Wie sind Eure Erfahrungen mit einer Kur / Reha?

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ExitUser

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Seit gestern bin ich in der Reha im Sauerland.

Was das Essen und das Zimmer angeht, ist alles in bester Ordnung.

Aber es ist so langweilig.
Es ist ist schwer für mich, von Frauchen, Hund und Katze getrennt zu sein.

Heute war die Aufnahmeuntersuchung.
Morgen bekomme ich eine Massage, und das eigentliche geht erst Montag los.
Atemgymnastik, und alle zwei Tage eine Massage.
Wassergymnastik ist für mich gestrichen, da ich die feucht-warme Luft im Schwimmbad nicht vertrage.
Es ist also so, dass ich 80% vom Tage Freizeit habe, und dies bei miesem Wetter hier, und dazu praktisch am Hintern der Welt.
Und Unternehmungen in weiterer Entfernung kann man auch schlecht machen, da man zum Mittagessen anwesend sein muss.

Wie sind Eure Erfahrungen in einer Reha gewesen?
Würde mich mal interessieren.
 
G

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Die ersten 4 Wochen meiner Reha waren in Ordnung, da ich mich in einem neuen Umfeld befand und an allen Anwendungen teilnehmen konnte, die mir zugewiesen worden sind. Einige Anwendungen fand ich blöd. Eine ging in Richtung Esotherik. Andere Anwendungen fand ich gut.

Die letzten 2 Wochen habe ich mich aber gelangweilt, weil mir der komplette Ablauf in der Reha-Klinik bekannt war. Ich war dann froh, dass ich wieder nach Hause konnte nach 6 Wochen.

Da in Fußweite eine kleine Stadt gelegen war, konnte ich mit anderen Rehabilitanden tagsüber und Abends in die kleine Stadt gehen, zum Beispiel in ein Café oder eine Kneipe.
 

Heidschnucke

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Ich habe zwei Reha Maßnahmen hinter mir, und bin durch damit, für mich ist das nichts, ich muss aber sagen grade bei der letzten Reha habe ich Patienten gesehen Hut ab.

Was die Unterbringung anging waren beide Maßnahmen Klasse die Zimmer schön, das Esser naja eben mit höhen und tiefen, aber damit kann ich leben.

Meine Erste Rehe im Teutoburger Wald wegen Diabetes 3 Wochen, die Klink am A...h der Welt zum nächsten Ort 30 min mit dem Auto. Die Maßnahmen:
- Vortrag Rauchen 2 mal die Woche (ich bin militanter Nichtraucher)
- Vortrag Alkohol 2 mal die Woche; ok ich Trinke mal ein Bier so alle drei bis vier Wochen eines
- Vortrag Übergewicht 3 mal die Woche wobei nur auf Intensiv med. Maßnahmen eingegangen worden ist (Magenband; Magenverkleinerung) reine Werbung für so was
- Vortrag Ernährungsberatung Täglich, (ich habe ein Abschluss als Dipl. Ökotrophologe) sehr gefährlich
- Täglich wiegen; Blutdruck messen, aber Bewegungstherapie oder Diabetes Aufklärung gab es nicht
Ein Kulturprogramm gab es nicht, ein mal die Woche einen Gottesdienst; einen Flügel und ca. 50 Bücher. Und ein Bistro mit Preise jenseits von gut und Böse.
Einen Arzt der mich betreute habe ich zwei mal gesehen!

Die zweite Rehe im Harz wegen Pares im linken Arm under der linken Hand aus ungeklärter Ursache!
Zwischenzeitlich hatte ich dann mein Studien weitergeführt und habe in Biologie promoviert Fachbereich Mikrobiologie und Biochemie.

