Wie viele Bewerbungen sind normal, habe heute 19 Vermittlungsvorschläge bekommen!? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Restless

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War gerade beim JC und mir wurden ganze 19 Vermittlungsvorschläge mitgegeben worauf ich mich bis zum 05.12.2016 bewerben soll. So viele waren es noch nie ^^

Mir wurde alles mögliche mitgegeben was da war und ich frage mich ob es überhaupt sinnvoll ist sich da zu bewerben wo dringend Leute mit Erfahrung gesucht werden ich aber keine habe oder andere Stadt für 450€ Basis ...

Bei Stellen wo Erfahrung als Staplerfahrer nötig ist weiß ich nicht so recht... Ich habe zwar einen Staplerschein aber den habe ich vor ca. 4 Jahren in einer Maßnahme gemacht 1 mal kurz gefahren das war's... und seitdem nie als Staplerfahrer gearbeitet und konnte deswegen auch keine Erfahrung sammeln habe es bestimmt auch schon verlernt glaube auch kaum, dass man da eingestellt wird wenn man sowas noch nie gemacht hat

Mir bleibt natürlich nichts anderes übrig als auf alle 19 Stellen zu bewerben aber wollt mal wissen was ihr zu so vielen Vermittlungsvorschlägen denkt? Muss jetzt Druckerfarbe kaufen und bis zum 05.12 auf 19 Stellen bewerben und eine Liste zusammenstellen wegen Feedback von Bewerbungen weiß gar nicht wie ich anfangen soll es sind so viele :D

Hier ein Bild wie viele es sind

Edit: @Seepferdchen Fremdgrafiken sind aus Sicherheitsgründen in Hilfethreads unerwünscht. Bitte hier direkt ins Forum hochladen.
 

ZynHH

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Sind die VermittlungsVorschläge (VV) alle einzeln mit RechtsFolgenBelehrung?

Musst du dich bei allen per Post bewerben?

Wieviel €uro bekommst du vom JC pro Bewerbung? Kostenantrag auch gleich mitbekommen und schon gestellt?
 

Restless

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Sind die VermittlungsVorschläge (VV) alle einzeln mit RechtsFolgenBelehrung?

Musst du dich bei allen per Post bewerben?

Wieviel €uro bekommst du vom JC pro Bewerbung? Kostenantrag auch gleich mitbekommen und schon gestellt?

Wenn ich das richtig sehe dann steht nur bei 10 Stück hinten Rechtsfolgenbelehrung bei anderen nicht

Auf manchen Vermittlungsvorschlägen steht '' Bewerben sie sich bitte umgehend schriftlich, per Email, über das Internet oder über Arbeitsagentur.de'' Ich weiß also nicht ob ich mich unbedingt Schriftlich bewerben soll oder ob ich auch zB per Email kann/darf

Bei uns bekommt man soweit ich weiß 2,50 pro Bewerbung allerdings habe ich keinen Antrag bekommen bzw gestellt
 

Hart(z)erBrocken

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Bewerben muss man sich nur auf VV mit Rechtsfolgenbelehrung.
Auf Stelleninformationen muss man sich nicht bewerben.

Es gibt keine gesetzlichen Vorschriften über die Bewerbungsart. Wünsche des Jobcenters oder des Arbeitgebers sind nicht bindend. Schriftlich ist am sichersten aufgrund der Nachweisbarkeit und weil es dafür Kostenerstattung gibt.

Wer keinen Antrag auf Kostenübernahme stellt, muss sich nicht wundern, dass das Jobcenter ihn mit Unmengen an VV überhäuft, kostet es ja schließlich nichts und vielleicht springt noch eine Sanktion raus.
Also, immer einen Antrag auf Kostenübernahme stellen, dann werden es in Zukunft bestimmt weniger VV.

19 VV sind nicht normal, man kann dagegen klagen oder die Zumutbarkeit der einzelnen VV prüfen lassen, aber vermutlich reicht einfach ein Antrag auf Kostenerstattung um in Zukunft so viele VV zu vermeiden.

