Wie verfasse ich einen Widerspruch wegen Gutachten vom ärztlichen Dienst?

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Palatina

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Hallo zusammen,

wie verfasst man bitte korrekt den Widerspruch gegen einen Bescheid, dem das Gutachten des ÄD vorausgeht? An wen richtet sich der Widerspruch; an meinem SB oder an wen? Vor allem wird mein mich behandelnder Facharzt ein Attest zusätzlich ausstellen. Dieses geht aber meinen SB ja nichts an, sondern wiederum nur den ÄD. Ich hoffe, daß ich mich mit meinen Fragen verständlich ausgedrückt habe.

Vielen Dank für eure Hilfe.
 

Kerstin_K

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Gegen was für einen Bescheid willst du widersprechen? Widersprüche gehen ja zu deinem SB oder in die Widerspruchsstelle. Da sitzen aber auch keine Ärzte.
 

Muzel

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Ein Gutachter gibt nur eine Empfehlung und nur die Behörde oder da Gericht treffen eine Entscheidung. Die Stellungnahme der ärztlichen Dienstes ist nur eine Meinungsäußerung. Du kannst gegenüber des Auftragsgebers eine Gegenvorstellung schreiben. Wenn du einen Arzt findest, der dich unterstützt, bis du in einer besseren Position. Ein Widerspruch ist völlig unzulässig.
 

BerndB

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Gegen ein Gutachten des ÄD kann kein Widerspruch eingelegt werden. Nur gegen einen Folgebescheid: Zum Beispiel wenn dadurch Alg gestrichen oder gekürzt wird.
Das Attest eines Facharztes bringt nichts. Der ÄD benötigt die ärztlichen Unterlagen des Facharztes, den du hoffentlich schon vor der Begutachtung von der Schweigepflicht befreit hast. Der ÄD wertet dann die Unterlagen aus.
 

MissRuhrpott

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Hallo Palatina,

Du kannst zunächst formlos dem Bescheid widersprechen,solltest den Widerspruch aber begründen.
Er richtet sich an denjenigen,der den Bescheid erstellt hat.
Die Begründung kann man nachreichen,sollte aber selbst verfasst werden.
Sodann sollte die Behörde erneut von amts wegen ermitteln,z.B. ein weiteres Gutachten anordnen,und erst da kommt das zusätzliche Attest ins Spiel.
Wird der Widerspruch abgelehnt,kann hiergegen geklagt werden.

Zu überlegen wäre in der Angelegegenheit aber vorab,was Du erreichen willst und wie komplex der Sachverhalt ist.
Denn manchmal kann es sinnvoll sein,schon im Widerspruchsverfahren einen Anwalt zu involvieren.
 

Palatina

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Ich danke euch für eure Hilfe (y):) Nun werde ich also den Bescheid abwarten und dann, sowie es MissRuhrpott gesagt hat, formlos widersprechen. Ich nehme an, daß das Teil die nächsten Tage bei mir eintrudeln wird. Dann werde ich vermutlich erneut eure Hilfe in Anspruch nehmen müssen ☺
 

Paragraphenreiter

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Der Ärztliche Dienst darf keine Gutachten machen, das wäre ein Straftatbestand für den Arzt. Falschbegutachtung kann zu Approbationsverlust führen weil "Echte Gutachten" als Beweis zu verstehen sind, falls da Gutachten auf dem Zettel steht dreh ihnen einen Strick daraus die werden ihn zurücknehmen und einen Neutermin machen. Dieser Termin ist freiwillig steht auf der Rückseite der Einladung! Normalerweise machen die nur Ärztliche Stellungsnahmen und das muss auch so da drauf stehen. Keine Angst nur wenn du den Aufklärung des Sachverhaltes massiv erschwerst können Sanktionen entstehen dafür musst du aber keine
-Mitwirkung durch nichtausfüllen schweigepflichtsentbindung.mach besser ne eigene Schweigepflichtsentbindung denn deren Vordruck gibt ihnen das Recht deine Sozialgerichtsakten zu bekommen und Rentenkassenakten.... und Gültigkeit wäre 3Jahre .Gibt denen die sonst üblichen 14Tage Zeit vor (Dauer deiner Schweigepflichtsentbindung Gültigkeit)!
-Keine Zurverfügungstellung von Befunden der Fach,Hausärzten
-Keine Termin wahrnahme beim ÄD.
Wenn du eines davon machst sind Sanktionen ausgeschlossen den du hast genügend mitgewirkt.
 

Muzel

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Eigentlich sollte bei jedem Bescheid eine Rechtsmittelbelehrung beigefügt sein. Ist das nicht der Fall verlängert sich die Frist von einem Monat zu einem Jahr. Den Widerspruchsbescheid muss du aber immer an die Behörde schicken, die dir den Bescheid geschickt hat, Gleichzeitig solltest du direkt alle Unterlagen anfordern, die zu dieser negativen Entscheidung geführt haben. Meist erteilt dir dann die Behörde eine Frist, die du für die Begründung einhalten sollst. Das ist aber keine Notfrist. Du solltest sie aber einhalten, sonst ist die Behörde schnell und du musst klagen.
 

Palatina

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Der Ärztliche Dienst darf keine Gutachten machen, das wäre ein Straftatbestand für den Arzt. Falschbegutachtung kann zu Approbationsverlust führen weil "Echte Gutachten" als Beweis zu verstehen sind, falls da Gutachten auf dem Zettel steht dreh ihnen einen Strick daraus die werden ihn zurücknehmen und einen Neutermin machen.

In dem Anschreiben an mich steht "als Anlage erhalten Sie wie gewünscht, das ärtzliche Gutachten Teil A + B".

Auf Teil A + B steht "Sozialmedizinische gutachterliche Stellungnahme".

Was nun zu tun, bitte?
 

Helga40

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Lass dir doch die Rechtsgrundlage für die Behauptung, dass sich der ÄD strafbar macht, mal nennen.

Rechtsgrundlage der Beauftragung des ÄD ist § 32 SGB III:

.Die Agentur für Arbeit soll Ratsuchende mit deren Einverständnis ärztlich und psychologisch untersuchen und begutachten, soweit dies für die Feststellung der Berufseignung oder Vermittlungsfähigkeit erforderlich ist.

Wenn man jemanden begutachtet, erstellt man was?
 

Couchhartzer

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Der Ärztliche Dienst darf keine Gutachten machen, das wäre ein Straftatbestand für den Arzt.
Diese Behauptung ist schlichtweg völlig falschberatender Schwachsinn, denn wenn die Ärzte die für den äD tätig sind den Auftrag bekommen ein ärztliches Gutachten zu erstellen, dann sind sie 1.) üblicherweise dazu anerkannte und zugelassene Gutachterärzte und 2.) dadurch auch gesetzlich legitimiert entsprechende Gutachten zu erstellen, denn sonst würden sie derartige Aufträge gar nicht erst bekommen.
 
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