Wie Während Alg1 Oma besuchen / pflegen - Zweitwohnsitz bei Oma anmelden? (1 Betrachter)

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armwieinekirchenmaus

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Liebe User,

Ich beziehe ALG 1 im sechsten Monat und mein Hauptwohnsitz ist in A.

Ich möchte gerne „offiziell“ während meiner Arbeitslosigkeit mehr Zeit mit meiner Oma, 95 Jahre, Pflegestufe 1, im Ort B verbringen.
Oma ist in Ort B alleine gemeldet.

Meine Bewerbungstätigkeiten würde ich von B aus machen, für Vorstellungen und AfA Termine pendelte ich nach A.
Es ist somit kein Urlaub!:icon_evil: Ich stehe dort bei Oma weiterhin grundsätzlich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.:icon_mrgreen:
Kann auch in B zur Arbeitsagentur gehen wenn's sein soll.

Ort B ist mehr als 2,5 Stunden Pendelzeit (zeit und ortsnahen Bereich) entfernt. Ca. 3,5 Stunden Pendelzeit.

1. Kann ich bei Oma einen Neben-/Zweitwohnsitz anmelden und mir die Post von der AfA nach B schicken lassen? (Änderungsmitteilung?)
2. Gibt es Möglichkeiten der Betreuung / Pflege meiner Oma? Pflegeleistungen?
3. Kennt ihr ne andere offizielle Möglichkeit bei Oma in B zu sein?

(Anmerkung: in B bei Oma ist der Arbeitsmarkt für mich viel schlechter)

Danke für eure Beiträge.
Mfg Armwieinekirchenmaus und Oma :tongue:
 

ladydi12

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Hallo armwieeinekirchenmaus,

im SGB2 gibt es einen §, der besagt, daß eine Arbeit unzumutbar ist, wenn sie u.a. mit der Pflege eines Angehörigen unvereinbar ist; ich könnte mir daher vorstellen, daß es im SGB3 (maßgebend für den sogenannten ersten Arbeitsmarkt) eine ähnliche Regelung gibt. Auch wird das mit der sogenannten Ortsabwesenheit nicht ganz so restriktiv angewandt wie im ALG2-Bezug meine ich jedenfalls.:cool:

Habt ihr, du und deine Oma, mal überlegt eine Pflegestufe, neudeutsch Pflegegrad, einschließlich Pflegegeld und entsprechende Sachleistungen, sprich Pflegehilfsmittel, zu beantragen?
Deine Oma müßte sich hierzu vom MDK ihrer Krankenkasse entsprechend begutachten lassen, um feststellen zu lassen, unter welche Pflegestufe bzw. in welchen Pflegegrad deine Oma eingestuft werden kann.:cool:
Danach richtet sich auch die Höhe des Pflegegeldes, was ihr bzw. dir als Pflegeperson zusteht.:cool:

meint ladydi12
 

Gaddezwerg

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@armwieinekirchenmaus

Du kannst generell der AfA einen anderen Lebensmittelpunkt angeben, an dem du postalisch erreichbar bist. Dann ändert sich in der Regel auch die Zuständigkeit der AfA, es wird also die vor Ort für dich für Termine zuständig sein.

Was in deiner Situation aber wohl auf jeden Fall Probleme geben dürfte:
1. Wenn ich deinen Text richtig verstehe wirst du trotzdem an deinem eigentlichen Wohnort A nach Arbeit suchen wollen. Die AfA wird wohl bei VB Anträgen für Vorstellungsgespräche Probleme machen, diese dann von Wohnort B aus zu zahlen.
2. Viel größeres Problem wird wohl sobald es heißt du pflegst Angehörige, dass man dir hier ruck zuck die Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt abspricht und das ALG entweder auf TZ Niveau kürzt oder ganz einstellt.
 

Helga40

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im SGB2 gibt es einen §, der besagt, daß eine Arbeit unzumutbar ist, wenn sie u.a. mit der Pflege eines Angehörigen unvereinbar ist; ich könnte mir daher vorstellen, daß es im SGB3 (maßgebend für den sogenannten ersten Arbeitsmarkt) eine ähnliche Regelung gibt. Auch wird das mit der sogenannten Ortsabwesenheit nicht ganz so restriktiv angewandt wie im ALG2-Bezug meine ich jedenfalls.
Da liegst du falsch. Im SGB III kommt es rein auf die Verfügbarkeit an. Ist jemand nicht verfügbar (also in Arbeit vermittelbar), z. B. wegen Pflege, dann gibt es tatsächlich kein oder weniger ALG 1. Wobei bei Pflegestufe 1 von einer möglichen Vollzeittätigkeit ausgegangen wird.

Vorliegend wäre es ggf. besser, den HWS bei der Oma zu begründen, wenn man eh mehr dort wohnt als "zuhause" und die alte Wohnung als NWS umzumelden. Damit wäre dann die AfA an dem Ort zuständig, wo man auch ständig ist und das dürfte problemlos gehen.
 

bla47

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Ab dem 7. Monat wird im ALG 1 mehr zugemutet. Guck mal Paragraf 140 SGB III. Du müsstest schon ein sehr hohes ALG1 haben, um DANN noch NEIN zu den vielen ZAF Angeboten zu sagen, um Omi weiter zeitintensiv zu pflegen. Schon mal dran gedacht ?
Allgemein ist es im SGB III egal, wo und wie und mit wem du wohnst oder ob du umziehst. Hauptsache du guckst 1x am Tag in den Briefkasten. ( Oder aus der Ferne in die Jobbörse wegen Termine und VV, offiziell aber kein Ersatz ! ).
 
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