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Wie sind wir eigentlich versichert?

Claus.

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Hay Forum!

Mich treibt seit ein paar Tagen die Frage um, ob bzw. wie wir eigentlich versichert sind.
In der Richtung habe ich komischerweise noch nie was gelesen.

Normale KK ist klar.
Aber: wie schaut es mit dem Versicherungsschutz aus, wenn auf dem Weg zu einer Meldeaufforderung oder einem Bewerbungsgespräch ein Wegeunfall mit Verletzung des LE passiert?

Dazu ist grad mal wieder das leidige Thema "WUB" http://www.elo-forum.org/alg-ii/au-keine-entschuldigung-termin-wegebescheinigung-135556/index2.html
Was ist wenn jemand AU ist, aber mangels geforderter WUB ins JC kriechen darf, und sich dabei eine Erkrankung verschlimmert?

Wie schaut das aus, wenn ein LE auf dem Weg ins "Amt" einen Unfall verursacht z.B. durch ohne zu schauen die Straße überqueren (vielleicht auch noch AU-geschrieben)?
 

Fritz Fleißig

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1. Wenn du die Arbeitsagentur zu einem Meldetermin aufsuchst oder auf Veranlassung der Arbeitsagentur bei einer dritten Stelle (Maßnahmeträger, ärztlicher Dienst und ähnlich) erscheinst, bist du für Hin- und Rückweg in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert, falls du einen Wegeunfall haben solltest, also beispielsweise auf einer Bananenschale ausrutscht. Deshalb ist es auch wichtig, daß man sich alle Einladungen schriftlich geben läßt.

2. Wenn du auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch bei einem Arbeitgeber einen Unfall hast, bin ich mir nicht so sicher. Grundsätzlich ist das deine Privatsache. Ob man bei einem vorhergehenden VV der Arbeitsagentur für diese Stelle von einer Veranlassung durch die Arbeitsagentur im obigen Sinne sprechen kann, weiß ich nicht. Ich bezweifele es auch ein bißchen. Eingeladen hat schließlich der Arbeitgeber. Aber das mögen die Juristen unter sich ausmachen.

3. Falls du auf dem Weg einen Dritten schädigst, beispielsweise als Fußgänger unvorsichtig über eine Straße läufst und dadurch ein Auto zum Ausweichen in den Graben veranlasst, mußt du den fremden Schaden selbst bezahlen. Du solltest deshalb unbedingt eine ausreichende Privathaftpflichtversicherung haben - eine der wenigen Versicherungen, die wirklich Sinn machen und die auch recht preiswert zu haben ist.

4. Und wenn du krank bist, solltest gar nicht erst über den Unsinn mit einer dubiosen Wege-Unfähigkeits-Bescheinigung nachdenken oder diskutieren, sondern zu Hause bleiben. Krank ist krank.
 

Sportlerin

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Wer ist wie versichert?

In der gesetzlichen Unfallversicherung pflichtversichert sind alle, die in einem Dienst-, Arbeits- oder Lehrverhältnis beschäftigt sind. Kinder sind während des Besuchs des Kindergartens, einer Tagesstätte oder der Schule versichert, Studenten während des Studiums an der Universität. Auch Ehrenamtliche, die für öffentliche Einrichtungen arbeiten, wie Schöffen bei den Gerichten, genießen Schutz.

Wer als Zeuge geladen wird oder seiner Meldepflicht bei der Arbeitsagentur nachkommt, ist ebenfalls versichert. Außerdem gesetzlich unfallversichert sind Minijobber, Pflegepersonen und Praktikanten und Hartz-IV-Empfänger in Ein-Euro-Jobs.

Gesetzliche Unfallversicherung - Schutz rund um die Arbeit - Meldung - Stiftung Warentest
 

gelibeh

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und Hartz-IV-Empfänger in Ein-Euro-Jobs
und in vom Amt vermittelte Maßnahmen. Da behaupten die MT nämlich schon mal etwas Anderes, um an eine Unterschrift zu kommen.
 

