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Mondkalb

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#1
Hallo,

In der EGV meines Sohnes steht unter Anderem dieser Satz: Außerdem unternehmen Sie in den nächsten 6 Monaten-beginnend ab Absolvierung des Bewerbertrainings- mindestens 6 Bewerbungsbemühungen um sozialversicherungspflichtige und geringfügige Beschäftigungsverhältnisse sowie Ausbildungsstellen und weisen mir Ihre Bemühungen im Anschluß an den oben genannten Zeitraum in Form der Ihnen ausgehändigten Tabellen nach.

Ich verstehe darunter, daß mindestens 6 Bewerbungen innerhalb der 6 Monate nachzuweisen sind.

Liege ich da falsch?

MfG

Mondkalb
 
E

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Gast
#2
Das wird dann so sein. Sonst würde auch 6 Bewerbungen pro Monat in der EGV stehen.
:icon_smile: Sieh aber lieber bitte nochmal genau nach.
 

Mondkalb

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#3
Ich habe es mir immer wieder durchgelesen. Es steht so da, wie ich es abgeschrieben habe. Leider funktioniert der Scanner nicht, sonst hätte ich die EGV eingescannt.
Mein Sohn hat aber jetzt einen Anhörungsbogen von der ARGE bekommen, weil er seine Pflichten verletzt haben soll. In dem Schreiben von der ARGE steht, daß er 6 Bewerbungen pro Monat unterschrieben habe. Außerdem wird in dem Schreiben ein falsches Datum genannt. Mein Sohn hatte die EGV am 27.02.09 unterschrieben und nicht am 02.03.09 wie die Dame schreibt.
Wie soll mein Sohn den Anhörungsbogen ausfüllen?

MfG
 
E

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Gast
#4
Das verkehrte Datum halte ich noch nicht einmal für so relevant. Kann man nebenher erwähnen.
Wichtig ist, dass es 6 Bewerbungen in der gesamten Laufzeit sind und nicht im Monat. Und das könnt ihr belegen. Und das muss in dem Anhörungsbogen nachdrücklich stehen.
Bekommst aber sicher noch mehr Tipps.:icon_smile:
 
E

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#6
Sehr geehrte Arge,

Ihr Vorwurf, meinen Bewerbungspflichten nicht nachgekommen zu sein, ist ungerechtfertigt.
In der EGV vom... werden 6 Bewerbungen während der gesamten Laufzeit gefordert und nicht pro Monat.
Ich bitte Sie, dieses zu berücksichtigen und nochmals zu überprüfen.
Mit freundlichen Grüßen


So würde ich das schreiben, kommen aber sicher noch mehr Tipps.
 

Mondkalb

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#7
Mein Sohn hat ja bis jetzt schon 7 Bewerbungen nachgewiesen, hatte schon 2 Vorstellungstermine und eine Probearbeitswoche. Das Alles hat er schön brav nachgewiesen.
Jetzt behauptet die Dame von der ARGE, allerdings nicht dieselbe bei welcher mein Sohn unterschrieben hat, er hätte 6 Bewerbungen pro Monat unterschrieben. Bis zum 26.06.09 soll er den Anhörungsbogen zurückschicken, dann will sie sich überlegen, ob und wie sie ihn sanktioniert.
 

Mondkalb

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#8
Das liegt ihm nicht. Er will wirklich eine Ausbildung.
 
E

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#9
Wenn es so ist, wie du geschrieben hast und ihr könnt alles belegen, dann hat die Dame keinen Sanktionsgrund.
Aber schreib hier doch hier bitte, wie es ausgegangen ist.
 
E

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Gast
#10
Na blöd für ihn, aber kann er nicht einfach nur das Anschreiben variieren und halt sechsmal pro Monat rausschicken?
Warum sollte er das tun ??? :icon_neutral:
Es waren 6 Bewerbungen in der gesamten Laufzeit gefordert.
Und wenn das in der EGV so steht, kann man nicht plötzlich 6 pro Monat verlangen.
 

Mondkalb

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#11
Das meine ich auch. Auf alle Fälle halte ich Euch auf dem Laufenden.
Er schreibt ihr das so, wie es ist. Wenn doch eine Sanktion erfolgen sollte, lassen wir es weiter gehen.
 
E

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Gast
#12
Das meine ich auch. Auf alle Fälle halte ich Euch auf dem Laufenden.
Er schreibt ihr das so, wie es ist. Wenn doch eine Sanktion erfolgen sollte, lassen wir es weiter gehen.

Richtig, mal nicht verrücktmachen lassen.

Anhörungsbogen am besten persönlich abgeben und Empfang quittieren lassen oder als Einschreiben mit Rückschein absenden.

Viel Glück ! :icon_smile:
 

Mondkalb

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#14
Hallo,

heute bekam mein Sohn eine Vorladung, ich meine natürlich Einladung, für den 13.07.09. Das ist also die Antwort auf seine Richtigstellung. Ich hoffe, daß Jemand aus Bonn ihn zu diesem Termin begleiten und ihn unterstützen kann. Allein soll er sich denen nicht wieder ausliefern.