Zusätzlich würde ich mich nicht auf die Info verlassen, dass Bewerbung bis 05.12.16 möglich ist, es sei denn, du hast das schriftlich. In der RFB ist normalerweise geregelt, dass Bewerbung unverzüglich, also innerhalb von 3 Werktagen zu erfolgen hat.
Wenn SB jetzt sagt bis 05.12.16 und es dazu nichts schriftliches gibt, dann könnte allein daraus schon die erste Sanktion versucht werden wenn du dich nicht in 3 Werktagen bewirbst.
 

krohne444

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lasse dir das schriftlich geben was sie zahlen und ein Formular wo du alles eintragen kannst.Denn wenn du nix schriftliches hast können die sagen Pech hätten sie ja können usw.
Und versuche eine Pauschale zu bekommen denn sonst kann es sein , dass sie nach den genauen Kosten Abrechnen und für alles eine Rechnung haben wollen (war bei mir so) Und dann berechne mal zb 6 Blatt Papier und 1 Umschlag usw und alles schön mit Rechnung ( Und dann kamen sie bei mir das erkennen wir nicht an da steht ja 500 Blatt Papier und 50 Umschläge) erst wie ich mit einer Klage gedroht habe gab es eine Pauschale von 5€

Genauso kann der Höchst Betrag begrenzt sein. Also entweder in der EG schreiben lassen oder halt schriftlich geben lassen was sie zahlen und ab wann .
 

Gollum1964

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Hallo Restless,

soweit ich irgendwo im Forum gelesen habe, gibt es einen Gerichtsbeschluß, der die maximale Anzahl von (Zwangs-)Bewerbungen auf 10 pro Monat beschränkt. Ich hatte vor 2 Monaten einen SB-Wechsel und der neue wollte mich auch richtig hart rannehmen, d.h. ich bekam innerhalb eines Monats 17 VV mit RFB. Beim Ersttermin bei ihm habe ich darauf hingewiesen, daß das aufgrund der Rechtslage nicht zulässig ist und ich zukünftig ab dem 11. VV mit RFB nicht mehr reagiere, da auch die erstattungsfähigen Bewerbungskosten pro Jahr gedeckelt sind. Seitdem ist die Anzahl der Vorschläge auf das erträgliche Maß reduziert worden.

Gruß Thomas
 

Solanus

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Zuerst solltest Du Bewerbungskosten schriftlich und nachweisbar beantragen.

Dazu stellst Du einen schriftlichen Antrag und reichst den nachweisbar ein.

Im Antrag schreibst DU folgendes:

- Da im Regelsatz keine Bewerbungskosten vorgesehen sind beantragst DU nachgewiesene und angemessenen Berwerbungskosten als zusätz6liche Leistung für 19 schriftliche Bewerbungen.

- Da Du kein Internet, kein Telefon und keine eMail-Adresse hast und aus Nachweisgründen musst DU Dich schriftlich bewerben.

- Für die Nutzung der kostenfreien PC Angebote im Amt, beantragst DU vorsorglich für die Nutzung nachgewiesene und angemessene Fahrtkosten für jede einzelne Fahrt zum Amt. Da Du ca. 30 Minuten pro Bewerbung benötigst ist abzusehen, dass mehrere Fahrten notwendig sein werden.

- Du setzt eine Frist von 3 Werktage für die schriftliche Bescheidung

Bedauerlicherweise siehst DU, da keine ordnungsgemäße Beratung stattfand, keine Möglichkeit, aus Kostengründen, vor schriftlicher Bescheidung Deinen Verpflichtungen zur Bewerbung nachzukommen.
 