Die Vorträge Rauchen und Alkohol gab es wieder aber in den 4 Wochen nur einmal
Ernährungsberatung einmal die Woche mit den selben gefährlichen Halbwahrheiten wie immer
Aber es gab jede menge Anwendungen 6 bis 7 Verscheiden an 6 Tage die Woche war teilweise schon stressig, Wiegen ein mal die Woche ok, aber Blutdruck messen in dem 4 Wochen über 800 mal.
Das Freizeit Angebot genau so mau wie erwartet, das Bistro unverschämt teuer. auch diese Reha Einrichtung an A...h der Welt.

Untersuchungen wurden auch gemacht, wäre aber schön gewesen wenn die Ärzte ihre Technik hätten bedienen können, oder lag es daran das das Gerät Nagelneu war?
Einmal die Woche war Visite und einmal die Woche einen Termin, weiter konnte man sich täglich vorstellen (Sprechstunde)

Lustig war der Entlassungsbericht 17 (!) Seiten medizinisches Gebrabbel (meine Doc. Arbeit alles zusammen 121 Seiten), ein Normal Gebildeter Mensch hätte nur sein Adresse verstanden! Es wäre schön gewesen wenn das mit besprochen hätte, trotz meiner Vorbildung habe ich einen Tag gebraucht um das zu raffen, aber eins weiß ich jetzt mein linkes Auge ist kleiner als mein rechtes, hat in 50 Jahren keiner gemerkt!

So das sind meine Erfahrungen es gebe da noch ein paar mehr.

zum Schluss noch zwei Dinge Unverschämt teuer das Parken und Telefon bzw. Internet!

Also

Munter bleiben
 

Gabilu

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Hallo,

zu allerst glaube ich muß man generell davon unterscheiden ob es eine Reha ist die als Klinik Von der RV geführt wird.Sprich eine Rehaklinik der RV.Egal ob Bund oder Regional. Es gibt viele Rehakliniken die irgendwelche Abkommen mit der RV haben.
Meine Erfahung mit 4 Rehamaßnahmen der RV und RV Kliniken war sehr gut. Allerdings die letzte Rehamaßnahme wo es in erster Linie um mein Leistungsvermögen ging war nur bedingt gut.
Auf einen Nenner gebracht. Klinik top,Ärzte flop.Den Entlassbericht wollte man mir nicht zukommen lassen,ein Abschlußgespräch muß man in dieser Klinik einfordern!d.h man bekommt kein Abschlußgespräch wenn man sich nicht rührt.Was große Klasse war,das Essen,die therepeutischen Maßnahmen,und für fitte Menschen das Freizeitangebot. Trotz Winter sehr viel geboten.Meine Ärztin war sehr unfreundlich,bestimmend und ist auf meine Bedürfnisse kaum eingegangen.Habe dann den Oberarzt mit ins Boot genommen,der dann so getan hat als ob er sich hinter mich stelle. Leider hat der Entlassbericht eine andere Sprache gesprochen.
Ich glaube,dass Kliniken die nicht von der RV geführt sind besser sind,denn die müsdsen genau hinschauen welche Leistungen erbracht werden müssen,auch die Qualität spiegelt sich da.Denn die RV geführten Kliniken haben kaum was zu befürchten. Ich hatte eine Beschwerde an die RV geschickt. Die wurde glatt abgebügelt.

LG Gabi
 

Anna B.

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Hallo,

du bekommst nicht nur die 2 Anwendungen am Tag oder etwa doch?

ich hatte so viele Anwendungen, dass ich teilweise tatsächlich erst um 16.00 Uhr damit durch war..zwar dann mal 1 Stunde zwischendurch frei...aber ansonsten: Anwendungen, Anwendungen, Anwendungen..
bis ich dann gestreikt habe..
da wurde es dann etwas weniger..

und in der 1. Woche fast ausschließlich Vorträge..bei den ersten beiden war ich noch, dann habe ich dort auch gestreikt...
wenn man für seine Erkrankung eine REHA bewilligt bekommen hat, dann ist man meistens schon so lange krank, dass man sich über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten schon selber schlau gemacht hat..da braucht man dann keinen Vortrag der DRV aus dem Jahr 1998....obwohl man inzwischen dann das Jahr 2011, 2012 oder 2016 schreibt..
diese Vorträge habe ich mir dann nicht mehr angetan..
obwohl der Vortragende der Chefarzt der Klinik persönlich war und eingangs immer laut erwähnte, dass man die Pflicht habe, an den Vorträgen teilzunehmen und er genau wüßte, wer dabei wäre oder wer nicht..