Viele Grüße

Mondkalb
 
E

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#15
Welche Begründung steht denn in der Vorladung? Ist das eine Einladung nach § 59 SGB II?
 

Mondkalb

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#16
Ja, es ist eine Einladung nach § 59 SGB II in Verbindung mit § 309 Abs. 1 SGB III.
 

Mondkalb

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#18
Ich möchte mit Ihnen über Ihr Bewerberangebot b.z.w. Ihre berufliche Situation sprechen. das steht da.
 

Linkswaehler

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#19
Das ist immer der Standard-Vorladungs-Satz. In der ARGE angekommen, überrumpeln sie einen dann mit allen möglichen Angriffen, plötzlich sitzt Teamleiter mit am Tisch und droht irgendwas usw...
AUF GARKEINEN FALL ALLEINE DAHIN!
 

Mondkalb

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#20
Eben. Beim letzten Mal wollte mein Sohn ja unbedingt zeigen, daß er erwachsen ist und allein zurecht kommt. Man kann aber noch so erwachsen sein, allein kommt man gegen die nicht an!
 

petersbg

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#21
habt ihr denn mal ausführlich geklärt, ob es nicht noch eine zweite egv gibt? eine, an die ihr vielleicht nicht denkt? oder einen verwaltungsakt, den ihr nicht bekommen habt?

ich erwähne dass, nicht dass ihr dann sowas an den kopf bekommt und aus allen wolken fallt. in dem fall müssen die euch aber weitere nachweise bringen, dass das unterschrieben bzw. zugestellt wurde.

in dem jetzigen fall kann man aber gelassen ran gehen, ich lese auch nur 6bewerbungen.

rechnet aber damit, dass ihr eine neue egv bekommt, aus welchen gründen auch immer. lasst euch nicht drohen und postet mal das geschehene.
 

Mondkalb

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#22
Diese EGV ist bis zum 26.08.09 gültig. Etwas Anderes hat mein Sohn nicht unterschrieben. Eine neue EGV will er auch nicht unterschreiben.
Natürlich halten wir Euch auf dem Laufenden.
 
E

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#23
Ich möchte mit Ihnen über Ihr Bewerberangebot b.z.w. Ihre berufliche Situation sprechen. das steht da.
Ich schreibe hier mal meine Vermutung nieder:

Man wird ihm eine neue EGV vorlegen, die diesen Fehler der SB korrigiert. D.h. da steht dann drin, dass er 6 Bewerbungen pro Monat schreiben muss.

Er möchte das nicht unterschreiben, sondern mitnehmen! Wenn man ihn das nciht mitnehmen lässt, soll er es liegenlassen.
 

sun2007

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#24
Ich habe es mir immer wieder durchgelesen. Es steht so da, wie ich es abgeschrieben habe. Leider funktioniert der Scanner nicht, sonst hätte ich die EGV eingescannt.
Mein Sohn hat aber jetzt einen Anhörungsbogen von der ARGE bekommen, weil er seine Pflichten verletzt haben soll. In dem Schreiben von der ARGE steht, daß er 6 Bewerbungen pro Monat unterschrieben habe. Außerdem wird in dem Schreiben ein falsches Datum genannt. Mein Sohn hatte die EGV am 27.02.09 unterschrieben und nicht am 02.03.09 wie die Dame schreibt.
Wie soll mein Sohn den Anhörungsbogen ausfüllen?

MfG
Ihr müsst echt super vorsichtig sein. Es kann nämlich sein, dass die sogar versuchen, Euch eine EGV mit dem Datum vom 2.3.09 unterzujubeln, in der dann die 6 Bew. pro Monat drin stehen. Oder sie behaupten, sie hätten ihm einen entsprechenden VA zugeschickt - was natürlich Quatsch wäre, warum in aller Welt sollten die sowas am 2.3.09 gemacht haben, wenn Dein Sohn am 27.2.09 erst eine EGV unterschrieben hat - aber über sowas bitte nicht vor Ort mit ihr diskutieren, bitte nicht.

Ich stelle mir das so vor: Die alte SB hat einen "Fehler" gemacht. Die neue SB will ihn jetzt aus der Welt schaffen, indem sie Deinem Sohn irgendeinen Mist mit altem Datum versucht, unterzujubeln oder ihn mit sonstigen unwahren Behauptungen zu verunsichern. (Sowas gab es hier schon mal kürzlich, wo eine SB mit absurden Methoden versucht hat, ihren eigenen "Fehler" wieder auszubügeln und dem LE den letzten Mist erzählt hat - natürlich mit allerlei Drohgebärden.)

Mein Tipp: GAR NICHTS SAGEN. Sich auf GAR KEINE Diskussion einlassen. Alles von der SB schriftlich geben lassen und dort vor Ort GAR NICHTS UNTERSCHREIBEN.

AUF KEINEN FALL!!!!!

Sie will mit ihm über seine Bewerbungssit. reden? Gut. dann zeigt er ihr, wo er sich beworben hat und gut ist. Alles andere, was sie sonst noch will, schriftlich von ihr verlangen.

Und: AUF KEINEN FALL ALLEINE HINGEHEN. Am Besten jemanden mitnehmen, der weder mit ihm verwandt ist noch verschwägert, Ihr könnt auch mit mehreren Beiständen hin. Die entsprechenden Rechtsgrundlagen solltet Ihr zitierfähig dabei haben.

