Wieder mal eine angeblich harmlose und gar nicht schlimme EGV (ALG II), bitte um Hilfe.

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I am Legend

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Hallo liebe Leute. :icon_hug:

Gestern war es mal wieder soweit, ich begab mich nach einer Einladung auf eine lange Reise zu einem grauen rissigen Gebäude, in dem ein Mensch arbeitet der trotz aller bisherigen Drohungen, Lügen und Nötigungen anscheinend noch immer glaubt, ich würde ihm vertrauen…ich hatte einen Termin im Jobcenter. :icon_kotz:

Die amtsärztliche Untersuchung zur Feststellung meiner Leistungsfähigkeit hat es mittlerweile gegeben, die Untersuchungsergebnisse lagen ihm vor.
Und obwohl laut diesem Gutachten festgestellt wurde, dass ich anscheinend doch nicht so 100%-ig gesund bin wie ich dachte, will mein SB weitermachen wie bisher. Er las mir zu Beginn des Termins das amtsärztliche Gutachten inklusive der sozialmedizinischen Beurteilung vor und tat dann so, als wäre ich kerngesund. Allerdings steht dort was anderes! :icon_neutral:

Nachdem er vergeblich versuchte mich für Maßnahmen zu begeistern, erzählte er mir wie erwartet, dass „wir“ jetzt wieder eine EGV abschließen müssten.
Angeblich aber nichts Schlimmes, sie sähe aus wie immer…wer´s glaubt. :icon_laber:
Gemeinsam erstellt wurde das Teil nicht, es war schon fertig als ich sein Büro betrat. Und zu meinem Erstaunen war das, was er mir dann stückhaft am Monitor zeigte, schon ein Verwaltungsakt! Er wollte dann wissen, ob ich die EGV unterschreiben würde…dazu müsse er das Teil ändern. Er druckte dann den Verwaltungsakt aus, zeigte mir einige Punkte darauf (nur einige, nicht alle) und erzählte mir, dass das Teil ganz harmlos wäre…alles wie immer. :icon_laber:

Er änderte das Teil dann wieder an seinem PC und machte eine EGV daraus, druckte sie aus und legte sie mir nicht-unterschrieben auf den Tisch. Ich nahm sie an mich, las sie kurz durch (sie kommt mir extrem lang vor) und erzählte ihm dann, dass ich diese zur Durchsicht mit nachhause nehmen würde…was ihm anscheinend nicht passte, er war mal wieder sehr „geierig“ nach einer Unterschrift. Steht doch angeblich nix Schlimmes drinnen! :icon_pic:

Er gab mir eine Woche Zeit, bis dahin soll ich ihm das Teil unterschrieben zukommen lassen. Tue ich das nicht, würde direkt im Anschluss der Verwaltungsakt kommen.

Mir sind in dieser „angeblich harmlosen und nicht schlimmen“ EGV mehrere Punkte aufgefallen, die mich stutzig machen.
Ich habe das Teil anonymisiert und hier angehängt, könnt ihr euch das Teil bitte mal anschauen? Wäre toll, wenn ihr mir Tipps geben könntet.

Liebe Grüße von mir.
 

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0zymandias

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Keine Unterschrift. :biggrin:

Die Unterstützung durch das JC fehlt, deswegen ist das kein Austauschvertrag.
Die Nennung der Paragrafen für die Bewerbungskostenerstattung reicht nicht, es fehlen konkrete Summen oder Vorgehensweisen anhand derer man vor Bewerbung abschätzen kann, was übernommen wird.
Weiterhin werden lauter Kann-Leistungen aufgezählt, zu denen das JC ohnehin gesetzlich verpflichtet ist.
In der EGV sollen aber verbindlich Leistungen und Bemühungen zur Eingliederung in Arbeit vereinbart werden, vgl. § 15 SGB II.