Sowhat

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Also die Stellen in anderen Städten würde ich gleich mal aussen vorlassen, Minijobs auch erstmal, weil wir sollen ja was sozialversicherungspflichtiges finden. Die anderen wenn gefordert per Email. Weiss gar nicht was ihr immer alle mit euren Bewerbungsmäppchem wollt. Erst mal alle mit RFB abarbeiten.
Also ich bin ja Ü50 und da will keiner mehr eine Bewerbungsmappe. Ausserdem habe ich eine kaufm. Berufsausbildung und da sollte man mit PC umgehen können.
Habe da meine PDF-Datei (nach Bedarf schicke ich da auch die Teilnahmeurkunden für meine sinnfreien Maßnahmen mit )) ) und ändere das Anschreiben nach den Gegenheiten der Firmen ab und evtl. den Lebenslauf (aber meiner ändert sich nicht mehr groß).
Sogar ein Deckblatt mit Bild ist dabei, da ist nichts dran zu bemängeln. Gut das Bild ist nun schon ein paar Jahre alt, aber wenn die mein Geburtsjahr sehen, bin ich sowieso out und meinen Gdb im Lebenslauf (darf ich im Lebenslauf erwähnen, meine Krankheit kannund will ich nicht verheimlichen ). Kann mir auch nicht ständig neue Bilder machen lassen, habe ja keinen Goldesel daheim und schöner werde ich auch nicht mehr.
Ja und dann ab die Emailbewerbungen, Anschreiben ausgeduckt und abgelegt und in die Liste eintragen und fertig.
Wobei ich hätte mir gar keine 19 VV aufs Auge drücken lassen. Hätte zumindest mal gefragt was ich in einer anderen Stadt soll, und wieso Minijob? Andererseits redet man sich natürlich leicht, wenn man nicht vor so eine/r SB sitzt, habe da ja auch schon alles unterschrieben und fast meine Seele verkauft.
 

Seepferdchen 2010

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Öhmm @Solanus nun mal langsam, hier stellt sich doch zunächst die Frage,
was steht in der Eingliederungsvereinbarung von @Restless in bezug der Kostenübernahme aus dem Vermittlungsbugdet § 44 SGB III ?

Also hier sollte man min. die letzten Sätze nochmal in Ruhe überdenken und
@Restless in seine EGV schauen.
 

hans wurst

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Mir wurde alles mögliche mitgegeben was da war und ich frage mich ob es überhaupt sinnvoll ist sich da zu bewerben wo dringend Leute mit Erfahrung gesucht werden ich aber keine habe oder andere Stadt für 450€ Basis ...

Mir bleibt natürlich nichts anderes übrig als auf alle 19 Stellen zu bewerben aber
Bei VV überprüft man als erstes die Zumutbarkeit. Hierzu gehören, Pendelzeiten (Hin- und Rückweg), gesundheitliche Einschränkungen und ob man die geforderten Ausbildungen besitzt.

Bei einem 6h Job sind 2h Pendelzeit und bei 8h sind 2,5h Pendelzeit zumutbar. Und wenn du die geforderten Ausbildungen nicht hast, macht es natürlich wenig Sinn, sich darauf zu bewerben, insbesondere wenn du gleich mehrere Anforderungen eines VV nicht erfüllst. Hatte schon mal selbst ein VV, mit der Forderung Erfahrung mit/in .... und Führerschein 7,5t, da ich keine der Anforderung erfüllte, habe ich mich nicht beworben.

Bei der Staplersache solltest du dich bewerben, wenn nichts anderes dagegen spricht, weil du die grundsätzliche Ausbildung hast.

Wie immer besteht jedoch die Gefahr einer Sanktion, auch wenn das Angebot unzumutbar ist.
 

Jaskolki77

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Servus Restless,

vor einiger Zeit war ich in einer ähnlichen Situation. Die SB hatte mich auf postalischem Wege mit überwiegend unpassenden und z.T. abgelaufenen VV, keine ZAF, überhäuft. Im persönlichen Kontakt hätte sie es wohl nicht gewagt. Auch bei einem Mindestanspruch an Sorgfalt wäre das kaum zu schaffen gewesen, wäre das Drittel ohne RFB nicht umgehend aussortiert worden.

