Wie viel Kubikmeter Wasser sind pro Person angemessen?

nicht_wichtig

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Laut diverser Internetquellen ist ein Wasserverbrauch von 127 qm pro Person im Jahr üblich.

Das macht im Jahr 46,355 qm Wasser.

Gibt es ein Gerichtsurteil über diese Wassermenge?

Auf meinem Leistungsbescheid steht immer 40 qm Wasser pro Jahr und Person sind angemessen.
 
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Ich würde mal hinterfragen, auf welchen Paragraphen des SGB II oder auf welche Rechtsvorschrift sich diese Zahl bezieht....
Es wird mittlerweile nicht nur die Miethöhe und die Käfiggröße pro Hartzie reglementiert....
irgendwann werden die auch noch die Angemessenheit für Klopapier festlegen...
 

Justizia

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Ich würde mal hinterfragen, auf welchen Paragraphen des SGB II oder auf welche Rechtsvorschrift sich diese Zahl bezieht....
Es wird mittlerweile nicht nur die Miethöhe und die Käfiggröße pro Hartzie reglementiert....
irgendwann werden die auch noch die Angemessenheit für Klopapier festlegen...
Jo und Seife etc, auch.
 
E

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Wieviel Liter sind unwesentlich....
wesentlich wäre zu wissen, auf welche Rechtsvorschrift sich diese vermeintliche Reglementierung / Angemessenheit beruft....
Wenn ich eine tropfende Toillette habe, diese als Mitmangel melde und sich die Hausverwaltung 1,5 Jahre nicht darum kümmert, würde ich gerne wissen, weshalb ich unter Umständen finanziell sanktioniert werde für Fehler Dritter.
Und wenn es mir finanziell an das Existenzminimum meiner Kinder oder mir geht, dann will ich diesen verdammten Paragraphen wissen, damit ich mich wehren kann.
 

nicht_wichtig

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Laut Bescheid:

Belehrung zu den Kosten der Unterkunft

Eine Übernahme von Betriebs- und Heizkosten kann nur anerkannt werden, wenn diese verbrauchsabhängigen Kosten angemessen sind. Ein angemessener Wasserverbrauch liegt hierbei bei maximal 40 Kubikmeter pro Person und Jahr. Die Heizkosten sind unangemessen hoch, wenn sie den Durchscnittswert des Wohnhauses um mehr als 10% übersteigen, ohne hierfür besondere anerkennenswerte Gründe vorliegen.
 

nicht_wichtig

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Ich glaube, es wird sich auf die Unterkunftsrichtlinie meiner Stadt berufen.
 

Justizia

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Un wenn man mehrmals im Jahr eine Darminfekt hat und öfter die Toilettenspülung benutzen muss, oder Waschzwang hat, oder es draussen so lange matschig war, dass man mindestens eine Waschmaschine mehr in der Woche hatte, oder Renoviert hat und dann mehr Wasser zum putzen braucht, oder, oder, die Liste kann man durchweg erweitern.

Das sind Durchschnittswerte, aber wenn ich das richtig verstehe, steht in dem Gesetz bei den KDU auch was von einer Einzelfallprüfung, da soll der SB Dir bitte ml das Ergebnis und diese Prüfung vorlegen.

Ich vergaß ganz, was ist denn wenn man Pflanzen hat oder ein Haustier? Wird das einem H4 ler nun auch untersagt oder auf ein Pfeilchen pro Kopf eingeschränkt ?:icon_party:
 
E

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Duschen
Kochen
Getränke aufbrühen (Kaffee/Tee)
Putzen/Geschirr spülen
Klospülung
Wäsche waschen

Und dann nur 40 m³ pro Person im Jahr? :icon_eek:
 

Nichtjenny

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Nur? Ich weiß nicht, wir verbrauchen mit 3 Personen im EFH mit Garten ohne bewußtes Sparen 71 cbm im Jahr gesamt. Kochen viel, spülen von Hand, bewässern den Garten und waschen auch nicht wenig. Bei einem so hohen Wasserverbrauch würde ich echt mal schauen, wie es dazu kommt.
 
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Es gibt keine Rechtsgrundlage nach der SB eine maximale Wassermenge vorgeben könnte.

Zudem wird nur selten der tatsächliche Verbrauch in Rechnung gestellt. Häufig wird nach Köpfen, Fläche oder Miteigentumsanteil abgerechnet. Auch Mischungen der Berechnungsgrundlagen sind zulässig.
Selbst wenn es Mengenvorgaben geben würde, wären die wg. Gleichbehandlung nicht anwendbar.
 
