... wie solls weitergehen ?

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goasbeidlbua

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Hallo,
ich habe da ein Problem, oder ... eigentlich viele ...
.
Ich erlaube mir mich mal vorzustellen und ein klein wenig Einblick zu gewähren.
.
Ich bin ...
- 54 Jahre alt, Radio/FS-Elektroniker
- 4 x arbeitslos geworden in den letzten 20 Jahren (Abt geschlossen, Mobbing, usw ......)
- 1996 eine Umschulungsmaßnachme zum EDV-ler gemacht CNE-Prüfung (leider NUR im Front-End, NIE im Server-Bereich tätig)
- nach A-losigkeit; 2007-08 8-wöchiger Aufenthalt in Bad Dürrheim (ReHa)
- 04.2008 - 02.09 nochmals Tätigkeit gefunden
- seit 1. März 2009 arbeitslos (Wirtschaftskrise)
- 2009 7-monate Weiterbildung (MCSE-Prüfung; Linux)
- 2 Jahre lang; ca 50 Bewerbungen - kein Vorstellungsgespräch; kaum Absagen; Vieles unbeantwortet ..... auch Vitamin B !!!
- seit Juni 2010 - ~Aug 2012 krankgeschrieben
- anschließend Anmeldung zur Arbeitssuche; ich bekomme Übergangsgeld, wegen Entscheidung Rente
- im Sep 2010 Rente beantragt
- mit 2 Aufenthalten in BzKH Mainkofen.de
- seit ca 11 Jahren in Behandlung wegen Morbus Crohn und Depressionen (anstandslos 50% GdB anerkannt; stehe nach wie vor in Behandlung)
- zwischenzeitlich Rente abgelehnt
- Widerspruch eingelegt
- erneut abgelehnt
- Sozialgericht / offizielle Gutachter
- Febr 2013 man empfahl mir die Klage zurück zu ziehen, da die Fakten (ich es nicht schafte) lt Gutachter nicht für mich spre(a)chen
- Rückzug - Meldung an die ARGE
- nun suche ich eine entsprechende Tätigkeit
- Antrag auf Wiedereingliederungsmassnahme bei der DRV Berlin
- abgelehnt
- Widerspruch eingelegt - dieser läuft gerade noch !!!
- Problem dabei - die Situation die letzten Jahre hat sich nicht verbessert sondern NUR verschlechtert.
- ich habe Angst, einfach nur Angst - wieder Niederlagen hinnehmen zu müssen
- ich fühle mich in die Ecke gedrängt und frage mich, was ich noch hier soll
- ich fühle mich von den Arbeitgebern verraten und da ich ein sehr direkter Mensch bin, glaube würde ich als erstes bei einem ....
.......... Vorstellungsgespräch die Frage stellen "wann werfen sie mich raus"
- ich habe kein Vertrauen mehr in diese Arbeitswelt

Was gibts für Möglichkeiten, wer hat Ideen, was kann ich tun, wie es denn weitergehen könnte

DANKE goasbeidlbua


NUN,
... habe ich was vergessen zu erzählen - ggfs einfach nachfragen
 
L

lola montez

Gast
goasbeidlbua@
Mal etwas anderes, was bedeutet dein Name?
Ich finde ihn lustig, verstehe aber den Sinn nicht.
Ist was bayrisches, hab ich so mit bekommen.
:icon_smile:
 
G

Gelöschtes Mitglied 31400

Gast
Ja, aber bei mirist der Zug abgefahren. Ich habe mich aufgegeben. Schon allein meine Angsttherapie hat 6 Jahre gedauert. Damsl, da hätte ich eine Chacne auf einer Ausbildung bekommen, um mich zu qualifizieren, aber niemand wollte sie bezahlen:icon_neutral:

Also schon da fing es an. Aber wer weis, vielleicht gibt es ja doch noch mal die Chance ;)
 

Neudenkender

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wie Vorgesetzte. Allerdings tragen diese auch eine andere Verantwortung ... Das solltest du auch bedenken.

Prima. Den Spruch mit der "Verantwortung" hat man dir solange vorgekaut, bis du ihn offenbar "unbedacht" wieder hervorwürgst.

