Wie viele Bewerbungen muss ich schreiben??

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sbine

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Hallo!

Nachdem ich hier als "Gastleserin" schon viele gute Tipps bekommen habe, habe ich nun selbst auch einmal eine konkrete Frage und hoffe, dass mir jemand einen Rat geben kann.
Ich bin seit 01/2012 arbeitslos und beziehe inzwischen (leider) Hartz IV.
In meiner aktuellen EGV, die ich von meiner Sachbearbeiterin erhalten habe, wurde festgelegt, dass ich pro Monat drei Bewerbungen schreiben soll. Diese Zahl war von Anfang so und ich habe mich auch immer daran gehalten bzw. je nach Angebot sogar mehr als die geforderten drei Bewerbungen verschickt.

Ende letzten Monats hatte ich wieder einen Termin bei meiner SB und - wie üblich - hat sie mir zwei oder drei VV mitgegeben, auf die ich mich auch beworben habe. Dann bekam ich überraschenderweise eine Einladung zu einem Termin beim Arbeitgeberservice. Zuerst wusste ich überhaupt nicht, was das ist und was ich da soll, wurde bei dem Termin (das war am 8. Juli) dann von der Dame aufgeklärt, dass sie meine SB unterstützt und mir in Zukunft auch Vermittlungsvorschläge zukommen lassen wird.
So weit, so gut - dachte ich jedenfalls. Bei dem Termin am 8. Juli habe ich dann auch direkt noch einmal 11 VV mitbekommen, auf die ich mich natürlich auch beworben habe. Bei den Firmen, die eine Bewerbung per E-Mail zugelassen haben, habe ich mich dann auch per Mail beworben. Das waren insgesamt sieben der elf Vorschläge, vier musste ich also per Post versenden.

Nun hatte ich gestern bereits einen Folgetermin beim Arbeitgeberservice (also nur eine Woche später) und habe diesmal DREIZEHN (!) VV mitbekommen. Wieder sind es vier Firmen, die nur eine schriftliche Bewerbung akzeptieren und, um mal ganz ehrlich zu sein, ich habe kein Geld mehr, um welche zu verschicken! Da ich im Juni eine Einkommensteuerrückzahlung aus 2011 erhalten habe, wurde mein ALG II entsprechend gekürzt, so dass ich momentan ohnehin schon nicht mehr weiß, wie ich damit auskommen soll. Außerdem bekomme ich doch nur einen gewissen Aufwand für Bewerbungskosten erstattet.
Und da frage ich mich jetzt ehrlich, ob das so in Ordnung ist? Ich hatte bisher eigentlich ein recht gutes Verhältnis zu meiner SB und bemühe mich doch wirklich auch selbst, eine Stelle zu finden, aber von drei Bewerbungen pro Monat (die ich ja ohnehin schon immer überschritten habe) auf 24 in zwei Wochen???? Und nächste Woche habe ich wieder einen Termin bei meiner SB und am 30. schon wieder beim Arbeitgeberservice, wo ich vermutlich wieder über zehn VV bekommen werde.
Sorry, ich will mich nicht "ausheulen", aber hat hier vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und hat einen Rat, ob bzw. wie ich meine SB darauf ansprechen soll? Wäre super, wenn mir jemand weiterhelfen könnte...

Vielen lieben Dank im Voraus!
LG
Sbine
 
E

ExitUser

Gast
Willkommen Sbine,

Wie sieht es denn mit der Kostenerstattung für Bewerbungen aus?
Hast Du schon einen Antrag gestellt?
Und ausserdem gibt es eine jährliche Höchstgrenze für Bewerbungskostenerstattungen.
Das würde ich beim nächsten Termin dringend ansprechen.
Es kann nicht sein, dass Du die ganzen Bewerbungskosten von eh schon knappen Regelsatz tragen sollst.

Wie die Kosten für Bewerbungen erstattet werden, und wo die Höchstgrenze der Kostenerstattung liegt, dass können Dir hier sicher andere sagen, da ich selber noch im ALG I bin.
 
