Wie wehren gegen wiederholte Einladung wg. exakt gleichem Grund? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Nick

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Hallo,

Hier mal wieder eine Grundsatzfrage.

Im Oktober 2014 erhielt ich ein Einladung beim JC.

Grund der Einladung gemäß Einladungsschreiben vom Oktober 2014: "Ich möchte mit Ihnen über Ihre berufliche Situation sprechen"

Ich bin der Einladung gefolgt.
Über die berufliche Situation wurde nur oberflächlich geredet. Wie zu erwarten war, ging es der SB lediglich um ein Abschluss einer EGV.

Die EGV war rechtswidrig und die nachfolgende EGV per VA auch. Das SG hat es in Form einer eA bestätigt.

Nun, nach 4 Monaten bekomme ich vom JC eine erneute Einladung.

Grund der Einladung gemäß Einladungsschreiben vom März 2015: "Ich möchte mit Ihnen über Ihre berufliche Situation sprechen" :biggrin:

Also der exakt gleiche Grund wie vor 4 Monaten.

Nun frage ich mich, wieso die mit mir meine berufliche Situation schon wieder besprechen wollen, wenn die das bereits vor 4 Monaten getan haben. Müsste doch in den Akten (Computer) gespeichert sein.:wink:

Wie oft wollen die mit mir meine berufliche Situation besprechen?
:icon_neutral:

Reicht eigentlich dieser Grund (Besprechung der beruflichen Situation) in einer Einladung, oder muss die bestimmter sein?

Dass die lediglich den neuerlichen Versuch starten wollen, eine neue EGV abzuschliessen, um ihre Statistik aufzubessern ist mir klar.:wink:

Nun möchte ich, wie immer, dem JC die Arbeit nicht so leicht machen und so gut es geht querschiessen.:icon_twisted:

Kann man sich gegen solche wiederholten Einladungen mit exakt der gleichen Begründung wehren?

Am liebsten würde ich der Einladung widersprechen und auf das Einladungsgespräch vom Oktober 2014 verweisen und erklären, dass seit dem Einladungsgespräch vom Oktober 2014 keine Veränderung in meiner beruflichen Situation eingetreten ist.

Um 100% keine Sanktion zu riskieren, könnte ich natürlich den Termin wahrnehmen, und dort stur auf das Gespräch vom Oktober 2014 verweisen.
Da die aber in Wirklichkeit nur ein Interesse am Abschluss einer EGV haben, möchte ich eigentlich der Einladung aus dem falschen Grund nicht folge leisten.

Wenn die mit mir eine EGV abschliessen wollen, sollen die gefälligst diesen Grund auch gleich in der Einladung benennen.


Für Eure Einschätzung wäre ich sehr dankbar. :dank:
 

Nick

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@pillepalle

gerade Du hast an andere Stelle (https://www.elo-forum.org/allgemein...hselt-euch-arbeitsvermittler.html#post1854007) folgendes geschrieben und bist selbst genervt vom Vorgehen des JC.

Zitat: pillepalle
"Ist das bei Euch auch so, dass alle 4 Monate der Vermittler wechselt und ihr kaum einen mal zwei mal zu Gesicht bekommt und dann jedes Mal von vorne alles erklären müsst, weil der neue natürlich nicht vorher sich in die Akte einliest?
Es gibt keine Möglichkeit, dagegen vorzugehen, oder? "


:icon_mad::icon_mad::icon_mad:

Insofern ist Deine Aussage, wonach solche Leute wie ich, Dich in die Hölle bringen, sehr gewagt.:icon_mrgreen:
Aber vielleicht antwortest Du einfach nicht auf Beiträge, die für Dich nervig sind. Dann haben wir beide was davon. :wink:
 

gelibeh

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Sie kann Dich auch wöchentlich einladen um die berufliche Situation zu besprechen. Das ist zumindest ein zulässiger Meldegrund und muss, meiner Meinung nach, nicht auch noch weiter konkretisiert werden. Dann würde ich aber auch nur über die berufliche Situation sprechen. Und natürlich einen Beistand mitnehmen.
 

Helga40

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Da das letzte Gespräch, wohl dann mit Abschluss einer EV, erst 4 Monate her ist, eine EV normalerweise 6 Monate läuft, dürfte es diesmal wohl eher um die Erfüllung der Pflichten aus der EV gehen. Oder anderes.

Dass in über 40 Jahren möglicher Arbeitslosigkeit (Verlassen der Schule bis Renteneintrittsalter) nur jeweils einmal die in § 309 genannten Meldegründe verwendet werden dürften, wäre mir neu.
 