Aber nochmal: Am Besten in keinerlei Diskussionen verstricken lassen, denn es ist so, wie es das Wort andeutet: Die legen da Schlaufen und Stricke aus und sobald man darauf eingeht, haben sie einen schon halbwegs. Dann ziehen die nur noch die Schlinge zu und das war's.

Gruß

Sun
 

Mondkalb

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#25
Genau das sind meine Befürchtungen. Deshalb bitte ich auch um Beistand für meinen Sohn. Martin hat uns geantwortet, daß wir am Freitag vorbei kommen sollen. Ansonsten hat sich niemand gemeldet, wer Zeit und Lust hätte, mitzukommen.
Ich bin auch davon überzeugt, daß man meinem Sohn was reindrehen will, weil sie es bei mir noch nicht geschafft haben. Auf 50 plus habe ich mich nämlich nicht eingelassen.
 
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#26
Kann mich den Vorrednern nur anschließen, nichts unterschreiben und unbedingt einen Beistand mitnehmen !!
 

Mondkalb

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#27
Hallo,

wir waren mit Beistand beim Termin. Der Beistand hatte meinem Sohn gesagt, er solle nichts sagen. Beim Gespräch redete mein Sohn dann doch viel. Das tut er immer, wenn er nervös ist und seine Unsicherheit überspielen will.
Die SB gab zu, daß sie die Anzahl der Bewerbungen schwammig geschrieben habe, aber mein Sohn habe ganz genau gewußt, daß er 6 Bewerbungen pro Monat zu schreiben habe. Leider könne sie ihn deswegen nicht sanktionieren, da sie es nicht so konkret reingeschrieben habe, sonst würde sie es sofort tun. Er könne sich nicht nur für Ausbildungsplätze bewerben, sondern müsse gegebenfalls auch putzen gehen, da er ja Leistung bezieht. Mein Sohn sagte, daß er laut GG, daß Recht auf freie Berufswahl habe. Da wurde sie richtig giftig und sagte, für ihn gelte das SGB2. Sie stellte eine neue EGV aus, obwohl die unterschriebene noch bis zum 26.08.09 gilt. Er wird an die Jugendberufshilfe verwiesen. Dort hat er für Montag einen Termin gemacht. Wenn er die neue EGV nicht bis zum 22.07.09 unterschrieben zurück gibt, will sie ihn wieder vorladen und sanktionieren.
Die EGV hänge ich an.
Was sagt Ihr dazu?

MfG
 

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physicus

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#29
Er könne sich nicht nur für Ausbildungsplätze bewerben, sondern müsse gegebenfalls auch putzen gehen, da er ja Leistung bezieht. Mein Sohn sagte, daß er laut GG, daß Recht auf freie Berufswahl habe. Da wurde sie richtig giftig und sagte, für ihn gelte das SGB2. Sie stellte eine neue EGV aus, obwohl die unterschriebene noch bis zum 26.08.09 gilt. Er wird an die Jugendberufshilfe verwiesen. Dort hat er für Montag einen Termin gemacht. Wenn er die neue EGV nicht bis zum 22.07.09 unterschrieben zurück gibt, will sie ihn wieder vorladen und sanktionieren.
ob die da giftig wird oder nicht ist völlig wurscht, weil für jeden deutschen das GG ÜBER dem hartzIV müll steht!
sie sollte sich echt mal weiterbilden....

wenn noch eine bestehende EGV vorhanden ist, so sieht das gesetz nicht vor eine neue oder ergänzende unterzeichnen zu müssen.
deshalb würde ich das der SB auch so schreiben und den termin NICHT wahrnehmen.

§15 SGB II Ziffer 2
Die Eingliederungsvereinbarung soll für sechs Monate geschlossen werden. Danach soll eine neue Eingliederungsvereinbarung abgeschlossen werden. Bei jeder folgenden Eingliederungsvereinbarung sind die bisher gewonnenen Erfahrungen zu berücksichtigen. Kommt eine Eingliederungsvereinbarung nicht zustande, sollen die Regelungen nach Satz 2 durch Verwaltungsakt erfolgen.
 

Mondkalb

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#30
Danke, der Meinung bin ich auch. Schließlich ist eine fundierte Ausbildung äußerst wichtig. Er schreibt ja auch die ganze Zeit Bewerbungen, hat sich auch schon auf Ausbildung zum Tankstellenwart beworben, obwohl das nicht grad sein Traumberuf ist.
Wenn wir sanktioniert werden, wird das zwar sehr hart, aber dagegen werden wir vorgehen.
 
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#31
Vielleicht solltet ihr nochmal zu Martin in die Beratungsstelle gehen, da ihr ja auch aus Bonn seid.
 

Mondkalb

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#32
Bei Martin waren wir. Er riet meinem Sohn, bei Berufsschulen anzurufen.
Während der Ferien ist in den Schulen aber niemand erreichbar.
 