Beim nächsten Termin - ich war, wie immer, nervös, aber bei dem Thema überwog die Wut - bat ich sie, mir folgende Fragen zu beantworten:
  • Nach welchen Kriterien haben Sie die VV ausgewählt? Und warum haben Sie dabei die Daten für den Bewerbungsschluss nicht überprüft? Antwort: Ich musste das so, es stand in der Maske ganz oben, also ging ich davon aus, dass das so passt und so noch gültig ist.
  • Wie kommt es, dass Sie mehrmonatige Maßnahmen, in denen die Optimierung schriftlicher Bewerbungen und damit verbundener Strategien breiten Raum einnehmen - zumindest lesen sich die Flyer, die Sie mir regelmäßig aushändigen, so - , wo Teilnehmer für Stunden, Wochen, Monate vorm Computer geparkt werden, für nötig halten, gleichzeitig aber zu glauben scheinen, die Bewerbungen ließen sich in der Praxis innerhalb kürzester Zeit herunterschreiben? Denn, TE: Auf den mündlich zugesicherten Termin würde ich auch nicht bauen, also drei Tage. Wie stehen Sie zu diesem Widerspruch? Ich weiß nicht mehr, wie die Antwort lautete, aber gehaltvoll kann sie nicht gewesen sein.
Dann berichtete ich ihr darüber, wie zeitaufwändig es wäre, eine wirklich sorgfältige und individuell abgestimmte Bewerbung zu verfassen - also genau das zu tun, wozu mich EGV bzw. VA verpflichtete. Man bedenke die ganze Vorbereitung: Recherche über die jeweiligen Arbeitgeber, auf ihn zugeschnittene Abstimmung des Lebenslaufs, ein ansprechendes Schreiben, bei VV Prüfung der Zumutbarkeit; last but not least: Recherche über bisher unbekannte Tätigkeiten, um sich nicht vollkommen der Lächerlichkeit preiszugeben.

Dass diese Einwände bei dem fragwürdigen Mist, den die Jobbörse zu bieten hat, vollkommen geheuchelt waren, war mir klar. In diesem Moment der Entrüstung aber herzlich egal. Ebenso behielt ich den Gedanken, dass die zum Himmel schreiende Schlampigkeit ihres nicht schlecht bezahlten Vorgehens in kaum erträglicher Diskrepanz zur vom Sanktionsbedrohten geforderten Disziplin stünde, für mich.

Sie räsonierte noch ein wenig über ihre Maske und ihren Vorgesetzten. Ließ mich aber von da an in Ruhe.

Gruß, Jaskolki77
 

Passant

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War gerade beim JC und mir wurden ganze 19 Vermittlungsvorschläge mitgegeben worauf ich mich bis zum 05.12.2016 bewerben soll. So viele waren es noch nie ^^

...

Mir bleibt natürlich nichts anderes übrig als auf alle 19 Stellen zu bewerben aber wollt mal wissen was ihr zu so vielen Vermittlungsvorschlägen denkt?
Meine Meinung dazu kannst Du gerne erfahren:
So viele Vermittlungs"vorschläge" auf einmal mitzugeben halte ich persönlich für kompletten Blödsinn. Das ist für meine Begriffe reiner Aktionismus ohne Sinn und Verstand. Das gilt erst recht, wenn Du die in den Stellenbeschreibungen geäußerten Erwartungen gar nicht erfüllen kannst.
 

krohne444

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glaube bald denen ist das so egal. Hauptsache viel verteilen . Dann ist vielleicht mal ein Treffer darunter und der vom Amt sagt seht ihr ich habe so erfolge und wird gelobt usw . Also machen es andere genauso.
Habe die immer im 10er Pack zugesendet bekommen davon immer 8-9 die gar nicht passten.
Und wenn man was sagte kam nur was wollen sie wird doch bezahlt und das darf man nicht so genau nehmen mit der Stellenbeschreibung vielleicht überlegt sich es der AG doch oder hat was anderes.

