Wie Umzug in eine andere Stadt mitteilen? (1 Betrachter)

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Alamur

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Hallo,

ich beziehe derzeit ALG2 und wohne in einer mittleren Großstadt.

Habe meine Wohnung hier gekündigt und werde ab nächsten Monat in eine andere Stadt(Dorf) in einen anderen Landkreis im Umland umziehen.

Dort ziehe ich mit meiner Freundin zusammen, die allerdings eine feste Arbeit hat.

Ich habe keine Zustimmung vom Jobcenter eingeholt und möchte auch keine Umzugskosten haben.

Wie muss ich den Umzug und die Änderung nun mitteilen?

Sollte ich bereits im Vorfeld einen Änderungsantrag ausfüllen und dann zu meinem aktuellen Jobcenter hingehen?
Brauche ich dafür eigentlich die neue Meldebestätigung der neuen Stadt?
Oder reicht der neue Mietvertrag und meine Kündigung der aktuellen Wohnung?
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Alamur,

du mußt deinem jetzigen JC eine Veränderungsmitteilung machen, damit du einen Aufhebungsbescheid bekommst, der ist wichtig für das neue JC, wenn du da deinen
Antrag abgibst!


Das Formular für die Veränderungsmitteilung findest du im Net!


Bitte erstelle jeweils eine Kopie und alles schriftlich mit Nachweis auf der Kopie bei
persönlicher Abgabe beim JC.

Die Meldebestätigung für den Wohnort brauchst du für das neue JC, ebenso den Mietvertrag.

Und beachte noch folgendes:

§ 36 SGB II / Örtliche Zuständigkeit

Und beachte die Zuständigkeit beim JC!

Umzug der gesamten BG (36.10)

(1) Zieht die gesamte Bedarfsgemeinschaft während des Leistungsbezugs in den Zuständigkeitsbereich eines anderen Trägers um, ist sicherzustellen, dass

• keine Zahlungsunterbrechung i. S. d. § 2 Abs. 3 SGB X eintritt, wenn die Anspruchsvoraussetzungen durchgehend vorgelegen haben,
• keine Doppelzahlungen für deckungsgleiche Zeiträume erfolgen und
• die Leistungen auch für den Umzugsmonat in rechtmäßiger Höhe, also max./min. für 30 Tage
(§ 41 Abs. 1 S. 2) gezahlt werden, wenn der Umzug nicht zum Monatsersten, sondern im Laufe eines Monats mit mehr oder weniger als 30 Tagen durchgeführt wird.

(2) Deshalb sind die Zahlungen durch den abgebenden Träger grundsätzlich erst mit Ablauf des Umzugsmonats einzustellen. Vom aufnehmenden Träger sind Leistungen frühestens ab dem Folgemonat zu zahlen (s. a. Rz 36.11a). Bei einem Umzug zum Ersten eines Monats kann hiervon abgewichen werden, wenn die Mitteilung über den Umzug und die Meldung beim aufnehmenden Träger so rechtzeitig erfolgt, dass eine nahtlose Leistungszahlung durch den aufnehmenden Träger sichergestellt ist.

Beispiel:

Die Zustimmung zum Umzug am 01.07. wird am 25.05. eingeholt. Die Vorsprache beim aufnehmenden Träger erfolgt am 03.06.

Entscheidung:

Aufgrund der frühzeitigen Vorsprache des Hilfebedürftigen ist eine nahtlose Leistungsgewährung sichergestellt, so dass eine Leistungszahlung für den Monat des Umzugs durch den abgebenden Träger nicht geboten ist. Die Leistungen sind zum 30.06. einzustellen.


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