A

asus7

Gast
Bewerbungskosten über Höchstbetrag von 260 Euro

Im vorliegenden Fall wurde ein Arbeitslosengeld II Empfänger per

Eingliederungsvereinbarung verpflichtet monatlich 15 Bewerbungen zu

schreiben. Daraus entstanden im Jahr mehr als der Höchstbetrag von 260

Euro an Kosten. Diese wollte er vom Jobcenter nun über den Höchstbetrag

hinaus wieder haben.

Das Sozialgericht Berlin urteilte, das kein Betrag über den Höchstbetrag

vom Jobcenter zu erstatten ist. In einem solchen Fall von unzumutbar

hohen Bewerbungen, wird eher dieser Punkt innerhalb der

Eingliederungsvereinbarung unwirksam.

Zur Info:wink:
 

gelibeh

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In der EGV muss doch was zu der Bewerbungskostenerstattung stehen. Im Regelsatz ist für Bewerbungen nichts vorgesehen.
 
E

ExitUser

Gast
Mal kurz OT:
Meinem SB wurde die "Höchstgrenze" der Bewerbungskosten zum Verhängnis.

Er erlegte mir 20 Bewerbungen pro Monat auf - eine unnatürlich hohe und surreale Forderung, die natürlich von jedem Jurastudenten mit Käse vor den Augen, während des Beischlafes mit einem Sonnenhutstrauch vor Gericht vernichtend kassiert worden wäre -

aber ich bin ein wandelnder Anus.
Zu Hause eine Bewerbungsmappe fertig gemacht und alle Kosten detailliert ausgerechnet und aufgeschrieben, die Mappe beim Programmierschuppen 4 Straßen weiter - man kennt sich, ehemalige Kollegen und Kommilitonen, eingereicht und die Kostenstaffelung dort höchstöffentlich von Zeugen des Metiers bestätigen lassen.

30 Minuten später saß ich bei meinem SB und hielt ihm die Aufrechnung der Kosten dieser Bewerbung vor.

Da ich Programmierer und 3D-Designer bin, und in diesen Bereichen Arbeitsmappen mit Beispielen / Werken, als Teil der Bewerbung gefordert bzw. geläufig sind, habe ich eine meiner Schöpfungen genommen und die mir nicht eigene Lizenz für einmalige Publizierung erworben - 180 Euro.
Weiter musste dieses Projekt natürlich ausreichend transportiert werden.
USB Stick, Webserver zur Vorstellung des Projektes, Transport von Daheim zum Webserver, Aufspielung, Papier für Bewerbung, Kosten der Bewerbungsmappe und so Weiter und so Weiter - am Ende hatte diese Bewerbungsmappe 341,59 € gekostet.

Mein Sachbearbeiter lässt mich seit dem mit Bewerbungsforderungen in Ruhe.


:icon_razz::icon_razz:
 

jockel

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Hallo!

Nachdem ich hier als "Gastleserin" schon viele gute Tipps bekommen habe, habe ich nun selbst auch einmal eine konkrete Frage und hoffe, dass mir jemand einen Rat geben kann.
Ich bin seit 01/2012 arbeitslos und beziehe inzwischen (leider) Hartz IV.
In meiner aktuellen EGV, die ich von meiner Sachbearbeiterin erhalten habe, wurde festgelegt, dass ich pro Monat drei Bewerbungen schreiben soll. Diese Zahl war von Anfang so und ich habe mich auch immer daran gehalten bzw. je nach Angebot sogar mehr als die geforderten drei Bewerbungen verschickt.