Klar wenn er einen Bäcker sucht fällt ihm ein egal aber er ist ja Koch ist ja fast das gleiche oder halt oder könnte ich noch einen Schlachter gebrauchen .

Das ist halt die Logik des Amtes. Was sagt uns das auch noch geht alle zur Zeitarbeit weil die alles nehmen.
 

yukiko

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Was für eine Papierverschwendung, 60 Seiten Müll, und das nur pro 1 "Kunde" pro "Brief"??

Da würde ich mal ganz "dezent" die Geschäftsleitung fragen, ob "ihr" JC schon mal etwas vom Wirtschaftlichkeits- und Sparsamkeitsprinzip gehört hat. Per Antrag auf Auskunft und Beratung nach §§ 13-15 SGB I mit kurzer Fristsetzung zur Stellungnahme..

§ 3 SGB II
Leistungsgrundsätze
[...]
Bei der Leistungserbringung sind die Grundsätze von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu beachten.
[...]
https://dejure.org/gesetze/SGB_II/3.html
 

Solanus

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Öhmm @Solanus nun mal langsam, hier stellt sich doch zunächst die Frage,
was steht in der Eingliederungsvereinbarung von @Restless in bezug der Kostenübernahme aus dem Vermittlungsbugdet § 44 SGB III ?

Also hier sollte man min. die letzten Sätze nochmal in Ruhe überdenken und
@Restless in seine EGV schauen.
Im Prinzip hast DU Recht, entscheidend ist, was in der EGV steht, falls eine existiert und gültig ist.

Aber bei 19 Bewerbungen zu je 5 EUR (durchschnittliche Kosten) sind dies locker 95 EUR im Monat, also vom Regelsatz 23% oder gut 2/3 des Bedarfes für Lebensmittel.

Und mal ebend so auf diesen Betrag für 2 - 4 Wochen oder sogar länger zu verzichten ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Eine Erstattung dauert meistens mehr wie 2 Wochen und der Betrag sind die Lebensmittel für gut 3 Wochen.

Aus diesem Grunde würde ich den Kostentango vollführen. Die letzten Sätze sind vorsorglich gemeint, weil mit Sicherheit dies als Argument für die Ablehnung der Kosten kommt. "Sie können ja die kostenlosen Angebote im Amt nutzen!" Wenn dann nicht schon vorsorglich die Fahrtkosten beantragt sind, lässt ein SB dies gern unter den Tisch fallen. Natürlich könnte man dann erneut den Antrag gesondert stellen.

Dies wäre meine Strategie, was Ihr macht, weiß ich nicht. Bisher bin ich aber damit gut gefahren.
 

Tricia

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... eine Liste zusammenstellen wegen Feedback von Bewerbungen...
Du beziehst dich dich wahrscheinlich auf diese Passage der Vermittlungvorschläge:
Bitte teilen Sie uns das Ergebnis Ihrer Bemühungen mit. Füllen Sie dazu das beiliegende Antwortschreiben aus und senden oder faxen Sie es an uns zurück. Sie können das Ergebnis aber auch telefonisch mitteilen.
Bitte beachten Sie die beigefügte Rechtsfolgenbelehrung.
In der Rfb eines Vermittlungvorschlag steht aber nichts von der Pflicht eines Feedbacks:
Die §§ 31 bis 31 b SGB II sehen bei einer Weigerung eine zumutbare Arbeit, Ausbildung, Arbeitsgelegenheit oder mit einem Beschäftigungszuschuss geförderte Arbeit aufzunehmen oder fortzuführen Leistungsminderungen vor. Das Arbeitslosengeld II kann danach - auch mehrfach nacheinander - gemindert werden oder vollständig entfallen. Wenn Sie sich weigern, die Ihnen mit diesem Vermittungsvorschlag angebotene Arbeit aufzunehmen oder fortzuführen, wird das Ihnen zustehende Arbeitslosengeld II um einen Betrag in Höhe von 30 Prozent des für Sie maßgebenden Regelbedarfs zur Sicherung des Lebensunterhalts nach § 20 SGB II gemindert. Ein solcher Pflichtverstoß liegt auch vor, wenn Sie die Aufnahme der angebotenen Arbeit durch negatives Bewerbungsverhalten vereiteln.
Mir sagte mal eine freundliche SB: Füllen Sie doch auch mal so ein Antwortschreiben aus und senden Sie es mir zu - das sieht in der Akte besser aus... Mir geht es aber nicht um meine Akte, da sieht man als "BG-Nummer", die sich der Maßnahmenindustrie verweigert, eh immer schlecht aus. Und was anderes als Maßnahmen oder blödsinnige VV wird mir nichts angeboten.