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#33
Bei Martin waren wir. Er riet meinem Sohn, bei Berufsschulen anzurufen.
Während der Ferien ist in den Schulen aber niemand erreichbar.
Ich lese hier gerade mit Kopfschütteln, und deine Erlebnisse erinnern mich sehr an den SB meiner Tochter. Der vertrat auch die Ansicht, das SGB II ist das pater noster und Glaubensbekenntnis in einem. :icon_eek:

Bei den berufsbildenden Schulen gibt es eine Bewerbungsfrist, die bei uns in Hamburg traditionell bis Mitte/Ende März läuft, innerhalb derer alle Schüler sich mit Bewerbungsmappe (Lebenslauf/Bewerbung/Foto/Zeugnisse/Praktikumsbescheinigungen) zu bewerben haben.
Alle weiteren interessierten Schüler, die später kommen, werden auf eine Warteliste gesetzt und ggf. auf freie Plätze verteilt.

Das Elend mit Arge, Ausbildung, EGV und Sanktionen, hatten meine Tochter und ich im vergangenen Jahr auch. Sie hatte den offiziellen Bewerbungstermin vertrödelt, hat sich bis zu den Sommerferien auch nicht auf eine Warteliste gesetzt - kurz gesagt: Es sah für sie zum :icon_kotz: aus, und ihr SB rieb sich bereits die Hände, um sie neuerlich aufs Massnahmekarussel zu verfrachten.
Am ersten Schultag nach den Sommerferien rief ich alle möglichen Hamburger berufsbildenden Schulen an, während meine heulende und verzweifelte Tochter in der Küche hockte, und die Vorwürfe ihrer älteren Schwester über sich ergehen ließ.
Eine Schule gab ihr für den kommenden Tag einen Termin für ein Vorstellungsgespräch.
Wir haben in gemeinschaftlicher Bestleistung eine Bewerbungsmappe zusammengestellt, meine Tochter wurde von uns gebügelt, gestriegelt und instruiert - und dann sind wir hin, sie und ich.
Meine Tochter fiel vor Aufregung in sich zusammen, während ich um das Leben meiner Tochter redete. Nach 15 Minuten teilte der Rektor mit, dass meine Tochter das Klassenzimmer xy aufsuchen sollte, um sich ihrer neuen Klassenlehrerin vorzustellen.
Ich war fix und alle, habe mich tausendmal bedankt, so froh war ich, dass meine Tochter einen der begehrten Restplätze erhalten hatte, obwohl sie nicht mal auf der Warteliste stand.
Der Rektor wollte ihr die Chance einräumen, weil sie zwei Monate später 20 wurde, und dann hätte diese Schule und keine andere in Hamburg sie mehr nehmen dürfen.

Stelle mit deinem Sohn einige Bewerbungsmappen zusammen, mit einem guten Foto und den üblichen Kopien - Schulzeugnisse müssen beglaubigt sein!
Das kann man unter Vorlage des Originals auch im Ort/Bezirks/Kreisamt machen lassen.
Die entsprechenden Schulen kann er ja jetzt in den Ferien heraussuchen, um passende Bewerbungen zu schreiben.
Und am besten sollten Vater/Mutter ihn begleiten. Ich sehe es ja an meiner Tochter. Volljährig? Ja. Erwachsen? Noch lange nicht! :icon_smile:
Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es auch auf die Schulen einen besseren Eindruck macht, wenn die Jungspunde noch begleitet werden.

LG :icon_smile:

PS:
Meine Tochter dankte mir später, und sagte, dass sie den Platz ohne meine Unterstützung nie bekommen hätte.^^
 

Mondkalb

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#34
Hallo Hamburgeryn,

danke für Deinen Erfahrungungsbericht. Gilt die Altersgrenze von 20 Jahren nur in Hamburg oder bundesweit? Mein Sohn ist bereits 20.
Bewerbungsmappen zusammenstellen ist für ihn kein Problem. Er schreibt fleißig Bewerbungen und hat jeden Termin wahrgenommen. Bei einer Firma war er zum Probearbeiten. Dort wurde ihm große Hoffnung auf den Ausbildungsplatz gemacht. Nach 4 Wochen kam eine Mail, daß man sich für einen anderen Bewerber entschieden hat.
Auf viele Bewerbungen kamen noch keine Antworten.
Du hast völlig Recht, volljährig ist noch lange nicht erwachsen.

Liebe Grüße und eine Tasse :icon_pause:
 
E

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#35
Die neue EGV der SB möchte dein Sohn bitte nicht unterschreiben. Er hat 2 Möglichkeiten:

1) Er reagiert gar nicht darauf. Vielleicht bekommt er das ja per Verwaltungsakt. Dann melde dich hier bitte nochmal im Forum. Da schreiben wir Widerpsruch und Antrag auf aufschiebende Wirkung und der SB vergeht danach jedes giftiges Wort.

2) Er schreibt ihr das. Er schreibt:
Ihr Eingliederungsvereinbarungstext vom 13.7.2009

Sehr geehrte....

