Wie wird die Höhe der Grundsicherung berechnet, wenn man in einer Eigentumswohnung wohnt?

waldmann8

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Hallo,

ich habe einen schwerbehinderten erwachsenen Sohn, der bald Grundsicherung nach SGB XII beziehen wird. Er kann nicht alleine wohnen und wohnt deshalb bei uns (Vater, Mutter und Geschwister).

1. Frage: Steht ihm die Regelbedarfsstufe 1 zu?

2. Frage: Da wir in einer Eigentumswohnung wohnen, frage ich mich, wieviel er zusätzlich zur Regelbedarfsstufe bekommt? Miete müssen wir ja zum Beispiel nicht zahlen. Wie wird das dann gehandhabt?

Vielen Dank im Voraus!
 

Harzfünfer

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Seit ein paar Jahren wurde es so geändert, dass man als Alleinstehender egal ob mit oder ohne eigenen Hausstand, bei der Grundsicherung den vollen Regelsatz erhält, das ist richtig. In bestimmten Fällen kann man auch noch einen Mehrbedarf bekommen, z.B. weil man sich aufgrund einer Erkrankung speziell ernähren muss.

Ob er nun gezwungenermaßen bei euch wohnt oder dies freiwillig tut, ist hierbei egal. Er hätte aber auch Anspruch auf eine eigene Wohnung bzw. die Übernahme der "angemessenen" KdU.

Man kann auch Wohnkosten erstattet bekommen wenn er bei euch wohnt, das ist aber etwas komplizierter, da kenne ich mich nicht aus. Aber es wurde hier im Forum schon des öfteren darüber gesprochen, einfach mal ein paar Suchbegriffe ausprobieren.
Oder fragt doch mal beim zuständigen Sozialamt nach- wobei man sich aber auf Aussagen von dort nicht zu 100% verlassen sollte...
 

grün_fink

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Das müsste nach den Infos vom Ministerium den Lebensunterhalt und die Miete betreffen.
Ihr könnt auch gucken, ob noch mehr euch zusteht: Teilhabe, Pflege.




Haben Menschen mit Behinderung, die bei ihren Eltern wohnen, einen Anspruch?
Durch die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung wird die Lebenssituation erwerbsgeminderter Menschen, die noch im Haushalt ihrer Eltern leben, verbessert. Denn diese Menschen, die praktisch keine Möglichkeit haben, ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu verdienen, erhalten durch die Leistung mehr materielle Eigenständigkeit, was auch zu einer finanziellen Entlastung der Eltern führt. Neben dem Verzicht auf den Unterhaltsrückgriff wird auch - im Unterschied zur Hilfe zum Lebensunterhalt - auf die Vermutung verzichtet, dass in einem Haushalt lebende Verwandte sich entsprechend ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gegenseitig Unterhalt gewähren (§ 39 SGB XII).

Dadurch gibt es für behinderte erwachsene Kinder eine elternunabhängige materielle Sicherung des Lebensunterhalts. Ausgenommen sind nur Eltern mit einem Jahreseinkommen von zusammen mindestens 100.000 €.
 
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