Wie soll man mit Zeitarbeit zukunftsicher leben?

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Danny94

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Ich versteh das nicht, ich bin nun wieder Arbeitslos, und habe viel Zeit viel Quatsch zu erdenken. Ha.
Und da stellt sich mir die Frage, wie will man mit Zeitarbeit auf eine zukunft kommen, die Existenz und auch Zukunft hat ?
So werde ich ja schon schwer haben, Wohnungen Kredite, finanzierungen, zu bekommen.
Wie will man sich so ein Leben aufbauen ? Wie seht ihr das, also jene die schon länger ZA betreiben ? Ist das möglich, oder denke ich zu viel nach ?

Denn es ist schon so, das ich als ZA ja stehts auf der Kippe zu Arbeitslosichkeit stehe. Welcher vermieter oder Kreditgeber tut sich das an ? Der Traum vom Eigenheim bleibt woll weiter Wunschdenken.
Aber die Chance auf Festanstellung, ist auch nur heuchlerrei, auf beiden Seiten, ob AG oder ZAF. Denn ohne ZAF kommt man nicht rein, und mit bleibt man nicht lange dabei.
Aber Heulchen, für leistung das tun sie gleichermassen.
Denn für das versprechen der Festanstellung, reist sich so mancher den NoNo auf, da könnt man Glatt nen Schulbus drin Parken. Und sie wissen von vornerein, das es nie soweit kommt, aber sie Spielen es dir vor,
MIT dem wissen, das es nur gelogen ist. Ist das die zukunft ? Wo ist die Menschlichkeit ?

Ale tun gerade so, als müsste ich DANKBAR sein, Arbeiten zu DÜRFEN. Dabei sollten SIE dankbar sein, das ich mich zum Narren mache, und für nen Hungerlohn den job mache, denn sonnst keiner für dieses Geld tun würde.
Aber Selbstverständlichkeit wächst mit der masse der Idition die die Scherre Weiter öffnen. (mich eingeschloßen)


Wie seht ihr das ?
 

Ramteid

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Zeitarbeit hat mit menschlichkeit rein garnichts zutun, sondern ist nichts anderes als moderne Sklaverei.
Träume ala Eigenheim sind da kaum realisierbar.
Zeitarbeit dient in den allermeisten Fällen lediglich den Unternehmen.
Was man tun kann? Sich informieren, und dann richtig reagieren: Nicht glauben was einem von ZAF erzählt wird, von wegen Übernahme beim Arbeitgeber usw.
Lieber länger einen neuen Job suchen, als bei einem Sklavenhändler anfangen!
Ohne die freiwilligen Sklaven die den Lügen der ZAF glauben, könnte das widerliche System zusammen brechen.
Und vorallem verschwende keine Lebenzeit von dir dort.
 

ZynHH

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Schon mal überlegt umzuziehen, wenn es bei dir nur Zeitarbeit gibt?

Denn mit Zeitarbeit wird sich für dich nichts ändern. Eine Ausbildung hast du ja sicherlich.
 

Danny94

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Nein ich sehe es auch so, aber ZA ist überall und vor allem quasie nur noch die einizge chance in einen Betrieb zu kommen.
Sicher gibt es ausnahmen, von ZA-nehmern die eine Festanstellung bekommen haben, oder Betrieben die Leute ohne ZA suchen, aber das bekommen in
denn meisten fällen dann doch nur der, der am meisten glänzt Zwischen X Diamanten.
Das es die Arge unterstützt, schließt den Kreislauf, so das du gar keine Wahl mehr hast, als eine ZAF zu Arbeiten, wenn dich kein andere Betrieb so schnell nehmen will, da du, ggf. ja auch gewisse
Verpflichtungen hast, die dir gar keine Wahl lassen, als dieses Geschenk, (DANKE DAFÜR DE) anzunehmen, und deren Füße zu küssen, als seis
dein Lebenstraum gewessen.

Und das das kein geheimnis ist, macht das ganze unglaublich und absurd.
 

Nena

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Eine Bekannte von mir hat von Mai 2018 bis zum 30.04.19 für eine ZAF bei einer Kreisverwaltung (ÖD) gearbeitet, bei der sie jetzt (selber Schreibtisch) direkt angestellt ist. Vielleicht selten. Aber gibt es.
 

