Wie verbindlich sind die Inhalte einer Stellenausschreibung (hier ZAF), oder, wann ist eine Stelle noch dieselbe Stelle? (4 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 4)

Status
Dieses Thema ist derzeit geschlossen.
Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Cortemar

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 August 2017
Beiträge
16
Bewertungen
1
Ich habe ein VV für eine ZAF bekommen, der sich vielversprechend hinsichtlich der Aufgaben und der Konditionen anhört. Aber ich bin skeptisch.


Ihre Aufgaben:
  • sie machen dies
  • sie machen jenes

Wir bieten:
  • sichereres Einkommen ab XXXX€/Brutto
  • Sozialleistungen, inkl. Weihnachtsgeld- und Urlaubsgeld
  • Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten


Angenommen es kommt zum VG und zum konkreten Angebot. In dem vorgelegten Arbeitsvertrag sind die Konditionen und der Aufgabenbereich aber nicht zu meinem Vorteil, d.h. so wie in der Stellenausschreibung formuliert, festgelegt. Ist es mir dann erlaubt dieses Angebot sanktionsfrei abzulehnen bzw. auf die Formulierungen aus der Stellenausschreibung zu bestehen?

Mein Arbeitsargument ist, dass durch die Abweichung zur Stellenausschreibung es sich nicht mehr um dieselbe Stelle handelt und man durch die VV nur verpflichtet ist sich auf die ausgeschriebene Stelle zu bewerben.
 

DoppelPleite

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 Dezember 2015
Beiträge
1.218
Bewertungen
1.728
Einen Arbeitsvertrag würde ich erstmal mit nach Hause nehmen und auf 2-3 Wochen Prüfzeit verweisen. In den 10 Minuten der Vorlage wäre es mir nicht möglich Inhalte abzugleichen.

Dann könntest Du den Vertrag durch einen Fachanwalt für Arbeitsrecht checken lassen, oder mal hier ausreichend anonymisiert hochladen.

Sollten dann unmögliche Abweichungen zu Tage kommen, kannst Du versuchen nach zu verhandeln. Versuche aber besser nicht, direkt auf Sanktions-Würdigkeiten ab zuzielen - ohne diese Hinterfragung entsprechend zu Deinen Gunsten begründen zu können.
 

AnonNemo

Super-Moderation
Mitglied seit
28 April 2013
Beiträge
3.642
Bewertungen
6.716
Cortemar meinte:
sichereres Einkommen ab XXXX€/Brutto
Hast du schon geprüft ob die ZAF im Tarif ist?
Passt der Betrag zu den tariflichen Entgeltstufen?

West / Ost (seit 04/2017)
E01 => W1.399,91 / O1.351,38
E02 => W1.493,95 / O1.366,55
E03 => W1.745,72 / O1.595,57
E04 => W1.847,34 / O1.689,60
E05 => W2.085,46 / O1.908,01
E06 => W2.346,33 / O2.146,13
E07 => W2.739,16 / O2.505,59
E08 => W2.946,95 / O2.693,66
E09 => W3.109,24 / O2.843,81

Steht in der Anzeige ein Gehalt, welches um einige Euros von den aufgelisteten Beträgen abweicht oder nicht zur Qualifikation der Stelle passt ~> Lockangebot.

Für eine Facharbeiterstelle wirst du in E03 und maximal in E05 eingestuft. Eine E06 wirst du (wahrscheinlich) nie bekommen, weil du dafür einen Techniker- oder Meisterabschluss haben musst.

Selbst wenn es eine Techniker-/Meisterstelle wäre, wird die ZAF dir nur eine Facharbeitereingruppierung geben ~> dir fehlt die notwendige Qualifikation ... obwohl diese bei der Eingruppierung gar keine Relevanz hat.
 

Cortemar

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 August 2017
Beiträge
16
Bewertungen
1
Standard AW: Wie verbindlich sind die Inhalte einer Stellenausschreibung (hier ZAF), oder, wann ist eine Stelle noch di

Es heißt ab 2.000 EUR für Bürotätigkeiten. Ich bin im Osten. Ich bin da sehr skeptisch.

Laut diesem Beitrag sind Angaben in der Stellenanzeige verbindlich, d.h. es entsteht ein Schadensersatzanspruch, wenn die darin enthaltenen Zusagen nicht erfüllt werden.
 

