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Wie viele EEJ-Angebote hattet Ihr 2005 schon im Briefkasten?

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silvermoon

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19 Jun 2005
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#1
Möchte hier mal ´ne Umfrage starten, augrund von unseren "Erlebnissen" in Sachen EEJ. Bei uns isses nämlich momentan so, dass wir BEIDE (mein Mitbewohenr und ich) 2x im Monat ein solches "Angebot" im Briefkasten vorfinden.

Ein Jobangebot für den ersten Arbeitsmarkt jedoch konnten wir ins ganz 2005 noch nicht vorfinden.

Es ist eine Frechheit!!!

Wie viele EEJ-Angebote hattet Ihr 2005 schon im Briefkasten?
 
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#2
Zum Glück keines, aber auch sonst gabs kein Angebot...bis auf die "Beschäftigungstherapie"! Wenngleich diese sich nun damit rühmt, mich in Arbeit gebracht zu haben, nur dass dies überhaupt nix mit dem Kurs zu tun hatte.

Mich würd mal interessieren, ob die so was wie Erfolgsprämie kassieren.
 

gelibeh

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#3
Eines für mich, hat leider nicht geklappt. :p
Ein Freund mit einem 400€-Job auch. Da warten wir noch ab(Vorstellungstermin erst im Oktober), was dabei rauskommt. :evil: :twisted:
 

Sonntagsmaja

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#4
Keins...liegt aber auch daran, daß die ARGE hier mit nichts auf die Reihe kommt und die generell sehr vorsichtig bei der Vergabe von 1-Euro-Jobs ist.
Meine Tochter (20) hat bislang auch noch kein solches Angebot bekommen. Was wollen die dann da mit meinen "alten Knochen" :lol:

Ich denke einfach, hier gibts zu viele Freiwillige. Freunde und Bekannte haben auch noch kein Angebot bekommen.
 

Silvia V

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#5
K
eins...liegt aber auch daran, daß die ARGE hier mit nichts auf die Reihe kommt und die generell sehr vorsichtig bei der Vergabe von 1-Euro-Jobs ist.
Da hast Du ja richtig Glück :)
Ich hatte in diesem Jahr ein Angebot :motz:(blöder Ausdruck für Zwangsarbeit),den konnte ich erfolgreich abwehren.

Ich habe auch nicht die Absicht in Zukunft eine derartige Beschäftigung
auszuführen...schon aus Prinzip.


Gruß

Silvia
 

Lowrider

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#6
Silvia V sagte :
K
eins...liegt aber auch daran, daß die ARGE hier mit nichts auf die Reihe kommt und die generell sehr vorsichtig bei der Vergabe von 1-Euro-Jobs ist.
Da hast Du ja richtig Glück :)
Ich hatte in diesem Jahr ein Angebot :motz:(blöder Ausdruck für Zwangsarbeit),den konnte ich erfolgreich abwehren.

Ich habe auch nicht die Absicht in Zukunft eine derartige Beschäftigung
auszuführen...schon aus Prinzip.


Gruß

Silvia
...........
 
E

ExitUser

Gast
#8
Kein Angebot.

Aber: Zum 01.06.2005 habe ich mir in meinem Heimatort eine Arbeitsgelegenheit freiwillig und gezielt ausgesucht.
 

silvermoon

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#9
Also da sieht mans ja wieder: Die hiesige Arge will uns eindeutig einen reindrücken, weil wir vor Gericht gezogen sind. Oder wie erklärt Ihr Euch, dass wir pro Monat gleich 2 EEJ´s pro Nase im Briefkasten haben... :cry:
 

Martin Behrsing

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#10
dann drückt man denen halt direkt die nächste Klage rein. Solange bis die es lernen, welche Standards an EEJs anzulegen sind.
 

silvermoon

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#11
hallo martin,

habe ja den widerspruch nach deinem muster weggeschickt und denen frist gegeben bis 09.09.2005. bin ja mal gespannt, was passiert. wahrscheinlich NIX - ausser SANKTIONEN zu probieren!!! :cry:
 
