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Wie wehren gegen FAV-Stelle?

standupandfight

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#1
Hallo,
heute habe ich folgenden Vermittlungsvorschlag bekommen. Für mich sieht das wie eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung aus, aber getarnt als normaler Job, den man nicht ablehnen kann(weil jede Arbeit annehmen usw.). Früher hatte man mir das ganze vom selben Träger schon mal als Ein-Euro-Job angeboten.
Ich möchte diese Arbeit nicht annehmen. Bewerbungszwang, ist klar. Und dann? Muß ich diesen "Vertrag" unterschreiben, weil das eine "echte Vollzeitstelle im 1. Arbeitsmarkt" ist?
Oder gilt das doch als Maßnahme, so dasß ich mich weigern kann zu unterschreiben und den Job/Maßnahme nicht machen muß?
 

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ExitUser

Gast
#2
steht drin in der Stellenbeschreibung:

geförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nach §16e SGBll (FAV).

Also keine Abgaben zur Arbeitslosenversicherung.

LG
 
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ExitUser

Gast
#4
Bitte lesen:

eine geförderte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nach §16e SGBll (FAV) - befristet auf 12 Monate.

Das Zauberwort heisst: sozialversicherungspflichtig!

Also keine Maßnahme.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

LG
 

standupandfight

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#5
Weiß noch jemand anders Rat gegen diese FAV-Stelle? Wie kann man sich am besten gegen diese FAV-Stelle wehren?
 

Texter50

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#7
Ein normaler Arbeitsplatz ist das nicht, da hier keine Arbeitslosenversicherung gezahlt wird. Die Folgen: nach nemJahr ist man wieder beim JC.

Das geförderte Arbeitsverhältnis wird geschlossen nach §16e SGB II (FAV). Dabei darf keine Zahlung von Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung erfolgen. Die Dauer der Beschäftigung ist befristet auf maximal 12 Monate innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren. Voraussetzung zur Beschäftigung ist die Vorlage eines persönlichen Vermittlungsvorschlags vom JC.
Ich hab da was gefunden, das dürfte die Grundlage für diese "Beschäftigung" sein.

Für ne Bewerbung würde ich schauen, möglichst die Punkte nicht positiv rauszustellen, die da gesucht werden.
Je weniger man kann, desto besser lautet hier dann die Bewerbung.

Die Frage nach dem Vermittlungsgutschein muss noch geklärt werden.
 

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0zymandias

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#8
Bewerben und dann schauen.

Kommt ein Vertrag, dann hier einstellen. Niemand muss einen Vertrag sofort unterschreiben, jedem steht die Prüfung zu.

Nicht in Vorkasse gehen, da es ein finanzielles Risiko darstellt. Dementsprechend vorher Fahrtkosten, Kosten für das polizeiliche Führungszeugnis, etc. beim Arbeitgeber bzw. JC beantragen.

Vielleicht schaust Du mal in der Zeitarbeit-Ecke nach, welche Fragen man so stellen könnte.

Und achte darauf, dass die für den 01.01.2013 angedachte Mindestlohnüberlegung auch tatsächlich in 8,50 €/h mündet. :biggrin:
 

Caso

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#9
Weiß noch jemand anders Rat gegen diese FAV-Stelle? Wie kann man sich am besten gegen diese FAV-Stelle wehren?
Jetzt klar ist: es ist eine sv-pflichtige Beschäftigung mit mind. 1457,xx € Bruttolohn. Es wird nur kein Anspruch auf ALG1 daraus erwachsen.
Es ist also garantiert KEIN 1€Job!
Mal anders gefragt:
Was stört dich an diesem Job so, daß du ihn abwehren möchtest.
Was hättest du denn für Gründe?

Dass es ein aktueller VV ist, weißt du?
Du solltest dich ab 13.2.2014 bewerben...
Die Stelle bringt dich evtl. für 1 Jahr aus Hartz4 raus. Dich allein garantiert, aber ich weiß nicht, ob du Familienernährer wärst.
 
E

ExitUser

Gast
#10
Ist es denn nun eine Arbeit oder eine Maßnahme?
Weder, noch - oder beides. Je nachdem, wie Du das siehst.

Maßnahme, weil
das Jobcenter die Leute zuweist und sie nach Lust und Laune abberufen kann, insofern wäre ich mit unmotivierter Gegenwehr vorsichtig.

Job, weil
1.
ein Lohn gezahlt wird. Ein Lediger ohne Unterhaltsverpflichtungen springt damit an die Pfändungsfreigrenze. Allerdings kann das Ding von jetzt auf nachher weg sein, man kann also finanziell mit nichts planen, was nicht schon ausgezahlt ist.
2.
man kein zivilrechtlichen Bildungsvertrag mit einem Privatunterbnehmen eingeht. Hat im Gegenzug den Nachteil, daß hier die üblichen Maßnahmereflexe nicht greifen.

Im Übrigen kann man sofort kündigen, wenn man eine andere Arbeit gefunden hat.

§ 16e SGB II
...
(4) Die Agentur für Arbeit soll die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person umgehend abberufen, wenn sie diese in eine zumutbare Arbeit oder Ausbildung vermitteln kann oder die Förderung aus anderen Gründen beendet wird.

Die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person kann das Arbeitsverhältnis ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn sie eine Arbeit oder Ausbildung aufnimmt, an einer Maßnahme der Berufsausbildung oder beruflichen Weiterbildung teilnehmen kann oder nach Satz 1 abberufen wird.

Der Arbeitgeber kann das Arbeitsverhältnis ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer nach Satz 1 abberufen wird.
 

standupandfight

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#11
Danke!:smile:


Und weiß jemand noch was über den Vermittlungsgutschein? Muß man den beantragen, wenn das die Vermittler fordern?
 

Charlot

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#12
Du bist also der A.M. aus Hamburg.

Lösche es besser. (Deinen Klarnamen)
 

swavolt

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#13
Und weiß jemand noch was über den Vermittlungsgutschein? Muß man den beantragen, wenn das die Vermittler fordern?
Nein.
Und einlösen muss man den schon lange nicht. Machen auch nur 10% der Gutscheinbesitzer.
 
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