erst als mir die Psychologin dort die Augen öffnete: Ihren Therapieplan müssen sie wie ein Buffet sehen...für sie wird alles angeboten und sie suchen sich das heraus, was ihnen gut tut!!..

da hatte ich ja eine kompetente Aussage und hab mir dann das ausgescuht, was mir gut getan hat und keine Pflichtveranstaltung war...
 
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Morgen zusammen,

bei mir ist es so, dass die Kur von der Berufsgenossenschaft ausgeht.
Hier sind auch nur Patienten, die von ihrer BG hingeschickt wurden.
Gestern fragte mich die Ärztin, ob ein Gutachten vorgesehen wäre.
Ich verneinte, da die BG nichts in der Art mit mir abgesprochen hatte.
Ich bin am Ende auch mal auf den Bericht gespannt.


Eben hatte ich eine Massage, die mir sehr gut getan hat.
Im Grunde bin ich aber wegen meiner Lunge hier.
Am Montag beginnt die Atemgymnastik, jeweils morgens. Mittags wäre Wassergymnastik, die in meinem Krankheitsfall aber gestrichen wurde. Stattdessen soll ich mich unter Anleitung an den Fitnessgeräten auslassen.
Und zwischendurch mal Termine wegen Blutabnahme, Röntgen u.s.w.

Essen und das Zimmer hier sind top.
Aber die Ärztin gefiel mir gestern auch nicht so gut.
Sie war hektisch und wurde schnell nervös, wenn ich etwas nicht gleich verstanden habe.
Was kann ich dafür, wenn ich zusätzlich noch schwerhörig bin, und trotz Hörgerät eben nicht alles verstehe.

Na ja, jetzt kommt erst einmal ein langewiliges Wochenende. Am übernächsten Wochenende kommt meine Liebste mich besuchen, wenigstens ein Lichtblick.
 

Anna B.

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naja..warte erst mal das Wochenende ab und dann...dann gehts sicherlich richtig los..

die Übungen an den Geräten wurden dir gezeigt?..ist Aufsicht dabei?..dann gehört das auch schon zum Therapieplan...steht bestimmt MTT drauf oder (Med. Trainingstherapie)..??
 
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naja..warte erst mal das Wochenende ab und dann...dann gehts sicherlich richtig los..

die Übungen an den Geräten wurden dir gezeigt?..ist Aufsicht dabei?..dann gehört das auch schon zum Therapieplan...steht bestimmt MTT drauf oder (Med. Trainingstherapie)..??

Einweisung an den Geräten ist am Montag.
Vorher darf ich da nicht dran.

MTT steht drauf.
 

Anna B.

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na siehste...das ist dann schon die nächste Anwendung...

also Massage, MTT, dann kommt sicherlich noch Gruppengymnastik..Einzel-KG usw. usw..

spätestens mittwoch wirst du dann sagen: uppss..bisschen viel...
 
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ExitUser

Gast
böse Zungen behaupten ja, das Ärzte die in solchen Kur- und Rehakliniken arbeiten, mit einer eigenen Praxis untergehen würden, sprich die Patienen würden weglaufen. :icon_mrgreen:
meistens ist es dann auch so eine gewisse Sorte Mediziner, deren Hauptaugenmerk nicht der Patient sondern ihr eigener Arbeitgeber ist.
 

aidafan301

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Ich war 2012 an der Möhne (6,5 Wochen). Ob ich davon profitiert habe, weiß ich nicht. Ich denke aber, dass es eher nicht so war. Trotzdem denke ich ganz gerne an die Zeit zurück. Ich weiß, dass mir an meinem Reha-Plan auch so einiges nicht gefallen hat, aber ich konnte immer mit den Ärzten reden und hätte bestimmt auch noch zusätzlich Anwendungen oder Angebote dazubekommen, wenn ich der Meinung gewesen wäre, es wäre für mich zu wenig. Sprich doch mit Deinem Reha-Arzt mal darüber.