Welche "Verantwortung" soll das denn bitteschön (in der Regel) sein? Dass sie eine eh schon verdammt höhere Risikoprämie erhalten? Und eine Abfindung samt fetten Pensionsansprüchen, wenn sie dann doch mal fliegen sollten? Wieviele "Vorgesetzte" kennst du, die wirklich je Schadensersatz hätten zahlen müssen, wenn sie tatsächlich mal verantwortungslos was in den Sand gesetzt haben? Oder die deswegen nie mehr woanders auf die Beine gekommen wären - statt die Treppe hochzufallen?

Um danach (siehe z. B. Mähdom) bei noch höheren Bezügen die nächste Nummer bei einem anderen Finanzierer, möglichst noch auf Steuerzahlers Kosten, zu verzapfen?

"Verantwortung tragen" = Sand in die Augen streuen. Muss man nur oft genug wiederholen, dann wird das offenbar geglaubt mit der vermeintlichen Verantwortung der Verantwortungslosen.

Kann ich nahezu jedesmal drüber lachen.

Ein eigentlich lächerlicher Claim, der jedoch zu funktionieren scheint.
 

goasbeidlbua

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Gerne diskutiere ich mit dir darüber - und danke für deine Meinung !
.
Ich glaube sagen zu können, daß sich die Zeiten gewaltig geändert haben.
.
Meiner Meinung nach gibt es eben in dieser kapitalistischen Welt zwei Schichten. Mit Verlaub - es wird ja berichtet - die Schere geht immer weiter auseinander .....
Eben die Oberen und die Unteren.
Gehörst du zur Oberen - kannst du dich eigentlich nicht (kaum) verschlechtern.
Die können Bockschei... bauen und stolpern in die nächst bessere.
Bespiele hast du ja genannt - ich denke da zB an Stoiber, Öttinger und wie sie alle heissen.
Gehörst du zur Unteren - wirft man dich (vielleicht mit ein paar Kröten) hinaus ...
.
Kapitalismus pur !!!
.
Und trotzdem trägt der Obere mehr Verantwortung - er hat aber auch die besseren Karten ...
 

Neudenkender

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Und trotzdem trägt der Obere mehr Verantwortung -

WAS KONKRET soll das sein an "Verantwortung"? Dass er Leute rausschmeissen muss? Bitte nenne konkrete Beispiele, danke.

"Verantwortung zu tragen" heißt für mich, du kackst voll mit ab, wenn der Shice durch den Lüfter kommt, weil du ihn da (verantwortunglos) hingeschickt hast. Wenn du Leute ins ALG schicken musst, müsstest du mitgehen. Und erst einmal noch Schadensersatz leisten. DAS wäre Verantwortung tragen. Echte Konsequenzen erleiden zu müssen.

Da gibt es z. B. US-amerikanische Flugzeugbauer, da MÜSSEN die verantwortlichen Ingenieure mit an Bord beim ersten Testflug - DAS nenne ich (echte) Verantwortung tragen. Alles andere ist doch nur verdummendes Blabla, permanent gesäuselte Pseudobegründungen für die -zichfach höheren Gehälter.

Ich kenne Geschäftsführer von mittelständischen Unternehmen, die haben den "Verlust" von vielen Arbeitsplätzen zu "verantworten", weil sie am Markt vorbeigeplant hatten - trotz der von außen zusätzlich engagierten Consultants (zu Themen, die ein GF eigentlich selbst beherrschen sollte).

Das "Verantwortungtragenmüssen" bestand dann darin, dass sie nach den Massenentlassungen auch noch als große Sanierer dastanden - bereit für den nächsten Karrieresprung.

Also ich gehe dem Verantwortungtragenmüssen-Gelaber in der Regel schon lange nicht mehr auf den Leim.
 

goasbeidlbua

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WAS KONKRET soll das sein an "Verantwortung"? Dass er Leute rausschmeissen muss? Bitte nenne konkrete Beispiele, danke.

"Verantwortung zu tragen" heißt für mich, du kackst voll mit ab, wenn der Shice durch den Lüfter kommt, weil du ihn da (verantwortunglos) hingeschickt hast. Wenn du Leute ins ALG schicken musst, müsstest du mitgehen. Und erst einmal noch Schadensersatz leisten. DAS wäre Verantwortung tragen. Echte Konsequenzen erleiden zu müssen.

Da gibt es z. B. US-amerikanische Flugzeugbauer, da MÜSSEN die verantwortlichen Ingenieure mit an Bord beim ersten Testflug - DAS nenne ich (echte) Verantwortung tragen. Alles andere ist doch nur verdummendes Blabla, permanent gesäuselte Pseudobegründungen für die -zichfach höheren Gehälter.