Texter50

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Eine Bekannte von mir hat von Mai 2018 bis zum 30.04.19 für eine ZAF bei einer Kreisverwaltung (ÖD) gearbeitet, bei der sie jetzt (selber Schreibtisch) direkt angestellt ist. Vielleicht selten. Aber gibt es.
Jede Regel hat ihre Ausnahme, im Fall der Bekannten eine erfreuliche Ausnahme. :icon_klatsch:
Auch mir sind zwei Fälle bekannt - im Abstand von ca 14 Jahren.

Leider ist es in sehr vielen Fällen eben nicht so.
Dem JC ist das völlig rille, Hauptsache ein Bienchen für eine Vermittlung.
Und: viele der Leute kommen aus der Zeitarbeit wieder zurück - ne bessere Jobabsicherung gibbet nicht.

Ich habe hier unten um SW mal ne Dame vonner AfA angesprochen.
Ich wunderte mich über die vielen Leuts, die es doch so nicht geben dürfte.
Auch diese Dame sagte: "Das liegt an der Leiharbeit."
Na, und wenn die das schon erkannt haben...

Ich persönlich finde das schrecklich, wenn man jungen Leuten jede Möglichkeit nimmt, sich ein kleine Zukunft aufzubauen.
Aber wen stört das schon...:icon_stop:
 

Porks

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warum immer auf andere Meckern . Selbst was Suchen und nicht aufs Amt verlassen den die helfen bestimmt nicht . Wenn ich mich auf die Verlassen hätte würde ich heute unter einer Brücke pennen. Nein selbst machen und viele bessere Firmen sehen das genauso sogar Behörden . die meisten suchen nur über Zeitungen /Internet usw aber nicht übers Amt . Da gibt es fast nur diesen Rest und viele Firmen sehen das auch von Leuten, die von dort mit einem Vermittlungsvorschlag kommen der meisten schon lange Besetzt ist von einem der selbst Aktiv gewesen ist .Für die ist das diese Resterampe .

Und Arbeit gibt es auch für ältere usw man darf sich halt nicht nur auf andere verlassen .Aber oft ist es doch so warum selbst was machen /versuchen.

Bei uns auf der Behörde war gerade erst deine Veranstaltung für Arbeitssuchende. Da bin ich mal hin weil wir suchen für unser Amt (Technik usw) auch noch Leute . Da habe ich dann lauft gefragt wer hat Lust bei uns sich zu bewerben weil eine Mappe sollte ja jeder dabei haben oder gleich Probearbeiten.
was kam nix von den bestimmt 150 Leuten hatte keiner Lust oder Ausreden .Es geht immerhin um eine EG 6 Stelle.Der Veranstalterin war das so Peinlich das keiner Lust hat . Also Suche dort Abgebrochen und eine Zeitungsannonce geschaltet . Ergebnis ca. 50 Bewerbungen nach 2 Tagen und davon wurden 10 Eingeladen weil die Voraussetzungen passen (Ausbildung im Handwerk) Es wurden 3 Eingestellt Unbefristet und bist jetzt machen die sich alle Super. Und die sagten alle das haben wir ohne Amt hinbekommen .Und mein Chef sagt auch nur noch per Zeitung/Internet aber ohne Amt weil da kommen fast immer keine oder halt die nicht passen .
 

Gollum1964

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meine Meinung zu Zeitarbeit:

abschaffen, zumindest in seiner jetzigen Form.

Leider ist es Konsens der Wirtschaft, des Staates und sogar der Gewerkschaften über Zeitarbeit eine Schicht von Erwerbstätigen 2. Klasse zu schaffen und zu zementieren.
Entwicklung der ZAF von 2005 (Beginn Hartz4) bis heute: von ca. 250.000 Beschäftigten auf über 1 Mio. Beschäftigte.
Tendenz sicher weiter steigend, solange die Leihsklaven für 20-40 % des Niveaus unterhalb der Festangestellten arbeiten gehen dürfen.
Ein nachhaltiger Klebeeffekt bei den Arbeitgebern würde erst erfolgen, wenn Leiharbeiter vom 1. Tag an dasselbe wie die Festangestellten bekommen und die Verrechnungssätze den Arbeitgebern richtig weh tun. Aber das ist in der jetzigen Situation reine Illusion.
 