LG
Gaby
 

Gabilu

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was Anna B schreibt kann ich nur bestätigen. Ein Vortrag nach dem anderen. Der Hintergrund ist der,dass dann die Klinik bei jedem Rehabiltanten den Vortrag abrechnen kann,egal ob er dabei ist oder nicht!! Das nennt sich KTL Abrechnungssystem bei der RV. Wobei ich bei meiner Reha einige dieser Vorträge sehr interessant fand. Z.B hat ein Sozialarbeiter mal erklärt wie so die verschiedenen "Systeme" (Krankenkassen, Rentenversicherer, Agenturen für Arbeit) vorgehen wenns ums Wohle der Patienten/Rehabiltanten geht. Konsenz war: Jede Einrichtung will sparen und vor allem nicht zahlen müssen. Anhand von Beispielen hat er das sehr gut dargestellt. Das hat mir dann auch die Augen geöffnet und diente mir dazu,meine Rehamaßnahme sehr kritisch zu bewerten. Er gab auch Internetseiten an um sich "schlau" zu machen.
Wie an anderer Stelle hier beschrieben, das viele dieser Ärzte in den RV Kliniken draußen in der Realität (Arztpraxen) kaum bestehen könnten das stimmt auf der ganzen Linie!!! Ich arbeitete mehr als 33 Jahren im Krankenhaussystem und habe auch mit vielen Praxen zu tun gehabt. Was da die Ärzte leisten müssen......
die Ärzte in Rehaeinrichtungen haben zwar in den vergangenen Jahren auch mehr an Belastung,aber das steht in keinem Verhältnis zu Ärzten die in "normalen" Krankenhäuser /Praxen arbeiten. Die Ärzte in Rehaeinrichtungen sind schnell überfordert,hektisch, oftmals sprechen sie schlecht deutsch und machen eben ihre Arbeit..die dann auch noch viel schlechter bezahlt wird wie in "normalen" Krankenhaus. Wo soll da Motivation her kommen???
Nun möchte nicht alle dieser Ärzte über einen Kamm schehren.Es gibt auch sicherlich sehr kompetente, zuhörende,handelnde Ärzte in dem System Rehakliniken.Es gibt auch sehr gut geführte Kliniken die einem Rehabiltanten der ernsthaft an sich arbeitet,weiterhelfen kann. Ich selbst habe immer profitiert von Rehamaßnahmen(vier insgesammt).Selbst bei der letzten wo ich mit meiner Ärztin überhaupt nicht klar gekommen bin -:))

LG Gabi
 

notebook20000

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Hm, also meien Reha. Am Anfang war erstmal alles etwas ungewohnt und ich dachte da geht dann die Post ab und ich wäre dann noch mehr überfordert.

Das Gegenteil war dann oft der Fall. Viele Anwendungen bezogen sich eher auf Entspannung und Co. Naja, ganz nett und hatte nix dagegen aber mein eigentliches Problem wurde damit nicht wirklich gebessert.

GRässlich fand ich die persönlichen PSychatergespräche. Man muss da irgendwas sagen ;)

Üebrraschnd gut fand ich dagegen die Gruppengespräche,d a man sich da einbringen oder zurücknehmen konnte, wie man es am besten empfand.

Richtig gruselig fand ich die Musikgruppentehrapie aber das fanden wohl alle.

Die letzte Woche war schrecklich, da ich dann wusste, zu Hause gehts dann weider wie immer und alles an Stress, wie Ämter, Krankenasse und Co fangen wieder an mich zu terrorisieren;)

Esotherik , also was ich so definieren würde, gabs eigentlich nicht. Jedenfalls nicht in meinem Plan.
 