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Was zerbrecht ihr euch denn schon wieder den Kopf über irgendwelche Spekulationen?

Ist jemand von der Kürzung seiner Nebenkosten aus diesem Grunde betroffen?
 

nicht_wichtig

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Bei mir wird der tatsächliche Wasserverbrauch in Rechnung gestellt.

Ich lag bei der letzten BK-Abrechnung deutlich über die 40 cbm Wasser und musste eine Belehrung über unwirtschaftliches Verhalten unterschreiben.

siehe Anhang
 

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pinguin

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Ein angemessener Wasserverbrauch liegt hierbei bei maximal 40 Kubikmeter pro Person und Jahr.
Wer kommt denn auf sowas? Nix baden? Nix duschen? Nix trinken? Nix kochen? :icon_kinn: Abgesehen davon setzt dieses eine zur Wohneinheit gehörende, richtig funktionierende Wasseruhr voraus.

Die Heizkosten sind unangemessen hoch, wenn sie den Durchscnittswert des Wohnhauses um mehr als 10% übersteigen, ohne hierfür besondere anerkennenswerte Gründe vorliegen.
Viel Spaß bei längeren -24°C. 1 Woche heizen, Rest frieren, oder wie? -> Ofen einbauen und mit Holz heizen.
 

50GdB23

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Hast du den rotz untreschrieben??

Würde ich nicht. was ist wenn ich eine kleine Blase habe, öfters Hände wasche, mir viel tee koche....was soll der schei** mit unwirtschaftlich. Denen würde ich geben. Würd emich mal interessieren, was Leute für einen Wisch bekommen, die unter Waschzwang leiden, oder alle 2 Tage die Waschmaschiene am laufen haben. :icon_kinn:

Aber es reicht, 1x / Monat sich gründlich zu waschen, und das bei einem Besuch beim Jobcenter. Hände waschen wozu, dann soll man halt nicht unter Leute gehen.
 
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ExitUser

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13.10.2006
[...]Die Berechnung ist nach Ansicht des Gerichts aber nicht plausibel.

Nach einer Untersuchung der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. teile sich der tägliche Wasserverbrauch in Essen und Trinken ca. 3 Liter, Geschirrspülen ca. 7 Liter, Putzen und Autopflege ca. 7 Liter, Duschen und Baden ca. 39 Liter, Toilettenspülung ca. 34 Liter, Wäsche waschen ca. 15 Liter, Körperpflege ca. 7 Liter, Gartenpflege ca. 4 Liter, Kleingewerbe ca. 11 Liter auf. Dies ergebe einen täglichen Durchschnittsverbrauch von 127 Litern.

Da die Klägerin weder ein Auto noch einen Garten habe und auch kein Kleingewerbe betreibe, müssten die entsprechenden Positionen abgezogen werden, so dass im Fall der Klägerin ein Tagesverbrauch von 108,5 Liter angemessen sei.

Mehr könne sie nicht verlangen, ihr sei es möglich und zumutbar, einen darüberliegenden Wasserverbrauch zu reduzieren.
Urteil > S 25 AS 420/05 | Sozialgericht Gießen | Wasserverbrauch von 3,26 m³ pro Person und Monat

Ob's zwischenzeitlich schon was Neues gibt weiß ich nicht.
 

warpcorebreach

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Was zerbrecht ihr euch denn schon wieder den Kopf über irgendwelche Spekulationen?

Ist jemand von der Kürzung seiner Nebenkosten aus diesem Grunde betroffen?
also ich habe 2009 und 2010 jeweils etwas über 60m² verbraucht.

für 2010 haben sie mir nicht die volle nachzahlung überwiesen (anwalt ist noch mit beschäftigt) die berufen sich nicht grundsätzlich auf den wasserverbrauch sondern auf irgendeinen wert pro m². ich habe das hier im forum schonmal angesprochen das ich das für müll halte denn hätte ich eine grössere wohnung dann dürfte ich höhere nebenkosten haben. schwachsinn, aber ich müsste mal bei meinem anwalt nachhaken wie jetz der stand der dinge ist. vermutlich dauert es alles etwas weil es in der nebenkostenabrechnung ansich noch ungereimtheiten gab.

wie gesagt begrenzen die gesamt die nebenkosten pro m²

wir haben jetz z.b. neuerdings kabelanschluss direkt im mietvertrag mit drinn. davon abgesehen das noch strittig ist ob die das ohne meine zustimmung machen dürfen (kann mich nicht erinnern die gegeben zu haben) welche möglichkeit hätte ich denn? ausziehen oder die differenz selber zahlen? danke auch :icon_kotz:
 
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