Danny94

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Selbst was Suchen und nicht aufs Amt verlassen den die helfen bestimmt nicht

Denkst du nicht, es gibt genug Leute, die geraten da rein und dürfen den Spaß am ende ausbaden, denn andere spötisch, als evtle gegebenheit sehen, die es für ein kurzes stück, des weges auf dem man geht, auszuhalten gild ?
Sicher gibt es auch andere möglichkeiten, andere Orte um einen Job zu bekommen. Aber man hat nunmal nicht immer die Zeit, darauf zu Warten. ZAF können ua auch nur weiter durch den Druck der Arbeitnehmer exestieren. Weil man nunmal nicht immer die Zeit hat, auf was richtiges Zu Warten, und gemündlich zu suchen.
Es ist dieser absteigende Ast, auf dem man sitzt.
 

Porks

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sehe ich etwas anders . Erstmal wird keiner gezwungen irgend eine Arbeit anzunehmen die er nicht möchte . klar muss man dann mit Nachteilen leben /weniger Geld) . aber selbst wenn man sich entscheidet dort anzufangen sagt das noch lange nicht , dass man sich nach was für sich passendes Sucht . Und wer arbeiten will bekommt früher oder später was passendes nur halt muss man selbst Suchen und auch etwas Zeit und Geduld mitbringen.
 

Matt45

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Zukunftssicher leben ist eine "Große" Bedeutung und hier beginnt schon oft die Problematik im Alltag.

Ich kenne überwiegend Familien mit ein oder mehreren Kindern, teils verheiratet, teils im Niedriglohnbereich, teils "Hartz", teils in der Zeitarbeit........Überwiegend alle haben Probleme mit dem Einkommen. Obwohl unsere Systeme ja auch sozial sein sollten, gibt es an anderer Stelle wieder ein anderes Problem.

Eine ZAF interessiert sich nicht dafür, weil diese Firma Geld verdienen will.

Arbeit mit 1800,- Brutto funktioniert überhaupt gar nicht, schon alleine weil die Mieten stark gestiegen sind. Selbst als Single ist es schon schwer.

Mit 4000,- Brutto und einen Kind kann man gut leben in Deutschland, aber.......

Die Frage ist eher: Wie kann man durch Arbeit eine Familie ganz normal ernähren? Passen unsere Steuersysteme oder Sozialsysteme wirklich derzeit?
 

Texter50

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warum immer auf andere Meckern
...
Nee, nicht meckern, sondern das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass Du das Thema nicht gelesen hast.
Was soll diese Selbstdarstellung in diesem Trööt zu diesem Thema?
Deine Schilderung ist wohl eher etwas für den Stammtisch, bei dem hemmungslos draufgehauen wird.

Das gilt auch für Deinen Folgebeitrag.
Hier geht es nicht um DIch, sondern um das Thema Zeitarbeit und wie / ob man darauf seine Zukunft aufbauen kann!
 
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Porks

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ich bin klar gegen Zeitarbeit und Niedriglohn . Aber wenn doch viele da anfangen ist das deren Problem selbst wenn man sozusagen gezwungen wird (was ja in D nicht geht) klar muss dann mit Nachteilen gerechnet werden. aber selbst wenn man sich entschließt so ein Job anfängt wer sagt dann das man sich nicht nach anderen bessern Ausschau hält .
Und nur Meckern bringt nix denn ändern kann man es nur Selbst. Und auf andere schieben ändert genau sowenig.
 

Danny94

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(Sorry wegen meiner rechtschreibung, hab da eine Teilschwäche)

Mir ist gerade Leider entfallen, um welches EU es sich handelt, aber es gibt da eins (ich google noch denn Namen) da ist Zeitarbeit, fair und vor allem Zukunftssicher gehandelt.
Denn Dort verdienen die ZA Tatsächlich mehr, als die festangestellten. Das hat dort Folgenden grund:

- Zeitarbeiter müssen weitaus Flexiebler sein, als Festangestellte, da sie oft nur übergangsweiße in einem Betrieb sind.
-Zeitarbeiter müssen immer wieder, neue dinge in schneller Zeit lernen, verstehen und schnell akzeptabel auf die reihe bekommen.
Die haben sogar Sonderschutz was Kündigung angeht.

ich denke, was uns in DE die Zeitarbeit so schwer macht, dürfte ua mit dem Problem harz4 zusammenhängen. Aber da dürften viele weiter Aspekte aufeinander treffen.