Aktuell habe ich einen VV, in dem als Anforderung "10 Finger-System, 240 Anschläge pro Minute" gefordert wird. Wie der SB darauf kommt, dass ich das kann ist mir schleierhaft. Deshalb werde ich mich darauf auch nicht Bewerben und wenn mein SB wissen will, warum ich es nicht tue, dann kann er sich ja mal Arbeit machen und mein Profil anschauen bevor er unnötig Papier und Zeit vergeudet...

Bei deinen Stapler VV vermute ich mal, dass das alles Zeitarbeitsfirmen sind. Die werden dich vielleicht einstellen, aber ohne Stapler-Erfahrung wirst Du dann als Packer für einen Niedriglohn arbeiten müssen. Wenn Du dich da bewirbst, dann betone, dass deine Bewerbung explizit auf diese ausgewiesene Stelle als Staplerfahrer bezogen ist. Und unterschreibe bei den Firmen nichts, was dich anderweitig verwertbar macht.
 

qwertz123

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soweit ich irgendwo im Forum gelesen habe, gibt es einen Gerichtsbeschluß, der die maximale Anzahl von (Zwangs-)Bewerbungen auf 10 pro Monat beschränkt
Das interessiert mich jetzt näher, hast du dafür ein Urteil mit Link und gegebenfalls den entsprechenden Paragraphen?

Also wenn ich beispielsweise laut EGV im Monat 4 Bewerbungen nachweisen muss dann können sie mir maximal 6 VVs mit RFB schicken? Verstehe ich das richtig?
 

Solanus

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Das interessiert mich jetzt näher, hast du dafür ein Urteil mit Link und gegebenfalls den entsprechenden Paragraphen?

Also wenn ich beispielsweise laut EGV im Monat 4 Bewerbungen nachweisen muss dann können sie mir maximal 6 VVs mit RFB schicken? Verstehe ich das richtig?
Ich hab von dem Urteil auch schon gehört. Näheres weiß ich nicht. Aber mit der Maximalanzahl sind m. W. nur eigene Berwerbungsbemühungen gemeint. VV zählt nicht dazu. Da kannst Du beliebig viele bekommen und bei allen "Zwangsbewerbungen" also auch den mit RFB müssen die Kosten übernommen werden.
 

AnonNemo

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Solanus meinte:
- Da im Regelsatz keine Bewerbungskosten vorgesehen sind beantragst DU nachgewiesene und angemessenen Berwerbungskosten als zusätz6liche Leistung für 19 schriftliche Bewerbungen.
Nachgewiesene und angemessene -- streichen und ersetzen durch: getätigte ~> sonst hast du das Problem, dass du zig Quittungen vorzulegen hast und du dich über die Angemessenheit streiten darfst. Unklarheiten gehen zu Lasten des Amtes :wink:

Solanus meinte:
- Da Du kein Internet, kein Telefon und keine eMail-Adresse hast und aus Nachweisgründen musst DU Dich schriftlich bewerben.
Komplett streichen ~> man muss sich nicht rechtfertigen.