Ende letzten Monats hatte ich wieder einen Termin bei meiner SB und - wie üblich - hat sie mir zwei oder drei VV mitgegeben, auf die ich mich auch beworben habe. Dann bekam ich überraschenderweise eine Einladung zu einem Termin beim Arbeitgeberservice. Zuerst wusste ich überhaupt nicht, was das ist und was ich da soll, wurde bei dem Termin (das war am 8. Juli) dann von der Dame aufgeklärt, dass sie meine SB unterstützt und mir in Zukunft auch Vermittlungsvorschläge zukommen lassen wird.
So weit, so gut - dachte ich jedenfalls. Bei dem Termin am 8. Juli habe ich dann auch direkt noch einmal 11 VV mitbekommen, auf die ich mich natürlich auch beworben habe. Bei den Firmen, die eine Bewerbung per E-Mail zugelassen haben, habe ich mich dann auch per Mail beworben. Das waren insgesamt sieben der elf Vorschläge, vier musste ich also per Post versenden.

Nun hatte ich gestern bereits einen Folgetermin beim Arbeitgeberservice (also nur eine Woche später) und habe diesmal DREIZEHN (!) VV mitbekommen. Wieder sind es vier Firmen, die nur eine schriftliche Bewerbung akzeptieren und, um mal ganz ehrlich zu sein, ich habe kein Geld mehr, um welche zu verschicken! Da ich im Juni eine Einkommensteuerrückzahlung aus 2011 erhalten habe, wurde mein ALG II entsprechend gekürzt, so dass ich momentan ohnehin schon nicht mehr weiß, wie ich damit auskommen soll. Außerdem bekomme ich doch nur einen gewissen Aufwand für Bewerbungskosten erstattet.
Und da frage ich mich jetzt ehrlich, ob das so in Ordnung ist? Ich hatte bisher eigentlich ein recht gutes Verhältnis zu meiner SB und bemühe mich doch wirklich auch selbst, eine Stelle zu finden, aber von drei Bewerbungen pro Monat (die ich ja ohnehin schon immer überschritten habe) auf 24 in zwei Wochen???? Und nächste Woche habe ich wieder einen Termin bei meiner SB und am 30. schon wieder beim Arbeitgeberservice, wo ich vermutlich wieder über zehn VV bekommen werde.
Sorry, ich will mich nicht "ausheulen", aber hat hier vielleicht jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und hat einen Rat, ob bzw. wie ich meine SB darauf ansprechen soll? Wäre super, wenn mir jemand weiterhelfen könnte...

Vielen lieben Dank im Voraus!
LG
Sbine

4 Bewerbungen im Monat und kein Stück mehr!!! Mehr ist nicht zumutbar, egal ob vom Fallmanager oder AG-Servicedienst oder privaten Arbeitsvermittler oder sonst wen.

Denn die Kostenerstattung durchs Amt entspricht nur für 4 Bewerbungen im Monat. Wenn das Amt für mehr Bewerbungen auch die Kostenerstattung bereithält, ist es was anderes. Aber das wird bei dem Amtsgeiz nicht eintreten.

Das Erstattungsvolumen betrug vor Hartz IV-Gesetzeinführung mal 260 Euro/Jahr und pro Bewerbung pauschaul 5 Euro und jetzt rechne mal durch:

260 Euro/Jahr : 5 Euro/Bewerbung = 52 Bewerbungen/Jahr.

Das Jahr hat 52 Wochen. Also hast Du 1 Bewerbung/Woche zu schreiben.

Der Monat hat in der Regel 4 Wochen, also kommt man auf 4 Bewerbungen/Monat.

Diese Zahl kann niedriger werden, wenn Deine persönlichen, familiären oder gesundheitlichen Voraussetzungen Erschwernisse darstellen oder örtlich oder regional ist in der Gegend tote Hose in Deiner Berufsgruppe. Da kann man sich die Jobs auch nicht aus den Rippen schneiden.

Auch die Erreichbarkeit eines Arbeitsgebers kann je verfügbaren Verkehrsmittel Schwierigkeiten machen, weil Du die in der vorgegebenen Pendelzeit von 2 1/2 (Hin- und Rückfahrt) nicht zuverlässig schaffst.