Mitteilung aller relevanter Änderungen ist zu unbestimmt.
Die Wahrnehmung von Meldeaufforderungen darf nicht in der EGV als Pflicht vereinbart werden, das sich das JC dadurch einen Sanktionsvorteil von 20 % in unangemessener Heimtücke erschleicht.
Die Pflicht, alle potentiellen Arbeitgeber über die Möglichkeit zur Probearbeit aufzuklären, ist unbestimmt und so unzulässig.
Die Bewerbungsschlagzahl ist unbestimmt, denn je nachdem wie man "/" liest, können es 5 oder 15 Bewerbungen monatlich sein.
Abkürzungen wie ANÜ und VAM sind nicht definiert.
Die Bewerbungspflicht auf Bewerbungen ohne RFB ist unbestimmt und darf so nicht sanktionsbewehrt aufgenommen werden.
Stelleninfos z.B. werden nicht von der Agentur für Arbeit betreut, womit die zwingend notwendige Zumutbarkeitsprüfung bestenfalls fraglich ist.
Die Nachweispflicht zu (unbestimmten) Terminen entspricht dem Setzen von bindenden Fristen, dient nicht in der Eingliederung in Arbeit und darf nicht sanktionsbewehrt sein.
Bewerbungen auf VVs gelten sehr wohl als Eigenbemühungen.
 

Sonne11

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Wenn Dir nur Teil B der Begutachtung ausgehändigt wurde, dann fordere noch Teil A, direkt vom äD an!

Der Entwurf ignoriert die Einschränkungen ziemlich. Sind denn 5 Bewerbungen realisierbar? Wären 2 nicht besser? :wink: Könnte man fordern und auf die Begutachtung hinweisen und gleichzeitig eine ausführliche Begründung bei Ablehnung fordern. :wink: Dann hat man das zumindest vermerkt, falls man es später zum eigenen Nutzen hervorheben will.
 

Schmerzgrenze

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Ich habe das Teil anonymisiert und hier angehängt,
könnt ihr euch das Teil bitte mal anschauen? Wäre toll, wenn ihr mir Tipps geben könntet
Können wir Dir alten Hasen noch Tipps geben?
Mit Deinen Erfahrungen würde ich mich verhandlungstechnisch ausschließlich auf den Schriftweg beschränken.
Also den EGV Entwurf schrittweise nach Deinen Wünschen umgestalten und mit Einsendung eine Gegenfrist festlegen.
Allerdings dahingehend, daß Du auf weiteres Entgegenkommen beharrst,
um das vermeintliche Ziel einer gegenseitig einvernehmlichen Einigung zu erreichen. Böses Spiel.
 

I am Legend

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Natürlich könnt ihr mir noch helfen. :icon_hug:

Ohne euch und eure professionelle Hilfe sähe ich ziemlich alt aus, ich wäre wahrscheinlich längst untergegangen oder Amok gelaufen. :wink:
Vielen Dank nochmal dafür, ihr seid wirklich klasse. Auch herzlichen Dank an alle anderen, die mir bisher so intensiv und tatkräftig geholfen haben.

Ich habe eine Kopie des amtsärztlichen Gutachtens zugeschickt bekommen, allerdings gibt es dort weder einen Teil A noch einen Teil B. Meine Kopie sieht genauso aus wie das, was mir der Sachbearbeiter gab. Kann es daran liegen, dass diese Untersuchung von einem Gesundheitsamt durchgeführt wurde?
 
E

ExitUser

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Ich habe eine Kopie des amtsärztlichen Gutachtens zugeschickt bekommen, allerdings gibt es dort weder einen Teil A noch einen Teil B. Meine Kopie sieht genauso aus wie das, was mir der Sachbearbeiter gab. Kann es daran liegen, dass diese Untersuchung von einem Gesundheitsamt durchgeführt wurde?

Könnte sein.
Meine Lebensgfährtin war auch zum Gutachten beim Kreisgesundheitsamt, dort gab es auch kein Gutachten A und B

In ihrem Gutachten waren auch nur die Einschränkungen aufgeführt, ohne genaue Diagnosen.

Ich meine es hier im Forum auch mal gelesen zu haben, dass es beim Gesundheitsamt eben keinen Teil A und Teil B gibt.
 

dicker173

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Seite 2, Punkt 4, Absatz 9
Angebot von Maßnahmen
Angebot von Arbeitsgelegenheiten
Freiwillig oder muss?
Absatz 8
AVGS – mach das lieber nicht. Ich hatte auch einen nicht beantragt und doch bekommen. Jetzt habe ich eine 30 Prozent Sanktion an der Backe, weil ich den AVGS nicht eingelöst hatte.

Seite 3, Absatz 2
Umgehende Mitteilung aller relevanten Änderungen in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen. Und was soll das konkret heißen? Wenn du dir einen Fuffi von der Bank holst, ist das ja wohl auch eine Änderung deiner wirtschaftlichen Verhältnisse oder?

