Wie sind meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt als Produktionshelfer?

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Hi, ich würde gerne bis Anfang September eine Vollzeitstelle zum Produktionshelfer annehmen, damit ich aus den ALGII- Leistungen komplett raus bin. Wie sieht da momentan der Arbeitsmarkt aus? Werden Produktionshelfer meistens über Zeitarbeitsfirmen angestellt oder hat man da gute Chancen auf Festanstellung? Die Bewerbungsunterlagen stelle ich gerade fertig, und schicke sie dann in 1-2 Wochen ab. Dazu würde ich gerne wissen, ob ich das dem Sacharbeiter vom Jobcenter schon sagen oder erstmal die Klappe halten soll. Es wird eigentlich erwartet von Seite des Jobcenters, dass ich eine Ausbildung dieses Jahr anfange, was mir in der Corona-Krise aber einfach zu unsicher ist. Ich kenne alleine 2 Leute, die ihre Ausbildung jetzt verloren haben, obwohl der Ausbildungsvertrag schon unterschrieben wurde. Nachdem ich Berufserfahrung im Bereich Produktionshelfer gesammelt habe, möchte ich die Externe Prüfung absolvieren. Noch zu mir ich bin 25J, Männlich und habe Berufliche Erfahrung im Einzelhandel und Hotel gesammelt. Mein Zeugnis ist gut.

Gruß
 
E

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Hi, ich möchte bis Anfang September eine Vollzeitstelle zum Produktionshelfer annehmen und würde gerne wissen, welche Externe Prüfung ich absolvieren kann, nachdem ich genug Berufserfahrung in dem Beruf gesammelt habe?

Gruß
 

Fox29

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Stellen als Produktionshelfer gehen in 99% über Zeitarbeitsfirmen. Festanstellung gibt es selten und dann meist als Facharbeiter.

Du strebt eine Externenprüfung an, weißt aber nicht einmal in welchem Beruf, das zeigt mir, dass du das Thema nicht wirklich durchdacht hast. Bei der Zulassung zur Prüfung kommt es darauf an welche Aufgaben du ausfüllst und ob diese zu einem anerkannten Ausbildungsberuf passen.
Dazu kommt die zeitliche Komponente: Du musst mindestens das 1, 5fache der regulären Ausbildungsdauer Berufserfahrung gesammelt haben. Also kannst du frühestens nach 3 Jahren antreten (sofern es ein 2-jähriger Ausbildungsberuf ist, bei 3-jährigen 4,5).
Könnte mir (je nach Aufgabenbereich) Fachlagerist, Maschinen- und Anlagenführer oder ähnliche Berufe vorstellen. Dazu muss ich aber meine Skepsis ausdrücken, ob du über Zeitarbeit genug Erfahrung sammelst, um für die Prüfung zugelassen zu werden.

Ausnahmsweise muss ich dem JC mal Recht geben. Eine Ausbildung wäre in deiner Situation wirklich vernünftig und dass ein Vertrag gelöst wird kann dir überall passieren. Aber du bist jung genug, um noch eine anständige Ausbildung zu bekommen.
Was spricht denn dagegen erst nach Ausbildung zu suchen und wenn es nicht klappt nach Stellen als Produktionshelfer? Oder parallel?


Die meisten Ausbildungen fangen im August/September an und das ist wirklich ein überschaubarer Zeitraum. Die Zeitarbeitsfirmen laufen dir nicht weg.
Erfahrungsgemäß machen aber viele, die erstmal "nur arbeiten" wollen nicht wieder den Schritt in eine Ausbildung, weil das finanzielle dann nicht stimmt oder es einfach nicht dazu kommt. Und dann hängst du auf Helferniveau fest und musst ggf. um eine Umschulung kämpfen.

Letztendlich ist es deine Entscheidung, aber ich kann dir nur raten: überlege dir deine Schritte gut und informier dich gründlich.
 
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Stellen als Produktionshelfer gehen in 99% über Zeitarbeitsfirmen. Festanstellung gibt es selten und dann meist als Facharbeiter.

Du strebt eine Externenprüfung an, weißt aber nicht einmal in welchem Beruf, das zeigt mir, dass du das Thema nicht wirklich durchdacht hast. Bei der Zulassung zur Prüfung kommt es darauf an welche Aufgaben du ausfüllst und ob diese zu einem anerkannten Ausbildungsberuf passen.
Dazu kommt die zeitliche Komponente: Du musst mindestens das 1, 5fache der regulären Ausbildungsdauer Berufserfahrung gesammelt haben. Also kannst du frühestens nach 3 Jahren antreten (sofern es ein 2-jähriger Ausbildungsberuf ist, bei 3-jährigen 4,5).
Könnte mir (je nach Aufgabenbereich) Fachlagerist, Maschinen- und Anlagenführer oder ähnliche Berufe vorstellen. Dazu muss ich aber meine Skepsis ausdrücken, ob du über Zeitarbeit genug Erfahrung sammelst, um für die Prüfung zugelassen zu werden.