Zeitarbeit könnte hier zu Lande auch WIRKLICH gut funktonieren. Würde man mal auch weiter oben, in den entscheidenden Positionen sehen, was Zeitarbeiter eigentlich alles an dingen
auf die Reihe bekommen müssen. Das steht in KEINEM verhältniss zu entlohnung. IN KEINEM.

Und wie schon manch einer hier erkannt hat, es geht nicht um "geh doch einfach raus aus ZA" es geht um "ZA und die Zukunft"

Man ackert halt, wie ein Iditot für ein vergleichweise mikriges Geld und hat stehts die ungewissheit, was ist morgen ?
Das kann 1 Monat, ein Jahr, 5 Jahre gutgehn, aber irgendwann steht man wieder beim Amt.

Viele AG suchen sich ZA ja nicht, mit dem Hintergedanken "ggf übernehmen wir ihn/sie ja"
Das ist nur verübergehend, eine billige Arbeitskraft, die man mal verheitzen kann, mit versprechungen wie "Übernahme gibts wenn die Gas gibst" Was ein Falsches versprechen ist.

So mir erst Jüngst Passiert. Oberchef persönlich, meinte: Wir schauen uns das mal 1-2 Monate an, denn bekommste ne Festanstellung wenn dich gut anstellst.
SELBST DER ABTEILSUNGLEITER WOLLTE mich am ende beim chef DURCHBOXEN. Aber der meinte, ne Personal sparen.

Also heben wir fest, der Chef verspricht, und ist der der TROTZ herforganden Feedbacks am ende dicht macht.

Da sehe ich Schwarz für die Zukunft, als ZA.



Welcher vermieter gibt die so ne Wohnung ? Schon diese eigentlich normalen Standart dinge, bleiben der verwehrt, oder werden dir zummindest zimmlich erschwert.
Denn nicht nur DU weißt, das es auch in Einer woche wieder heißt, Up zu ARGE.
Du wirst, im grunde für das bestraft, das du dich mehr reinhängen musst, als alle anderen.....



Und ZA wird ja nicht weniger, der Trend steigt, weil ein AG einen einfach schneller los werden kann, wenn es mal Kosten auszugleichen gild, als nen Fest angestellten.
Du wirst Krank ? Kündigung, nächster bitte. Du hast/willst Urlaub ? Kündiung nächster bitte !
Und warum ? naja, eine Krankheits/urlaubs vertretung kann ja schlecht Krank werden oder urlaub haben.... Und neue ZA nehmer, gibts ja wie sand am mehr....


Was bringt uns hier die zukunft, außer Depressionen, und abstumpfung, durch hoffnungsmacher ?
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Und ZA wird ja nicht weniger, der Trend steigt,
Nö, 2017 war der Peak. (Anhang Seite 6)

-Zeitarbeiter müssen immer wieder, neue dinge in schneller Zeit lernen,
Kennst Du die Struktur der Zeitarbeit?
Leider die Mehrheit nur Helfer, Produktion, Dienstleistung etc. (Anhang Seite 10)
Fachkräfte verdienen in der Zeitarbeit auch weniger (ausser Pflege), aber zumindest sind das auskömmliche Einkommen. (Anhang Seite 20)

Dein Problem ist eher der Fokus auf Tätigkeit mit schlechter Qualifikation.

"Übernahme gibts wenn die Gas gibst" Was ein Falsches versprechen ist.
30% sagen manche Experten wäre der Klebeeffekt.
Ich schätze die Quote eher auf ca. 15%.
Unmöglich ist es also nicht.


Mir ist gerade Leider entfallen, um welches EU es sich handelt, aber es gibt da eins (ich google noch denn Namen) da ist Zeitarbeit, fair und vor allem Zukunftssicher gehandelt.
Frankreich

Nein ich sehe es auch so, aber ZA ist überall und vor allem quasie nur noch die einizge chance in einen Betrieb zu kommen.
Die Vermittlungsquote der BA in Zeitarbeit ist ca. 30%

Der Anteil der Zeitarbeit am Gesamtmarkt ist <3% (Anhang Seite 8)

Der Tipp hier mit dem selber suchen , war also schon mal nicht so verkehrt.