E

ExitUser

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#12
Wer sich wehrt , wird schikaniert.
Anders kann ich nicht erklären, warum beispielsweise mein Exehemann,- solo und voll arbeitsfähig seit Januar bisher von Schreiben, Einladungen oder EEJ völlig unbehelligt blieb und ich mit einem behinderten Sohn, mein neuer Mann arbeitet, und ich war auch noch hochschwanger- gleich direkt ohne vorherigen Termin zum Kennenlernen einen Vertrag zu einem EEJ ( Eingliederungsvereinbarung) antreten sollte.
Wir wohnen nicht weit voneinander entfernt.- Allerdings andere ARGE.
 

silvermoon

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#13
Gegen solche Machenschaften müsste man echt mal angehen!!! :|
Ich frage mich wirklich, welche Sorte "Lebewesen" dort sitzt! :motz:
Man wird behandelt wie ein Schwerverbrecher - und das nur, weil man sein Recht fordert!!!
 
E

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#14
Ich werde von der ArGe nicht mehr behelligt, weil ich mir einen Ein-Euro-Job bereits freiwillig ausgesucht habe. Da habe ich die ArGe aber schön verarscht? :lol:
 

Nette

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#15
Hallo liebe Leute,

mir hat man jetzt auch einen 1,-€ Job angeboten. Tätigkeit nennt sich StadtServiceTeam - früher waren dafür die Politessen zuständig. Habe mich dann heute auf den Weg zu diesem Vorstellungsgespräch gemacht und habe den zuständigen Sachbearbeiter mal gefragt, ob ich danach dann bei der Stadt auf einen Anstellungsvertrag hoffen kann!!!! :D Nein, sagte er mir klipp und klar, 1,-€ Jobs sind dafür da, damit die Langzeitarbeitslosen wieder einen vernüftigen Tagesablauf bekommen, weil Arbeitgeber würden ja sowieso keine Langzeitarbeitslosen einstellen. Ich hätte dann auch prima Arbeitszeiten von 7.00.- 8.30Uhr und 16.00 - 21.00Uhr. Selbstverständlich hätte ich jedes zweite Wochenende frei. Und eine Uniform erhalte ich dann auch von der Stadt.

Wie ihr euch vorstellen könnt, war ich sehr begeistert. 8)

Gruss Nette
 

Martin Behrsing

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#16
Hallo Nette,

das ist doch mal eine Aussage, die man direkt verwenden kann. Teile mir doch bitte mit, wer dieser SB war und was er sonst noch alles gesagt hat. Am besten per Mail, oder PN. Ich glaube hier haben wir unsere nächste Optionskommune, die damit genau baden gehen wird.
 
E

ExitUser

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#17
Hi@all ,
ich soll am Montag eine Arbeitssklavenausnutzgelegenheit antreten bei dem Malteser Hilfsdienst in Fulda , täglich 6 Std. für 1,50 €uronen.
Auftrag : Unterstützende Tätigkeiten im Fahrdienst.
Habe ja den Eingliederungsvertrag unterschrieben , das heist aber nicht , dass ich anderen Menschen den Arbeitsplatz wegnehmen kann.
Habe durch meine Anwältin Wiederspruch eingelegt.
Fahre da am Montag morgen mal hin und höre und sehe mir das mal an , mache mir dann Notizen vom Gespräch die ich dann vor Gericht evtl. verwenden kann , wenn die Sanktionen kommen .
Sobald ich den Bescheid dann habe , gibt es die nächste Klage bei Gericht.
:motz: :motz: :motz: :evil: :evil:

Die brauchen ja offensichtlich Leute , dann können die mich ja fest Einstellen als Fahrer , reichlich Erfahrung habe ich ja , als ehemaliger Rally_Pilot !?!? :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Gruss
Rüdiger
 

Martin Behrsing

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#18
Es ist dir schon klar, dass Du selbst überhaupt nicht fahren darfst. Denn das würde gegen das Personenbeförderungsgesetz verstoßen.
Im übrigen kannst Du diese tätigkeit auch ablehnen, da es sich beim Malteser hilfsdienst um einen Tendenzbetrieb handelt und niemand kann gezwungen werden, bei einer Einrichtung mit religösen Hintergrund zu arbeiten.
 