Claus.

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in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert
Wir sind in der GUV versichert? :icon_lol: Kann man das irgendwo nachlesen?
Und in welcher der lediglich 32; gerne mit Anschrift?

Eine GUV hat auch immer schwer berufsgenossenschaftliche Züge. Die regeln i.a. alles bis ins kleinste Detail. Mit Millionen von Verordnungen.
Allein für den Feuerwehrbereich habe ich 2 brechend volle Ordner da, und da ist noch längst nicht alles drin. Die haben sogar eine Verordnung, wie Feuer brennt. Und das ist keine Schwachsinnsverordnung, die trifft tatsächlich zu.

Ich würde die ja zu gern fragen, was die bezüglich Versicherungsschutz bei Meldeterminen im AU-Fall sagen :icon_mrgreen: ich glaube ... Mir fehlt nur grad leider etwas die Zeit dazu.

Da gibt es dann eh noch einen weiteren Haken; sobald eine Berufsgenossenschaft bzw. GUV mit drin hängt, ist im Erkrankungs- /Unfallfall ein Allgemeinmediziner der falsche Ansprechpartner. Da ist dann D-Arzt angesagt.

Du solltest deshalb unbedingt eine ausreichende Privathaftpflichtversicherung haben
Eine PHV ist immer mit Vorsicht zu genießen. Es ist bekannt wie gern sich die vor dem bezahlen drücken. Warum sollten sie in so einem Fall auch zahlen; dafür bräuchte es m.M.n. eher eine Art Diensthaftpflichtversicherung.
Bei vielen PHV´s sind dazu Schäden im Zusammenhang mit motorisierten Fahrzeugen ausgeschlossen. Auch zahlt eine PHV immer nur den Schaden anderer. Knallt mir aber wegen meiner Unachtsamkeit ein Radfahrer rein, zahle ich bei der PHV meine Klamotten und Handy ect. selber. Bei Schäden im Zusammenhang mit dem Auftrag anderer läuft das aber nicht. Da haben auch die eigenen Nachteile ersetzt zu werden, incl. z.B. deswegen steigender Kfz-Haftpflichtprämie.
 

Fritz Fleißig

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Rechtsgrundlage: § 2 Abs. 1 Nr. 14 SGB VII (Unfallversicherung).

Die private Haftpflichtversicherung zahlt in der Tat nur die Schäden Fremder, für die du verantwortlich ist. Allein dazu ist sie da, nicht für deine eigenen Schäden oder Nachteile. Es ist auch richtig, daß sie beispielsweise Schäden im Zusammenhang mit dem Gebrauch eines Kfz nicht abdeckt - dafür gibt es die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung.

Trotzdem kannst du auch als Fußgänger oder Radfahrer erheblichen Schaden anrichten. Bitte nur an die Situation denken, wenn wegen deines Fehlverhaltens ein Lkw mit teuren Geräten als Ladung ausweichen muß und im Graben landet, oder ein Gefahrguttransport mit Heizöl oder ähnlichem. Selten, aber kann alles passieren.

Deshalb kostet so eine Versicherung mit Deckungssummen im Millionenbereich ja auch nur so um die 50 Euro jährlich.

Den eigenen Schaden aufgrund eigener Unachtsamkeit mußt du schon selber tragen. Eine Art "Vollkasko ohne Selbstbeteiligung" ist kaum zu bezahlen.
 
E

ExitUser

Gast
Ganz wichtig ist bei der Privat-Haftpflichtversicherung auch die sogenannte Vorderungsausfall-Versicherung bzw. Ausfalldeckung die man mit im Vertrag reinnehmen sollte!!! (kostet ein wenig mehr aber nicht viel ca. 5 Euro/Monat zusätzlich)

Die ist dazu da wenn jemand einen selber schädigt und dieser keine eigene Haftpflicht hat bzw. mittellos und dann eben zahlungsunfähig ist quasi eine Absicherung gegen eine fehlende Haftpflichtversicherung des Schadenverursachers.