Das sind so die vielen anderen Wenn und Abers.

Aber zunächst gilt als Hausnummer die 4 Bewerbungen im Monat und das wars.

Der Alg-II-Regelsatz dient der Absicherung der Lebenhaltung und darf nicht zur Finanzierung von Bewerbungen amtsseitig mißbraucht werden. Den Alg-II für Bewerbungen einzusetzen ist absolut tabu!!!
 

Paolo_Pinkel

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Beim ALG II gibt es meines Wissens keine Höchstgrenze
Beim Thema Bewerbungen gibt es garkeine Grenze, da dies auf den individuellen Fall abstellt. Zudem müssen noch andere Faktoren (Arbeitsmarktlage, Gesundheit des HE, Bildungsgrad usw.) berücksichtigt werden. Steht z.B. dazu nichts in deiner EGV, dann obliegt es dir selbst, wieviele Bewerbungen du schreibst.
 

sbine

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Danke schon mal für die vielen Antworten!!

Also in meiner EGV steht u.a. "Das Jobcenter unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme von angemessenen nachgewiesenen Kosten für schriftliche Bewerbungen nach Maßgabe des § 16 Abs. 1. SGB II i.V.m. § 44 SGB III, sofern Sie diese zuvor beantragt haben."

Ich habe diese beiden Paragrafen mal gegoogelt und habe dazu ein Dokument vom Jobcenter Kreis EN gefunden, in dem tatsächlich Folgendes steht:

"Im Interesse der Verwaltungsvereinfachung werden Bewerbungskosten grundsätzlich pauschaliert erbracht. Je nachgewiesener schriftlicher Bewerbung ist ein Betrag i.H.v. 4,- Euro zu erstatten. Bewerbungskosten können grundsätzlich bis zu einem Höchstbetrag von 260,- Euro jährlich (die Jahresfrist beginnt mit dem Tag der erstmaligen Beantragung) erbracht werden; (...)"

Meint ihr, ich könnte das Thema bei meinem nächsten Termin mit meiner SB mal ganz offen ansprechen und einfach sagen, dass ich so viele schriftliche Bewerbungen finanziell nicht leisten kann? Ich hatte bisher ein recht gutes Verhältnis zu ihr und möchte nicht so rüberkommen, als hätte ich einfach keine Lust.
 
E

ExitUser

Gast
Danke schon mal für die vielen Antworten!!

Also in meiner EGV steht u.a. "Das Jobcenter unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme von angemessenen nachgewiesenen Kosten für schriftliche Bewerbungen nach Maßgabe des § 16 Abs. 1. SGB II i.V.m. § 44 SGB III, sofern Sie diese zuvor beantragt haben."

Ich habe diese beiden Paragrafen mal gegoogelt und habe dazu ein Dokument vom Jobcenter Kreis EN gefunden, in dem tatsächlich Folgendes steht:

"Im Interesse der Verwaltungsvereinfachung werden Bewerbungskosten grundsätzlich pauschaliert erbracht. Je nachgewiesener schriftlicher Bewerbung ist ein Betrag i.H.v. 4,- Euro zu erstatten. Bewerbungskosten können grundsätzlich bis zu einem Höchstbetrag von 260,- Euro jährlich (die Jahresfrist beginnt mit dem Tag der erstmaligen Beantragung) erbracht werden; (...)"

Meint ihr, ich könnte das Thema bei meinem nächsten Termin mit meiner SB mal ganz offen ansprechen und einfach sagen, dass ich so viele schriftliche Bewerbungen finanziell nicht leisten kann? Ich hatte bisher ein recht gutes Verhältnis zu ihr und möchte nicht so rüberkommen, als hätte ich einfach keine Lust.

Natürlich kannst du das tun und solltest du auch.
Soll dein SB ruhig wissen, dass du im Gegensatz zu ihm mit dem SGB etwas anzufangen weißt.
Lege dir ein paar Argumente zurecht und notiere dir, wie ich in einem Moleskin (ein Zettel tuts natürlich auch :>) die entsprechenden Querverweise in das SGB.