Also für so harmlos halte ich das Papierdokument nicht. Bloß nicht unterschreiben!
 

I am Legend

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Verwaltungsakt auf die angeblich harmlose und gar nicht schlimme EGV erhalten (ALG II), bitte um Hilfe

Hallo ihr da, ich bin´s mal wieder. Wünsche euch allen nachträglich ein frohes neues Jahr. :icon_hug:

Letzte Woche begab ich mich wieder mal auf eine lange Reise zu einem weit entfernten grauen heruntergekommenen Gebäude aus rissigem Beton, bei dessen Anblick man förmlich spüren kann, dass dort nur nette fähige hilfsbereite und kompetente Menschen sitzen…ich hatte einen Termin im Jobcenter, pünktlich zum Jahresanfang. Hach, wie hab ich mich gefreut. :icon_kotz:

Und wie immer traf ich auf einen schleimig-grinsenden Typen, der angeblich nur mein Bestes will und bei dem ich nach all den bisherigen Erlebnissen sicher sein soll, dass er nie nie nieee etwas Fieses gegen mich im Schilde führen würde…mein Sachbearbeiter. :icon_laber:

Was der unterbezahlte Wachmann vor der Sicherheitstür ausrichten soll, blieb mir auch dieses Mal schleierhaft. Würde jemals ein „Kunde“ ausrasten, säße er eindeutig auf der falschen Seite der Tür…Mobcenter-Logik. :icon_neutral:

Laut der Einladung zum Termin wollte er meine berufliche Situation mit mir besprechen, was aber wieder mal gelogen war. Eigentlich wollte er mich nur dazu bringen, die im letzten November von ihm erhaltene und meinerseits nicht unterschriebene EGV doch noch zu unterzeichnen.
Mir wurde erzählt, dass es ja nicht ginge, ohne solch eine EGV zu sein. Angeblich müsse jeder Leistungsbezieher sowas abschließen…ich hielt meine Klappe und schwieg.

Er erzählte mir, dass diese EGV eine reine Standard-Version sei und überhaupt nichts Schlimmes darin stünde. Er wollte mir dieses Teil nochmal ausdrucken, damit ich es sofort unter seinen Augen unterschreiben könne und konnte so gar nicht verstehen, dass ich es nicht tat.

Dann drohte er mir damit, einen Verwaltungsakt daraus zu machen. Aber er bot mir einen „Deal“ an, jaja. :icon_lol:
Wenn ich die EGV doch noch unterschreiben und ihm zuschicken würde, dann würde er den Verwaltungsakt zurücknehmen! Schriftlich wollte er mir diese Aussage leider nicht bestätigen, warum denn nur? Er erzählt doch immer, er würde mich niemals anlügen. :icon_mad:

Zum Ende des Termins suchte er wieder nach passenden Stellen für mich, fand aber keine…sehr kompetent. Und auch dieses Mal erinnerte er mich daran, dass ich meine Telefonnummern und meine Email-Adresse beim Mobcenter habe löschen lassen.

Danach war der Termin vorbei und ich konnte mich auf die lange Heimreise machen, mal wieder hat es nix gebracht.

Dafür fand ich dann vorhin einen gelben Umschlag im Briefkasten, der angedrohte Verwaltungsakt auf die angeblich so harmlose und gar nicht schlimme EGV. :icon_mued:


Könnt ihr euch diesen Wisch bitte mal anschauen? Ich bin mir sicher, dass ihr eine Menge Murks darin finden werdet.


Ich habe beim Anonymisieren des Verwaltungsakts auf Seite 3 unter „Punkt 5.Zur Integration in Arbeit“ folgenden Satz gefunden und markiert:
Sie werden alle Möglichleiten nutzen, um meinen Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften bestreiten zu können“!
Nicht war, oder? :cheer2:

Was mir auch auffällt, ist dass die Ergebnisse der amtsärztlichen Untersuchung vom letzten Jahr im Verwaltungsakt nicht berücksichtigt werden.


Ich bedanke mich schonmal für Eure Hilfe und wünsche viel Spaß beim Lesen.
 

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Und wieder ein Verwaltungsakt, pünktlich zum neuen Jahr (ALG II)

Hallo ihr da, ich bin´s mal wieder. Wünsche euch allen nachträglich ein frohes neues Jahr.