Linchen0307

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#19
Moin moin...
ich komme aus der Personenbeförderung und weiß, das du ohne einen P Schein niemanden transportieren darfst. Warum hetzt du dir nicht selbst die Polizei und das Straßenverkehrsamt auf den Hals???
Können diese Herrschaften sich alles erlauben??? Mit dem EEJ vernichtest du Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt.
 
E

ExitUser

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#20
Hi ,
ich werde dort am Montag erscheinen , und denen mal gleich den Zahn ziehen.
Es handelt sich ja doch meist um Krankentransporte so denke ich , und für diese benötigt man doch ganz sicher auch als Beifahrer eine Ausbildung zum Sanitäter , oder ?
Außerdem hab ich ein problem mit dem ganzen Kirchengelaber , und schwer Heben kann und darf ich ebenfalls nicht !
Einen P-Schein habe ich auch nicht und will den auch nicht machen.
Ausserdem hat meine Anwältin ebenfalls in den Widerspruch geschrieben und auch festgestellt , das es sich eindeutig um einen Dienstleistungsbetrieb handelt , daher also keine zusätzlichen Arbeiten anfallen können , eben wegen Dienstleistung .

Ich werde das Schreiben meiner Anwältin mal mitnehmen und dem Typ unter die Nase halten.
Habe da noch was im Gedächtniss aus dem alten Forum , da gab es doch schonmal was mit dem Malteser !?!?
Gab`s da evtl. eine Anordnung oder Beschluss ???

Ich entledige mich schon dem Ausbeuterjob am Montag !!!

Gruss
Rüdiger
 
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#21
Rüdiger, frage mal bei Verdi wegen der Lohnfeststellungsklagen gegen den Malteser an. Ich hoffe, ich erinnere mich richtig. :mrgreen:
 
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#22
Hach, Suchmaschinen sind was feines.

Verdi führt Musterklagen gegen Ein-Euro-Jobs
- Malteser und Diakonie in der Oberpfalz betroffen


Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat erste Klagen gegen den irregulären Einsatz von so genannten Ein-Euro-Jobbern eingereicht. Dies berichtet die Gewerkschaftszeitung Verdi-Publik in ihrer neuen Ausgabe, wie die Gewerkschaft am Dienstag mitteilte. Den Angaben zufolge geht es in einem Fall um einen Mann aus Weiden in der Oberpfalz, der mit Unterstützung der Gewerkschaft gegen einen Betrieb der Hilfsorganisation Malteser klagt. Dabei solle gerichtlich festgestellt werden, ob der Ein-Euro-Job, zu dem der Arbeitnehmer verpflichtet wurde, zulässig ist oder ob es sich bei der Tätigkeit nicht doch um einen regulären Arbeitsplatz handelt.

Der ehemalige Berufskraftfahrer Helmut W. habe als Ein-Euro-Jobber reguläre Fahrtätigkeiten für den Malteser Hilfsdienst verrichten müssen, kritisierte die Gewerkschaft. Laut Gewerkschaftssekretär Karlheinz Winter, der den Fall den Angaben zufolge betreut, geht durch den Einsatz von Helmut W. ein voller Arbeitsplatz verloren. Das Arbeitsgericht Weiden habe sich für den Fall für zuständig erklärt.
123recht.net

:p

Für Rückfragen:
ver.di-Bezirk Weiden, Karlheinz Winter, Tel.: 0961-40 17 616
ver.di
 

Linchen0307

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#23
Fighting Bulldogg sagte :
Einen P-Schein habe ich auch nicht und will den auch nicht machen.

