von der Arbeit freigestellt.
Während ich nun gespannt auf das schriftlich Urteil warte, überlege ich nun welche Leistungen zurückgezahlt werden müssen. ALG I ist ja klar und nach meinen Infos wird das sogar direkt von meiner 'noch'-Firma abgeführt. Was ist aber mit den ALG II-Leistungen, inkl. Mehrbedarf und den Schulden beim AA i.H.v. 650 Euro?
Was passiert mit der Differenz, die ich dann von meiner Firma ausgezahlt bekommen müsste? Da ich seit Mitte des Jahres leider auch noch in Privatinsolvenz bin - ein Unglück kommt bekanntlich selten allein - frage ich mich, wie die Nachzahlung gesehen wird. Werde ich so gestellt, als hätte ich jeden Monat mein Gehalt bekommen und kann dann den ganzen Betrag behalten, weil er in jedem Monat unter der Pfändungsgrenze liegt oder wird das Geld als Einmalzahlung gewertet und ist zum Großteil weg? Damit würde man mich ja eigentlich noch für die ungerechtfertigte Kündigung im Nachhinein bestrafen, wenn wenn ich weiter gearbeitet hätte, hätte ich das Geld ja auch nicht abführen müssen.

Ich hoffe das waren nicht zu viele Fragen auf einmal, aber ich wüsste gerne wie es weitergehen soll.
 

Andi_

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#2
Das ist zu kompliziert. An sich würde ich die ARGE einfach informieren, dass du die Klage gewonnen hast und die dann machen lassen. Also einfach deren Rückzahlungsberechnung abwarten und diese dann inhaltlich prüfen (lassen). Im Prinzip musst du alles zurückzahlen, was du ohne Anspruch erhalten hast. Nur kann dir hier niemand ohne Wissen deines Gehalt etc. ausrechnen, worauf du ggf. Anspruch hast. Vielleicht hilft dir http://www.sozialhilfe24.de/alg2-rechner.html ?
 

Arco

Forumnutzer/in

Mitglied seit
11 Feb 2006
Beiträge
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#3
Ich hoffe das waren nicht zu viele Fragen auf einmal, aber ich wüsste gerne wie es weitergehen soll.
.... neee Holger - zuviele Fragen waren es nicht, aber das ist wie auch Andi angeschrieben hat ein Thema wo auch ich nicht unbedingt sicher weiter weiß .....

Nach meiner Meinung wurde Dir das Alg2 bedingt auch durch die Kündigungsschutzklage gewissermaßen als "Darlehn" ausgezahlt und wird jetzt wohl zurückgerechnet.

Allerdings kannst Du je nach Fall Ratenzahlung versuchen zu Vereinbaren.

Aber wegen der Komplexheit auch in Verbindung mit der Privatinso würde ich mal anraten auch mit deinem Insolvenzberater/begleiter darüber zu reden ......

Also Kopf hoch und angehen ....
 

silkem

Elo-User/in

Mitglied seit
30 Dez 2005
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#4
Arrco sagte :
Aber wegen der Komplexheit auch in Verbindung mit der Privatinso würde ich mal anraten auch mit deinem Insolvenzberater/begleiter darüber zu reden ......
Zu dem würde ich auch raten, denn durch den von dir zu leistenden Unterhalt für deine Tochter und auch für deine Freundin ändert sich bei dir auch der pfändungsfreie Betrag des Einkommens.

LG

Silke
 
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