Am ..(Datum der noch gültigen EGV).... schlossen wir bereits eine Eingliederungsvereinbarung, die noch bis zum...(Datum des Ablaufes dieser EGV).... gültig ist. § 15 SGB II sieht während der Laufzeit einer Eingliederungsvereinbarung weder ersetzend noch ergänzend eine weitere Eingliederungsvereinbarung vor. Vielmehr besagt dieser Paragrah, dass nach Ablauf einer Eingliederungsvereinbarung eine neue unterzeichnet werden kann. Ich sehe keinen Anlass, einen weiteren Vertrag vor Ablauf des noch gültigen zu unterschreiben.

Mit freundlichen Grüßen


Und dann warte bitte ab.
 

Mondkalb

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#36
Danke, Mobydick.
Wir überlegen, für welche Variante wir uns entscheiden. Unterschreiben wird er auf keinen Fall!

Viele Grüße und einen heißen :icon_pause:
 
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#37
Da hoffe ich doch, dass es gut ausgeht. Vor allem, wenn das Ziel, wie viele Bewerbungen zu schreiben sind, noch immer nicht konkret genug ist.
 

Mondkalb

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#38
In die neuen EGV sind 6 Bewerbungen pro Monat reingeschrieben.
 
E

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#39
In die neuen EGV sind 6 Bewerbungen pro Monat reingeschrieben.

Bei der heutigen Arbeitsmarktsituation halte ich 6 Bewerbungen pro Monat für absoluten Schwachsinn. Das zwingt Einen doch nur wieder zu Sinnlos -
bewerbungen.

@Mobydick: Er ist U25, da gibt es gleich 100% Kürzung, da muss man sehr vorsichtig sein.
 
E

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#40
@Mobydick: Er ist U25, da gibt es gleich 100% Kürzung, da muss man sehr vorsichtig sein.
Es kommt bei Nicht-Unterschrift einer EGV trotzdem keine Sanktion. Wenn ich hier irgend eine Möglichkeit für eine Sanktion sehen würde, hätte ich davor gewarnt.

Und wenn er für die Maßnahme am Montag keine separate Zuweisung hat, braucht er nicht hin, denn es liegt keine Zuweisung vor und die EGV hat er nicht unterschrieben. Auf welcher Basis willst du ihn denn sanktionieren? Jede Sanktion wäre unrechtmäßig und könnte in null komma nichts eingeklagt werden.
 

Mondkalb

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#41
Mein Sohn will morgen zu dem Termin gehen und sich anhören, was sie ihm dort anbieten. Unterschreiben will er nichts, sondern sich nur informieren.
Das ist doch in Ordnung oder?
 
E

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#42
Das ist sicher in Ordnung, aber auf alle Fälle sollte Jemand als Beistand mitgehen.
:icon_smile: Viel Glück !
 

Mondkalb

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#44
Wir waren also bei dem Termin. Die Beraterin gab sich viel Mühe. Unter Anderem rief sie bei der IHK an und gab meinem Sohn den Hörer, damit er persönlich telefonieren konnte. Wie er nach Erhalt der E-Mail feststellte, handelt es sich um die IHK Köln, welche ihm Firmenadressen aus Leverkusen, Puhlheim, Euskirchen e.t.c. mitteilte. Heute hat er sich auf Stellen, welche von der IHK Bonn angeboten werden, beworben. Die Beraterin schickt seine Bewerbungsschreiben an ein Institut zur Überprüfung. Nächste Woche soll er bei der Beraterin eine 3 stündige Prüfung ablegen, um seinen Wissensstand zu überprüfen und um zu sehen, für welche Ausbildungen er noch geeignet ist.
Er hat die bis zum 26.08.09 geltende EGV vorgelegt. Nach einer neuen EGV hat die Beraterin nicht gefragt, deshalb hat mein Sohn auch nicht erwähnt, daß er die neue EGV nicht unterschreiben wird. Obwohl die SB von der ARGE gesagt hatte, daß sie meinem Sohn die Datenschutzerklärung zuschicken wird, ist diese bis heute nicht eingetroffen.
Sollte mein Sohn der SB schriftlich mitteilen, daß er nicht unterschreibt oder gar nicht reagieren? Die Frist endet morgen.

Viele Grüße
 
E

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#45
Möchte er denn an der Maßnahme teilnehmen? Wenn ja, braucht er eine Zuweisung oder eine unterschriebene EGV. "Einfach so" geht das nicht.

Die Datenschutzerklärung würde ich nur unterschreiben, wenn er zur Maßnahme freiwillig gehen will.
 

Mondkalb

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#46
Es ist alles so schwammig, nichts Konkretes. Ausbildung ist dadurch nicht in Aussicht. Er sucht sich selbst Ausbildungsangebote und schreibt Bewerbungen. 2 Bewerbungstraining hatte er schon. Bei Beiden wurde ihm gesagt, daß seine Anschreiben sehr gut sind, auch sein Lebenslauf ist gut so, wie er ihn schreibt. Ich denke, er soll Nichts unterschreiben und den Prüfungstermin absagen, obwohl ich nicht weiß, was dann auf uns zukommt, aber ich will kein Mondkalb mehr sein und mein Sohn soll keins werden.
 