Gruss
Rüdiger

Den solltest du dann auf Kosten der ARGE machen, das Teil kostet neu, ca 250 Euro. Du könntest dann damit Taxi fahren, vielleicht bekommst du so eine Festanstellung, es soll noch Taxiunternehmen geben, die FEST anstellen. Viel verdient man zwar nicht, aber immer noch besser als Hartzer zu sein. :hmm:
 

Atlantis

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#24
@ Fighting Bulldogg


Ein-Euro-Jobber kämpft um sein Recht
52-Jähriger fühlt sich als "billige Arbeitskraft" missbraucht - Gütetermin vor Arbeitsgericht scheitert
Weiden. (wd) Nur eine "Güteverhandlung" vor dem Arbeitsgericht. Doch die Klage von Helmut W. wird bundesweit Wellen schlagen. Davon ist Wolfgang Lubig von der DGB-Rechtsschutz überzeugt. Erstmals nämlich besteht ein Euro-Jobber darauf, dass die Regelungen des Sozialgesetzbuches II eingehalten werden - nicht nur von den durch Hartz IV Gebeutelten, sondern auch vom "Maßnahmeträger".
Demnach muss das, was Bezieher von Arbeitslosengeld II in den so genannten "Arbeitsgelegenheiten" leisten, im allgemeinen caritativen Interesse und zusätzlich sein. Helmut W., Langzeitarbeitsloser, ist per Bescheid der Arbeitsgemeinschaft Fördern und Fördern vom 22. Dezember 2004 beim Malteser Hilfsdienst quasi "zwangsverpflichtet". Doch nicht deshalb klagt er. Den Job an sich hat er wirklich gern gemacht. Er fuhr Behinderte - meist sogar ohne Begleitung.

Aber er glaubt: Das was er macht, darf er als Ein-Euro-Jobber gar nicht machen. Denn seine Arbeit ist weder zusätzlich (für die Touren gibt es seit Jahren Routenpläne) noch caritativ, denn der Malteser-Hilfsdienst rechne sie mit Sozialversicherungsträgern ab. "Damit wird Geld verdient." Wenn er also einen "eigentlich ganz normalen Job" ausübt, dann fordere er den ihm dafür zustehenden Lohn (1153,20 Euro seit 1. Februar) und vor allem: ein "ganz reguläres Arbeitsverhältnis".

Keine zusätzliche Arbeit

Zunächst forsch ist der Auftritt des Vertreters des beklagten Malteser Hilfsdiensts: Tobias Bluhm, stellvertretender Personalleiter Bayern/Thüringen, betont, dass sich der Dienst an das Gesetz halte. Mit seiner Rüge am Rechtsweg und dem Hinweis, für die Klage sei nicht das Arbeits-, sondern ein Sozialgericht zuständig, beißt er bei Richter Veit Zitzmann auf Granit. "Ich glaube schon, dass wir die richtigen Ansprechpartner sind. Wenn sich der Kläger darauf beruft, dass ein Arbeitsverhältnis vorliegt, sind wir zuständig."

Die Intention der Klage gehe wohl dahin, so mutmaßte der Richter, dass der Kläger nicht nach den Vorgaben des Bescheids eingesetzt werde. Er zitierte aus dem Schriftsatz des Klägers, die "Arbeitsgelegenheit" sei nicht zusätzlich entstanden. Sie hätte ohne den Einsatz des Ein-Euro-Jobbers von regulären Arbeitnehmern ausgeführt werden müssen. "Die Beklagte setzt somit den Kläger unter Umgehung der Vorschriften des Sozialgesetzbuches II zweckfremd als billige Arbeitskraft ein", folgerte Lubig. Da dies der MHD von Anfang an beabsichtigt habe, sei inzwischen eben doch ein echtes Arbeitsverhältnis entstanden.

