Wie wirkt sich das aus wenn man Burnout gehabt hat (auf dem ersten Arbeitsmarkt))

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Blue15

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Hallo ich wollte mal fragen, also ich habe Depressionen / Burnout gehabt, wenn man wieder auf dem ersten Arbeitsmarkt arbeitet, hat man ja wieder Druck und stress, kann das sein das die Depressionen wieder zurück kommen? Oder sollte ich es lieber lassen....

Also seit ich in den Werkstätten arbeite geht es mir schon mal besser....
 
Zuletzt bearbeitet:

Blue15

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Ja das weiss man nie, wie es kommt, wenn man was merkt sollte man so wieder aufhören. Und ob ich es noch schaffe das ich einen Arbeitsplatz finde auf dem 1. Arbeitsmarkt, schaut schlecht aus...
 

EvaSch

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Ich bin seit Jahren an Depressionen erkrankt, seit Mai 2016 erfolgreich in Behandlung, ca 6 Monate mit Antidepressiva.
Seit September 2017 bin ich wieder arbeitsfähig und das mit Freude.
In absolut stressigen Jobs, die mir absolut viel Freude bringen.
Rein zuhause sitzen kann und will ich nicht mehr, denn die Familienzeit hat mir erst die Depression verschafft.
Ich komme mit Arbeit nach/während Depression wunderbar zurecht.
Aber natürlich kann die jederzeit wieder ausbrechen. Ich habe gute und weniger gute Tage. Bisher waren wenige Wochen dabei, in denen ich Sorge hatte, dass wieder alles ausbricht und ich war kurz davor, wieder mein AD zu nehmen.
Ich konnte es verhindern und jetzt geht es wieder.
In Therapie bin ich leider nur noch wenige Sitzungen, dann ist sie leider fertig.
 

Muzel

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Jeder kann grundsätzlich irendwann in seinem Leben eine Depression bekommen. Ein Burnout ist überhaupt keine anerkannte Erkrankung, weswegen du dir Sorgen machen müsstest. Depressionen werden außerdem nach Stärkegraden eingeteilt.
Wie sieht es bei dir aus?
 

Blue15

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Ja das weiss ich auch, Stärkegrad das weiss ich leider nicht...
 

Matt45

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Vom Burnout weiß ich relativ wenig.

Es gibt aber auch Menschen mit finanziellen Problemen, familiären Problemen, seelischen Problemen, Probleme durch Trennung und Scheidung.........Diese "Gruppe" kann jederzeit Depressionen bekommen und arbeitet/wird arbeiten auf den 1. Arbeitsmarkt.

Wie du vielleicht siehst ist es möglich "fit" zu sein für den Arbeitsmarkt. Ist aber vom Einzelfall abhängig.
 

musiker01

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Natürlich kann man dann auch wieder arbeiten gehen. Weil: das ist evtl. auch ein Weg aus den Depressionen/Burnout wieder rauszukommen.

Ich persönlich war psychisch total kaputt. So kaputt, das ich lt. amtsärztlichem Gutachten (für das Jobcenter) nicht mehr Arbeitsfähig war und mir nahegelegt wurde EM-Rente zu beantragen. Mittlerweile hab ich ne unbefristete Stelle im Öffentlichen Dienst und es geht mir wieder erheblich (!) besser. Weil: durch die Arbeit habe ich was zu tun und bin von meinen Problemen abgelenkt, ausserdem gibt es mir finanzielle Sicherheit und Stabilität - auch das ist enorm viel Wert (ausserdem hat man dann auch mit dem Jobcenter oder der Bundesagentur nichts mehr zu Schaffen).

Also man kann, so man denn "will"!
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Hallo!

Also seit ich in den Werkstätten arbeite geht es mir schon mal besser....

Dann scheint das für dich ja der richtige Weg zu sein. Ist denn bereits eine Erwerbsminderung fesgestellt worden?
Behinderungsgrad hast du schon?

Das größte Problem ist wohl, nach längerer Auszeit überhaupt noch eine Stelle zu finden. Das könnte mit Eingliederungshilfen unterstützt werden.
 

Blue15

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Hallo cibernauta

Ja der richtige Weg war es schon, was ich schon oft geschrieben, das ich kein Lohn bekomme.