E

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#47
Hallo Hamburgeryn,

danke für Deinen Erfahrungungsbericht. Gilt die Altersgrenze von 20 Jahren nur in Hamburg oder bundesweit? Mein Sohn ist bereits 20.
Bewerbungsmappen zusammenstellen ist für ihn kein Problem. Er schreibt fleißig Bewerbungen und hat jeden Termin wahrgenommen. Bei einer Firma war er zum Probearbeiten. Dort wurde ihm große Hoffnung auf den Ausbildungsplatz gemacht. Nach 4 Wochen kam eine Mail, daß man sich für einen anderen Bewerber entschieden hat.
Auf viele Bewerbungen kamen noch keine Antworten.
Du hast völlig Recht, volljährig ist noch lange nicht erwachsen.

Liebe Grüße und eine Tasse :icon_pause:
Ob die Altersgrenzen von Bu-Land zu Bu-Land unterschiedlich sind, weiß ich nicht, aber ich vermute, dass sie für alle berufsbildenden Schulen gleich sind.
Soweit ich weiß können sich Realschüler auch noch über das 20. Lj hinaus in einer Fachschule anmelden. Das weiß ich von meiner Ältesten, die sich mit 21 noch an einem weiterführenden Gymnasium anmeldete.
Dort aber auch mit der entsprechenden Bewerbungsmappe und einem soliden Notendurchschnitt in den Hauptfächern Deutsch, Englisch, Mathe von 3,0.
Sollte dein Sohn diese Voraussetzungen erfüllen, würde ich das auf jeden Fall in Angriff nehmen, anderenfalls sieht er sich auf einem sinnlosen Maßnahmekarussel wieder, welches sich nur im Kreis dreht, ihn aber beruflich nicht weiterbringt.
Einfach im Schulverzeichnis eures Bu-Landes gucken, welche berufliche Schule welchen Schwerpunkt hat, dem entsprechend individuelle Bewerbungen schreiben, am ersten Schultag die entsprechenden Schulen anrufen, oder als Initiativbewerbung abgeben.
PS: Nach den Erfahrungen meiner Töchter in Sachen Spätbewerbungen, haben sie durch Freunde und Klassenkameraden erfahren, dass es besser ist, sich selbst vorzustellen. Und nicht im Sekretäriat abwimmeln lassen - die Schulleitung entscheidet über die Vergabe von Restplätzen!!!!


Maßnahmen aller Art bei den U25 kann ich nicht empfehlen.
Mit und ohne Datenschutzerklärung nicht. Sie sind allesamt für die :icon_tonne:.


LG :icon_smile:
 

Mondkalb

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#48
Mein Sohn hat einen Notendurchschnitt von 3,5. Die 5 in Mathe hat sein Zeugnis total versaut. Er kam mit Trigonometrie überhaupt nicht klar. Vorher hatte er immer eine 2 in Mathe.
Er wollte aufs Abendgymnasium gehen, um sich einen besseren Abschluß zu erarbeiten. Da ist aber das Problem, daß Bafög erst ab dem 4.Semester gezahlt wird, er aber erst in den Vorkurs müßte. Die ARGE übernimmt die Kosten nicht, weil laut Aussage seiner SB, ein Abschluß, egal wie gut oder schlecht, reicht. Ihre Aussage, daß für ihn das SGB2 und nicht das GG zählt macht mich wütend.
Diese ganzen Maßnahmen sind echt für die Tonne und bringen nur den Maßnahmeträgern etwas.

LG und :icon_pause:
 

Mondkalb

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#49
Gestern kam vom DGB ein Brief mit Verbesserungsvorschlägen für die Bewerbungsschreiben.
Jetzt wissen wir also, an welche Institution die Beraterin die Kopien geschickt hat. Allerdings finden wir es nicht in Ordnung, daß diese im Begleitschreiben an den DGB mit dem Namen meines Sohnes unterschrieben hat.
Die Verbesserungskopien sind das reinste Grausen. Ich füge sie bei.
Was sagt ihr dazu?
Wenn mein Sohn sich so schludrig bewerben würde, hätte er noch kein Vorstellungsgespräch und noch kein Probearbeiten bekommen. Von der Firma, wo er probegearbeitet hat, kam gestern ein super Praktikumszeugnis.

Viele Grüße und viel :icon_pause:
 

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#50
Das haben die aber m.E. schon korrekt verbessert. Die haben es nur verfeinert.

Ich kenne mich mit Datenschutz nicht so aus, aber ich meine, die SB hat nur eine Berechtigung, die Daten an potentielle Arbeitgeber auch ohne dein Einverständnis weiterzugeben. So z.B. Vermittlungsvorschläge.

Ruf doch mal den Datenschutzbeauftragten Eures Landes einfach nur mal an und frag ihn.
 

Mondkalb

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#52
Danke. Ich suche mir die Nummer vom Datenschutzbeauftragten raus und ruf dort an.
Es geht mir nicht um die kleinen Wortverbesserungen, sondern darum, daß es total schief ist. Wenn man etwas verbessert, sollte es ordentlich erfolgen, so kommt man sich ja ver.....t vor.
 