Ich kenne Geschäftsführer von mittelständischen Unternehmen, die haben den "Verlust" von vielen Arbeitsplätzen zu "verantworten", weil sie am Markt vorbeigeplant hatten - trotz der von außen zusätzlich engagierten Consultants (zu Themen, die ein GF eigentlich selbst beherrschen sollte).

Das "Verantwortungtragenmüssen" bestand dann darin, dass sie nach den Massenentlassungen auch noch als große Sanierer dastanden - bereit für den nächsten Karrieresprung.

Also ich gehe dem Verantwortungtragenmüssen-Gelaber in der Regel schon lange nicht mehr auf den Leim.

... Stimme ich dir zu !
Und doch trägt dein Vorgesetzter mehr Verantwortung als du. Wie sich dies letztendlich im Falle von sog Verantwortung verhält ist eine andere Tatsache.
Die oben, wechseln die Position und verbessern sich häufig noch!
Und die Kleinen, wo ich dazu gehöre, die werden vom "großen Schiff mit ein bischen Verpflegung über Board geschmissen .... "
Ich bin auch der Meinung, daß Arbeitslosengeld ausschließlich vom A-Geber getragen werden sollte, in Abhängigkeit vom Jahresgewinn !
Ideen gäbs schon - nur wir haben den A.... zu weit unten !
Kennst du das Problem-Solving-Sheet - blame the lower one !!!
 

Roter Bock

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goisbeidlbua - bin als Kind ne zeitlang in München gross geworden, sitze aber jetzt hoch im Norden und bin aus Hessen. Das nur um Deine Frage zu beantworten.

...und wieso seichtes Gewässer? Du hast Deinen Weltschmerz, ich den meinigen und Arbeit im 21. Jahrhundert mit den Verhältnissen mag ich nicht mehr. Irgendwie ist meine innere Uhr am 31.12.1999. Zeitrechnung vor der Jahrtausendwende und nach der Jahrtausendwende.

Eine einzige Schweinerei.

Wenn in meinem letzten Job ein Chef Mist gebaut hat, dann hat der kleine Kollege die Abmahnung gekriegt - so war das. Brauchen wir das?

Roter Bock
 

goasbeidlbua

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goisbeidlbua - bin als Kind ne zeitlang in München gross geworden, sitze aber jetzt hoch im Norden und bin aus Hessen. Das nur um Deine Frage zu beantworten.

...und wieso seichtes Gewässer? Du hast Deinen Weltschmerz, ich den meinigen und Arbeit im 21. Jahrhundert mit den Verhältnissen mag ich nicht mehr. Irgendwie ist meine innere Uhr am 31.12.1999. Zeitrechnung vor der Jahrtausendwende und nach der Jahrtausendwende.

Eine einzige Schweinerei.

Wenn in meinem letzten Job ein Chef Mist gebaut hat, dann hat der kleine Kollege die Abmahnung gekriegt - so war das. Brauchen wir das?

Roter Bock


Hallo Roter Bock

...und wieso seichtes Gewässer - dies meinte ich zu dieser Bemerkung von dir "Ich hab ja noch das Glück das meine Frau auch so drauf ist - aber das indest Du nicht wenn Du es suchst. Sowas wiederfährt Dir einfach, oder nicht der später... "

wer hat - der spricht sich leicht - mir ist dies schon klar, daß man eine Beziehung nicht erzwingen kann. Dazu habe ich schon viel zu viel erlebt.
.
.
.
Ja irgendwie sehne ich mich auch nach der """"guten alten Zeit"""" - nur die gibts eben nicht mehr. Mir gehts genau so - ich hab keine Lust mehr in diesem Drecks-system zu arbeiten.