E

ExitUser

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So, die zweite Woche ist um.
Am Wochenende hatte ich was Abwechslung, meine Lebensgefährtin hat mich besucht.

Jetzt mal aber etwas anderes.
Hätte mir die Berufsgenossenschaft vor der Kur mitteilen müssen, dass ein Gutachten erstellt wird?
Dies habe ich gestern nämlich erst bei den Untersuchungen erfahren.
Ich mache mir jetzt natürlich Gedanken, ob die Erstellung eines Gutachtens gut oder schlecht für mich ist.
Anerkannt ist meine Berufskrankheit ja.
Kann es eigentlich auch wieder aberkannt werden?
Denn die Rehaklinik ist ja von verschiedenen Berufsgenossenschaften, da macht man sich schon so seine Gedanken.
 

roland55

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Hi,

in einer Reha wird immer ein Abschlussbericht geschrieben du solltest vorsichtig sein
und dich intensiv um diesen Abschlussbericht kümmern so mancher kam krank in die Reha und wurde
lt. Bericht gesund entlassen.

gruss roland55
 
E

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Marion63, meine Erfahrung ist eher, dass die Ärzte nur Erfahrungen sammeln und sich irgendwann beruflich "verbessern".
roland55 hat recht, wie dich die Reha-Klinik beurteilt, ist z. B. in einem Rentenverfahren ausschlaggebend, die dürfen jemanden auch nicht als arbeitsunfähig entlassen, wenn du als arbeitsfähig in die Reha gekommen bist.
Mir hat die Reha sehr gut getan, war leider nicht von Dauer.
Du solltest es so sehen, dass du Zeit für dich hast, andere kochen für dich und putzen dein Zimmer, du bist da, um gesund zu werden und darauf solltest du dich konzentrieren. Welche Anwendungen du bekommst, besprichst du doch mit deinem Arzt oder? Und im Knast bist du auch nicht, kannst doch da in die Stadt oder auf Veranstaltungen.
Gruß die bessere Hälfte von Buddy u Terence :)
 

Tica

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roland55 hat recht, wie dich die Reha-Klinik beurteilt, ist z. B. in einem Rentenverfahren ausschlaggebend, die dürfen jemanden auch nicht als arbeitsunfähig entlassen, wenn du als arbeitsfähig in die Reha gekommen bist.
)

Das stimmt so nicht. Bin von meiner Ärztin für die Reha arbeitsfähig geschrieben worden, da es hieß ansonsten kann ich da nicht hin.
War in Bad Kösen wegen rheumatischen Beschwerden (so möchte ich das mal nennen). Habe an 1 Wassergymnastik, 1 Massage und 1 Wirbelsäulengymnastik teilgenommen. Dann kam ich am 3. Tag vor Schmerzen nicht mehr aus dem Bett. Blutbild wurde gemacht und dann hatte ich den Oberartzt zur Visite, der alle Behandlungen abgesetzt hat und mir sagte, ich solle mich die restlichen 2,5 Wochen erholen. Entlassung als arbeitsunfähig.

Das von ihm geschriebene Konsil sorgte für eine Bewilligung der EMR innerhalb 6 Wochen nach Antragstellung. Bei dem Antrag auf Weiterzahlung mußte ich einen Anwalt bemühen. Da konnte ich auch einen Blick in meine Akte werfen. Und siehe da, die Klinik hat alle Behandlungen abgerechnet, obwohl ich sie nicht machen konnte.

Es ist also jedem Reha´ler zu empfehlen, sich ihr Heft, wo die Behandlungen drin stehen und gegengezeichnet werden vor der Abgabe zu kopieren oder abzufotografieren!
Ansonsten könnte es bei einem Verfahren heißen, "na sie haben doch tollen Sport gemacht, da können sie mindestens sitzende Tätigkeiten ausüben."
 

timilu

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Eine Freundin von mir ist auch arbeitsfähig zur Reha und arbeitsunfähig entlassen worden. Das gibt es durchaus.
 