Ich hatte es Dir in einem anderen Thread schon geraten:
Denk über eine Ausbildung nach, sonst landest Du schon aufgrund mangelnder Qualifikation wahrscheinlicher in Leiharbeit.

Das ist dann auch die Antwort auf die Eingangsfrage:
In Helferjobs oder Jobs, die in kurzer Zeit von jedem ausgeübt werden können, wird man in Zeitarbeit nicht auskömmlich und zufrieden leben können.

Zumal man wie Du richtig anmerkst, immer dem Risiko des Arbeitsplatzverlust ausgesetzt ist.
Unbefristete Arbeitsverträge hin oder her.

 

Otto27

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sehe ich etwas anders . Erstmal wird keiner gezwungen irgend eine Arbeit anzunehmen die er nicht möchte
In der Praxis wirst du dazu gezwungen, weil u. a. sonst auch die Leistungen komplett eingestellt werden können und die obdachlos wirst. Für dich trifft das vermutlich nicht zu, ich gehe davon aus, du hast einen besseren Job wenn du z. B. auf Arbeitgeberseite bei solchen Veranstaltungen aktiv bist und wenn du mal selbst Job verlierst, hast du durch das hohe Gehalt erst mal einen guten "Zumutbarkeits-Schutz", für viele anderen, insbesondere wenn sie z. B. vorher nur Zeitarbeitsjob hatten, trifft das so nicht zu.

Da habe ich dann lauft gefragt wer hat Lust bei uns sich zu bewerben weil eine Mappe sollte ja jeder dabei haben oder gleich Probearbeiten
Probearbeiten empfinde ich als eine Frechheit gegenüber älteren erwachsenen Personen (evtl. ists sinnvoll für sehr junge Menschen, die selbst unsicher sind und sich einfach mal damit orientieren möchten, aber nicht für Erwachsene die z. T. auch aus diesem Umfeld kommen und gute Vorstellung davon haben).

Ich hatte das kürzlich auch, großer Konzern und Vorstellungsgespräch zusammen mit einem anderen (ohne vorherige Ankündigung...) gehabt und einer der ersten Sätze vom Personaler war, er stellt grundsätzlich nur befristet ein und auch nur Leute die vorher Schnuppertage gemacht haben...er selbst deutlich über 50, wenn er seinen Job verlieren würde, würde er vermutlich nie wieder einen Job finden (zumindest nicht auf ähnlichem Niveau), 2 Jahre ALG1 beziehen und wäre ab dann selbst davon betroffen, alle Arbeiten annehmen zu müssen...aber Hauptsache sich jetzt noch als großer König aufspielen...und er selbst verdient keinen Cent mehr, egal ob er jetzt Leute direkt gleich anstellt oder erst kostenlose Schnuppertage machen lässt...und er hat auch nicht mehr Arbeit, weil es feste Wochenstunden hat und er einfach danach bezahlt wird...der andere Bewerber was sogar noch in aktuell fester ungekündigter Anstellung in ähnlichem Bereich, wollte sich nur beruflich verbessern...trotzdem Gruppen-Vorstellungsgespräch und solche tollen Schnuppertag-Angebote...
 
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Danny94

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Ich hatte es Dir in einem anderen Thread schon geraten:
Denk über eine Ausbildung nach, sonst landest Du schon aufgrund mangelnder Qualifikation wahrscheinlicher in Leiharbeit.

Es geht doch nicht darum, was man sich suchen soll, es geht um die Zukunft der Leiarbeit. Zumal ich ne Ausbildung habe....

Statistik der Arge...


Der Anteil der Zeitarbeit am Gesamtmarkt ist <3% (Anhang Seite 8)

Hier stellt sich aber die Frage, WAS für beschäftigunsformen die 37 mio anderen sind ?
Welches Alter, BL, welche Ausbildung, und welchen Schulabschluß.

Denn wie auf S 11 zu lesen ist, betrifft Leiarbeit überwiggend Jüngere Personengruppen.
Was bedeutet, das man nach Ausbildung, schule in der Heutigen Zeit viel eher in Leiarbeit geratet.
Während Festangestellte JEDER 4 ü 35 ist, in Zeitarbeit jedoch nur jeder 8. Da lässt sich ganz klar ein muster Bilden.
 

grün_fink

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Ich stimme dem Beitrag von oben sowas von zu, wo es drum geht, wie Zeitarbeit eigentlich sein sollte. Eben ein absoluter Lückenfüller, wo die Belastungen der Zeitarbeiter zusätzlich honoriert werden.

