Wie verhalten sich Kaltmiete und Quadratmeterzahl zueinander? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

waal

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Hallo, eine Frage zur Miete:

Bei meiner Wohnungssuche beschränke ich mich auf einen Kreis, bei dem die Kosten der Unterkunft so aufgeführt sind:

- Kaltmiete (inkl. Nebenkosten gem. Betriebskostenverordnung): 500,02€
- Warmmiete (inkl. Neben- und Heizkosten): 563,47€

Als Einzelperson darf ich ja auf bis zu 45qm wohnen.

Kann ich auch in eine Wohnung ziehen, die nur 35qm hat und trotzdem obiger Mietobergrenze entspricht? Sprich: Ist die Höhe der Kaltmiete in Relation zur Größe egal, solange die Kosten im KdU Rahmen sind?

Oder gibt es auch Vorgaben bei den Kosten pro Quadratmeter?

Ich erinnere mich noch an etwas, das Produkttheorie hieß aus dem SGBII, aber bekomme das nicht mehr zusammen.
 
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ZynHH

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Es sind bundesweit 50m2.

Ich bin in ein reihenendhaus mit grossem Garten gezogen, die Wohnung hat aber weniger als 50 m2, dafür ist die Miete unschlagbar günstig.

Ich bezweifle das man dich zwingen wird, mehr Nebenkosten zu produzieren....mehr m2 mehr Nebenkosten....
 

waal

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echt, 50qm? Auf meiner Liste sind 45 angegeben...hm.

Ne, zwingen mehr Nebenkosten zu produzieren wird man mich nicht. Aber ich frage mich halt, ob die sagen können: "Der Quadratmeterpreis für die Kaltimiete ist zu hoch, such was Günstigeres."
 

Lighthouse

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Moin, Moin waal,

die Listen wurden landesweit 2010 um 5qm erhöht, wo bei die Listen egal sind. Entscheidend ist die Kaltmiete. Ich habe am 01.12.2013 gemietet und zahlte 184,80m € für rund 58 qm.

Hintergrund war, dass Mieter an der Lage nicht interessiert waren, da ich mit Fähren fahren muss um auf die andere Seite
der Stadt zu kommen. Für mich war das aber ein "Schmankerl".

Du musst mit den Sachbearbeitern reden.

LG
Lighthouse
 

Fabiola

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die Listen wurden landesweit 2010 um 5qm erhöht, ...
Wo läßt sich das nachlesen (um es dem Amt unter die Nase zu halten)?
Meine Frage richtet sich auch an @ZynHH.

Wie ich mein Amt kenne, würden mir bei Überschreiten der 45 m² bei BK-Nachzahlungen nur anteilige Kosten (auf Grundlage von 45 m² erstattet werden).
 

RoxyMusic

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Hier wird zusätzlich eine geringfügige Überschreitung von 5 qm angegeben (auch für SGB XII):

https://www.caritas-nrw.de/rechtinformationsdienst/sgb-ii-und-sgb-xii-angemessene-wohnungsg

"Das Bundessozialgericht hat festgestellt, dass bei der Bestimmung der angemessenen Wohnfläche auf die in Nr. 8.2 der Wohnraumnutzungsbestimmungen des Landes Nordrhein-Westfalen festgesetzten Werte zurückzugreifen sei (Urteil vom 16.5.2012).

Die Wohnraumnutzungsbestimmungen NRW führen zu dem Punkt 8.2. aus:

"Angemessen" sind in der Regel folgende Wohnungsgrößen:

a) für eine alleinstehende Person 50 qm Wohnfläche;
b) für einen Haushalt mit zwei haushaltsangehörigen Personen zwei Wohnräume oder 65 qm Wohnfläche;
c) für jede weitere haushaltsangehörige Person zusätzlich ein Raum oder 15 qm Wohnfläche.

Arbeitsküche, Badezimmer, Abstellraum und Keller gelten nicht als Raum im Sinne der Regelung.

Angemessen ist die Wohnfläche auch dann, wenn sie im Einzelfall die angemessene Wohnungsgröße nur geringfügig überschreitet. Als geringfügig kann in der Regel eine Überschreitung der angemessenen Wohnungsgröße um bis zu 5 qm Wohnfläche angesehen werden."
 
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