Da springt dann die eigene Haftpflichtversicherung ein und man steht nicht mit leeren Händen da....

Ich habe bei der Allianz eine Kombi - Haft/Hausratversicherung mit Ausfalldeckung für knapp 120 Euro/Jahr. (ca. 10 Euro/Monat)


liesa
 

CanisLupusGray

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Sollte ich mal König von Dschland werden gäbs
  • keine Politiker,
  • keine Rechtsanwälte,
  • keine Bänkster,
  • keine Börsianer und
  • keine Versicherungsvertreter
mehr. Ales Sparten mit der Lizenz andere um den Lohn ihrer Hände Arbeit zu bringen.

Um beim Thema Versicherungen zu bleiben:
Den ersten Schritt auf dem Weg zum König hab ich schon gemacht:
- Keine Versicherung und
- Kein Bankkonto.

Und was soll ich sagen, es lebt sich auch so, ich bin nicht vom Blitz getroffen, vom alljährlichen Jahrhunderthochwasser heimgesucht oder irgendwie andersartig heimgesucht worden oder musste mit den Ausflüchten warum denn ein etwaiger Schaden versicherungstechnisch nun doch nicht abgedeckt sei, weil "versäumt" wurde das Zusatzformular zur Antragstellung bei der Nichtigkeitserklärung .... - herumärgern . :icon_hihi:
 

Claus.

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Den eigenen Schaden aufgrund eigener Unachtsamkeit mußt du schon selber tragen.
Meiner Meinung nach muß hier unterschieden werden.
Wenn es ein Schaden für die Privathaftpflicht ist, dann bleibt der Schädiger auf dem eigenen Schaden sitzen; die ist nur für den Geschädigten zuständig. Das ist klar.
Aber, wenn jemand im Auftrag eines Dritten tätig wird, dann ist m.M.n. dieser Dritte verantwortlich für den Schaden; auch wenn der Schaden nicht durch diesen Dritten verursacht wurde sondern durch den Beauftragten. Dann hat der Geschädigte ein Recht auf Wiedergutmachung, und der infolge der Beauftragung geschädigte "Schädiger" ebenso.

Beispiel: unmittelbar vor, während und nach einem Einsatz oder einer sonstigen dienstlichen Verpflichtung bei der Freiwilligen Feuerwehr hat die Gemeinde mir meine erlittenen materiellen Schäden zu ersetzen. Schädige ich währenddessen jemand anderen, ist dafür auch wieder die Gemeinde für die Wiedergutmachung zuständig (natürlich nicht unbegrenzt; irgendwann kommen die auch mit Regressforderungen daher). Kommt es während einer Schädigung eines anderen auch noch zu einer Eigenschädigung, hat die Gemeinde zwei "Opfer".
Wie die Gemeinde das macht, ist ihr Bier. Also ob sie voll mit dem Gemeindesäckel haftet oder dafür noch eine zusätzliche Versicherung abschließt. Meine hat eine kommunale Haftpflichtversicherung; ist zwar nicht vorgeschrieben, aber trotz aller Sparwut hat man trotzdem immer schön die Finger von der weggelassen.

Ein Indiz für einen solchen wie auch immer gearteten Versicherungsschutz, auch für AlgII-LE´s, könnte evtl. auch noch § 2 Abs. 1a Ziff. 2 Halbsatz 3 SGB VII sein. Dort steht "Als Träger [...] geeignet sind [...], [...], wenn sie die Haftpflichtversicherung [...] sicherstellen."


Zur GUV bin ich jetzt zufällig auch noch über was gestolpert http://www.dguv.de/de/Prävention/Vorschriften-Regeln-und-Informationen/DGUV-Vorschrift-1/index.jsp
Da könnte evtl. grad ein schönes neues Spielfeld aufgehen :biggrin:
 
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