Möchte mal anmerken, kenne ich aus Gesprächen mit jemandem aus einem Gebiet, wo sehr viel Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung ist:
Es gibt Gegenden, da siedeln ich eben aus diesem Grund viele ZAFen und Callcenter (der üblen Sorte) an. Letztere ziehen gerna auch wegen der geringeren Löhne und der besseren Ausbeutbarkeit um. Sind die Löhne woanders (gerne auch im Ausland) geringer, ziehen sie weiter.

Und: Es gibt auch Leute, die wurden als Minderjährige von ihren Eltern in Ausbildungen hinein bugsiert, wo sie hinterher nicht ausreichend verdienen können, weil es die üblichen Bedingungen des Berufes nicht hergeben.
Die landen dann auch gerne mal in ZAF oder üblem Callcenter, in schlecht bezahlten Jobs.

Ich selber bin gebranntes Kind mit der Hineinstopferei in Anlerntätigkeiten, aus den Zeiten nach der Wende/Wiedervereinigung (schuldenbedingt).
Damals war das so neu, dass das keiner bemerkte, was das mit einem machte. Heute durch die Diskussion um die ZAF und CCs in Zusammenhang mit Hartz IV erkennt man mal, was einen damals so krank machte.
Aber nein, es sind ja nur so wenige, die das betrifft. Da kann das ja beim Einzelnen nicht so sein, gell :icon_kotz2:

Mir versuchte man, als ich dann (ehemals guter Uni-Abschluss DDR in wiedervereinigungsbedingt untergegangenen Branche) nach 6 Jahren Anlerntätigkeit unter teils schwierigen Umständen und der Schuldenlast im Nacken, also nachdem ich dann sehr krank wurde und in die Zukunft plante (neue Ausbildung mit über 30), die Zeitarbeit schmackhaft zu machen. Als ob das irgendwas am Problem gelöst hätte, lösen könnte:icon_cry:

Ein weiteres Problem war, dass ich dauernd auf Ärzte angewiesen war, die das damals nicht kannten und mir nicht helfe konnten, außer ab und an mal krank schreiben.
Heute wird das nicht anders sein. Was man nicht sehen will, das existiert einfach nicht, wie wenn ein kleines Kind Verstecken spielt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

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Zumal ich ne Ausbildung habe..
Entschuldigung von meiner Seite, habe Dich verwechselt.

Btw.: Maler werden gesucht auch abseits der Zeitarbeit!
Keine Ahnung, was da bei Dir in der Region nicht stimmt.

Statistik der Arge...
Und?
Genau wie der Vorwurf von geschönten Zahlen, ist das immer eine Frage der Rohdaten und deren Aufbereitung.

Bestimmte Zahlen gibts auch nunmal nur von der Afa.
Der unterschwellige Vorwurf gegen die Zahlen der Afa mag popülär sein, mich interessieren aber nur Fakten.

Passen halt manchmal nicht ins jeweilige Konzept oder Vorurteil. ;-)

Denn wie auf S 11 zu lesen ist, betrifft Leiarbeit überwiggend Jüngere Personengruppen.
Ja klar, wenn ich einen Job habe und älter bin, werde ich kaum in die Zeitarbeit wechseln.

Ältere die dann arbeitslos werden ziehen erstmal den §140 SGB III

Die meisten Zaf wollen keine Älteren mit Einschränkungen.
Man muss im Alter nicht gesundheitliche Einschränkungen haben, die Wahrscheinlichkeit ist aber nunmal höher.

Für Zeitarbeit sollte man also jung und fit und billig sein, wenn Du es so ausdrücken möchtest.

Arbeitgeber legen gerade bei jungen Leuten auch zunehmend grossen Wert auf Sekundärtugenden.
Pünktlich, zuverlässig etc.