Cortemar

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 August 2017
Beiträge
16
Bewertungen
1
Warum ich das frage ist: Vertraue ich dem Angebot und schau mir das mal an? Aber wenn sich das als unseriös herausstellt (es ist immer noch eine ZAF), dann kann ich viele Chancen nicht mehr nutzen das abzuwehren. 2000 EUR und etwas Berufserfahrung sind hingegen gute Argumente für die Stelle (sofern die Angaben stimmen). Wenn aber eine Verbindlichkeit zu den Aussagen in der Stellenausschreibung besteht, dann wäre wenigstens das mein Rettungsanker, wenn ich mit meiner Skepsis recht behalten sollte. Aber das Eintreten des Umstands woraus ein Schadenersatzanspruch entsteht ist noch keine hinreichende Bedingung um das Arbeitsangebot sanktionsfrei ablehnen zu dürfen, oder?!

Und meine andere Interpretation ist, wenn die Inhalte der Stellenausschreibung im konkreten Angebot geändert werden, dann handelt es sich nicht mehr - jedenfalls nur noch dem Namen nach - um die ausgeschriebene Stelle.

@AnonNemo: Da steht nichts von Tarif oder Tarifbindung. Die 2000 EUR passen da nicht in die Entgelttabelle, bzw. die Aufgaben/Qualifikationen nicht zu den Kriterien für die entsprechende Eingruppierung. Ich würde mich und die Stelle in E4 eingruppieren.
 
Zuletzt bearbeitet:

Cortemar

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 August 2017
Beiträge
16
Bewertungen
1
Ich fahre die Anti-ZAF-Strategie. 2.000 EUR von einer ZAF für eine Bürokraft ist unglaubwürdig, zumal hier BAP/DGB-Tarif Anwendung finden soll.
 

Vizekanzler

Elo-User*in
Mitglied seit
6 August 2016
Beiträge
421
Bewertungen
70
2.000 EUR von einer ZAF für eine Bürokraft ist unglaubwürdig, zumal hier BAP/DGB-Tarif Anwendung finden soll.
Ich hatte als Buchhalter bei einer ZAF mehr. Lag aber auch daran, dass ich neben Fremdsprachenkenntnissen auch noch einschlägige Branchenerfahrung hatte. Das Gehalt bzw der Lohn setzte sich aus dem reguläen Tarif plus Zulagen zusammen. Falls ich die Einsatzstelle hätte wechseln müssen, wären die Zulagen futsch gewesen.


ZAF sind alles üble Zuhälter. Manchmal kommt es aber auch vor, dass die für einen Stellenbesetzung mal etwas tiefer in die Tasche greifen müssen...wie z.B. in meinem Fall mit der einschlägigen Branchenerfahrung.

Nichtsdestotrotz muss man IMMER bedenken, dass es sich bei Arbeitnehmerüberlassung um ein Dreiecksverhältnis handelt, es aber nur Win-Win-Situationen gibt - sprich es muss einer auf der Streck bleiben und das ist in diesem Arbeitsverhältnis nun mal der LAN. :sorry:
_
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
21.812
Bewertungen
23.252
Wozu braucht man als Buchhalter Fremdsprachen?
 

Vizekanzler

Elo-User*in
Mitglied seit
6 August 2016
Beiträge
421
Bewertungen
70
Wozu braucht man als Buchhalter Fremdsprachen?
Im internationalen Umfeld braucht man auch als Buchhalter Fremdsprachenkenntnisse, besonders wenn man im Bereich AR also Debitorenbuchhaltung arbeitet oder wenn sich das Unternehmen SOX antut.

Habe bei amerkanische, britischen und französischen Unternehmen gearbeitet...zur Abwechslung mal was deutsches wäre mir mittlerweile wesentlich lieber.

Sollte heutzutage eigentlich klar sein, das man selbst als gewerblich-technischer MA z.B. Zerspannungsmechaniker oder und auch als kfm. Angestellter z.B. Buchhalter zumindest Englischkenntnisse braucht, oder?
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
21.812
Bewertungen
23.252
Was Fremdsprachenkenntnisse im Brtuf allgemein angeht, da bin ich ganz bei Dir. Mir fehlte nur gerade die Vorstellungskraft fuer Buchhaltung und dann auch noch in Kombination mit Zeitarbeit.
 

Vidya

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 April 2016
Beiträge
1.032
Bewertungen
925
Ich fahre die Anti-ZAF-Strategie. 2.000 EUR von einer ZAF für eine Bürokraft[/U] ist unglaubwürdig, zumal hier BAP/DGB-Tarif Anwendung finden soll.