Letzte Woche begab ich mich wieder mal auf eine lange Reise zu einem weit entfernten grauen heruntergekommenen Gebäude aus rissigem Beton, bei dessen Anblick man förmlich spüren kann, dass dort nur nette fähige hilfsbereite und kompetente Menschen sitzen…ich hatte einen Termin im Jobcenter, pünktlich zum Jahresanfang. Hach, wie hab ich mich gefreut.

Und wie immer traf ich auf einen schleimig-grinsenden Typen, der angeblich nur mein Bestes will und bei dem ich nach all den bisherigen Erlebnissen sicher sein soll, dass er nie nie nieee etwas Fieses gegen mich im Schilde führen würde…mein Sachbearbeiter.
Was der unterbezahlte Wachmann vor der Sicherheitstür ausrichten soll, blieb mir auch dieses Mal schleierhaft. Würde jemals ein „Kunde“ ausrasten, säße er eindeutig auf der falschen Seite der Tür…Mobcenter-Logik.

Laut der Einladung zum Termin wollte er meine berufliche Situation mit mir besprechen, was aber wieder mal gelogen war. Eigentlich wollte er mich nur dazu bringen, die im letzten November von ihm erhaltene und meinerseits nicht unterschriebene EGV doch noch zu unterzeichnen.
Mir wurde erzählt, dass es ja nicht ginge, ohne solch eine EGV zu sein. Angeblich müsse jeder Leistungsbezieher sowas abschließen…ich hielt meine Klappe und schwieg.
Er erzählte mir, dass diese EGV eine reine Standard-Version sei und überhaupt nichts Schlimmes darin stünde. Er wollte mir dieses Teil nochmal ausdrucken, damit ich es sofort unter seinen Augen unterschreiben könne und konnte so gar nicht verstehen, dass ich es nicht tat.

Dann drohte er mir damit, einen Verwaltungsakt daraus zu machen. Aber er bot mir einen „Deal“ an, jaja. Wenn ich die EGV doch noch unterschreiben und ihm zuschicken würde, dann würde er den Verwaltungsakt zurücknehmen! Schriftlich wollte er mir diese Aussage leider nicht bestätigen, warum denn nur? Er erzählt doch immer, er würde mich niemals anlügen.

Zum Ende des Termins suchte er wieder nach passenden Stellen für mich, fand aber keine…sehr kompetent. Und auch dieses Mal erinnerte er mich daran, dass ich meine Telefonnummern und meine Email-Adresse beim Mobcenter habe löschen lassen.

Danach war der Termin vorbei und ich konnte mich auf die lange Heimreise machen, mal wieder hat es nix gebracht. Dafür fand ich dann vorhin einen gelben Umschlag im Briefkasten, der angedrohte Verwaltungsakt auf die angeblich so harmlose und gar nicht schlimme EGV.

Könnt ihr euch diesen Wisch bitte mal anschauen? Ich bin mir sicher, dass ihr eine Menge Murks darin finden werdet.


Ich habe beim Anonymisieren des Verwaltungsakts auf Seite 3 unter „Punkt 5.Zur Integration in Arbeit“ folgenden Satz gefunden und markiert:
Sie werden alle Möglichleiten nutzen, um meinen Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften bestreiten zu können“!
Nicht wahr, oder?

Was mir auch auffällt, ist dass die Ergebnisse der amtsärztlichen Untersuchung vom letzten Jahr im Verwaltungsakt nicht berücksichtigt werden.


Ich bedanke mich schonmal für Eure Hilfe und wünsche viel Spaß beim Lesen.
 

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Doppeloma

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AW: Und wieder ein Verwaltungsakt, pünktlich zum neuen Jahr (ALG II)

Hallo I am Legend,

Wo ist die EGV dazu, sonst kann man ja nicht prüfen, ob die Inhalte übereinstimmen ?
Er hätte dir natürlich auch gleich das SGB II ausdrucken können, viel mehr steht ja in dieser Glanzleistung nicht drin. :icon_evil:

Zum Ende des Termins suchte er wieder nach passenden Stellen für mich, fand aber keine…sehr kompetent. Und auch dieses Mal erinnerte er mich daran, dass ich meine Telefonnummern und meine Email-Adresse beim Mobcenter habe löschen lassen.

Er scheint ja nie Stellen für dich zu finden, nicht mal "Stellen-Angebote" aber du sollst dich auch auf VV ohne RFB bewerben, wie kommt er darauf, dass du das machen musst ?