Je fordernder du bist, desto fördernder ist das für den Lernprozess des SB.
Fördern und Fordern.:icon_cool:
 
R

Rounddancer

Gast
Bitte nicht vergessen,- das sage ich auch als Personalvermittler:
Es ist durchaus legal, Bewerbungen, die schriftlich gewünscht werden, erstmal als Kurzbewerbung zu senden. Also ordentliches Anschreiben, Lebenslauf, und evtl. "Dritte Seite". Das sind drei Blätter A4,- die passen in ein ordentlich und korrekt beschriftetes DIN-lang-Kuvert und
kosten gerademal 58cent Porto.

Natürlich im letzten Satz des Anschreibens, in dem ich mich auf ein bevorstehendes Vorstellungsgespräch freue, kündige ich an, daß ich zu diesem die vollständigen Unterlagen gerne mitbringen werde.
 

heutehier

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Z.B. >>>hier<<< Das hat man davon, wenn man seit fast einem Jahr hier angemeldet ist und nur "heute hier" ist.

eben, deshalb wollte ich wissen WO im SGB II eine Höchstgrenze für Bewerbungskosten steht, nämlich die genannten 260 €

quch wenn ich nciht alles hier lese, wozu mir einfach die Zeit fehlt, musst du mich nicht so anfahren
 
S

silka

Gast
@ silka post 4 Lesen und Verstehen :icon_cry:
1 SG hat 1 Entscheidung in 1 Einzelfall getroffen.
Du erklärst 1 Einzelentscheidung für anwendbar und bindend für alles und jeden?
Sorry, so geht das nicht.
Hier gehts um 3 pro Monat.

Wenn in der EGV des TE nichts zu den Kosten vereinbart ist, ist das ärgerlich.
Bei der nächsten EGV drauf achten, daß die Kosten und die Art der Bewerbung genau mit aufgenommen werden.
Wer pro Monat 3 Bewerbungen machen soll, kann die Kosten nachweisen. Logo.
 
S

silka

Gast
Also in meiner EGV steht u.a. "Das Jobcenter unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme von angemessenen nachgewiesenen Kosten für schriftliche Bewerbungen nach Maßgabe des § 16 Abs. 1. SGB II i.V.m. § 44 SGB III, sofern Sie diese zuvor beantragt haben."
"Im Interesse der Verwaltungsvereinfachung werden Bewerbungskosten grundsätzlich pauschaliert erbracht. Je nachgewiesener schriftlicher Bewerbung ist ein Betrag i.H.v. 4,- Euro zu erstatten. Bewerbungskosten können grundsätzlich bis zu einem Höchstbetrag von 260,- Euro jährlich (die Jahresfrist beginnt mit dem Tag der erstmaligen Beantragung) erbracht werden; (...)"
Wohnst du denn in EN? Trifft diese Anweisung auf dich zu?
Du sollst 3 pro Monat machen.
Sollst du die in Mappenform machen, in e-mail-Form oder als persönliche Initiativbewerbung? Das muß in der EGV stehen. Auch, wie die jeweils vergütet werden...
Frag nach oder teile dem JC schriftlich mit, daß du 1 Termin brauchst.
Du weißt, was "nachgewiesene Kosten" sind?
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
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[...]
Also in meiner EGV steht u.a. "Das Jobcenter unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme von angemessenen nachgewiesenen Kosten für schriftliche Bewerbungen nach Maßgabe des § 16 Abs. 1. SGB II i.V.m. § 44 SGB III, sofern Sie diese zuvor beantragt haben."
Viel zu unbestimmt dieser Passus und deshalb rechtswidrig! Siehe auch
2.3 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 27.06.2012,- L 19 AS 923/12 B -

In dem Eingliederungsverwaltungsakt muss genau bestimmt sein , welche Leistungen die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person zur Eingliederung in Arbeit erhält.