Marc Faber erklärt es: ;-)


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grün_fink

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Man muss im Alter nicht gesundheitliche Einschränkungen haben, die Wahrscheinlichkeit ist aber nunmal höher.
Ich hörte oder las irgendwann einmal, vor wenigen Jahren, dass in Schweden die meisten psychsich kranken Leute über Zeitarbeit eingestellt sein sollen. Womit das begründet wurde, daran erinnere ich mich leider nicht. Auch nicht daran, wie das möglich ist.
 

Danny94

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Ich möchte nur noch einmal sagen, man sollte nicht Diskutieren, wie man von der Leiarbeit weg kommt. Ich finde, der wichtigere Faktor ist, wie komme ich auf Lange sicht ein Vernünftiges Leben mit Leiarbeit gebacken, das nicht im Chaos vor der Angst alle Paar monate wieder AfA besuche zu Starten.
Im Jahre 2019 Sollte dies eigentlich überhaupt nicht die Frage im Raum, in Deutschland, dem ACH so REICHEN land der dichter und Denker sein.
ich wollte mich als Person auch nicht einbringen, oder zum Thema geben, nur als Beispiel einer Klassichen ZA Laufbahn, mit üblichen versprechungen der Firmen.

Warum ich meinen Beruf als Maler nicht mehr ausführe hat auch seine Gründe, und das ist schon gut so.


Aber Leiarbeit betrifft Millionen von Beschäftigte in Deutschland, das diese irgendwann verschwindet glaube ich auch kaum, also Frage ich mich, warum ist man nicht an einer Lösung Interessiert, die
denn Leiarbeitern besser Löhne und Schutz für Arbeitslosichkeit garantiert ?
Es ist ein Unding, das ich Arbeite, (( ggf. unter schwereren Umständen, da ständig neue Firmen, neue Leute, und und und und. )) aber gefühlt dafür bestraft, oder zumindest Schlechter behandelt werde, was meinen Wert angeht, als der Rest. Das dürfte es eigentlich überhaupt nicht geben. Das ist fast schon eine verletztung des GG-Buch, der gleichstellung.

Leiarbeit könnte Funktonieren, sogar richtig gut, und sich für Arbeitnehmer wie auch geber lohnen, aber nicht unter diesen umständen.
Dieses Sozialsystem im Sozialstaat Deutschland ist generell von außen wunderschön, aber blickt man mal hinter denn Schleier, mein Lieber man, dann kann man sehen, was abgeht. Im gunde ist alles auf Sklaverei und Erpressung aufgebaut.

Die Willst nicht für 8,30 einen Job ausüben, bei dem du täglich 3 Stunden Hin und 3 Stunden zurück fahren musst, angebrühlt und unter aller würde behandelt wirst ?
Macht nichts, wir drehen dir denn Geldhahn zu....

Was evtl. als Bestrafung für Arbeitsfaule nichtstuer zieht, bekommt aber der, der Arbeiten will auch ab, da solche untermenschlichen betriebe wissen, so können machen was sie wollen, laipersonal kommt schon.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

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Aber Leiarbeit betrifft Millionen von Beschäftigte in Deutschland,
Liest Du auch, was man hier so an Fakten liefert?

Und verstehe mich bitte nicht falsch, ich finde auch, dass die Leiharbeit heutzutage nicht mehr dem eigentlichen Sinn entsprechend genutzt wird.

Deswegen schrieb ich ja, dass Leiharbeiter überwiegend nur noch Hilfsjobs, statt Qualifikation betrifft.

Und wenn Du Maler gelernt hast, aber nicht mehr als Maler arbeiten möchtest, was erwartest Du für einen Job ohne entsprechende Ausbildung?

Auf lange Sicht wird es da weder auskömmlichen Lohn, oder sichere Anstellung bei Zaf geben.

Selbst bei guten Firmen ist man dann gefährdeter in Punkto Jobsicherheit.

Und das sage ich Dir aus Erfahrung mit solchen Prozessen.
Outsourcing von einfachen Tätigkeiten.

Es ist ein Unding, das ich Arbeite, (( ggf. unter schwereren Umständen, da ständig neue Firmen, neue Leute, und und und und. )) aber gefühlt dafür bestraft, oder zumindest Schlechter behandelt werde, was meinen Wert angeht, als der Rest.
Wieviele Stellen bei Zaf hattest Du denn schon, um das so zu beurteilen?

Die Willst nicht für 8,30 einen Job ausüben,
Wo, Wann? Glaube ich nicht.



 
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