In einer EGV kann man sich (dummerweise) vielleicht mit seiner Unterschrift "freiwillig" dazu verpflichten, ein VA gibt das aber nicht her, denn OHNE RFB ist OHNE RFB ...

Die gehören auf den VV oder man muss sich nicht darauf bewerben aber große "Gefahr" besteht ja da wahrscheinlich nicht ... auch irrt er gewaltig wenn er meint das seien keine Bewerbungen ... das sehen bereits viele Gerichte schon ganz anders.

Dass du deine zusätzlichen Kontaktdaten hast löschen lassen war dir sicher auch schon bekannt ???

Danach war der Termin vorbei und ich konnte mich auf die lange Heimreise machen, mal wieder hat es nix gebracht.

Nicht mal die Fahrtkosten eingefordert, das solltest du doch hier inzwischen gelernt haben ???

Könnt ihr euch diesen Wisch bitte mal anschauen? Ich bin mir sicher, dass ihr eine Menge Murks darin finden werdet.

Da ist so viel Murks drin, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll, da hätte ein Sozial-Richter sicher schon seinen Spaß an dem unmöglichen Schreibstil ...

Ich habe beim Anonymisieren des Verwaltungsakts auf Seite 3 unter „Punkt 5.Zur Integration in Arbeit“ folgenden Satz gefunden und markiert:
„Sie werden alle Möglichleiten nutzen, um meinen Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften bestreiten zu können“!

Dann solltest du mal mitfühlend nachfragen, ob ihn das JC so schlecht bezahlt und wie viel er denn so im Monat braucht :doh:

Nicht wahr, oder?

Da gibt es noch mehr solcher "Nettigkeiten" ... schau mal auf Seite 3 nur 3 Absätze weiter da beklagt er "seine Hilfebedürftigkeit" ...

Was der morgens so einnimmt möchte ich auch gerne haben ...
Beginnt ja schon auf Seite 1, wo eure "Verständigung gescheitert ist" und er daher einen VA erstellen musste.

Wer von euch beiden redet denn so furchtbar undeutlich, dass es mit der Verständigung hapert und man dir das lieber schriftlich gibt. :doh:

Der "Wisch" gilt also wie vorne angegeben "soweit zwischenzeitlich nichts anderes geregelt wird".

Ich dachte immer ein Bescheid gilt so lange bis er abläuft oder (eventuell begründet) vorher (mit einem anderen Bescheid) geändert oder aufgehoben wird.

Seite 2 der 2 Absatz ist auch köstlich ... "Nach Ablauf der Gültigkeit Prüfung des Abschlusses einer beidseitig abgeschlossenen Eingliederungsvereinbarung" ... HÜLFE

Das Ziel ist auch toll, welche Bedürfnisse hast du denn so ???

Was mir auch auffällt, ist dass die Ergebnisse der amtsärztlichen Untersuchung vom letzten Jahr im Verwaltungsakt nicht berücksichtigt werden.

In welchem Bereich konkret hast du denn dazu was erwartet, medizinische Ergebnisse haben weder in einer EGV noch in einem VA was zu suchen, hol dir doch dein "Gutachten" bitte DIREKT beim ÄD als Kopie ab.

Es sollte Teil A und Teil B geben, den Teil B kannst du auch gerne mal von deinem SB verlanngen.

Ansonsten ist alles enthalten was man sich nur vorstellen könnte, von AGH (sollte es was "geeignetes für dich geben") bis (planmäßig unbezahlte) Probe-Arbeit aber bitte erst nach Genehmigung (und Tarnung als Maßnahme bei einem AG).

Du darfst / sollst ALLES und bekommst (wie immer) NICHTS, es sei denn du beantragst es VORHER ...

Du sollst dich auf versicherungspflichtige Arbeit 5 Mal im Monat bewerben, dazu passt aber nicht, dass man dich "bei freien Kapazitäten und Eignung" gerne in einer AGH "verbraten" möchte, das soll doch nur für hoffnungslose Fälle sein, die am 1. Arbeitsmarkt keine Aussichten mehr haben. :icon_evil:

Ist jedenfalls wieder ausgesprochen "individuell" und voll auf deine umfangreichen "Bedürfnisse" abgestimmt ...

Unter Punkt 7. der nächste komplette Blödsinn:" Die Inhalte dieses Bescheides werden regelmäßig geprüft und im gegebenen Falle mit neuem ersetzenden Verwaltungsakt fortgeschrieben" ...