Mondkalb

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#54
Hallo zusammen,

heute kam der VA, weil mein Sohn sich geweigert hat, die EGV zu unterschreiben. Wie sollen wir den Widerspruch verfassen? Sollen wir da auch reinschreiben, daß er von der Beraterin dort schwer enttäuscht ist, weil sie mit seinem Namen unterschrieben hat und die "Verbesserungen" vom Institut DGB total schief sind?
Heute waren wir auch bei der IHK Weiterbildung. Die Dame dort will sich mit einigen Betrieben in Verbindung setzen, um zu sehen, ob sie ihn in Ausbildung bringen kann. Außerdem sagte sie, daß für meinen Sohn ein Eingliederungsjahr in frage käme. Dort würde er Praktikum mit Berufsschule machen können. Das wiederum müßte er bei der ARGE beantragen.
Seit dem ganzen Streß mit der ARGE hat mein Sohn wieder öfters heftige Migräneanfälle, was ja auch kein Wunder ist.

Viele Grüße

MK
 

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#55
Ich würde hier einen Widerspruch und einen Antrag auf aufschiebende Wirkung einreichen. Den Widerspruch würde ich wie folgt formulieren:

Ihre Eingliederungsvereinbarung per Verwaltungsakt vom ....
Widerspruch

Sehr geehrte.....

gegen diesen Verwaltungsakt lege ich fristgerecht Widerspruch ein.

Begründung:

Bereits am ..(Datum der noch gültigen EGV).... haben wir eine Eingliederungsvereinbarung abgeschlossen. Diese ist noch bis zum....(Datum des Ablauf der noch gültigen EGV) .. gültig.

Gem. § 15 SGB II soll eine Eingliederungsvereinbarung für 6 Monate abgeschlossen werden. Danach kann eine neue abgeschlossen werden.

Ferner ist aus Ihrem Verwaltungsakt nicht sichtlich, ob die Eingliederungsvereinbarung vom.. (Datum der gültigen EGV).... dadurch ergänzt oder ersetzt wird.

Obwohl ich Sie nach Vorlage der Eingliederungsvereinbarung vom (Datum der 2. EGV) noch auf diese Umstände hinwies, sandten Sie mir trotzdem einen Verwaltungsakt.

Mit freundlichen Grüßen


Und dann noch einen Antrag auf aufschiebende Wirkung für das Sozialgericht deines Ortes (google mal nach der Adresse). Nachstehender Text muss im Duplikat (einschl. allen Anlagen) an das Sozialgericht geschickt werden. Musst 2 komplette, geordnete Exemplare für den Richter zusammenstellen.

An das Sozialgericht.......



[FONT=&quot]Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung[/FONT]
[FONT=&quot]
Ich beantrage
[/FONT]
[FONT=&quot]
1. Die aufschiebende Wirkung meines Widerspruches vom…….(datum des Widerspruches, der oben steht) gegen die Eingliederungsvereinbarung per Verwaltungsakt vom ....(Datum des VA)
[/FONT]
[FONT=&quot]2. Der Antragsgegnerin die außergerichtlichen Kosten aufzuerlegen[/FONT]


Sehr geehrte Damen und Herren,


ich beziehe ALG II und bin unter 25 Jahre alt. Am....(Datum der abgeschlossenen EGV)... schloss ich mit der ARGE..... eine Eingliederungsvereinbarung nach § 15 SGB II ab, die noch bis zum....(Datum des Ablaufes dieser EGV).. gültig ist.



Trotzdem legte mir die ARGE..... am....(Datum der 2. EGB) eine weitere Eingliederungsvereinbarung zur Unterschrift vor, die eine unbestimmte Maßnahme bei der Jugendberufshilfe in Bonn enthielt. Da ich bereits eine gültige Eingliederungsvereinbarung habe, sah ich keinen Anlass, diese 2. vor Ablauf der ersten zu unterschreiben.



Am ....(Datum des VA)..... erhielt ich sie per Verwaltungsakt. Dagegen legte ich Widerspruch ein.



Mit freundlichen Grüßen




Anlage:
1) Eingliederungsvereinbarung vom ...(Datum der gültigen EGV)
2) Eingliederungsvereinbarung vom... (Datum der 2. EGV)
3) Eingliederungsvereinbarung per Verwaltungsakt vom......(Datum des VA)
4) Mein Widerspruch vom...(Datum des obigen Widerspruches)




Gerade neulich erlebte ich, dass ein Richter der Meinung war, dass so ein VA bei noch laufender EGV rechtens sei, weil die Verpflichtungen inzwischen alle wahrgenommen wurden und die unterschriebene EGV noch nciht abgelaufen war. In den gesamten restlichen Fällen, die ich erlebte, wurde aus einem gleichen Grund wie diesen die aufschiebende Wirkung wieder hergestellt. Wenn die aufscheibende Wirkung per Beschluss wieder hergestellt wird, braucht dein Sohn auch vorerst den Verpflichtungen des VA nicht nachzukommen, bis der Widerspruchsbescheid vorliegt. Sollte sie nicht wiederhergestellt werden, muss der Richter das begründen und den Sohn muss die Maßnahme antreten.


Da der Richter bis zum 15. nicht entschieden haben wird, muss er - sofern er nicht krank wird - bis zum Beschluss des Richters (dauert ca. 1 Monat) den Verpflichtungen aus dem VA nachkommen und einen Termin mit dem Träger vereinbaren.