Muzel

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Aber es ist fürchterlich unlustig, wenn man lange elo ist und plötzlich zur Reha muss und man selbst weiß, dass es nicht mehr geht und man einen bescheuerten Abschlussbericht bekommen könnte. Jeder weiß doch selbst, was er kann oder nicht.
 

steinfisch

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Hallo,

bzgl. einer med. Reha kann ich nur sagen, dass Menschen, die erschöpft sind, sicher davon profitieren können. Ansonsten steht im Vordergrund sicher nicht, den Patienten zu heilen sondern ihn für den Auftraggeber (DRV) zu begutachten und nach Möglichkeit (Quote?) wieder arbeitsfähig zu entlassen. Hinterher kann die DRV sagen, sie hätten ja alles getan.

Ich würde nie wieder freiwillig eine Reha beantragen. Die wichtigen Dinge wie Psychotherapie/Selbshilfegruppe kann man viel besser zu Hause mit Menschen, bei denen man nicht nur eine Nummer von Tausenden ist...

Viele Grüße vom Steimfisch.
 
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Ich denke einfach, Alles, was man vom Hörensagen mitbekommt und Was sich ja doch allgemein mit den Bewertungen im Internet deckt, spricht doch schon lange Bände. Ich hab auch so eine Kurklinik Hier im Ort, die schon längt ihren Ruf weg hat.

Nach meiner Beobachtung und Erfahrung vor längerer Zeit als Praktikant sind diese Kliniken doch schon längst auf höchste Wirtschaftlichkeit auf Kosten der Qualität getrimmt. Die Anwendungen wohl Mehr oder Weniger nutzlos und für die Klinik eben lukrativ. Der Patient wird für dumm verkauft. Kinderbasteln, neudeutsch Ergotherapie und anderer Hokuspokus, dazu noch in völlig sinnfreien Einzelanwendungen ohne Zusammenhang zum Patienten. Und anstatt Erholung erleben die Patienten das Gegenteil, mit aus Wirtschaftlichkeitsgründen lange abgewohnten Zimmern, schlechte Betten.

Und Dann hört man eben von Leuten praktisch Immer Dasselbe, dass sie Nie Wieder in die selbe Klinik gehen würden, weil es letztendlich nutzlos war. Nutzlose Anwendungen, tlw. organisatorisches Chaos, statt Erholung nur Stress, schlechte Nächte.

Wie Immer die Frage, Was man von diesem System überhaupt noch erwartet. Dass diese Kliniken pure Marktwirtschaft sind, dürfte doch Jedem klar sein, denke ich.

Und die schlechtesten Kliniken sind doch vermutlich sowieso Immer Die, die bei firmeninternen Analysen für ihre besondere Wirtschaftlichkeit belobigt werden. Das hab ich ja noch als Praktikant mitgekriegt, Damals. Und Das war noch die Zeit Ende DM, Anfang Euro, wo es vielleicht noch brummte.

Und Heute ist doch in diesen privatwirtschaftlichen, abgewirtschafteten Kliniken tlw. völlig tote Hose, nach meiner Beobachtung so am Rande. Da ist doch irgendwie Garnichts mehr los, außer die ganzen eingemieteten Privatpraxen und es wird doch nur noch das letzte Geld aus der Sache rausgezogen, glaub ich.

Ein Fall aus meiner Verwandschaft war ja der Beweis. Die war in unserer örtlichen Kur-Klinik, statt sich Vorher mal im Netz kundig zu machen, obwohl sie sich Sonst komischerweise auch Immer ausgiebig belesen hat. Am Ende wars, wie nicht anders zu erwarten, einfach nur nutzlos. Das, was es vielleicht gebracht hat, wurde durch das ganze Drumherum wieder kaputtgemacht.

@Steinfisch
Dein Beitrag gefällt mir sehr gut, weil es die Sache auf den Punkt bringt.
 
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