Die Leistungen sind danach individuell und eindeutig unter Benennung der für die Gewährung maßgeblichen Gründe festzulegen, wobei gefordert wird, dass dies in der Eingliederungsvereinbarung bzw. dem Eingliederungsverwaltungsakt genau bestimmt sein muss.

Die bloße Nennung der Fördermöglichkeit - Erstattung von Bewerbungskosten nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II iV.m. § 45 SGB III - wird nach dieser Rechtsauffassung nicht als ausreichend angesehen (so ausdrücklich LSG Niedersachsen-Bremen Beschluss vom 04.04.2012 - L 15 AS 77/12 B ER ,Rn 5 zu einer wortgleichen Klausel; vgl. zu diese Entscheidung auch den Beschluss des Senats vom 21.06.2012 - L 19 AS 1045/12 B ER, L 19 AS 1046/12).

https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/...ds=&sensitive=
==> https://www.elo-forum.org/aktuelle-...htsprechungsticker-tacheles-kw-28-2012-a.html

Und hier

==> https://www.elo-forum.org/eingliede...41-interessantes-urteil-gegenwehr-egv-va.html
 
R

Rounddancer

Gast
eben, deshalb wollte ich wissen WO im SGB II eine Höchstgrenze für Bewerbungskosten steht, nämlich die genannten 260 €

Das SGB II kennt m.W. keine feste Höchstgrenze.
Im Gegenteil: Es legt die Beurteilung, ob und wieviel, bzw. wieviel maximal an Bewerbungskosten bezahlt wird, völlig in die Entscheidungsfreiheit des Amtsmitarbeiters. Es gibt also keinen Rechtsanspruch für uns "Kunden". Der Amtmann wiederum hat sich an die eventuellen Vorgaben seiner Chefs zu halten,- und wenn die sagen: "Topf ist leer!", dann gibts eben nix.
 
E

ExitUser

Gast
@Paolo_Pinkel


Die bloße Nennung der Fördermöglichkeit - Erstattung von Bewerbungskosten nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II iV.m. § 45 SGB III - wird nach dieser Rechtsauffassung nicht als ausreichend angesehen (so ausdrücklich LSG Niedersachsen-Bremen Beschluss vom 04.04.2012 - L 15 AS 77/12 B ER ,Rn 5 zu einer wortgleichen Klausel; vgl. zu diese Entscheidung auch den Beschluss des Senats vom 21.06.2012 - L 19 AS 1045/12 B ER, L 19 AS 1046/12).

müsste das nicht eigentlich §44 SGB III sein...:icon_kinn:

(3) Die Agentur für Arbeit entscheidet über den Umfang der zu erbringenden Leistungen; sie kann Pauschalen festlegen.
 

sbine

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@Germanikus: Danke, das ist eine gute Idee, das werde ich machen!

@Roundancer: Darauf bin ich noch gar nicht gekommen, aber das wäre natürlich auch eine Alternative! Danke dir!

@silka: Nein, ich wohne nicht im Kreis EN, aber wie gesagt - das mit den 260 Euro hatte ich vorher schon mal irgendwo gelesen, deshalb dachte ich, das wäre allgemeingültig. Scheint ja aber nicht so zu sein... Ich denke, da werde ich bei meiner SB nächste Woche auch nochmal nachhaken, wie es bei uns geregelt ist.

Und zu der Art der Bewerbungen steht in meiner EGV nur:

"Sie bewerben sich mindestens drei Mal monatlich und erbringen entsprechende Nachweise. Sie bewerben sich zeitnah, d.h. spätestens am dritten Tag nach Erhalt des Stellenangebotes, auf Vermittlungsvorschläge, die Sie vom Jobcenter bzw. von der Agentur für Arbeit im Auftrag für das Jobcenter erhalten haben. Als Nachweis über Ihre unternommenen Bemühungen füllen Sie die dem Vermittlungsvorschlag beigefügte Antwortmöglichkeit aus und legen diese vor."