Dagegen72

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Dass in über 40 Jahren möglicher Arbeitslosigkeit (Verlassen der Schule bis Renteneintrittsalter) nur jeweils einmal die in § 309 genannten Meldegründe verwendet werden dürften, wäre mir neu.
Dann darf das Gesetz überarbeitet werden, denn würde sich etwas ändern, würde es das JC erfahren, denn "jede Änderung gilt es unaufgefordert mitzuteilen"
 

Nick

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Da das letzte Gespräch, wohl dann mit Abschluss einer EV, erst 4 Monate her ist, eine EV normalerweise 6 Monate läuft, dürfte es diesmal wohl eher um die Erfüllung der Pflichten aus der EV gehen.
Wie man in meinem 1. Posting lesen kann, ist es im Oktober nicht zum Abschluss einer EV gekommen. Die EGV per VA wurde vom SG gekippt, da sie nur gesundheitliche Inhalte hatte.

Natürlich geht es in der jetzigen Einladung die wieder mit PZU kam, auch wieder nur um den Versuch eines EGV Abschlusses. Dann sollten sie wenigsten keine Lügen schreiben und in der Einladung die Wahrheit schreiben.

Für mich ist es mehr als Zweifelhaft, dass man ständig in kurzen Abständen Einladungen bekommt, nur um mit mir über mene berufliche Situation zu sprechen. Irgendwann sollte das in den Akten aufzufinden sein. Das könnten die mit mir auch telefonisch besprechen. :wink:
 

bernd02

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Für mich ist es mehr als Zweifelhaft, dass man ständig in kurzen Abständen Einladungen bekommt, nur um mit mir über mene berufliche Situation zu sprechen. Irgendwann sollte das in den Akten aufzufinden sein. Das könnten die mit mir auch telefonisch besprechen. :wink:
Dann teile dem Jobcenter doch mit,sie möchten dir Monat für Monat die Stütze überweisen und ansonsten dich gefälligst in Ruhe lassen.:icon_mrgreen::icon_mrgreen:

Mal im Ernst,die EGV ist sozusagen ein Vertrag zwischen dir und dem Jobcenter der von Zeit zu Zeit neu ausgehandelt und abgeschlossen werden muß,wo unteranderem zb. drinsteht,das JC unterstützt dich bei der Jobsuche und du bewirbst dich auf jede zumutbare Arbeit und rein in diesen "Vertrag" soll nur das was rein gehört.
 

Fritz Fleißig

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@Nick

Die Begründungen für Meldetermine sind doch absichtlich so allgemein gehalten, damit verschiedene Themen angesprochen werden können. Eine Einladung muß keine "Tagesordnung eines geplanten Gesprächsverlaufs" im Detail enthalten.

Vier Monate zwischen zwei Gesprächen halte ich auch nicht unbedingt für eine Zeitspanne, die übermäßig kurz wäre. Allein schon zur Einhaltung der beliebten "Kundenkontaktdichte" wird dich ein Vermittler im Abstand von einigen Monaten einladen müssen, selbst wenn er weiß, daß eigentlich von der Sache her nichts zu besprechen ist. Andere werden weit häufiger mit eigentlich sinnlosen Einladungen zu Meldeterminen genervt.

Sieh das besser nicht vom Grundsätzlichen her, sondern vom Praktischen. Wenn du nach vier Monaten so eine Einladung bekommst, dann gehst du hin. Gespräche über eine EGV mit unzulässigen Inhalten führst du nicht beziehungsweise weist den SB auf die Unzulässigkeit hin. Damit sollte das Thema durch sein. Und vor Ende des Gesprächs verlangst du natürlich das Formular für die Fahrtkostenerstattung.
 
S

schnuckelfürz

Gast
Wie oft wollen die mit mir meine berufliche Situation besprechen?[
/B][/COLOR] :icon_neutral:

Kann man sich gegen solche wiederholten Einladungen mit exakt der gleichen Begründung wehren?

Am liebsten würde ich der Einladung widersprechen und auf das Einladungsgespräch vom Oktober 2014 verweisen und erklären, dass seit dem Einladungsgespräch vom Oktober 2014 keine Veränderung in meiner beruflichen Situation eingetreten ist.

Um 100% keine Sanktion zu riskieren, könnte ich natürlich den Termin wahrnehmen, und dort stur auf das Gespräch vom Oktober 2014 verweisen.
Da die aber in Wirklichkeit nur ein Interesse am Abschluss einer EGV haben, möchte ich eigentlich der Einladung aus dem falschen Grund nicht folge leisten.




