Wie Sparen während AlG2?

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LumiDee

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Hallo Leute,
habe mich mal ein wenig im Forum umgeschaut aber keine genaue Antwort auf folgende Fragen gefunden:

Aaalso...wenn man als AlG2 Empfänger keinen einzigen Euro Erspartes( ist in meinem Fall leider wirklich so) besitzt, und man, sagen wir mal zu Weihnachten , von Oma/Onkel/Tante ein Sparbuch über 500 Euro geschenkt bekommen würde - würde die ARGE, sofern sie davon Kenntnis erhielte, das Geld als Einkommen ansehen und anrechnen, oder darf man es behalten (genauso wie 500 Euro, die man vor Beginn der Arbeitslosigkeit erspart hat).

Irgendwie vermute ich ja, es wird als Einkommen angerechnet:-(

Und wie sähe es z. B aus, wenn mir meine Oma eine Rechtsschutzversicherung o.ä. schenken würde, oder einen Bausparvertrag?

Wäre euch mal wieder dankbar für Antworten.
LumiDee
 

Kaleika

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Ein Mal im Jahr darfst du bis zu 50 Euro geschenkt bekommen. Alles andere ist Einkommen und muss angerechnet werden.
Beim Konfirmationsgeld ist eine andere Regelung, also kein Gesetz, gefunden worden, dass die Konfirmanten ihre finanziellen Geschenke bis zu einer bestimmten Höhe behalten durften, sofern diese ausdrücklich für Sachleistungen wie zum Beispiel einen PC vorgesehen waren, die es mit Hartz IV eben nicht gibt.
Kaleika
 

waldau

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Ein Mal im Jahr darfst du bis zu 50 Euro geschenkt bekommen. Alles andere ist Einkommen und muss angerechnet werden.
Beim Konfirmationsgeld ist eine andere Regelung, also kein Gesetz, gefunden worden, dass die Konfirmanten ihre finanziellen Geschenke bis zu einer bestimmten Höhe behalten durften, sofern diese ausdrücklich für Sachleistungen wie zum Beispiel einen PC vorgesehen waren, die es mit Hartz IV eben nicht gibt.
Kaleika
Oma/Opa/Tante kann auch z.B. das Sparbuch "treuhänderisch" VERWALTEN :biggrin:
 

münchnerkindl

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Aber Du darfst natürlich Gegenstände des täglichen Bedarfs geschenkt bekommen, Kleidung, eine neue Waschmaschine oder Möbestück , ein Monatsticket für den Nahverkehr etc. Ich würde mir in dem Fall solche Sachen in der Höhe des zu schenkenden Betrages wünschen.
 

LumiDee

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Aber Du darfst natürlich Gegenstände des täglichen Bedarfs geschenkt bekommen, Kleidung, eine neue Waschmaschine oder Möbestück , ein Monatsticket für den Nahverkehr etc. Ich würde mir in dem Fall solche Sachen in der Höhe des zu schenkenden Betrages wünschen.

Ja, natürlich, da hast du recht, und wenn mir mein Onkel ein paar Schuhe finanziert, kriegt die ARGE das ja auch nicht mit.


Aber wie ist das eigentlich, wenn ich von meinem Girokonto 100 Euro für einen Weiterbildungsfernkurs überweise und die ARGE checkt beim nächsten Mal meine Kontoauszüge, weil ich nen Folgeantrag stelle: Fragen die dann, woher ich mir den "Luxus" leisten kann? Ich meine, wenn ich tatsächlich mal 100 Euro "übrig" haben würde, weil mir meine Omi nen riesen Fresskorb, meine Tante ein Paar neue Schuhe und meine Eltern die Busfahrkarte bezahlt hätten und ich extrem gefuchst, sprich mir den rest vom Mund abgespart hätte, würde die ARGE dann evtl meine Bedürftigkeit in Frage stellen ?
Zugegeben, etwas konstruiert, aber soo sehr an den Haaren herbeigezogen nun auch wieder nicht.

Grüße
DieLumi
 

burki

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Hi,
Aber Du darfst natürlich Gegenstände des täglichen Bedarfs geschenkt bekommen, Kleidung, eine neue Waschmaschine oder Möbestück , ein Monatsticket für den Nahverkehr etc. Ich würde mir in dem Fall solche Sachen in der Höhe des zu schenkenden Betrages wünschen.
nein, keineswegs!
Strenggenommen werden auch "geschenkte Naturalien", die im Regelsatz enthalten sind, von diesem abgezogen.
Das klassische Beispiel ist dafür ja immer wieder der Krankenhausaufenthalt.
Dass man auf der anderen Seite (habe mich auch zum Grossteil aus dem Garten versorgt und dies der ARGE verschwiegen) ohne diese Zuschüsse quasi (vorallem wenn man über längere Zeit vom ALGII abhängig ist) nicht überleben kann, steht auf einem anderen Blatt.
Gruss
burki
 
E

ExitUser

Gast
Krankenhaus ist nun ein schlechtes Beispiel, weil hier der Abzug rechtswidrig ist.
 
E

ExitUser

Gast
Aber wie ist das eigentlich, wenn ich von meinem Girokonto 100 Euro für einen Weiterbildungsfernkurs überweise und die ARGE checkt beim nächsten Mal meine Kontoauszüge, weil ich nen Folgeantrag stelle: Fragen die dann, woher ich mir den "Luxus" leisten kann?

Grüße
DieLumi
Und da sind wir wieder bei Toms Spezialthema: Die Arge hat kein Recht, Deine Kontoauszüge zu kontrollieren.
Nur bei begründetem Verdacht auf Mißbrauch von Sozialleistungen ist das gesetzeskonform.
Les Dich mal durch Toms Beiträge.