Das ultimative Stichwort und der Aufhänger zugleich. Aus meiner bisherigen schon langjährigen Erfahrung mit VG bei ZAF auf VV Stellen kann ich Dir sagen: die meisten ZAF schreiben Bürostellen aus -und dann stellt sich heraus -es handelt sich um Call Center Jobs, die eigentlichen dem Segment Dialog Marketing zugehören -und auf die 200 Euro sollst oder kannst du dann mit Erfolgsprämien kommen -wird Dir versprochen. Wenn Deine Stimme nicht trägt - und Du schnell heiser wirst, dann passt das nicht. Zudem ist da oft auch Vertriebstalent oder Erfahrung gefragt. Nicht jeder hat das. Sehr oft verbergen sich ganz andere Stellen als ausgeschreiben dahinter, als angegeben, dann kommt es darauf an, was stattdessen gefordert wird.

Überlegensfrist sollte Dir auf jeden Fall eingeräumt werden.

Übrigens fällt die Entscheidung für oder gegen eine Ablehnung leichter, wenn man dann schon die eigentlich vereinbarte Anzahl von monatlichen Bewerbungsbemühungen erreicht hätte -ohne die Stelle aus dem VV.

Des Weiteren gibt es auch die ZAF, die überhaupt keine wahre Stelle anbieten, sondern nur Kunden für deren fiktive Arbeitnehmerkartei brauchen , um potentielle AG Kunden anzulocken oder ein großes Portfolio an Mitarbeitern vorzutäuschen. Stattdessen werden dann die Interessenten und VV Inhaber dorthin gelockt -nur um dann gleich einen Bewerberbogen auszufüllen. Und damit werden genau die gleichen Daten abgefragt, die man denen vielleicht schon per Bewerbung zugeschickt hat. Diese Bögen soll man dann unterschreiben, damit die ZAF dann den AG Kunden mit Deinen Daten Angebote machen kann , oder sie als Kunden anlocken kann. Damit die Aufträge an die ZAF vergeben.

Dies war bisher in ca. 70 Prozent meiner VG der Fall, dass ich gleich, sofort und einzig mit einen Bewerberbogen konfrontiert wurde. Im kleingedruckten stand dann auch schon mal der dreiste Satz. "Sollte die Kontaufnahme zum Auftraggeber nicht zum gewünschten Erfolg führen , so erklären sie mit Ihrer Unterschrift das Einverständnis, das wir Sie der zuständigen Arbeitsagentur stattdessen für eine Maßnahme empfehlen werden".

Schon deswegen fülle ich seitdem keinerlei Bewerberbögen dort aus. Denn wer sowas ergänzend verlangt -vor einem VG Gespräch oder überhaupt -ohne ein Ergebnis, der hat keine Stelle aktuell zu vergeben und von dem wird masn auch nie eine passende Stelle angeboten bekommen -so jedenfalls meine Erfahrung.

Darum -Immer erst einmal auf ein vorheriges VG bestehen. Zur Stelle mit den Anforderungsprofilen. Und nichts anderes. Sich nicht abwimmeln lassen. Beweise für das VG sammeln, Karteikarten, Kugelschreiber, Werbeprospekte.

Wenn man sich schon beworben hat und man bekommt per Mail eine Einladung oder die Meldung, man solle sich melden -denn man wolle einen "Kennenlernen" anstatt "wir wollen Sie zum Vorstellungsgespräch einladen" -so ist auch das ein untrügliches Zeichen, das es diese Stelle selbst so nicht gibt.

Aus meiner Erfahrung heraus. Ich würde mir deshalb nicht im Vorfeld so viele Gedanken machen. Sondern erst einmal ein VG wahrnehmen und sich entsprechend vorbereiten..

Sollte es wirklich eine Stelle -wie inseriert geben -was meistens recht selten anzutreffen ist, so kann man auch Bedenkzeit zur Überprüfung des Vertrages erbitten.

So wie @Doppelpleite vorher postete.

Wenn es diese Stelle aus dem VV so nicht gibt, dann kann eine andere auch nicht verpflichtend sein, wenn die dann ganz andere Anforderungen hätte. Call Center Jobs werden übrigens nicht rein zufällig in vielen seriösen Jobbörsen in einer anderen Rubrik als Bürokräfte geführt. Was allerdings nichts an den Tricksereien der ZAF bis heute ändert, diese mehrheitlich als Bürojobs zu inserieren.
 

Cortemar

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
5 August 2017
Beiträge
16
Bewertungen
1
Vielen Dank für die hilfreichen Erfahrungsberichte. Dann weiß ich, worauf ich mich einzustellen haben.
 