Leider können die einen einladen, so oft die wollen. Die haben seit letztem Jahr die Order die Kontaktdichte zu erhöhen. Ich bin die letzten 3 Monate eingeladen worden, also jeden Monat einmal. Ist mir so auch schon lange nicht mehr untergekommen. Und auch hier gibt es wohl inzwischen alle 6 Monate einen neuen PAP.

Und Widerspruch wird kaum nützen:

Absatz 1 Punkt 4
https://dejure.org/gesetze/SGB_II/39.html

Hartz IV: Keine aufschiebende Wirkung bei Widerspruch und Klage | Peter Deutschmann

https://www.google.de/?gws_rd=ssl#q=hartz+iv+kontaktdichte
 

Nick

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OK, dann werde ich hingehen und sagen, dass sich an meiner beruflichen Situation nicht nichts geändert hat.
Und alles was sie wissen wollen, sollen sie aus der Gespächsaufzeichnung vom Oktober nehmen. Damit bin ich meiner Mitwirkungspflicht nachgekommen.
 

doppelhexe

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... Nun möchte ich, wie immer, dem JC die Arbeit nicht so leicht machen und so gut es geht querschiessen.:icon_twisted: ...
DAS ist der satz, den pillepalle meint und ich bin da voll bei ihr/ihm

streiten/widersprechen um des streitens willen, den leuten mit aller macht das leben schwer machen, querschiessen, bis keiner mehr gradeaus kann...

ja, wegen leuten wie dir sind SB`s ange****t, noch bevor sie morgends das bett verlassen.

anstatt sich, wie vernünftige menschen, beim querschiessen auf sachen zu beschränken, wo es wichtig und notwendig ist, wird schon in widerspruch und klage gegangen, wenn SB nur guten morgen sagt.

diese energie in bewerbung und arbeitsuche gesteckt und du hättest mit dem jobcenter bestimmt nichts mehr zu tun.

mir gehen menschen, die nur dafür leben, anderen das leben zur hölle zu machen, so auf die eier...

pfui deibel....
 

Nick

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Wenn man sich mit dem Hartz IV-System so arangiert, dann bitte schön.

Ich jedenfalls nicht.

Ich werde zuerst alles hinterfragen und wenn ich merke, da läuft was nicht korrekt, dann gehe ich dagegen vor. Das ist unser aller Recht.

Von mir aus können die JC und SG ersticken an der Arbeit. Ich habe das beknackte System nicht gewollt.

Die nerven uns alle seit Jahren mit rechtswidrigem Zeugs. Dann nerve ich die auch.

Ich habe in den letzten 5 Jahren 17 Klagen und 10 einstweilige Anordnungen vor dem SG positiv bestritten und zum Teil hier auch veröffentlicht.

Davon profitieren auch solche Leute wie Du. :wink:
 

Julchen68

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Ich habe in den letzten 5 Jahren 17 Klagen und 10 einstweilige Anordnungen vor dem SG positiv bestritten und zum Teil hier auch veröffentlicht.
Und wieviele unveröffentlichte Klagen sind Dir im Gesicht explodiert?

Klag in diesem Fall doch einfach auch, und dann informierst Du toller Streiter uns hier über das Ergebnis.

Wieso noch lange fragen?
 

Nick

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Ach Jule,

Inzwischen hat das alles nichts mehr mit dem erstellten Thema zu tun.

Mein Tipp, einfach nicht antworten, wenn man zum Thema nichts zu schreiben hat.
 

Julchen68

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Du hast es durch Deine eigenen Äußerungen zum Thema gemacht, und zwar sehr ausführlich.

Ich kann doppelhexe und pillepalle nur zustimmen: Krawall machen um des Krawalls Willen ... bitte nicht in meinem Namen. Danke.

Kämpfe für Dich selbst, wenn Dir die Sache das wert ist, und lasse uns trotzdem am Ergebnis teilhaben. Das ist dann echte soziale Einstellung.
 

mathias74

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Ich werde zuerst alles hinterfragen und wenn ich merke, da läuft was nicht korrekt, dann gehe ich dagegen vor. Das ist unser aller Recht.

Von mir aus können die JC und SG ersticken an der Arbeit. Ich habe das beknackte System nicht gewollt.
Aber Geld vom Staat willst du schon ?

Kein Wunder wenn Klagen von anderen so lange dauern wenn so ein Kasperl wie du wegen jeden Pfurz die Gerichte lahm legst.