Das ist alles und genau so sieht meine EGV schon immer aus, seit ich Hartz IV beziehe. Da die aktuelle EGV aber bald ausläuft, nehme ich mal an, dass ich bei meinem Termin nächste Woche eine neue bekommen werde. Dann bietet es sich ja ohnehin an, das alles mal genauer zu besprechen und festzulegen.

Ach so, und zu den "nachgewiesenen Kosten" - bisher musste ich dem Antrag auf Erstattung immer nur die entsprechenden Anschreiben beilegen und das war's. :icon_kinn:
 
S

silka

Gast
@silka: Ich denke, da werde ich bei meiner SB nächste Woche auch nochmal nachhaken, wie es bei uns geregelt ist.
Es nützt dir nichts, zu wissen, wie es bei euch geregelt ist. Es soll in DEINER individuellen EGV aufgeschrieben, also festgeschrieben werden, was DU pro Bewerbung erstattet bekommst.
Ja, bitte hake nach und lege das fest.
Und zu der Art der Bewerbungen steht in meiner EGV nur:
"Sie bewerben sich mindestens drei Mal monatlich und erbringen entsprechende Nachweise. Sie bewerben sich zeitnah, d.h. spätestens am dritten Tag nach Erhalt des Stellenangebotes, auf Vermittlungsvorschläge, die Sie vom Jobcenter bzw. von der Agentur für Arbeit im Auftrag für das Jobcenter erhalten haben. Als Nachweis über Ihre unternommenen Bemühungen füllen Sie die dem Vermittlungsvorschlag beigefügte Antwortmöglichkeit aus und legen diese vor."
Ach so, und zu den "nachgewiesenen Kosten" - bisher musste ich dem Antrag auf Erstattung immer nur die entsprechenden Anschreiben beilegen und das war's. :icon_kinn:
Und wieviel Geld hast du bekommen, wenn du das Anschreiben hingelegt hast? 5,- oder 3,- oder 1.- oder wieviel?
Wie kann man einem Anschreiben ansehen, was die Bewerbung gekostet hat?
Hast du etwa eine verständige SB, die dir 5,- pro Stück zahlt und eine *gnädige EGV* macht usw.??? Dann lass lieber alles so weiterlaufen.:icon_hmm:
Hier im Forum wird so etwas allerdings gar nicht gern gehört.
Da sind alle SB nur Tiere, Schikanierer, Unmenschen, also nur das Letzte. EGV sind quasi Todesurteile.

Ich gratuliere dir, wenn es anders ist. Ich kenne nämlich auch solche SB...und auch gnädige EGVen, mit denen man gut leben kann:icon_cool:
 
A

asus7

Gast
eben, deshalb wollte ich wissen WO im SGB II eine Höchstgrenze für Bewerbungskosten steht, nämlich die genannten 260 €

quch wenn ich nciht alles hier lese, wozu mir einfach die Zeit fehlt, musst du mich nicht so anfahren



Soso, Dir fehlt die Zeit ??? Na ja wers Glaubt !! Ich nicht !! Aber andere suchen lassen ist schon Praktisch , gell :rolleyes:
 
A

asus7

Gast
1 SG hat 1 Entscheidung in 1 Einzelfall getroffen.
Du erklärst 1 Einzelentscheidung für anwendbar und bindend für alles und jeden?
Sorry, so geht das nicht.
Hier gehts um 3 pro Monat.

Wenn in der EGV des TE nichts zu den Kosten vereinbart ist, ist das ärgerlich.
Bei der nächsten EGV drauf achten, daß die Kosten und die Art der Bewerbung genau mit aufgenommen werden.
Wer pro Monat 3 Bewerbungen machen soll, kann die Kosten nachweisen. Logo.




silka, wen Du mir was Unterstellen willst, such dir einen anderen Spielplatz !! Du ermüdest mich mit deinen NICHTWISSEN
 
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