Der Vertreter des Malteser Hilfsdienstes äußerte sich nicht zur Sache. Er betonte lediglich, dass der Ein-Euro-Jobber seit Jahresbeginn so eingesetzt würde, wie es mit der Arbeitsgemeinschaft Weiden-Neustadt/WN abgesprochen war. Der MHD wollte eine Arbeitsgelegenheit anbieten, aber den Ein-Euro-Job nicht vergüten. Deshalb sei kein Arbeitsverhältnis begründet.

Beim Gütetermin schlugen beide Seiten einen Vergleich aus. Weiter verhandelt wird - aufgrund des vollen Terminkalenders der Kammer - erst im Spätsommer. Dazu forderte Richter Zitzmann Tobias Bluhm auf, "jemanden Verantwortlichen" mitzubringen - "es muss ja nicht gleich der Vorsitzende der Geschäftsführung, Karl Prinz zu Löwenstein aus Köln sein".

Jobber wird "geschnitten"

ver.di-Sekretär Karlheinz Winter kündigte an, dass Helmut W. umfangreiche Tätigkeitsnachweise liefern könne. Aber der Mann habe, seit sein "Arbeitgeber" von der Klage wisse, nichts mehr zu tun: Ihm sei diese Tätigkeit entzogen worden. Er fühlt sich geschnitten und gemobbt. Helmut W.: "Das geht an die Nerven. Keiner traut sich noch mit mir zu reden. Ich stehe einsam und verlassen in der Ecke. Ich bin krank." Andere der etwa zehn Ein-Euro-Jobber seien, soweit er wisse, für den MHD weiter als Fahrer unterwegs.
oberpfalznet

viele grüße
atlantis

EDIT: Bitte immer die Quelle angeben. Ralf Hagelstein (habe ich hier bereits eingefügt)
 
E

ExitUser

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#26
Danke für eure Hilfe .
Weiß jemand , ob da schon ein Urteil bekannt ist und wo das verhandelt wird ( Gerichtsort ) ?
Das iss was für Montag !!!
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Gruss
Rüdiger
 

Diana

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#30
Wie kann man am Besten die Annahme eines EEJ ablehnen? Ich meine mit welchen Argumenten? Meine Schwerhörigkeit und Rheuma hab ich ja schonmal angegeben.

Bin aber trotzdem gefragt worden ob ich mir vorstellen könne im Verkauf zu arbeiten. :lol:
Tätigkeit in der Alten oder Krankenpflege hab ich gleich betont käme für mich nicht in Frage, denn ich bin als 16 jährige auf Grund der Schwerhörigkeit als Krankenschwester-Azubi abgelehnt worden.
 

terri

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#31
Wer sich wehrt , wird schikaniert.
kann ich von mir nur bestätigen.
Habe Widersprüche laufen seit Monaten, jetzt wird seit Mai nichts mehr bearbeitet.
Habe auch gleich zwei Angebote zur Zwangsarbeit bekommen.
Da ich aber Nebentätigkeiten habe konnte ich das abwimmeln.
Brauche also niemanden der mir den Tag strukturiert oder das Aufstehen am Morgen beibringt.
Pünktlichkeit kann mir eh keiner mehr beibringen.
Sollte alles aufgeben für ein halbes Jahr 1,20 Job.
Folgeantrag wird auch verstauben bis Widersprüche bearbeitet sind.
Antrag auf Zahlung wegen Mieterhöhung verstaubt wegen Widersprüchen.
Würde ein EEJ so arbeiten wie die dann hätte er für den Rest seines Lebens Leistungskürzungen.
MfG
terri
 

Arania

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#32
kann ich von meiner zuständigen ARGE nicht sagen, ich habe ohne Probleme einen 1-Euro-Job ablehnen können, allerdings schon mit zig Erklärungen wegen Gesundheit, Zweck der Eingliederung etc.

Das scheint also durchaus unterschiedlich gehandhabt zu werden
 
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