Frage: Würdest du auch Klagen wenn du alles selbst bezahlen müsstest ?
 

doppelhexe

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....Frage: Würdest du auch Klagen wenn du alles selbst bezahlen müsstest ?
..........................................................................................
@ Nick: du bist ein grund dafür, das jetzt (noch) drüber geredet wird, aber in 5/6 jahren ist es gesetz, das auch wir für dieserart klagen in die eigne tasche greifen müssen.

eben damit nicht wegen jedem unnötigen furz geklagt wird.

soll ich mich dann auch dafür bedanken?

nichts gegen widerspruch und klage oder querschiessen, wenn es um wichtige sachen geht. aber wegen ner einladung? und dem grund "berufl. situation"?

sei froh, das die dich wegen dieses furzes nicht monatl einladen, das könnten sie nämlich.
 
S

schnuckelfürz

Gast
Zitat von Nick
Ich habe in den letzten 5 Jahren 17 Klagen und 10 einstweilige Anordnungen vor dem SG positiv bestritten und zum Teil hier auch veröffentlicht.

Davon profitieren auch solche Leute wie Du. :wink:
Das mag ja sein, das du die Klagen und EAs alle positiv erstritten hast. Nur leider werden oft daraufhin die Gesetze noch ein Ticken verschärft. Und das haben wir dann solchen Klagehanseln, die wegen jeder Fliege an der Wand klagen, zu verdanken. Profitieren tun wir dann mitnichten davon.
 

Tim Taler

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DAS ist der satz, den pillepalle meint und ich bin da voll bei ihr/ihm

streiten/widersprechen um des streitens willen, den leuten mit aller macht das leben schwer machen, querschiessen, bis keiner mehr gradeaus kann...

ja, wegen leuten wie dir sind SB`s ange****t, noch bevor sie morgends das bett verlassen.

anstatt sich, wie vernünftige menschen, beim querschiessen auf sachen zu beschränken, wo es wichtig und notwendig ist, wird schon in widerspruch und klage gegangen, wenn SB nur guten morgen sagt.

diese energie in bewerbung und arbeitsuche gesteckt und du hättest mit dem jobcenter bestimmt nichts mehr zu tun.

mir gehen menschen, die nur dafür leben, anderen das leben zur hölle zu machen, so auf die eier...

pfui deibel....


Ich sehe das etwas anders. WENN die Mitarbeiter der Jobcenter mal so viel Energie in die Vermittlung stecken würden, statt sich zu überlegen wie man den Erwerbslosen das Leben noch schwerer machen kann (ständige Vorladungen, konstruieren von Sanktionen usw.), DAMIT wäre allen Beteiligten wirklich mehr geholfen!

Und außerdem, wenn nicht genug Arbeit (von der man auch leben kann) da ist, dann kann man sich auch nicht bewerben!
 

ichnur

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Ich sehe das etwas anders. WENN die Mitarbeiter der Jobcenter mal so viel Energie in die Vermittlung stecken würden, statt sich zu überlegen wie man den Erwerbslosen das Leben noch schwerer machen kann (ständige Vorladungen, konstruieren von Sanktionen usw.), DAMIT wäre allen Beteiligten wirklich mehr geholfen!

Und außerdem, wenn nicht genug Arbeit (von der man auch leben kann) da ist, dann kann man sich auch nicht bewerben!

Wenn man sich diesen Artikel Aktuelle Sozialpolitik: Was für ein (scheinbares) Durcheinander: Immer weniger Arbeitslose und viele offene Stellen, gleichzeitig profitieren immer weniger Arbeitslose vom "Jobwunder" und der Mindestlohn hält auch nicht das, was einige von ihm erwart ganz genau durchliest, weiß man auch woran es immer noch happert. Und da sind die BA und die JC nicht ganz unbeteiligt.
 

götzb

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Dieser Kontaktdichte Schwachsinn, und die Frequenz der Vorladungen zu erhöhen macht keinen Sinn, es wirkt kontraproduktiv und entwürdigend.
Anders ausgedrückt, es senkt die Motivation anstatt diese zu erhöhen, vor allen wo der dümmste erkennen mag, das eine Vermittlungschance nicht mehr gegeben ist.

So braucht man sich auch nicht wirklich zu wundern, das Langzeitarbeitslose -wenn die mal in einen Job vermittelt wurden- in relativ kurzer Zeit wieder arbeitslos werden, das ist dann auch logisch, wenn diese Vermittlung nur auf Zwangsbasis stattfand.
 