Ausnahmsweise muss ich dem JC mal Recht geben. Eine Ausbildung wäre in deiner Situation wirklich vernünftig und dass ein Vertrag gelöst wird kann dir überall passieren. Aber du bist jung genug, um noch eine anständige Ausbildung zu bekommen.
Was spricht denn dagegen erst nach Ausbildung zu suchen und wenn es nicht klappt nach Stellen als Produktionshelfer? Oder parallel?


Die meisten Ausbildungen fangen im August/September an und das ist wirklich ein überschaubarer Zeitraum. Die Zeitarbeitsfirmen laufen dir nicht weg.
Erfahrungsgemäß machen aber viele, die erstmal "nur arbeiten" wollen nicht wieder den Schritt in eine Ausbildung, weil das finanzielle dann nicht stimmt oder es einfach nicht dazu kommt. Und dann hängst du auf Helferniveau fest und musst ggf. um eine Umschulung kämpfen.

Letztendlich ist es deine Entscheidung, aber ich kann dir nur raten: überlege dir deine Schritte gut und informier dich gründlich.
Vielen Dank erstmal für deine ausführliche Antwort. Gegen die Ausbildung habe ich mich entschieden, da ich nicht mehr vom Amt abhänging sein möchte. Welche Ausbildung es am Ende sein wird, weiß ich noch nicht, war mir aber von Anfang an schon im klaren, dass es sowas wie Machinen und Anlageführer sein wird oder die zum Fachlageristen, falls das möglich ist. Habe mich zu dem Thema schon genug informiert, wollte nur wissen, welche Ausbildungsberufe man mit der Externen Prüfung abschließen kann. Eine genaue Liste der Ausbildungsberufen habe ich bis jetzt nicht gefunden.
 

Fox29

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Dann frag mal bei der zuständigen Kammer nach. Die werden dir Auskunft geben können.
 

Kerstin_K

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Naja, Produktionshelfer kann vieles sein.
 

Tripod

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Da wäre vielleicht die zuständige IHK der richtige Ansprechpartner - es geht doch vermutlich um die Anerkennung der praktischen Tätigkeit als "gleichwertig" mit einer "Ausbildung"?
Zur Eingangsprüfung zum Studium am Bereich "Sozialökonomie der UNI Hamburg" reichen - statt ABI z. B. (nur falls Du mehr vor hast, als ne Gleichstellung zu erreichen)...

 

Curt The Cat

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Moinsen @pattek101 und willkommen hier ...,
da es wenig zielführend ist, zwei annähernd gleiche Sachverhalte in zwei Themen, in zwei Subforen zu verkaspern, habe ich den Kram hier mal zusammengeführt und mal eine Frage aus Deinem Thementitel gemacht ...


:icon_wink:
 

Lelek

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Hi, ich würde gerne bis Anfang September eine Vollzeitstelle zum Produktionshelfer annehmen, damit ich aus den ALGII- Leistungen komplett raus bin. Wie sieht da momentan der Arbeitsmarkt aus?
Der wird in Stuttgart oder München anders aussehen, als zum Beispiel im ländlichen Vorpommern. Daher schwierig, diese Frage zu beantworten, jeder Versuch wäre nichts als Spekulatius.
 

Quale

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Der Produktionshelfer ist doch kein anerkannter Ausbildungsberuf. Es kommt immer drauf an, in welchen Bereich du arbeitest.
z.B.
Lagerhelfer+ 3 Jahre Berufspraxis gleich Fachlagerist
Tischlerhelfer+4,5 Jahre Berufspraxis gleich Tischler
Lagerhelfer 2 Jahre+ Tischlerhelfer 3 Jahre gleich nix
 

Frank71

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@pattek101 ... die meisten Angebote von Zeitarbeitsfirmen exestieren nicht, nur in deren Fantasie, die Daten der Bewerber/in dienen nur dazu um den Bewerberpool zu füllen, dieses sei auch noch am Rande erwähnt.
 
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@pattek101 ... die meisten Angebote von Zeitarbeitsfirmen exestieren nicht, nur in deren Fantasie, die Daten der Bewerber/in dienen nur dazu um den Bewerberpool zu füllen, dieses sei auch noch am Rande erwähnt.
Kann sein... kenne aber alleine bestimmt schon 5 Leute die Jahre lang über Zeitarbeitsfirmen als Produktionshelfer gearbeitet haben und da auch nicht so schlecht verdient haben als ungelernte Arbeitskraft.
 

hansklein

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Nur sehr ich den Haken da, das Afa und JC jemand ungelernten in jeden Hilfsarbeitsjob stecken kann als Helfer, vom 1. Tag einer Arbeitslosigkeit und da gibt's zumindest in unserer Region einen grossen Bedarf, bei nat. Befristeten und von der Tätigkeit her oft schlecht bezahlten Und stressigen Jobs, unter schlechten Arbeitsbedingungen. Da komm ich her in der Region, wenn einmal drin, auch sehr schwer raus.

Ich pers. Würde heute eher eine Durststrecke mit Aufstockung vom JC für begrenzte Zeit in Kauf nehmen, eine reguläre Ausbildung machen, wo es danach i.d.R. auch bessere Aufstiegsmöglichkeiten, verbunden mit Lohnsteigerungen, geben kann.
 
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