Mir gings ähnlich, war über 7 Jahre 2000-07 bei einem Paketdienstleister im EDV-Aussendienst.
Nach 5 Jahren einen neuen Chef (der alte wurde abgesägt) und dann begann der Stress .... Fehler hier - Fehler da !
Abmahnungen ( zwei auf einem Brief ) .... letztendlich war es so, daß sie Personal abgebaut haben und die, die mit besten sozialen Status mußten gehen. ( vielleicht hatte ich auch zuviel verdient ).
Gruppensprecher wurden eingeführt und diese berichteten dann dem Chef. Jegliche Fehler kamen zum Boss .... und das Schicksal nahm seinen Lauf !
Nichts desto Trotz hatte ich Biss gezeigt und holte noch gutes Geld raus.
Nur Arbeit hatte ich keine mehr ..... tja

Nein ... das brauchen wir absolut nicht.
Nur in dieser kapitalistischen, weltweit verknüpften Welt, wo nur Gewinne zählen wird dieser Trend noch weiter anhalten ....

mfg
 

goasbeidlbua

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... hmmm ... bin ich hier richtig ?

Ich begann hier ein neues Thema zu schreiben und stelle nun fest, daß ich auf irgendwelche Meinungen antworte, die eigentlich DAS/MEIN Thema verfehl(t)en !!!
... die geführte Diskussion in Sachen Verantwortung - ja ... wichtig, hat aber nichts mit meiner Fragestellung zu tun
... das Alles besser sein sollte und auch könnte, auch das ist mir klar, nur es ist keine Antwort auf MEIN Thema
In über vier Jahren A-Losigkeit habe ich über sehr Vieles nachgedacht und habe mir meinen eigenen Reim dazu gemacht.
In vielen psychologischen Einzel- und Gruppen-Gesprächen bin ich mir über Vieles bewusst geworden.
Nur über Eines weis (kann) ich nicht viel sagen - wie's mit mir weitergehen soll - womit ich eigentlich wieder bei MEINEM Thema wäre.

Gruß aus Oberbayern
 

Roter Bock

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John Thompsen...mit Hartz 4 nett machen. So ein Schmarrn! Was soll das werden? Die Existenz in einer putzig eingerichteten Mülltonne mit Rüschengardinen und Primeln im Blumenkasten? Der Kühlschrank leer und der Briefkasten voll mit Bescheiden, Sinnlos VV's und Maßnahmen...

Sorry für off topic...

goasbeidlbua - Du musst für Dich was finden was Dich selbst antreibt. Nicht aufgeben. Die Antwort kannst Du nur in Dir finden.

Die Lage ist Aussichtslos und Ernst aber nicht Hoffnungslos. Hör jetzt einfach auf die Jahre die Du keinen Job hast zu zählen, es bringt nix. Du setzt Dich damit unter Druck und bei vielen Leuten wird unter Druck nix.

Das schlimmste ist das die Menschen einknicken - die werden meist kleiner statt größer. Genau das darfst Du nicht zulassen.

Roter Bock
 

Neudenkender

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... hmmm ... bin ich hier richtig ?

Ich begann hier ein neues Thema zu schreiben und stelle nun fest, daß ich auf irgendwelche Meinungen antworte, die eigentlich DAS/MEIN Thema verfehl(t)en !!!
... die geführte Diskussion in Sachen Verantwortung - ja ... wichtig, hat aber nichts mit meiner Fragestellung zu tun
(...) Nur über Eines weis (kann) ich nicht viel sagen - wie's mit mir weitergehen soll - womit ich eigentlich wieder bei MEINEM Thema wäre.

Das hat beides gerade in deinem Fall aber auch sowas von fett miteinander zu tun, das kannst - und vor allem willst - du dir gar nicht vorstellen.

Viel Glück! (Und tschüss.)
 

goasbeidlbua

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Das hat beides gerade in deinem Fall aber auch sowas von fett miteinander zu tun, das kannst - und vor allem willst - du dir gar nicht vorstellen.

Viel Glück! (Und tschüss.)

... da magst du schon recht haben.
Aber ich werde ganz bestimmt nicht das Pferd von hinten her satteln !
Bis es dann soweit ist (wäre) vergehen warscheinlich (wenn überhaupt) Jahrzehnte !
Und ich habe jetzt ein Problem !!!

mfg
 

Ollunddoll

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Ich wusste auch nicht, mit 55, wie es weitergehen soll. Krankgemobbt worden, Reha-Massnahmen, weiterhin krank, schwerste Depressionen bis hin zu Suizidgefährdung. Erwerbsminderungsrente nach 5 Jahren Kampf durch Rechtsanwalt und nach gefühlten 100 Gutachter-Besuchen für 3 Jahre genehmigt bekommen.
Dann fiel der Groschen... wenn mir schon niemand hilft..., warum versuche ich nicht zuerst, anderen zu helfen? Also hab ich angefangen als Beistand zu Jobcenter-Terminen mitzugehen.