Viele Grüße,
angel
 

LumiDee

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Und da sind wir wieder bei Toms Spezialthema: Die Arge hat kein Recht, Deine Kontoauszüge zu kontrollieren.
Nur bei begründetem Verdacht auf Mißbrauch von Sozialleistungen ist das gesetzeskonform.
Les Dich mal durch Toms Beiträge.

Viele Grüße,
angel
Recht hin, Recht her, wenn ich SB bei der ARGE wäre, und mir jemand die Einsicht in die Kontoauszüge der letzten 3 Monate z.Bsp verweigern würde, würd ich wahrscheinlich denken: Was hat der zu verbergen? Am Ende hätten die mich dann noch aufm Kieker;-)
Trotzdem danke für den Hinweis.
 
E

ExitUser

Gast
Recht hin, Recht her, wenn ich SB bei der ARGE wäre, und mir jemand die Einsicht in die Kontoauszüge der letzten 3 Monate z.Bsp verweigern würde, würd ich wahrscheinlich denken: Was hat der zu verbergen? Am Ende hätten die mich dann noch aufm Kieker;-)
Trotzdem danke für den Hinweis.
Der kann sich denken, was er will.
Der Satz "Was hat der zu verbergen?" macht jeglichen Datenschutz zur Farce.
Auf dem Kieker haben sie Dich sowieso, je folgsamer desto schlimmer. Mit braven Dummen kann man alles machen, die schönen die Statistik, indem man sie beispielsweise in bescheuerte Ein-Euro-Jobs steckt, in unsinnigen Maßnahmen vergräbt, ihnen rechtswidrig sie benachteiligende Bescheide schickt oder sie schlicht und einfach sanktioniert auf Teufel komm raus. Da freut sich die Arge-Kasse!!
Glaubst Du wirklich, die handeln ganz unabsichtlich gegen die Gesetze?

Viele Grüße,
angel
 

LumiDee

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Glaubst Du wirklich, die handeln ganz unabsichtlich gegen die Gesetze?

Viele Grüße,
angel[/quote]

Nein, das glaube ich mitnichten(in vielen Fällen) :)

Ich finde, eigentlich würde eine Weiterbildung doch u.U. meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen, v.allem da ich gar keinen Abschluss habe(außer Abi). Da könnte die ARGE doch über die Hilfe meiner Oma doch vielleicht froh sein? Naja, anderes Thema...

Jedenfalls, mein Wissen wächst...danke für die Infos!
 
E

ExitUser

Gast
Glaubst Du wirklich, die handeln ganz unabsichtlich gegen die Gesetze?

Viele Grüße,
angel
Nein, das glaube ich mitnichten(in vielen Fällen) :)Ich finde, eigentlich würde eine Weiterbildung doch u.U. meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen, v.allem da ich gar keinen Abschluss habe(außer Abi). Da könnte die ARGE doch über die Hilfe meiner Oma doch vielleicht froh sein? Naja, anderes Thema...

Jedenfalls, mein Wissen wächst...danke für die Infos!
Ich habe heute noch gravierende Probleme mit der Vorstellung, daß ein Amt bewusst gesetzwidrig handelt, um Menschen in Notsituationen zu übervorteilen.
Das mag ein Altersproblem sein, ich bin 43 Jahre alt und mit Ämtergläubigkeit aufgewachsen. Nun habe ich seit 2006 mit der Arge zu tun und bin eines Besseren belehrt worden, auch wenn ich das noch immer nicht ganz internalisiert habe.
Hilfreich kann sein, mal zu googeln, wer für welche Leistungen geradesteht, woher die Gelder kommen, was Umschichtungen für Folgen haben (oder haben sollen), wem das nützt.
Nicht den Erwerbslosen oder -armen.

Viele Grüße,
angel
 

Frank2

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Aber Du darfst natürlich Gegenstände des täglichen Bedarfs geschenkt bekommen, Kleidung, eine neue Waschmaschine oder Möbestück , ein Monatsticket für den Nahverkehr etc. Ich würde mir in dem Fall solche Sachen in der Höhe des zu schenkenden Betrages wünschen.
Oder man lässt sich bedrucktes Papier schenken. Vorzugsweise in grün oder lila und mit den Ziffern 100 oder 500 bedruckt. Auch 10 braune Papierstücke können gefallen. Und damit kann man dann ja ein Sparbuch eröffnen und Monat für Monat was einzahlen, wenn es denn unbedingt ein Sparbuch sein muss.

Nee, im ernst, jeder Empfänger von Sozialleistungen weiss doch: "Nur Bares ist Wahres". Kann doch keiner nachprüfen.

Und für Notfälle, wo es nicht anders geht, hat Mutti oder Onkel Günther ein Konto als Zwischenstation.
Ja, ja, seit Hartz4 wird der Sparstrumpf oder das Versteck unterm Kopfkissen wieder salonfähig.

mfg
Frank
 

Martin Behrsing

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So der Thread ist ja nun hinreichend beantwortet. 500 Euro müssen gemeldet werden. Falls Du es nicht mitbekommen hast, dann schaue dir bitte genau an, was du unterschrieben hast, wie du den Antrag ausgefüllt hast.
Alle weiteren Diskussionen, ob man das Geld legals behalten kann oder nicht erübrigen sich, da Gelderhalt während des Lesitungsbezuges immer Einkommen darstellt.

Ich schließe hiermit mal, damit das ganze nicht wieder in sinnlose Diskussionen, die hier schon zigmal geführt worden sind, abdriftet.
 
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