Wie und Wo kann ich weitern Nachteilsausgleich gelten machen (EM - Rente; 450,00 Euro Job; GdB 80G)

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Heidschnucke

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Heute mal keine Frage oder Kommentar aus eigner Haut sondern in Hilfe eines Bekannten. Ein paar kleine Eckdaten, es gibt eine EM – Rente wegen voller Erwerbsunfähigkeit, auf Höhe des Sozialhilfesatz, (keinen weiteren Anspruch auf Leistungen ca. 850,00 € Netto) des Weiteren liegt ein GdB vor 80G vor. Und es werden 450,00 € im Monat zuverdient, also auch keine Steuern gezahlt!


Wie sieht das nun mit dem Nachteilausgleich aus z.B. Fahrkosten zu Arbeit und zum Arzt aber auch im allgemeinen, das einzige was bis jetzt in Anspruch genommen wird ist die halbe KFZ Steuer, die Wertmarke macht kein Sinn weil es eben auf dem Platten Land kein Öffentlichen Nahverkehr gibt und wenn dann nur rudimentär. (zwei Mal am Tag ein Bus, Schulbus und nicht in den Ferien, und man ist auf den guten Willen des Busfahrer angewiesen)


Kann man noch was und wo und wie geltend machen?
 
E

ExUser 2606

Gast
Auf jeden Fall hat er Anspruch auf den Zusatzurlaub. Da er auf die Rente ja vermutlich keine Steuernzahlt, geht an der Stelle nichts.
 

Heidschnucke

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Wo und was fehlt ihm denn am dringensten?

Was fehlt am meisten, nun würde ich ganz platt sagen Geld, denn damit Liese sich einiges Regeln, aber es gibt zwei große Baustellen neben vielen kleinen, 1.) die Mobilität, ohne eigenen und zuverlässigen Auto kannste es vergessen, das Auto ist Bj. 2003 zwar sehr gut erhalten und gepflegt, aber grade vom Verbrauch alles andere als Wirtschaftlich, und da wäre noch der Unterhalt, aber gebraucht wird ein Auto unbedingt, sonst muss man mit dem alten Lanz Bullock fahren. Es gibt ja zwar einen Nachteilsausgleich für Fahrten zum Arzt oder zur Arbeit aber von wenn wen keine Steuern gezahlt werden? (450,00 € Job) Also dann doch kein Nachteilsausgleich, oder ? Die Zweite große Baustelle ist die Wohnung, nicht das die unangemessen wäre, aber der Unterhalt ist einfach unverschämt, vor allen die NK und HK. Eine neue Wohnung ist nicht drin weil es a es keine gibt und b wenn, zu teuer und dann in der nesten größeren Ortschaft in einen Sozialen Brennpunkt. Und mal ganz ehrlich man würde sich auch mal über z.B. einen Urlaub freuen, der letzte ist nun über 30 Jahre her, und das war eine Butterfahrt nach Dänemark, wer kann sich daran noch erinnern. Na und auch sonst ist da Luxus nicht zu Hause.


Und noch was am Rande mein Bekannter ist 55 Jahre hat bis er vor drei Jahren krank geworden ist immer gearbeitet seit seinen 16 Lebensjahr, bis dahin war er nicht ein Tag krank. Er hat keine Familie keine Kinder immer geschuftet es hat nie richtig gereicht, und mal ehrlich den ersten richtigen Lohnsprung gab es als der Mindestlohn eingeführt wurde. Ich kenne Ihn nicht anders wie mit min. zwei Jobs, neben seiner kleinen Landwirtschaft.

Auf jeden Fall hat er Anspruch auf den Zusatzurlaub. Da er auf die Rente ja vermutlich keine Steuernzahlt, geht an der Stelle nichts.

Dann also doch KEIN Nachteilsausgleich!?
 

wheelie

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Wir sieht es mit Wohngeld aus? Da sind manche Grenzen für Schwerbehinderte etwas höher.

Hat er evt Anspruch auf einen Pflegegrad?

Fahrten zu Ärzten und therapien können per einzelfallentscheidung auch übernommen werden wenn sinngemäß ohne diese Besuche eine wesentliche Verschlechterung zu befürchten ist.

Am Handy kann ich gerade entsprechende Paragrafen nicht finden, aber vielleicht hilft das auch so schon?
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Wohngeld könnte durch den 450€-Job schon wieder knapp werden, wenn dabei regelmäßig die vollen 450€ verdient werden.
Beim Minijob gibts beim Wohngeld keine Werbungskostenpauschale weil isso, was ziemlich nervig ist. Man kann und muss hier die Fahrtkosten zur Arbeit explizit angeben und nachweisen.
Daher wäre ein Wohngeldrechner auch nur begrenzt hilfreich, um das vorher abzuschätzen.
Man muss unbedingt darauf achten, dass es sich um ein Erwerbseinkommen aus einem Minijob handelt und die Fahrtkosten ausrechnen und eintragen, das ist nicht mehr ganz trivial - aber machbar, wenn man vorgewarnt ist. ;)
Wenn man entweder nen GdB von 100 hat oder 50 plus mindestens Pflegegrad 2, gibt es einen ziemlich popeligen extra Freibetrag.
 

saurbier

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Nun ja, ich würde mal sagen - hier gibt es keinen Nachteilsausgleich -.

Er hat eine EMR die ihn gerade mal unabhänfig vom ALG-II/Sozialamt macht und damit er sich zusätzlich noch etwas leisten kann, geht er auch noch einem Minijob nach.

