Wie wird das Einstiegsgeld berechnet?

morama

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Hallo in die Runde, ich habe Einstiegsgeld beantragt und SB meinte, dass es nicht mehr so ist wie im alten Jahr, sprich z.B. eine Summe xy nach gut Dünken, sondern es es würde jetzt berechnet, abhängig vom Gehalt, Alter und Dauer der Arbeitslosigkeit sowie Voll- oder Teilzeit. Weiß einer wie die Rechnung aussehen kann? Ich Mitte 50, Vollzeitjob (der ist zwar die Hölle, aber besser wie Hartz4) und guter Verdienst. Kind Ü18 lebt noch bei mir. Ich habe Anspruch, dass sagte man mir..
 

hansklein

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Ich Mitte 50, Vollzeitjob (der ist zwar die Hölle, aber besser wie Hartz4) und guter Verdienst. Kind Ü18 lebt noch bei mir. Ich habe Anspruch, dass sagte man mir..
Das passt doch jetzt nicht so ganz. Soll das Einstiegsgeld für eine Selbständigkeit sein? Denn wenn du schon in Arbeit bist, kannst du nicht Arbeitslos sein?
 

morama

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Das passt doch jetzt nicht so ganz. Soll das Einstiegsgeld für eine Selbständigkeit sein? Denn wenn du schon in Arbeit bist, kannst du nicht Arbeitslos sein?
Keine Selbstständigkeit. Nach Dauer der EHEMALIGEN Arbeitslosigkeit meinte ich. Also wie lange man vor dem Job arbeitslos war.
 

hansklein

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Ok, es gilt die Einstiegsgeldverordnung. Was ist daran für deinen SB "Berechenbar"? Die ist etwas Schwammig,:

ESGV - Es gibt 2 Unterscheidungen:
§1
1) Bei der einzelfallbezogenen Bemessung des Einstiegsgeldes ist ein monatlicher Grundbetrag zu bestimmen, dem Ergänzungsbeträge hinzugefügt werden sollen. Der monatliche Grundbetrag berücksichtigt den für erwerbsfähige Leistungsberechtigte jeweils maßgebenden Regelbedarf. Die Ergänzungsbeträge berücksichtigen die vorherige Dauer der Arbeitslosigkeit und die Größe der Bedarfsgemeinschaft, in der die oder der erwerbsfähige Leistungsberechtigte lebt.
(2) Der Grundbetrag des Einstiegsgeldes darf höchstens 50 vom Hundert des für erwerbsfähige Leistungsberechtigte maßgebenden Regelbedarfs nach § 20 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch betragen. Bei der Bemessung kann festgelegt werden, dass sich die Höhe des Grundbetrages innerhalb des Förderzeitraums in Abhängigkeit von der Förderdauer verändert.
(3) Bei erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die vor Aufnahme der mit Einstiegsgeld geförderten sozialversicherungspflichtigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit bereits zwei Jahre oder länger arbeitslos waren, soll ein Ergänzungsbetrag gezahlt werden. Der Ergänzungsbetrag entspricht 20 vom Hundert des Regelbedarfs zur Sicherung des Lebensunterhalts nach § 20 Absatz 2 Satz 1 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch. Bei Personen, deren Eingliederung in Arbeit wegen in ihrer Person liegender Umstände erschwert ist, soll der Ergänzungsbetrag nach Satz 2 bereits nach einer vorherigen Dauer der Arbeitslosigkeit von mindestens sechs Monaten gezahlt werden. § 18 Absatz 2 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch gilt für Satz 1 und Satz 3 entsprechend.
(4) Bei erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die mit weiteren Personen in einer Bedarfsgemeinschaft leben, soll je weiterer leistungsberechtigter Person ein Ergänzungsbetrag gezahlt werden. Der Ergänzungsbetrag entspricht 10 vom Hundert des Regelbedarfs zur Sicherung des Lebensunterhalts nach § 20 Absatz 2 Satz 1 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch.
(5) Das Einstiegsgeld für erwerbsfähige Leistungsberechtigte darf bei der einzelfallbezogenen Bemessung monatlich einen Gesamtbetrag nicht überschreiten, der dem Regelbedarf zur Sicherung des Lebensunterhalts nach § 20 Absatz 2 Satz 1 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch entspricht.
§2
(1) Das Einstiegsgeld kann abweichend von § 1 pauschal bemessen werden, wenn dies zur Eingliederung von besonders zu fördernden Personengruppen in den allgemeinen Arbeitsmarkt erforderlich ist. Bei der Bemessung kann festgelegt werden, dass sich die Höhe des Einstiegsgeldes innerhalb des Förderzeitraums in Abhängigkeit von der Förderdauer verändert.
(2) Das Einstiegsgeld für erwerbsfähige Leistungsberechtigte darf in den Fällen des Absatzes 1 monatlich einen Betrag nicht überschreiten, der 75 vom Hundert des Regelbedarfs zur Sicherung des Lebensunterhalts nach § 20 Absatz 2 Satz 1 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch entspricht.
Ergänzend dazu, Link: Fachliche Weisung der Agentur für Arbeit zum §16b SGBII
 

morama

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Da muss man ja einen Doktor machen, um das zu verstehen.. Danke dir...
 

hansklein

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Den Doktor nicht. Man muss nur wissen, wieviel % der SB gewährt, dann könnte man berechnen.. und interessant ist dann auch, wie lange er das gewähren möchte, das variiert hier sehr stark. Ich bekam nur 6 Monate, Kollege kurz nach mir bekam 12 Monate angeboten. Ok, er war länger Arbeitslos, das war wohl ein Grund der Differenz.
 

morama

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Bisher leider noch nichts gehört. Die wollten den ganzen Arbeitsvertrag, habe aber nur die relevanten Daten geschickt vielleicht deshalb? Und bekommt man Bescheid, wenn man kein Einstiegsgeld bekommt?
 
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