Wie soll ich vorgehen? (Plötzlicher Umzug, keine Rückkehr an Arbeitsplatz möglich)

SvenjaL

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Hallo ihr Lieben,

Ich habe ein etwas verzwicktes Thema, und zwar:

Ich war von Oktober 2017 - April 2018 arbeitslos, bin seit dem 09.04. wieder in Arbeit. Ich wohnte von März 2017 - vor ein paar Tagen bei meinem Freund zur Untermiete. Es krachte, er schmiss mich aus der Wohnung, sodass mich meine Familie letzten Sonntag mit Sack und Pack abholen musste. Und ich in meine Heimat (300km) zurückkehren musste.

Nun ist es so, das ich nicht an meinen alten Arbeitsplatz zurück kann. Das hat den Grund das ich dort keine Unterkunftsmöglichkeit habe und aus dem psychischen Aspekt auch nicht mehr in der Lage bin überhaupt dorthin zurück zu kehren. Nun bin ich erstmal 2 Wochen krankgeschrieben worden.

Ich weiss nun nicht was ich machen soll, es gäbe die Möglichkeit das ich das Unternehmen frage, ob ich hierher versetzt werden kann aus oben genannten Gründen oder ob diese mich kündigen, weil ich nicht zurückkehren kann, doch was passiert wenn diese ablehnen und mich dann verhaltensbedingt kündigen? - Ich habe Angst vor einer Sperre beim Arbeitsamt. Da ich noch knapp 5-6 Monate Alg1 Anspruch hätte. Und ein Aufhebungsbescheid oder eigene Kündigung fällt durch die wahrscheinlich bevorstehende Sperre auch raus denk ich. Da ich auch keine 300km hin und zurück fahre nur um dort etwas zu unterschreiben.

Wie soll ich vorgehen? Ich hatte schon den Gedanken mich weiterhin krank schreiben zu lassen in der Hoffnung das die mich dann eh kündigen (Probezeit). Der Arbeitsmarkt sieht hier in meiner alten Heimat leider sehr mau aus, sodass ich so nicht so schnell Arbeit bekommen werde.

Und wie soll ich mich dann beim Amt verhalten? Ich muss ja auch irgendwann angeben, das ich nicht mehr an diesem Ort wohne und daher auch nicht dort bei der AfA erscheinen kann.

Über Hilfe wäre ich dankbar.
 

Nena

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Wenn die Möglichkeit besteht, dass Dir gekündigt wird, wäre das das Beste unter diesen Voraussetzungen. Wirst Du weiter AU sein?

Momentan musst Du weder AfA noch JC über Deinen "Umzug" (der besser noch keiner ist, solange Du noch angestellt bist) informieren, eigentlich auch nicht Deine Arbeitgeberin. (Kommt an die dort bekannte Adresse noch Post an?)
 

Archibald

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Also wenn keine Möglichkeit besteht in der Zeit der AU eine neue Bleibe am oder in der Nähe des Arbeitsorts zu finden und auch der Arbeitgeber keine Möglichkeit hat dich unterzubringen dann solltest du dem Arbeitsamt umgehend mitteilen dass wegen den bereits beschriebenen Umständen die Wahrscheinlichkeit hoch ist dass du deinen Arbeitsplatz verlierst. Damit bist du deiner Meldepflicht rechtzeitig nachgekommen und die bietet dann wenigstens mal keinen Sperrgrumd mehr.
 

Zerberus X

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Also wenn keine Möglichkeit besteht in der Zeit der AU eine neue Bleibe am oder in der Nähe des Arbeitsorts zu finden und auch der Arbeitgeber keine Möglichkeit hat dich unterzubringen dann solltest du dem Arbeitsamt umgehend mitteilen dass wegen den bereits beschriebenen Umständen die Wahrscheinlichkeit hoch ist dass du deinen Arbeitsplatz verlierst.
Wurde das versucht?
 

SvenjaL

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Hallo ihr Lieben, danke für eure Antworten!

Ja ich werde weiterhin AU geschrieben sein, da es mir psychisch absolut nicht gut geht, ich kann weder essen noch schlafen, es handelt sich auch darum das ich psychischen „Missbrauch“ erleiden musste.

Und ja dort kommt noch Post für mich an, die mein Ex aber auch bereiteillig rausgibt, Gott sei Dank. Zumindest da ist er vernünftig..

Nach Wohnungen habe ich mich auch bereits hin und wieder umgesehen während ich noch in der Beziehung war, allerdings bin ich in dem Betrieb nur befristet angestellt (08.04.2019) auf Teilzeit und hätte mir eine Wohnung auch absolut nicht leisten können. Ich verdiene aktuell 800€ netto und Wohnungen kosten gern ab 400€ aufwärts in dem Stadtbereich (selbst 1 Zimmer Wohnung oder WG), was ich so allein nicht gestämmt bekommen hätte.

Ich weiss nicht wie hoch das Risiko ist das wenn ich anrufe und sage das kein Ende meiner „Krankheit“ in Sicht ist und ich nicht weiss ob ich überhaupt wiederkomme und es vielleicht besser wäre das Arbeitsverhältnis aufzulösen, das die bei der AfA dann angeben es wäre mein Wunsch gewesen und ich somit eine Sperre kassiere. Bzw müssen die doch dann auch irgendwie Beweise bringen das das wirklich so gewesen ist und sie mich nicht entlassen haben weil ich krank war? Bzw wenn das auf eigenes Verschulden ginge, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das ich Widerspruch dagegen einlegen kann?

Ich würde mich wenn wahrscheinlich auch erst wieder hier anmelden beim Amt, wenn die Kündigung da ist. Vielleicht sagen „Ok ich hab meinen Job verloren und bin deswegen wieder her gezogen“ macht das Sinn?
 
Zuletzt bearbeitet:

Nena

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Ich weiss nicht wie hoch das Risiko ist das wenn ich anrufe und sage das kein Ende meiner „Krankheit“ in Sicht ist und ich nicht weiss ob ich überhaupt wiederkomme und es vielleicht besser wäre das Arbeitsverhältnis aufzulösen, das die bei der AfA dann angeben es wäre mein Wunsch gewesen und ich somit eine Sperre kassiere. Bzw müssen die doch dann auch irgendwie Beweise bringen das das wirklich so gewesen ist und sie mich nicht entlassen haben weil ich krank war? Bzw wenn das auf eigenes Verschulden ginge, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das ich Widerspruch dagegen einlegen kann?
Wo soll hier der Vorteil für Dich sein? Warum würdest Du das machen wollen? Ich würde das lassen.

Ich würde mich wenn wahrscheinlich auch erst wieder hier anmelden beim Amt, wenn die Kündigung da ist. Vielleicht sagen „Ok ich hab meinen Job verloren und bin deswegen wieder her gezogen“ macht das Sinn?
Ja.
 

SvenjaL

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Ich werde eh anrufen müssen und Bescheid sagen das ich noch länger krank bin, da ich die AU auch immer per Post/Email im vorraus schicken muss, damit alles ineinander übergeht. Ich werd dann ja sehen was die Konsequenzen sind. Ich hoff nur, dass sie so schnell es geht handeln, damit ich mir darüber nicht auch noch den Kopf weiter zerbrechen muss....
 

Zeitkind

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... es gäbe die Möglichkeit das ich das Unternehmen frage,
ob ich hierher versetzt werden kann aus oben genannten Gründen ...
Diese Möglichkeit würde ich unbedingt und nachweisbar wahrnehmen.
Damit wirkst Du dem Vorsatz der Kündigung unmittelbar entgegen und lieferst den Beweis,
alles für den Erhalt des Arbeitsverhältnisses getan zu haben.
Kann der Arbeitgeber Dich unter diesen Umständen nicht weiter beschäftigen, bleibt ihm nur die Kündigung.
Auf keinen Fall selbst kündigen. :icon_evil: Auch nicht unter diesen widrigen Umständen.

Kündigung - Was ist vorher und nachher zu beachten?
 

tomk

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Kann der Arbeitgeber Dich unter diesen Umständen nicht weiter beschäftigen, bleibt ihm nur die Kündigung.
Das ist doch Unsinn, dem Arbeitgeber kann es egal sein wie der Arbeitnehmer seiner Pflicht zur Arbeitsleistung nachkommt. Und wenn er jeden Tag mit dem Flugzeug einfliegt... Eine Pflicht zur Kündigung durch den Arbeitgeber besteht jedenfalls nicht, er kann auch einfach die Zahlung einstellen und abwarten was der Arbeitnehmer dann so ganz ohne Einkommen macht. Beste Option ist in diesem Fall vermutlich den Arbeitgeber um Versetzung zu bitten.
 

SvenjaL

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Das ist doch Unsinn, dem Arbeitgeber kann es egal sein wie der Arbeitnehmer seiner Pflicht zur Arbeitsleistung nachkommt. Und wenn er jeden Tag mit dem Flugzeug einfliegt... Eine Pflicht zur Kündigung durch den Arbeitgeber besteht jedenfalls nicht, er kann auch einfach die Zahlung einstellen und abwarten was der Arbeitnehmer dann so ganz ohne Einkommen macht. Beste Option ist in diesem Fall vermutlich den Arbeitgeber um Versetzung zu bitten.
Das ist ja genau mein Problem, wenn ich frage ob ich versetzt werden kann und es heisst „nein“ dann kann ich trotzdem nicht wieder zur Arbeit kommen. Das heisst ich fahre aktuell auch gut damit mich noch weiter krankschreiben zu lassen. Was ich sowieso tun muss, weil es mir nicht gut geht.
 

Archibald

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Es gilt zu beachten das auch jetzt bereits Arbeirslosigkeit droht und dem AA somit umgehend gemeldet werden muss um Sanktionen entgegenzuwirken. Entgegen der Ansicht man müsse dem AA erst eingetretene Arbeitslosigkeit melden muss man sich bereits bei evident drohender Arbeitslosigkeit mit dem Amt in Verbindung setzen un Leistungsminderungen/Sperrzeiten zu verhindern.
 

SvenjaL

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Es gilt zu beachten das auch jetzt bereits Arbeirslosigkeit droht und dem AA somit umgehend gemeldet werden muss um Sanktionen entgegenzuwirken. Entgegen der Ansicht man müsse dem AA erst eingetretene Arbeitslosigkeit melden muss man sich bereits bei evident drohender Arbeitslosigkeit mit dem Amt in Verbindung setzen un Leistungsminderungen/Sperrzeiten zu verhindern.
Also die wissen ja eh schon das ich ab dem 08.04.19 wieder arbeitslos werde, weil ich nur einen befristeten Vertrag habe.

Du meinst also ich soll denen die ganze Story erzählen? Oder wie soll ich das angehen, wenn ich denen Bescheid sage?
 
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