Und... zum 60. Geburtstag bekam ich ein JobAngebot, 2x wöchentlich für ca. 5 Std. Büroarbeiten für eine Stiftung zu machen. Sogar gegen Bezahlung! Von da an ging es bergauf, zumindest Stimmungsmässig. Ich fühle mich wieder "gebraucht", es wird anerkannt, was ich tue und ich kann meine Berufserfahrung (Industriekauffrau) nutzen.

Meine inzwischen chronisch gewordene Krankheit wird dadurch nicht besser, im Gegenteil, sie hat sich in den letzten Jahren sogar verschlimmert, aber ich muss nicht mehr gegen sie kämpfen, ich habe wieder andere Perspektiven.
Und wenn man Perspektiven hat, kommt die Lebensfreude zurück, die Energie mit der Krankheit zu leben, statt zu weinen deshalb. Auch Schicksalsschläge, Tod meiner Mutter, Trennung vom Lebensgefährten, lassen sich besser verkraften, wenn man etwa hat, wofür es sich lohnt. Und für mich persönlich lohnt sich die Arbeit in der Stiftung. Nicht nur für das Geld, welches mich von staatlicher Unterstützung freimacht, sondern auch, wenn die, denen wir helfen können sich bei uns bedanken, am Telefon, wenn ich eine Zusage machen kann, vor Freude nichts mehr sagen können. Das ist ein ganz besonderes Gefühl.

Es lohnt sich, mal eine Zeitlang in sich hineinzuhören, was man kann, was man möchte, was man selber braucht. Auch wenn das nicht von heute auf morgen geht, es kommt der Punkt, wo man auf einmal merkt und weiss: "das ist es"
 

goasbeidlbua

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Ja, aber bei mirist der Zug abgefahren. Ich habe mich aufgegeben. Schon allein meine Angsttherapie hat 6 Jahre gedauert. Damsl, da hätte ich eine Chacne auf einer Ausbildung bekommen, um mich zu qualifizieren, aber niemand wollte sie bezahlen:icon_neutral:

Also schon da fing es an. Aber wer weis, vielleicht gibt es ja doch noch mal die Chance ;)



Ich halte dir die Daumen - Goasbeidlbua
 

goasbeidlbua

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Mach's dir einfach mit ALG 2 nett. Höher wird deine Rente später auch nicht und in deinem Alter stellt dich sowieso niemand mehr ein. Allenfalls, wenn das Amt einen Großteil des Gehalts übernimmt. Aber in solchen Drecksbuden willst du dann auch nicht arbeiten.


... na ja - befriedigen tut mich dies nicht !

mfg
 

goasbeidlbua

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John Thompsen...mit Hartz 4 nett machen. So ein Schmarrn! Was soll das werden? Die Existenz in einer putzig eingerichteten Mülltonne mit Rüschengardinen und Primeln im Blumenkasten? Der Kühlschrank leer und der Briefkasten voll mit Bescheiden, Sinnlos VV's und Maßnahmen...

Sorry für off topic...

goasbeidlbua - Du musst für Dich was finden was Dich selbst antreibt. Nicht aufgeben. Die Antwort kannst Du nur in Dir finden.

Die Lage ist Aussichtslos und Ernst aber nicht Hoffnungslos. Hör jetzt einfach auf die Jahre die Du keinen Job hast zu zählen, es bringt nix. Du setzt Dich damit unter Druck und bei vielen Leuten wird unter Druck nix.

Das schlimmste ist das die Menschen einknicken - die werden meist kleiner statt größer. Genau das darfst Du nicht zulassen.

Roter Bock


Ich schätze dich für diesen Beitrag !!!
Da gibts nur ein Problem - meine Depressionen, die schrauben meine Gefühle oft dermassen rauf aber auch runter, daß .....
Ich bin nicht "eingknickt", aber wenn wieder Druck ausgeübt wird, dann hab ich mich teils nicht unter Kontrolle - mal Alk und dann diese zermürbenden Gedanken.
Anfangs schrieb ich mal, wie es mir vor 17 Jahren ging. Um die 170 Bewerbungen bis es klappte - nicht noch einmal, das weis ich.

gruß
 
L

lola montez

Gast
Ich habe gesehen, du hat ihn frei übersetzt !
Trifft den Nagel auf den Kopf.