Vidya

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 April 2016
Beiträge
1.032
Bewertungen
925
Vielen Dank für die hilfreichen Erfahrungsberichte. Dann weiß ich, worauf ich mich einzustellen haben.
Da Du es oftmals dort auch mit schwierigen Mitarbeitern zu tun hast, kannst du in dem Fall auch noch mal ergänzend nachlesen, wie ich dann taktisch vorgehe, wenn die ZAF Leute zuerst den Bogen ausgefüfllt haben wollen -ich aber eben dabei nicht vorrangig ablehnend wirken will und zugleich noch Nachweise für das wahrgenommene VG dort brauche. -für die Beantragung von Fahrtkosten, zum Beispiel.

Aber auch so war so ein Verhalten oftmals hilfreich, besonders, wenn man durch einen VV dorthin beordert wurde.
Siehe:

https://www.elo-forum.org/zeitarbei...gung-geben-ihnen-fahrtkosten.html#post2109610

Wenn Du noch keinen blanko-Fahrtkostenantrag besitzen solltest, dann fordere nachweislich eine solchen von Deinem Jobcenter an. Vor einem VG Gespräch bei der ZAF.
 

Vizekanzler

Elo-User*in
Mitglied seit
6 August 2016
Beiträge
421
Bewertungen
70
Was Fremdsprachenkenntnisse im Brtuf allgemein angeht, da bin ich ganz bei Dir. Mir fehlte nur gerade die Vorstellungskraft fuer Buchhaltung und dann auch noch in Kombination mit Zeitarbeit.
Wenn man in der Buchhaltung einer amerikanischen bzw britischen Firma arbeitet braucht man zumindest Englischkenntnisse. In solchen Unternehmen ist die Software und der Emailtraffic grundsätzlich in Englisch. In Düsseldorf und Umgebung schaffst du den Einstieg in ein Unternehmen nur über Zeitarbeit. Ca. 90% der Stellenangebot kommen von ZAF...leider! In der Buchhaltung ist es besonders schlimm, ich habe immer mehr den Eindruck, dass es gar keine normalen Anstellungsverhältnisse mehr gibt.:doh:

Die HR-Fuzzis in den normalen Unternehmen rekrutieren nicht mehr selber, die rufen einfach ZAF an und lassen sich Bewerberprofile zuschicken. Meiner Erfahrung nach, ist das in den letzten 10-15 Jahren immer schlimmer geworden. Es ist echt nur noch zum Kotzen. :icon_kotz2:

Noch ein Tipp für alle die NICHT in einer Gewerkschaft sind - der Tarif gilt nur für Gewerkschaftsmitglieder der Rest handelt das Gehalt bzw den Lohn selber aus. Die ZAF wollen einem immer diesen exkrement-ZAF-Tarif aufs Auge drücken...macht das nicht mit!:icon_evil:
 
Zuletzt bearbeitet:

Gollum1964

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
1.315
Bewertungen
2.338
Was Fremdsprachenkenntnisse im Beruf allgemein angeht, da bin ich ganz bei Dir. Mir fehlte nur gerade die Vorstellungskraft fuer Buchhaltung und dann auch noch in Kombination mit Zeitarbeit.
Hallo Kerstin,

nur ganz große Unternehmen haben ein Callcenter zwischengeschaltet zwischen Kunden/ Lieferanten und Buchhaltung.
Bei den meisten anderen Unternehmen laufen diese Kontakte direkt mit der Buchhaltung und die Mehrzahl der Unternehmen sind international tätig, so daß Englischkenntnisse unabdingbar sind.
Leider geht auch die Entwicklung bzgl. Besetzung von Stellen in der Buchhaltung dahin, daß ZAF immer häufiger ins Boot geholt werden. Da die erforderliche Qualifikation in der Buchhaltung höher ist als in Helferjobs, besteht wohl eine etwas höhere Übernahmequote. Aber auch hier muß man schon viel Glück haben.
 

Vizekanzler

Elo-User*in
Mitglied seit
6 August 2016
Beiträge
421
Bewertungen
70
Leider geht auch die Entwicklung bzgl. Besetzung von Stellen in der Buchhaltung dahin, daß ZAF immer häufiger ins Boot geholt werden. Da die erforderliche Qualifikation in der Buchhaltung höher ist als in Helferjobs, besteht wohl eine etwas höhere Übernahmequote. Aber auch hier muß man schon viel Glück haben.
Stimmt nur bedingt. Habe bei einer französischen Firma über die ZAF gearbeitet und die Fluktuation in der Buchhaltung, egal ob Festangestellter oder LAN, war mörderisch.

Vielleicht ist es dem ein oder anderen noch im Gedächtnis, das es in Französischen Unternehmen eine sehr hohe Selbstmordrate gab und wahrscheinlich noch gibt. Beispiel France Telecom oder Peugeot-Citroën (PSA). Die Opelander dürfen sich da meiner Meinung nach auf einiges gefasst machen.