[FONT=&quot][/FONT]
 

Mondkalb

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#56
Hallo Mobydick,

vielen Dank für Deine Antwort. Wir werden das so schreiben, wie Du vorgeschlagen hast. Den Antrag auf aufschiebende Wirkung werden wir zum Sozialgericht schicken.

Liebe Grüße

MK
 

Argekritiker

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#57
Gut. Widerspruch einlegen hilft immer bei unrechtmäßigen, da vom Verhältnis her total überzogenen VAs.
 

Mondkalb

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#58
Beide Briefe sind gestern als Einschreiben mit Rückschein raus.
Wir sind überrascht, daß beide Briefe zusammen "nur" 7,90€ gekostet haben.
 
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#60
Na super!!! Da haben die aber klein beigegeben! Und haben noch so schön dazugeschrieben, dass der "Antrag nicht zulässig ist". Und wie hätte dein Sohn sich den sonst gegen den VA wehren können??? Das sind doch Är....!
 

Mondkalb

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#61
Das sind die auf alle Fälle!
Bisher haben sich weder die SB noch die Dame von der IHK wieder gemeldet.
Mal sehen, was als Nächstes kommt.
Nochmals herzlichen Dank für die Unterstützung!!!!:icon_klatsch::icon_klatsch::icon_klatsch:
 
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#63
Das ist der Widerspruchsbescheid (d.h. die Antwort auf den Widerspruch). Die haben sie - nachdem sie beim Gericht nachgeben mussten - auch ganz schnell danach erstellt und dem Widerspruch auch stattgegen. Hätten sie evtl. ohne dem Antrag auf aufschiebende Wirkung gar nicht gemacht! Dann können sie deinem Sohn auch gleich wieder eine neue EGV vorlegen. D.h. frühestens wenn die noch gültige EGV abgelaufen ist.
 

Mondkalb

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#64
Er bewirbt sich, weil er eine Ausbildung will.
Jedenfalls wird er keine EGV mehr unterschreiben.

Viele Grüße

MK
 

Mondkalb

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#65
Hallo,

es geht in die nächste Runde. Eben kam eine Vor äh Einladung für den 17.09.09 9 Uhr. Natürlich begleite ich meinen Sohn zum Termin.
Hören wir mal, was sich die SB diesmal ausgedacht hat. Unterschrieben wird Nichts.

LG

MK :icon_pause:
 

Mondkalb

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#66
Hallo,

die SB war diesmal sehr liebenswürdig. Ihrer Meinung nach wäre es doch sehr sinnvoll, wenn mein Sohn sich wieder mit der Jbh in Verbindung setzen und am Programm" Jugend in Arbeit+" teilnehmen würde. Dann fragte sie meinen Sohn, ob er bereit wäre, eine neue EGV sofort zu unterschreiben. Darauf antwortete er mit Nein, denn er müsse eine neue EGV prüfen lassen und überdenken. Von ihr kam dann, daß sie ihn ja nicht zwingt, er die EGV natürlich zur Prüfung mit nach Hause nehmen könne. Außerdem erklärte sie, daß der Gesetzgeber verlangt, daß mit jedem Hartz4 Empfänger eine EGV abgeschlossen werden muß.
Sie stellte eine vorläufige EGV aus, die sie meinem Sohn zusammen mit der Einverständniserklärung zur Übermittlung seiner persönlichen Daten mitgab.
Zum Abschluß sagte sie, daß mein Sohn in einer Woche anrufen und ihr mitteilen soll, ob er die EGV unterschreibt oder nicht.
Telefonisch wird aber gar nichts mit der ARGE erledigt.
Da die Unterschrift auf der Einverständniserklärung freiwillig ist, wird er diese nicht unterschreiben, somit hat sich auch die EGV erledigt.
Mit welcher Begründung soll er der SB das mitteilen, natürlich schriftlich?

MfG MK:icon_pause:
 

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#67
Eigentlich ist das nichts weiter als eine Zuweisung zu einem Drittten, der "beraten" und "begleiten" soll. Hast du eine Ahnung, was dieses Jugendwerk genau mit ihm machen will? Eine gute Beratung ist ja sinnvoll und dauert höchstens einen Tag. Oder ist hier eine Maßnahme gemeint?

Wenn er damit nicht einverstanden ist, dann soll er doch bitte die Datenfreigabe nicht unterschreiben. Meist klappt das dann auch mit der Zuweisung nicht. Dann würde ich das so schriftlich ablehnen:

"Ich bin aus persönlichen Gründen mit der Übertragung meiner Daten an das Jugendwerk...... nicht einverstanden und möchte deshalb die Eingliederungsvereinbarung in unveränderter Form nicht unterschreiben. Ich erkläre mich bereit, eine Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben, die mich auch fördert."
 
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#69
Das sieht so aus, als ob die die Jugendlichen in Praktiken vermitteln. Das ist ja auch nicht Sinn der SAche.

Wenn er den VA erhält, dann kann man die Unbestimmtheit evtl. im Widerspruch mit einbringen.
 

Mondkalb

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#70
Ich sehe das auch so. Außer Parolen erkenne ich in dem Flyer Nichts, was wirklich weiter bringt.
 
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