Wie sind eure Erfahrungen mit dem Sozialgericht. Ist meine Angst begründet?

G

Gelöschtes Mitglied 70419

Gast
Ihr Lieben,:)

mich würde interessieren, welche Erfahrungen ihr mit dem Sozialgericht gemacht habt.

Ich hatte vor drei Jahren schon Ärger mit dem Jobcenter. Widerspruch abgelehnt usw. ! Jetzt die Klage vor dem Sozialgericht, wo nun die mündliche Verhandlung ansteht. Ich selber hatte mit Gerichten noch nie was zu tun und gebe ganz offen zu, das ich etwas Angst vor diesem Termin habe. Auch aus dem Hintergrund, das ich keinen Anwalt habe.

Wenn ich mir den Richter grad so vorstelle und die Herren vom Jobcenter, die sicher samt Anwalt antanzen, wird mir etwa bange.

Mal ganz ehrlich;): Ist diese Angst berechtigt bei so einem Termin ?

Danke für eure Meinungen.(y)❤️
 

Kerstin_K

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Richter sind auch nur Menschen, da gibt es solche und solche....
 

Helga40

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Und vom JC können es durchaus auch Damen sein... Hier bei mir überwiegen die Damen sogar mit 5:3.

Grundsätzlich hängt tatsächlich viel vom Richter und dessen Prozessführung ab. Du solltest dich gut inhaltlich vorbereiten. Worum geht es denn?
 
G

Gelöschtes Mitglied 70419

Gast
Und vom JC können es durchaus auch Damen sein... Hier bei mir überwiegen die Damen sogar mit 5:3.

Grundsätzlich hängt tatsächlich viel vom Richter und dessen Prozessführung ab. Du solltest dich gut inhaltlich vorbereiten. Worum geht es denn?
Danke Helga für deinen Hinweis.

Ich hatte zum damaligen Zeitpunkt paar wenige Aktien im Depot. Diese musste ich alle im Verlust verkaufen. Trotzdem wurde der gesamte Verkaufserlös, der ein Verlust war, mir als Gewinn belastet und von der Geldleistung abgezogen.

Und vom JC können es durchaus auch Damen sein... Hier bei mir überwiegen die Damen sogar mit 5
Und ?:) Gar nicht nervös ?:unsure::)
 

Helga40

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Wie nervös? Wie meinst du das? Ich bin eine der 5 Damen...

Nach deiner Sachverhaltsschilderung scheint es sich um Vermögensumwandlung zu handeln, die man als Einkommen angerechnet hat. Wenn das so stimmt, sollte es eigentlich eine einfache Sache werden. Wobei eigentlich bei so eindeutigen Sachen normalerweise richterliche Hinweise ergehen, damit es gar keiner Verhandlung bedarf. Oder ist es nur Erörterung?
 
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Gelöschtes Mitglied 70419

Gast
Wie nervös? Wie meinst du das? Ich bin eine der 5 Damen...

Nach deiner Sachverhaltsschilderung scheint es sich um Vermögensumwandlung zu handeln, die man als Einkommen angerechnet hat. Wenn das so stimmt, sollte es eigentlich eine einfache Sache werden. Wobei eigentlich bei so eindeutigen Sachen normalerweise richterliche Hinweise ergehen, damit es gar keiner Verhandlung bedarf. Oder ist es nur Erörterung?
Ach, sind die vom Arbeitsamt hier auch unterwegs.

So eindeutig scheint es nicht zu sein, sonst hätte man keine Verhandlung anberaumt.

Nochmal: Es werden Aktien im Wert von knapp 2000 Euro verkauft. Im Verlust. Trotzdem werden diese 2000 Euro an den Leistungsbezug (ohne Freibetrag usw.) angerechnet. Wie du sagst wird es als Einkommen berücksichtigt. Um nicht mehr oder weniger gehts in der Sache.
 

lino

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Nochmal: Es werden Aktien im Wert von knapp 2000 Euro verkauft. Im Verlust. Trotzdem werden diese 2000 Euro an den Leistungsbezug (ohne Freibetrag usw.) angerechnet. Wie du sagst wird es als Einkommen berücksichtigt. Um nicht mehr oder weniger gehts in der Sache.
Warum "musstest" du die verkaufen?
Nach meinem JC hier ist das eine Vermögensumwandlung und kein Einkommen. Allerdings habe ich das nicht schriftlich.
 

4ever29

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Nein, Angst brauchst du keine haben. Klar es gibt unter den RichterInnen solche und sonne. Aber gerade gegenüber unvertretenen Betroffenen sind doch die meisten KollegInnen, die ich so kenne doch sehr umsichtig und bemüht. Es hängt natürlich auch ein wenig davon ab, wie man selbst auftritt und sich verhält.
Den Tipp sich inhaltlich gut vorzubereiten kann ich nur unterstützen. Und ansonsten versuchen, nicht allzu nervös zu sein, fressen wird dich keiner im Termin!
 

lino

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Warum holst du dir keinen Beratungsschein und nimmst dir einen Anwalt?
Mir wollten sie auch mal Geld einbehalten, obwohl die Rechtslage klar war.
Ein Brief vom Anwalt und dann gings.
 

Gollum1964

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Ich habe diese damals verkauft, da ich auf Grund der Arbeitslosigkeit das Geld benötigte.
moin thadan,

wenn du beim Erstantrag diesen Aktienbesitz angegeben hast und auch den entsprechenden Wert nachweisen kannst, liegt eindeutig eine Vermögensumwandlung und kein einmaliges Einkommen vor. Lediglich im Falle eines Gewinns - der ja bei dir nicht vorlag - dürfte es zu Abzügen in Höhe des Gewinns kommen. Schwieriger könnte es werden, wenn du beim Erstantrag dieses Vermögen nicht angegeben hast.

Gleiches hatte ich vor 2 Jahren mit meiner Riester-Rente, die ich wegen Schulden aufgelöst habe. Da ich mit Verlust verkauft habe, hatte es auch keine Beanstandungen seitens des Jobcenters gegeben.
 

TazD

Super-Moderation
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Warum holst du dir keinen Beratungsschein und nimmst dir einen Anwalt?
Weil man sich 1. einen "Beratungsschein" nicht mal so eben holt, sondern auch dieser beantragt werden muss und 2. gibt es Beratungshilfe nur für außergerichtliche Verfahren. Da hier aber schon eine Gerichtsverhandlung anberaumt wurde, wäre Prozesskostenhilfe zu beantragen.
 
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Gelöschtes Mitglied 70419

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Weil man sich 1. einen "Beratungsschein" nicht mal so eben holt, sondern auch dieser beantragt werden muss und 2. gibt es Beratungshilfe nur für außergerichtliche Verfahren. Da hier aber schon eine Gerichtsverhandlung anberaumt wurde, wäre Prozesskostenhilfe zu beantragen.
Ich hatte deswegen sogar zwei Rechtsanwälte kontaktiert wegen des Falles. Beide meinten, ob ich Sie veralbere. :)Aus dem Hintergrund der eindeutigen Lage. Beide scheinten nicht zu wissen, das für erwerbslose ganz andere Gesetze bzw. Richtlinien gelten.
 
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