Egal wie hoch das Gehalt bzw das monatliches Schmerzensgeld ist, egal ob Festangestellter oder LAN - da sollte man vom Karrieremodus unverzüglich in den Fluchtmodus schalten und abhauen.

Frankfurter Allgemeine: Selbstmord-Serie in Unternehmen
 

Gollum1964

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
1.315
Bewertungen
2.338
Egal wie hoch das Gehalt bzw das monatliches Schmerzensgeld ist, egal ob Festangestellter oder LAN - da sollte man vom Karrieremodus unverzüglich in den Fluchtmodus schalten und abhauen.
Hallo Herr Vizekanzler,

auch wenn es etwas Off-Topic ist, aber da du gerade Frankreich ins Spiel bringst: eine Anekdote aus meiner ZAF-Phase (1999-2003):

Ich bekam einen Einsatz über ZAF als Buchhalter bei einer früher nicht unbekannten Versicherung an der Hamburger Binnenalster.
Ich dachte mir, ist doch super. Wenn es bei der Versicherung mit einer Übernahme klappt, winkt ein attraktiver Arbeitsvertrag.
Ich also hin und der Abteilungsleiter wartet schon auf mich.
Er erwähnt, was ZAF mir natürlich vorher nicht erzählt hat, daß die Versicherung gerade von einem großen französischen Versicherungskonzern geschluckt wurde und einige Leute von denen auch schon am Hamburger Sitz hocken und auf der Suche nach "Synergieeffekten" sind. Letztlich sei wohl nicht sicher, ob der Hamburger Standort überhaupt noch zu halten ist und falls ja, mit deutlich reduzierter Mannschaft. Es gäbe jedoch für einen Großteil der alteingesessenen MA die Möglichkeit der Weiterbeschäftigung, jedoch nicht in HH, sondern in Frankfurt. Man müsse sehr flexibel sein heutzutage und er würde auch nach Frankfurt ziehen (Anm.: ich habe mitbekommen, daß er keinen familiären Anhang hat). Die Fluktuation sei auf jeden Fall sehr hoch und deshalb habe man mich geholt, um Lücken zu schließen.
Das war der erste Dämpfer für mich.
Als nächstes führte er mich zu meinen zukünftigen Arbeitsplatz, einem Großraumbüro, wo ca. 8-10 Leute hockten mit zumeist griesgrämigen Gesichtsausdruck. Wie er mich dann vorgestellt hatte, war der Hammer.
Herr Gollum1964 ist von mir geholt worden, um Lücken aufzufüllen, falls jemand gedenkt, das Unternehmen zu verlassen. Niemand sei unersetzlich.
Ihr könnt euch vorstellen, wie "schneidend" man mich in den nächsten Wochen behandelt hat. Am Ende war ich über die kurzen Kündigungsfristen in den ZAF froh, da diese nicht nur für die ZAF ggü. LAN gelten, sondern auch in die umgekehrte Richtung.
 

Wholesaler

Elo-User*in
Mitglied seit
15 Januar 2017
Beiträge
1.184
Bewertungen
615
Ich habe ein VV für eine ZAF bekommen, der sich vielversprechend hinsichtlich der Aufgaben und der Konditionen anhört. Aber ich bin skeptisch.
Das ist bei den Sklavenhändlern immer so. Große Versprechen und nix dahinter. An deiner Stelle würde ich eine Anti-ZAF-Bewerbung schreiben. Wenn es zum Vorstellungsgespräch kommt, würde ich mich interessiert zeigen, aber gleichzeitig Argumente vortragen, damit die Leihbude kein Interesse mehr an dir hat. Oder bist so scharf darauf, für einen Sklaventreiber zu arbeiten?
 

noillusions

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Oktober 2012
Beiträge
3.220
Bewertungen
2.768
Wenn es diese Stelle aus dem VV so nicht gibt, dann kann eine andere auch nicht verpflichtend sein, wenn die dann ganz andere Anforderungen hätte.
Die logische Schlußfolgerung ist ja dann, dass dies auch im Arbeitsvertrag vermerkt wird, wenn es die Stelle tatsächlich mal gibt. Weil der VV ja nur für diese Stelle gilt. Das erstreckt sich ja dann auch auf die Eingruppierung.

Wenn die ZAF etwas anderes dann irgendwann mal für einen will, müßte sie eine Änderungskündigung machen (versuchen).
 
Status
Dieses Thema ist derzeit geschlossen.
Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten