Wie soll ich mit der Maßnahme vom Arbeitsamt umgehen? (1 Betrachter)

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Marveline

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Guten Tag!

Zur Situation:
Ich beziehe zur Zeit ALG 1, da mein Arbeitsvertrag ausgelaufen ist. Ich habe mich entschlossen mein Abitur auf dem 2ten Bildungsweg nachzuholen. Mein Vorkurs läuft bereits. An dem muss ich teilnehmen, da ich über 30 bin und sonst kein Bafög bekommen würde. Er ist vormittags, da ich 2 kleine Kinder habe. Der Sachbearbeiterin habe ich Bescheid gegeben. Mein ALG 1 läuft bis Ende Juli, im August bekomme ich schon Bafög, da dann das "richtige" Abitur losgeht. Im Vorkurs bin ich leider noch nicht Bafög-berechtigt. Der Vorkurs ist verpflichtend. Gehe ich nicht hin, oder fehle eine zu lange Zeit, werde ich nicht zum Abitur zugelassen und bekomme auch kein Bafög. Soviel dazu. Ich habe mich viel beworben, wurde oft zu Vorstellungsgesprächen eingeladen und aus dem einfachen Grund, dass ich im August schon nicht mehr zur Verfügung stehe, wurde ein anderer Bewerber gewählt. Da die Arbeitgeber etwas sauer wurden, da ich ihre Zeit vergeudet habe (alle suchten etwas längerfristiges) habe ich dies nun in meiner Bewerbung erwähnt. Seitdem kommen nur Absagen. Ist letztendlich nicht so schlimm, da ich ja eh zum Vorkurs muss. Dies alles weiß nun auch meine Sachbearbeiterin und sie möchte mich trotzdem in eine Maßnahme stecken. Eine wohlgemerkt etwas sinnlose Maßnahme, es geht um Bewerbungsschreiben lernen. Sie selbst hat in meine Unterlagen gesehen und sie für gut befunden. Ich wurde ja auch oft genug zu Gesprächen eingeladen. Die Maßnahme soll 6 Wochen gehen. Komme ich allerdings 6 Wochen nicht zur Schule, kann ich mein Abitur vergessen. Gibt es noch irgendeine Möglichkeit meiner Bearbeiterin die Lage zu erklären oder falls es sein muss, das Ganze entsprechend lange rauszuzögern? Oder eine ganz andere Möglichkeit?
Ich hoffe es kann mir jemand weiterhelfen, ich bin etwas am verzweifeln. Vielen Dank!

Achso, eine Eingliederungsvereinbarung habe ich nicht unterzeichnet.
 

BerndB

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Dies alles weiß nun auch meine Sachbearbeiterin und sie möchte mich trotzdem in eine Maßnahme stecken.
Nicht tortzdem, sondern wegen des Vorkurses!

Arbeitslosengeld erhält nur, wer arbeiten kann und will. Die Grenze von 15 Std./Wo. kommt hier zum tragen, aber nicht nur. Unter Umständen will sie die Abbruchbereitschaft (beim Vorkurs) prüfen. Wer morgens die Schule besucht und wegen Arbeit nicht abbrechen kann/will, ist "evtl." nicht verfügbar. Lies mal hier Pkt. 139.65 (Seite 18). Betrifft zwar beruflichen Weiterbildung, könnte "evlt." aber auch auf Allgemeinbildung angewandt werden.

Mehr kann ich aber nicht sagen, da schwieriges Terrain.

Du hast dich viel beworben. Wie hättest du bei einer Arbeitsaufnahme das mit dem Vorkurs geregelt? Oder wäre bei Arbeitsaufnahme das Nachholen des Abi's hinfällig gewesen.
 

Agent

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Stellt sich die Frage, ob du überhaupt verfügbar bist...
Der Vorkurs geht über mindestens 15 Stunden in der Woche? Dann ist eigentlich keine Verfügbarkeit gegeben, da jede Tätigkeit, die min. 15h ausgeübt wird dazu führt, dass man nicht mehr arbeitslos ist - Teil-Arbeitslosengeld jetzt mal ausgenommen.
Deine Kinder werden nachmittags von dir betreut? Wann könntest du denn dann überhaupt arbeiten gehen, wenn ja vormittags der Vorkurs ist?
Wenn die beiden Punkte zutreffen, kannst du froh sein nur eine Maßnahme und nicht die Verfügbarkeit aberkannt zu bekommen! Dann wäre nämlich direkt Ende mit ALG I.

Viele Grüße
Agent
 
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