Woher kommt der Name - freie Erfindung von mir !

Aber witzige Idee, war mal in Bayern, in München.
Schöne Stadt, aber euer Dialekt verstehe ich nicht ganz.
Muss ich langsam zuhören, wenn ihr schnell sprecht verstehe ich nur Bahnhof. Ihr habt Humor. Nicht so steif wie die Norddeutschen.
Vor ein paar Jahren war ich mal im Harz, wegen des schönen Naturparks, die sind anders nicht lustig. Gehen zum Lachen in den Keller, aber schöne Landschaft. Dort werden wieder Luchse gezüchtet, alles ist dort noch so ursprünglich.
 

goasbeidlbua

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Ich wusste auch nicht, mit 55, wie es weitergehen soll. Krankgemobbt worden, Reha-Massnahmen, weiterhin krank, schwerste Depressionen bis hin zu Suizidgefährdung. Erwerbsminderungsrente nach 5 Jahren Kampf durch Rechtsanwalt und nach gefühlten 100 Gutachter-Besuchen für 3 Jahre genehmigt bekommen.
Dann fiel der Groschen... wenn mir schon niemand hilft..., warum versuche ich nicht zuerst, anderen zu helfen? Also hab ich angefangen als Beistand zu Jobcenter-Terminen mitzugehen.

Und... zum 60. Geburtstag bekam ich ein JobAngebot, 2x wöchentlich für ca. 5 Std. Büroarbeiten für eine Stiftung zu machen. Sogar gegen Bezahlung! Von da an ging es bergauf, zumindest Stimmungsmässig. Ich fühle mich wieder "gebraucht", es wird anerkannt, was ich tue und ich kann meine Berufserfahrung (Industriekauffrau) nutzen.

Meine inzwischen chronisch gewordene Krankheit wird dadurch nicht besser, im Gegenteil, sie hat sich in den letzten Jahren sogar verschlimmert, aber ich muss nicht mehr gegen sie kämpfen, ich habe wieder andere Perspektiven.
Und wenn man Perspektiven hat, kommt die Lebensfreude zurück, die Energie mit der Krankheit zu leben, statt zu weinen deshalb. Auch Schicksalsschläge, Tod meiner Mutter, Trennung vom Lebensgefährten, lassen sich besser verkraften, wenn man etwa hat, wofür es sich lohnt. Und für mich persönlich lohnt sich die Arbeit in der Stiftung. Nicht nur für das Geld, welches mich von staatlicher Unterstützung freimacht, sondern auch, wenn die, denen wir helfen können sich bei uns bedanken, am Telefon, wenn ich eine Zusage machen kann, vor Freude nichts mehr sagen können. Das ist ein ganz besonderes Gefühl.

Es lohnt sich, mal eine Zeitlang in sich hineinzuhören, was man kann, was man möchte, was man selber braucht. Auch wenn das nicht von heute auf morgen geht, es kommt der Punkt, wo man auf einmal merkt und weiss: "das ist es"


Danke für deinen Beitrag !
Du schreibst viel, wie es mir auch geht und ging.
Es ist einfach kein Vertrauen mehr da - irgenwo komme ich mir so alleine vor.
Mehr im privaten Bereich. Ich hatte schon erwähnt, daß ich mich nach einer, endlich mal "vernünftigen Beziehung" sehne, nur dies kann man eben nicht erzwingen. Ich bräuchte immer wieder mal einen A-Tritt und blos keine Niederlagen, die mich in meiner Stimmung weiter drücken.
.
Du schreibst "wofür es sich lohnt" das frage ich mich schon lange.
Irgendwie war ich immer für Frau, Kinder und Haus da - tja.
Es ist für mich so eine "Leere" eingekehrt, mir der ich nicht zu Recht komme.
.
Ich kann momentan nicht weiterschreiben - sorry
.
gruß
 

Ollunddoll

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Danke für deinen Beitrag !
Du schreibst viel, wie es mir auch geht und ging.
Es ist einfach kein Vertrauen mehr da - irgenwo komme ich mir so alleine vor.
Mehr im privaten Bereich. Ich hatte schon erwähnt, daß ich mich nach einer, endlich mal "vernünftigen Beziehung" sehne, nur dies kann man eben nicht erzwingen. Ich bräuchte immer wieder mal einen A-Tritt und blos keine Niederlagen, die mich in meiner Stimmung weiter drücken.
.
Du schreibst "wofür es sich lohnt" das frage ich mich schon lange.
Irgendwie war ich immer für Frau, Kinder und Haus da - tja.
Es ist für mich so eine "Leere" eingekehrt, mir der ich nicht zu Recht komme.
.
Ich kann momentan nicht weiterschreiben - sorry
.
gruß


Guten Morgen, ich kann Dich gut verstehen und ich kann nachempfinden, wie es Dir gerade geht.