Solanus meinte:
- Für die Nutzung der kostenfreien PC Angebote im Amt, beantragst DU vorsorglich für die Nutzung nachgewiesene und angemessene Fahrtkosten für jede einzelne Fahrt zum Amt. Da Du ca. 30 Minuten pro Bewerbung benötigst ist abzusehen, dass mehrere Fahrten notwendig sein werden.
Auch hier; nachgewiesene und angemessene streichen.
Zusätzlich soll aufgenommen werden, dass diese Besuche als Meldetermin gewertet werden sollen (frag mich nicht, wie DAS formuliert werden kann) ~> bei privaten Besuchen bist du nicht unfallversichert.

hans wurst meinte:
Bei einem 6h Job sind 2h Pendelzeit und bei 8h sind 2,5h Pendelzeit zumutbar.
Na ja, fast:
Bei einem Job mit einer Arbeitszeit
bis 6h beträgt die zumutbare Pendelzeit 2h.
über 6h beträgt die zumutbare Pendelzeit 2,5h.

hans wurst meinte:
weil du die grundsätzliche Ausbildung hast.
Ich bezweifle, dass der 1-Tages-MT-Staplerschein bei normalen Firmen ausreicht ... da wirst du sehr wahrscheinlich eine Absage kassieren ~> entspricht aber einer getätigten Bewerbung, welche auf die Nachweisliste kommt :wink:
 

Claus.

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Ich bezweifle, dass der 1-Tages-MT-Staplerschein bei normalen Firmen ausreicht
"1-Tages-Staplerschein" dürfte evtl. schwer untertrieben sein :biggrin: zumindest bei mir wurde das Kunststück vollbracht, den Schein auf satte 6 Wochen in Vollzeit bei der Dekra aufzublasen. Und ich hab trotzdem nur den Lappen für 3,5t-Gas- und 2t-Spielzeug-Elektro -FFZ´s :icon_cry: Teleskoplader, Containerstapler, Hubschrauber oder sowas wär´s gewesen :icon_party:

Den JC-Hirnis scheint aber bei dem ganzen Schmarrn auch nicht klar zu sein, daß der FFZ-Lappen nach einem Jahr wieder wertlos ist. Er verliert zwar nicht seine Gültigkeit, aber einmal jährlich wird eine erneute 0,5-tägige Unterweisung fällig ... https://www.tuev-sued.de/akademie-d...he-unterweisung-fuer-gabelstaplerfahrer-2016#

Ich hab von dem Urteil auch schon gehört. Näheres weiß ich nicht.
Dem kann abgeholfen werden^^
- Das BSG (BSGE 95, 108) hat zwei Bewerbungen pro Woche als Umfang von Eigenbemühungen im SGB III als zumutbar anerkannt, also hochgerechnet acht Bewerbungen im Monat (zitiert aus BayLSG, Urt. v. 26.02.2015, Az. L 7 AS 781/14).
- Diese Vorgabe ist auch im Bereich des SGB II möglich (zit. ebenso aus vorg. BayLSG-Urteil). Das dort noch angegebene BayLSG-Urteil vom 30.11.2014, L 16 AS 32/14, finde ich aber leider nicht im Volltext. Zumal sich das BayLSG m.E.n. nicht recht entscheiden kann; von denen gibts auch noch was vonwegen ´7 Bewerbungsbemühungen pro Monat gerade noch aktzeptabel´.

- Zur Begriffsbestimmung Eigenbemühungen /Fremdbemühungen siehe https://www.elo-forum.org/eingliede...onsanhoerungen-129257/index4.html#post1715043 #95ff.
- Und irgendwo hier im Forum sollte auch noch eine Sitzungsniederschrift des SG Augsburg rumflattern, nach welcher ´in zukünftigen EGV´s eine generelle Höchstgrenze für monatlich zu tätigende Bewerbungsbemühungen festgelegt werden sollte´. Ich hab deswegen nun seit einiger Zeit 4 pro Monat bei einer generellen Höchstgrenze von 9 in der EGV stehen.
 
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