Ja
und ich bin 60 % Schwerbehindert

Ich war schon 3 mal auf Arbeitsuche, und habe alles versucht, das ich eine Arbeit bekomme, ja und noch Maßnahmen und Praktikas, und nix hat geholfen, und habe immer weider mal nachgefragt und geschrieben, nix.....

Egal was man macht, man bekommt nix mehr....
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Egal was man macht, man bekommt nix mehr....

Lange habe ich auch so gedacht und es hätte sicher auch so kommen können, aber man kann auch Glück haben und eine geeignete Stelle finden. Ich bin immer noch Minderleister und dennoch jetzt nach langen Jahren aus dem Alg-II-Bezug.

Was hast du denn gelernt, wenn man fragen darf? Käme eine berufliche Neuorientierung noch in Frage? Integrationsfachdienst usw. hast du vermutlich schon alles durch, oder? Leider sind bei seelischen Erkankungen die Vorurteile der AG doch sehr groß und die wenigen Quotenstellen im öffentlichen Dienst werden dann lieber mit anderen Behinderten besetzt, ist mein Eindruck.
 

EvaSch

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Naja, um Depressionen zu bekämpfen, muss man schon wollen.
Ich habe seit ca. 2005 Depressionen, mit guten und sehr schlechten Zeiten. Erst 2016 war bei mir der Leidensdruck so groß, dass ich mich traute, zuerst in MuKiKur zu gehen, um anschließend eigentlich eine ambulante Psychotherapie zu machen.
Da ich das aber der Kinder und Haustiere nicht wollte, war ich monatelang wöchentlich bei meiner Therapeutin, dann zwischendurch sogar mit Medikamenten.
Jetzt gehe ich seltener hin, damit ich die letzten Stunden noch so lange wie möglich nutzen kann.
Und als ich mich dann endlich traute, Bewerbungen zu schreiben (ich habe solche Probleme damit und Bewerbungsgespräche gehen gar nicht!), habe ich ruckzuck einen Job bekommen. Jo, erstmal Zeitarbeit, aber ich hatte endlich Arbeit. Und so gut wie zu der Zeit ging es mir schon Jahre nicht mehr.

Dass man Depressionen hat/hatte, braucht man nie erwähnen. Nur wenn man verbeamtet werden will, dann ist das meistens ein Ausschlusskriterium.
 

Blue15

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Hallo cibernauta / zusammen

Also gelernt habe ich nix, ich habe nur das BVJ Berufsvorbereitungsjahr gemacht, mehr nicht... Dann habe ich in der Montage / Lager und im Büro gearbeitet als Helfer, dann war ich auf arbeitssuche, ca 5 Jahre habe ich alles versucht... Dann habe ich einen 2, Arbeitsplatz bekommen, und habe ca 2 Jahre gearbeitet, aus gesundheitlichen (Asthma) haben die mich geküdigt, also ich habe mit Metall gearbeitet Dann war ich wieder auf arbeitssuche, und habe wieder was in einer Firma mit Montage was gefunden, in ca. 2,5 Jahren war es vorbei...
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Burnout ist eine Nebennierenrindenschwäche, also ein Hormonmangel,

Das mag es geben, nennt sich aber nicht Burnout. Burnout ist im ICD 10 eine sogenannte Z-Diagnose (Z73), die alleine keine Therapie oder Krankmeldung rechtfertigt. Es wird eine weitere Diagnose wie Depressionen und Ängste (F 41.2) etc. benötigt. Der Begriff hat sich etabliert, weil es gewissen Kreisen einfach nicht schick war, eine Depression zu haben.

muss man schon wollen.

Vor allem muss man erstmal können, das solltest du als Betroffene eigentlich wissen. Es gibt genug Patienten, die nie wieder gesund werden und denen nur noch die Rente oder Sozialhilfe bleibt.

