Wieder zurück zu McDonald's oder Hartz 4

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Vlic89

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Hallo Leute,

ich bin verzweifelt. Ich habe in einer ängstlichen Kurzschluss-Reaktion meinen alten Schichtführer bzw. Vorgesetzten bei McDonald's letzte Woche kontaktiert. Ich habe von März 2012 bis August 2014 schon einmal bei McDonalds gearbeitet. Zu 95% damals in der Nachtschicht. Dann als der damalige Store von einem Franchisenehmer übernommen wurde haben immer mehr Kollegen gekündigt usw. Immer mehr stress und Druck...ich hatte dann im Spätsommer 2014 meinen Festvertrag gekündigt. Ich wollte wieder in den Einzelhandel zurück ( gelernter Verkäufer ). Habe damals auch keine alg1 -Sperre bekommen und war im Rahmen eines Lehrgangspraktikums dann Anfang 2015 bei OBI reingerutscht.

1 Jahr als Verräumer gearbeitet dann wurde mir wortwörtlich (!) 10 Tage vor Vertragsende mitgeteilt 'Handel ist Wandel, wir wollten Ihnen nur bescheid sagen das Ihr vertrag ausläuft und schönes Wochenende...Nunja..2016 war ich dann mal kurz bei ner Leihbude und in 2 Lehrgängen und nun ist mein alg1 -Anspruch im Frühjahr 2017 ausgelaufen bzw. völlig ausgereizt...

Ich könnte morgen einen Vertrag unterschreiben bei meinem alten Chef ( der mittlerweile Regionalmanager ist ) für einen anderen McDonald's-Store. Allerdings mit mieseren Konditionen als damals und bei dem gleichen Franchisenehmer. Seit Mindestlohneinführung sind die neuen Arbeitsverträge bei Schichtzulagen usw. an das gesetzliche Grenzland von dem Franchiseausbeuter gefahren worden. Nachtzuschlag erst ab 23 statt wie früher 20 Uhr, Urlaubs und Weihnachtsgeld erst nach 2 Jahren statt 1, statt 100 nur noch 50% Feiertagszuschlag usw..

Dieses Wochenende ist wirklich schrecklich.Es ist für mich ein Rückschritt und ich will es einfach nicht. Nach mehreren Tagen des Nachdenkens...ich will nicht dorthin. Ich schlucke so gar mehr Antidepressiva als der Hausarzt mir empfohlen hat und bekommen komische Gedanken. Dieser Geruch der Burgerküche..das Arbeitsklima..der Stress und Psychoterror durch Schichtführer..die Unterwürfigkeit gegenüber irgendwelchen pubertierenden 'Gästen'...

vllt. ist das erste mal Hartz 4 mit 27 dann doch erstmal besser bis was anständiges in Sicht ist?! Was würdet ihr machen? Das Klischee bezüglich "McDoof" kommt übrigens nicht von Irgendwoher..vieles trifft zu - ich muss es ja wissen. Würdet ihr überhaupt bei so einer Burgerkette arbeiten? Oder mache ich mir mein eigenes Leben zur Hölle. Ich habe ja jetzt schon verstärkte Depressionen obwohl ich nichtmal dort wieder angefangen habe...

PS an Foren-Admin's/Moderatoren: Hoffe es ist die passende Rubik. Falls nicht, dann tschuldigung und bitte Thread verschieben!
 

Cha

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bärlin

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Hallo Vlic,

so wie du es schreibst hast du dir deine Frage schon selbst beantwortet.
Lass McDonald lieber sein, Arbeit sollte nie vor Gesundeit gehen! dem Ag ist es egal wie es um deine Gesundheit steht, hauptsache du erwirtschaftest für den Profit.

Da wie du schriebst die Arbeit auf die Psyche geht und du jetzt schon(nur bei dem Gedanken daran)mehr Antidepressiva nimmst, stell dir das nun mit der Arbeit in der Praxis vor, lass es lieber sein und das NUR für DICH und deine Gesundheit. Such dir das was dir auch zusagt und dich nicht so sehr psychisch angreift.

@ Cha: richtig, aber für Vlic wäre es erst einmal ein Weg, Mc D. zu entgehen.
 

Gollum1964

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Hallo Vlic,

das ist dann für dich wohl die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Ich würde an deiner Stelle und in deinem Alter eher Hartz4 präferieren und mir einige Gedanken für mögliche berufliche Alternativen machen. Finanziell macht es wohl keinen großen Unterschied, ob du bei McDoof tätig bist oder nur Hartz4 beziehst, wohl aber der Arbeitsaufwand.
Und falls dir nach einem halben Jahr die Decke auf den Kopf fällt, kannst du immer noch Burger braten, da die Nachfrage nach Arbeitsplätzen in diesem Bereich wohl aus guten Gründen nicht überragend ist, das Jobangebot aufgrund hoher Fluktuation wohl umso eher.
Um den Druck seitens des Jobcenters erstmal zu minimieren, würde eine AU wegen Depressionen auch nicht schaden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
die Unterwürfigkeit gegenüber irgendwelchen pubertierenden 'Gästen'...
....Würdet ihr überhaupt bei so einer Burgerkette arbeiten?...
Die pubertierenden Gäste gibt es da sicher, Unterwürfigkeit der Mitarbeiter ist mir aber neu.
Ob Du dann im Dienstleistungsbereich, auch als Verkäufer, glücklich wirst bezweifle ich.

Am McDrive würde ich für Mindestlohn sicher nicht arbeiten.

Die Frage ist halt, wo der passende Job herkommen soll, da Du ja anscheinend schon länger suchst, also arbeitslos bist, trotz Ausbildung.

Und die Gefahr, dass Du in Zeitarbeit landest, halte ich bei Deinem Alter für ein Risiko.
Das ist dann nochmal verschärfter als McDonalds.
Da ist der Unsinn wenigstens standardisiert ;-) ...

Ich denke aber auch, Du solltest erstmal zum Arzt und Dich stabilisieren.
Viel Glück!
 

flandry

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McD ist doch eine gute Grundlage für Küchenhelferin oder so. Sei es nun Restaurant / Hotel oder sonstige Systemgastronomie / Kantine.
 

tungi

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Ich schlucke so gar mehr Antidepressiva als der Hausarzt mir empfohlen hat und bekommen komische Gedanken. Dieser Geruch der Burgerküche..das Arbeitsklima..der Stress und Psychoterror durch Schichtführer..die Unterwürfigkeit gegenüber irgendwelchen pubertierenden 'Gästen'...

Also wenn dir das jetzt schon so viel Kummer bereitet, obwohl du gar nicht angefangen hast -dann würde ich MCDonalds gleich sein lassen. Denn sonst kommst du in Teufels Küche(hi-hi-hi) wo du nicht mehr ohne Sperre vom JC kündigen kannst. Dann lieber vorerst Hartz4 und such dir als Verkäufer was zwischen 8-21.00Uhr -so wie halt der Einzelhandel ist.
 
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