Damit befindet er sich genau im Dilemma. Zu wenig Einkommen um überhaupt Steuern zahlen zu müssen und demzufolge auf eine Steuererklärung zu hoffen die ihm etwas zurück bringen könnte. Damit ist auch der Weg zur Arbeit nicht als Ausgabe steuerlich geltend zu machen.

Wohngeld gibt es auch nicht, weil er als einzelne Person wieder zuviel Einkommen haben dürfte (EMR + Minijob).

Einzig vielleicht noch die Kosten für Medikamente und ggf. pysikalische Anwendungen könnte er sich von der KK anteilsmäßig z.B. als Chroniker erstatten lassen.

Im übrigen sind dies aber auch keine Nachteilsausgleiche, sondern Steuererstattungen bzw. eine Befreiung bei Rezeptgebühren.

Das dein Bekannter hier an der unteren Skala der Einkommensbezieher leben muß, mag nicht schön sein, aber davon sind leider Millionen andere ebenfalls betroffen.


Grüße saurbier
 

Muzel

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Vielleicht solltest du mal mit deiner zuständigen Abgeordneten Kontakt aufnehmen und ihr deine desolate Situation schildern. Du kannst doch nicht jeden Tag mit dem Taxi zur Arbeit fahren.
 

saurbier

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Vielleicht solltest du mal mit deiner zuständigen Abgeordneten Kontakt aufnehmen und ihr deine desolate Situation schildern. Du kannst doch nicht jeden Tag mit dem Taxi zur Arbeit fahren.

Wirklich jetzt. Was glaubst du eigentlich wieviel tausende hierzulande täglich zur Arbeit fahren müssen, die sich wohl die selbe Frage stellen könnten.

Es ist und bleibt einem jedem Arbeitnehmer überlassen ob sich eine Arbeit rentiert oder nicht. Wenn die Fahrtkosten tatsächlich zu hoch sind (steht hier doch gar nicht zur Debatte), nun dann bleibt es einem jeden noch selbst überlassen sich eine Arbeit suchen bei dem am Monatsende mehr Netto vom Brutto übrig bleibt.

Niemand ist gezwungen einen Minijob anzunehmen der so hohe Kosten verursacht, daß am Ende vom Verdienst nichts übrig bleibt.

Und sorry, was mag das schon einem Abgeordneten interessieren, wenn jemand eine EMR oberhalb des Exitenzminimum erhält und dann noch zusätzlich einen Minijob ausführt um etwas mehr Geld zur Verfügung zu haben.


Grüße saurbier
 

Heidschnucke

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Ich / Wir haben das hier verfolgt, und möchten euch erst einmal Danken, und ehrlich habe ich so was schon vermutet, das da nichts bei rum kommen wird. Was wir ehrlich gesagt sehr traurig finden, nicht das man reich werden wollte, aber man sucht eben auch die Möglichkeit an der Gesellschaft teilnehmen tu können (ok mehr wie Ehrenmitglied in der Freiwilligen Feuerwehr; aktiv ist aus gesundheitlichen Gründen nicht drin).

Das mit der Medikamentenbefreiung ist schon seid Jahren, aber dank dafür.

Und der Tipp mit dem Abgeordneten sicher kann man da überlegen aber um ehrlich zu sein unser letzter Bundestagsabgeordnete hat hin geschmissen und wurde lieber DFB Boss und was daraus geworden ist wissen wir ja alle, und der jetzige ist nur damit beschäftigt seine Partei zu retten und sich bei der Sortierung der Posten in Stellung zu bringen. Also ehrlich wir denken nicht das wir da Hilfe erwarten können.

Wir hatten noch eine kleine Diskussion, zugegeben ein noch ungelegtes Ei, aber sicher ist, billig wird das nicht, und zwar ist das die angedachte CO2 Steuer, und mal ganz ehrlich wenn man sich anhört was da für Kosten auf uns zu kommen sollen, ist der Begriff Existenzangst schon fast harmlos.

Wirklich jetzt. Was glaubst du eigentlich wieviel tausende hierzulande täglich zur Arbeit fahren müssen, die sich wohl die selbe Frage stellen könnten.

Es ist und bleibt einem jedem Arbeitnehmer überlassen ob sich eine Arbeit rentiert oder nicht. Wenn die Fahrtkosten tatsächlich zu hoch sind (steht hier doch gar nicht zur Debatte), nun dann bleibt es einem jeden noch selbst überlassen sich eine Arbeit suchen bei dem am Monatsende mehr Netto vom Brutto übrig bleibt.

Niemand ist gezwungen einen Minijob anzunehmen der so hohe Kosten verursacht, dass am Ende vom Verdienst nichts übrig bleibt.

Und sorry, was mag das schon einem Abgeordneten interessieren, wenn jemand eine EMR oberhalb des Exitenzminimum erhält und dann noch zusätzlich einen Minijob ausführt um etwas mehr Geld zur Verfügung zu haben.


Grüße saurbier

Wir geben Dir ja recht aber mehr wie ein 450,00 Euro Job ist nicht drin, und es geht ja nicht allein uns Geld, es geht ja vor allen auch darum den sozialen Kontakt nicht zu verlieren. Und nun mal Butter bei die Fische was bringt der ganze Nachteilsausgleich wenn man so krank ist das nur noch sehr sehr wenig möglich ist, letztendlich ist das nur eine goße Blase mit heißer Luft.
Aber wie auch oben schon geschrieben so geht sehr vielen, es ist ja schön was auf den Weg zu bringen, vor allen wenn keiner oder nur sehr wenige einen Nutzen davon haben.
 

Muzel

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Hast du mal die OTC- Liste für Medikamente geprüft?
Ich habe eben eine Petition gestartet. Die 702 Abgeordneten des BT können doch auch mal was tun.
 
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