Tim Taler

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Dieser Kontaktdichte Schwachsinn, und die Frequenz der Vorladungen zu erhöhen macht keinen Sinn, es wirkt kontraproduktiv und entwürdigend.
Anders ausgedrückt, es senkt die Motivation anstatt diese zu erhöhen, vor allen wo der dümmste erkennen mag, das eine Vermittlungschance nicht mehr gegeben ist.

So braucht man sich auch nicht wirklich zu wundern, das Langzeitarbeitslose -wenn die mal in einen Job vermittelt wurden- in relativ kurzer Zeit wieder arbeitslos werden, das ist dann auch logisch, wenn diese Vermittlung nur auf Zwangsbasis stattfand.

Zum Thema Kontaktdichte und Konstruktion einer Sanktion:

Vor kurzem wurde ich zu einem Gesprächstermin ins örtliche jobcenter "eingeladen". Dieser Termin wurde von mir auch wahr genommen, meine Fallmangerin war an jenem Tag aber nicht vor Ort. Einen Tag später hatte ich eine Anhörung zu einer Sanktion in meinem Briefkasten! Aber da ich meine Schweine ja am Gang erkenne, habe ich mir die Anwesenheit am besagten Tag auf meiner Einladung bestätigen lassen.
 

Jaskolki77

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Ich muss dem TE Recht geben. Ich hab seinen Beitrag auch nicht als "Krawall-Mache" verstanden. Er zweifelt einfach den SINN solcher Vorladungen an, Mitwirkungspflicht hin oder her.

Ich empfinde diesen Textbaustein "über die berufliche Situation sprechen" als puren Hohn. Anfangs habe ich mir über solche Gespräche noch Illusionen gemacht.

Das tue ich schon lange nicht mehr. Ich weiß, dass meine Ausbildung, Erfahrungen und Zielsetzungen die SBs einen feuchten Kehricht interessieren. Und daraus keinen Hehl machen. Ausnahme: Wenn es sich irgendwie mit einer Maßnahme verbinden lässt. Sie sind schlicht und einfach nicht qualifiziert, der individuellen Situation ihres Gegenübers Rechnung zu tragen. Das wissen sie auch.

Meine Strategie ist, diese Einladungen wörtlich zu nehmen, und immer wieder bewusst das Gespräch auf meinen beruflichen Background zu lenken. Garniert mit Fragen: Wie sehen Sie das? Was halten Sie davon? Wie sind Ihre Erfahrungen mit diesem Berufszweig? Was halten Sie von den neuesten Entwicklungen, Sie haben doch sicher erfahren, dass...
 

Couchhartzer

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Ich empfinde diesen Textbaustein "über die berufliche Situation sprechen" als puren Hohn.
Kann ich vollends verstehen (weil's ja 1.) auch keine passenden korrekt entlohnten Stellen herbeizaubern kann und 2.) die Situation ja hinlänglich aktenkundig bekannt ist), aber wenn sie stattdessen schreiben würden, "wir haben ein passendes gut dotiertes Stellenangebot, für das nur Sie in Frage kommen und das wir mit Ihnen besprechen möchten." wäre es höchstwahrscheinlich nicht nur gelogen, sondern wohl auch noch eine vorsätzliche Täuschung. :wink:


Für mich klingt der Satz "über die berufliche Situation sprechen" immer wie:
"Wir können nichts und haben auch rein gar nichts drauf und erst recht keine Ahnung von irgendwas, aber das alles aus tiefster Überzeugung."
 

Makale

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Meldeaufforderungen kann man in der Regel allenfalls mittels Darlegung eines Verstoßes gegen den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz angreifen. Teile der Rechtsliteratur messen die Grenze anhand des § 65 Abs. 1 Nr. 2 und 3 SGB I. Diese Vorschriften korrespondieren mit dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz bzw. dieser ist dort umschrieben.

Wenn also z.B. mehrmals im Monat eine Meldeaufforderung erlassen wird und zudem mit dem selben Grund, dann liegt mit relativer Sicherheit ein Verstoß gegen besagten Grundsatz vor. Der obigen Schilderung zufolge liegt hingegen kein solcher Verstoß vor.

Ein Angriff über das Bestimmtheitsgebot (§ 33 SGB X) habe ich mittlerweile aufgrund z.T. völlig absurder Rechtsprechung aufgegeben, allenfalls ziehe ich ihn bei Bedarf zusätzlich mit heran (bestes Beispiel siehe Fall von "fungirl19").
 
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