Also gelernt habe ich nix

Informiere dich doch mal über eine Berufsausbildung bei einem Bfw. Da gibt es auch Arbeitserprobungen für psychisch Kranke und Vorkurse, die einen langsamen Einstieg ermöglichen. Die bieten einmal im Monat einen Infotag an, meine ich. Einigermaßen stabilisiert musst du dafür natürlich sein, aber wenn es in der Werkstatt gut läuft und du eine Perspektive möchtest, dann wäre das doch ein Option. Ohne Qualifizierung hast du es auf dem Arbeitsmarkt noch schwerer.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
interessiert mich nicht

und mich keine Verschwörungstheorie ;-). Natürlich sucht die Schulmedizin nach Ursachen. Du darfst keine Therapie anfangen, ohne den Konsiliarbericht, der körperliche Ursachen ausschließt. Ob der immer umfangreich genug ist, das ist eine andere Frage.

Hier ging es aber darum, Blue15 etwas unter die Arme zu greifen und nicht um Grundsatzdebatten.
 

EvaSch

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Ja okay, das können hatte ich jetzt ignoriert.
Ich hatte Glück, ich wollte gesund werden und konnte es auch. Beim Arbeiten ebenso. Ich wollte und kann es und tue es sehr gerne.
Manchmal braucht man auch Hilfe, Jemanden , der einen zwingt, Hilfe anzunehmen. Das hatte ich nicht, nur eben die Empfehlung der MuKiKur
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
ihr Schulmedizin-Knechte

Dieses Niveau hätte ich eigentlich von dir nicht erwartet.

Stress ist vor allem auch eine Sache der Bewertung. Ein stressfreies Leben wird es nicht geben, man kann lernen möglichst gut damit umzugehen, wenn man ihm schon nicht aus dem Weg gehen kann.

Man kann auch arbeiten, wenn man nicht dauerhaft gesund ist. Leih-, Schichtarbeit und der ganze Dreck kommen bei der Behinderung (reaktive depressive Erkrankung) eh nicht mehr in Frage. Das kann man auch mal positiv sehen.
 

Blue15

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Hallo cibernauta / zusammen

Also Berufsbildung, ne bin ja nicht mehr der jüngste... Da kann ich ja gleich in den Behinderten Werkstätten im Berufbildungsbereich eine Ausbildung machen im Firmen... Also ja Schichtarbeit ist so schlecht, nur eine Firma zu finden die keine Schichtarbeit haben, das wird schwer. Also eine Arbeit nocch zu bekommen, und auch über die Werkstätten, wird vielleicht nicht mehr klappen... Also das heisst im Klammern, das ich in den Behinderten Werkstätten bleibe.... Eine Möglichkeit zu finden, das ich von Werkstätten rauskomme wird nicht einfach sein, weil ich ja vielleicht so nix mehr bekomme, auch eine Firma die nur frühschicht, normalschicht haben, und es sollte auch eine Arbeit sein die ich gesundheitlich auch machen kann.

Gruß
Blue15
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Also Berufsbildung, ne bin ja nicht mehr der jüngste.

Das heißt was? Wir hatten auch fünfzigjährige in der beruflichen Reha. Man darf sich auch nicht von den ersten Rückschlägen abschrecken lassen.
So etwas ist teuer und wird auch gerne mal verweigert.

Wenn du mit der Arbeit in der Werkstatt zufrieden bist, ist das doch in Ordnung. Du kannst dir immerhin eine kleine Rente dadurch erarbeiten.
Wenn du das nicht mehr möchtest oder unterfordert bist, dann musst du aktiv werden.
Als Ungelernter wirst du vielleicht mal einen Minijob finden aber sicher keine berufliche Perpektive mit einer geeigneten Beschäftigung.

Nur Mut!
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Schulmedizinischer Mist interessiert mich nicht.
Nur zur Info: ich habe den YouTube Link gemeldet.

Ein Hinweis auf die Tatsache, dass man es hier mit einem kommerziellen Heiler/Praktiker zu tun hat, erwarte ich sehr wohl.
Abgesehen davon, sind YouTube Links hier eh verboten.

Gerne diskutiere auch ich über alternative Medizin.
Was Du hier loslässt grenzt an Scharlatanerie.
 

Blue15

Elo-User*in
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ok, dann kann ich die 2 Jahre im BBB machen, also in einer Firma...
und ich hoffe ich bekomme dann auch mehr Lohn, das ist ja auch sehr wichtig,...

Und danke erst mal...
 

Muzel

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Eine Grundvoraussetzung für die EM Rente ist ein wirksamer Antrag. Hast du den gestellt?
 
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