Du vertraust Dir selbst nicht mehr, geschweige denn anderen
Du fühlst Dich leer und ausgebrannt, weisst nicht, woher Du die Kraft zum Weiterleben nehmen sollst.
Und den Tritt in den Allerwertesten... mal ehrlich, den würdest Du in diesem, Deinem Zustand gar nicht spüren.
Zudem kommen Gefühle hoch, die Du vermutlich bisher eher verdrängt hast und das macht Dir Angst.

Aber das ist alles "normal" in Deiner Situation.
Hast Du nicht einen Menschen in Deiner Umgebung mit dem Du "richtig" reden kannst, der Dir vor allem zuhört?
 

goasbeidlbua

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Guten Morgen auch ...

oh ja - du hast mich gut durchschaut, obwohl wir uns nicht kennen !
Warscheinlich, weil wir vielleicht eine ähnliche "Karriere" durchlaufen.
Du hast zwar Arbeit, aber die (so scheints) zermürbt dich und ich bin, was dies anbelangt bereits zermürbt !!!

Ich habe auch genügend Menschen die mir zuhören, das ist es nicht.
Ich erzähl immer die gleiche Story und komm nicht vom Fleck (dreh mich im Kreis), da die mir auch nicht helfen können.
Weist du, häufig sage ich mir "diese Welt braucht dich nicht mehr" !
Allmählich sage ich ihr das auch

eine schönen Tag dir
 

Ollunddoll

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Guten Morgen auch ...

oh ja - du hast mich gut durchschaut, obwohl wir uns nicht kennen !
Warscheinlich, weil wir vielleicht eine ähnliche "Karriere" durchlaufen.
Du hast zwar Arbeit, aber die (so scheints) zermürbt dich und ich bin, was dies anbelangt bereits zermürbt !!!

Ich habe auch genügend Menschen die mir zuhören, das ist es nicht.
Ich erzähl immer die gleiche Story und komm nicht vom Fleck (dreh mich im Kreis), da die mir auch nicht helfen können.
Weist du, häufig sage ich mir "diese Welt braucht dich nicht mehr" !
Allmählich sage ich ihr das auch

eine schönen Tag dir

Nein, meine jetzige "Arbeit" zermürbt mich nicht, denn das ist etwas, was mir Freude macht. Ich kann Menschen, denen es schlecht geht, helfen. Und das finde ich schön.
Dadurch, durch die Freude, die ich anderen schenken kann, geht es mir auch besser.
Ich dachte auch oft, die Welt braucht mich nicht mehr, bin alt (in der Zwischenzeit 60), krank, fühlte mich unattraktiv und und und.
Aber ich werde wieder gebraucht und ich darf Freude schenken, zwar indirekt, durch das Geld der Stiftung für die ich arbeite, aber ich bin diejenige, die die Briefe schreibt, die denjenigen die uns um Hilfe gebeten haben, am Telefon sagen darf: Ja, wir können mit xxx helfen.

Was vorher war, hab ich mithilfe eines sehr guten Psychotherapeuten aufgearbeitet, bzw. bin noch immer dabei. Ja, ich oute mich, ich habe mir einen Therapeuten gesucht, weil ich gemerkt habe: ich stürze, ich falle und ich habe keine Kraft mehr. Das letzte bißchen Kraft hab ich gebraucht, um eine Therapie zu beginnen und es hat Jahre gedauert, bis ich soweit war, wie ich jetzt bin.
In diesen Jahren habe ich fast alle Freunde verloren, meinen Lebenspartner ebenso, einen Teil meiner Familie, aber ich habe neue Freunde und vor allem einen neuen Sinn für mein Leben entdeckt.

Eigentlich gehört so etwas nicht unbedingt hier in das Forum, das ist mir schon bewusst, aber vielleicht gibt es Dir und anderen Mut zu kämpfen.
 
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