Wie kommt der denn auf dieses "schmale Brett", ein Bescheid kann nicht einfach "fortgeschrieben" (also praktisch mit anderem Inhalt verlängert ?) werden, der hat dir zunächst wieder eine EGV anzubieten ...

Man könnte Romane über diesen "Wisch" schreiben, aber es lohnt sich nicht wirklich, ich glaube zum Sanktionieren bleiben da nur magere 5 Bewerbungen im Monat, der Rest ist völlig unbestimmtes Gesülze, sofern man überhaupt weiß was gemeint sein soll ...

Als bemühe dich mal die "Hilfebedürftigkeit" deines SB zu verringern oder zu beseitigen ... der sollte vielleicht mal seine Textbausteine neu sortieren oder besser durchwürfeln ... leider liest man solchen Schwachsinn in letzter Zeit immer öfter ...

Ob man da was gegen machen sollte kann ich dir echt nicht beantworten, ich hätte mich wahrscheinlich darüber "totgelacht" ... aber ich bekomme ja so was "Schönes" nicht mehr ...

MfG Doppeloma
 

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AW: Und wieder ein Verwaltungsakt, pünktlich zum neuen Jahr (ALG II)

Hallo Doppeloma, danke für deine Antwort. :icon_hug:

Ich hatte es in meinem Schreiben nicht erwähnt, aber ich habe einen Fahrtkostenantrag gestellt…das tue ich bei jedem Termin im Mobcenter.

Mein Sachbearbeiter hat es auch schon geschafft, angeblich passende Vermittlungsvorschläge für mich zu finden. Bei genauer Durchsicht war aber genau das Gegenteil der Fall, passend ist da gar nichts.

Und sicher ist mir bekannt, dass ich meine Kontaktdaten habe löschen lassen…habe den Antrag ja selbst gestellt.
Der Sachbearbeiter tut jedes Mal sehr verwundert und kann so gar nicht verstehen, warum das denn getan habe.

Die Ergebnisse meiner amtsärztlichen Untersuchung liegen mir vor. Ich dachte, dass man vielleicht auf das dort Geschriebene Rücksicht nimmt. Mein Sachbearbeiter möchte aber weitermachen wie bisher, so als hätte es diese Untersuchung niemals gegeben.


Die EGV vom 27. November 2017 habe ich hier angehängt.

Grüße von mir.
 

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https://fragdenstaat.de/files/foi/60217/ArbeitshilfeEigenbemhungen.pdf

Arbeitshilfe des JC Tempelhof-Schöneberg (Berlin):

Was sind Eigenbemühungen?
Eigenbemühungen sind alle Aktivitäten, die ein erwerbsfähiger Hilfebedürftiger
unternimmt, um wieder in Arbeit zu kommen und seine Hilfebedürftigkeit sowie die
seiner Bedarfsgemeinschaft zu beenden.
Dazu gehören z.B. jegliche geforderte Reaktionen auf ausgeschriebene
Stellenangebote (schriftlich, telefonisch, ggf. persönlich), schriftliche
Initiativbewerbungen, Bewerbungen auf Stellenangebote des Jobcenter, telefonische
Bewerbungen bei möglichen Arbeitgebern oder Trägern und persönliche
Vorsprachen.
 

TazD

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Anstatt sinnlos immer wieder Themen zu eröffnen, wäre es angebracht, deine bestehenden Themen weiterzuführen. Dann würden sich nämlich auch Nachfragen, wie in Beitrag #10 erübrigen.



 

susanne75

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Hallo, ich muss hier einfach Antworten, weil ich beim Lesen des VA lachend meinen Kaffee verschüttet habe. Was ist dem SB passiert, als aus der EGV ein VA wurde? Klar verständlich sollte die EGV/der VA für den LE sein. Warum die EGV nicht zustande kam bzw.wer da Verständigungsprobleme hat, ist beim Lesen offensichtlich.
Neben der Unausgewogenheit sollst Du seinen Lebensunterhalt finanzieren, seine Hilfebedürftigkeit reduzieren und auch noch für IHN Bewerbungen bei Firmen einreichen?! Dieser Kauderwelsch (wer ist hilfebedürftig, Du oderdoch der SB?) ist schon eine Zumutung zu lesen. Kam da Druck von oben, ist der SB unzufrieden mit seinem Job, als er den VA ausdruckte?
 
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