Wie sind eure Erfahrungen beziehungsweise Meinungen zum Jobcenter.Digital?

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Niederrhein

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Hallo liebe Community,

Ich bin aus der Generation X und wohne am schönen Niederrhein. Ich hatte vor Corona einen geförderten Job in der Gastro.
Leider stecke ich jetzt wieder im ALG2 Bezug fest.

Ich nutze seit kurzer Zeit das Jobcenter.Digital zur Übermittlung meiner Dokumente an das JC.
Der Hauptgrund dafür war einerseits das Schreiben des Jobcenters sehr lange oder teilweise gar nicht bei mir ankamen. (WBA vom 05.03.2021, Eingang 18.03.2021)
Andererseits stellt mein lokales JC auf Stur und antwortet mir nur per Post oder Telefon.
Am Telefon rede ich mit diesen Menschen eher ungern, da ich keine Garantie habe, dass das Gesagte, auch stimmt.

Mein Profil hat die Sicherheitsstufe "Ausweis bestätigt". Und in meinen Einstellungen habe ich Benachrichtigungen für Email & Post gesetzt.

Testweise habe ich Mitte März, meinen WBA per Fax, NbkstAbr. per Mail und Strom per JC.digital abgesetzt, da ich neugierig war, worüber ich per Email informiert werde.

Es stellt sich raus, ich werde gar nicht per Email informiert.

Auch der Bearbeitungsstand der Dokumente, die ich auf JC.Digital eingereicht habe, ist nach wie vor unverändert, obwohl mir die Bescheide per Post zugegangen sind.

Aktuell versuche ich das Problem über die technische Service-Hotline zu lösen.

Interessant finde ich auch, dass ich über die Jobbörse Zugriff auf EGV's habe, die mir nie zugegangen sind.
Diese werden wohl seit 2 Jahren einfach fortgeschrieben...?! Bizarr!


Mich würde es auf jeden Fall brennend interessieren wie Eure Erfahrungen mit dem JC.Digital sind.
 

Ruhrpottmensch

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Hallo

Du meinst das grundsätzliche Onlineportal der BA (Ich war nur über das "Jobcenter.Digital zuerst verwundert)?!

Insgesamt ist das so... na ja... "halb-gar"... 😅
Was die Übersicht, aber auch Bedienbarkeit angeht, so ist sicherlich noch ne Menge Luft nach oben. Das gilt auch für etwaige Benachrichtigungen per Mail/SMS... Da muss man ziemlich "tief" in den Einstellungen wühlen, um entsprechende Mitteilungen dann auch zu bekommen. Das hat bei mir sowohl im Leistungszeitraum ALG1 wie auch beim ALG2 bislang immer recht gut funktioniert.

Das bei eingereichten Unterlagen/Dokumenten manchmal noch ein "In Bearbeitung" steht, hab ich auch bei meinem Antrag ALG1 gehabt. Da scheint es wohl am jeweiligen SB zu liegen, ob er den entsprechenden "Haken" im System setzt oder nicht. Nachteile sind mir dadurch aber nie entstanden.

Insgesamt kann man das wohl nutzen, wenn man von Seiten des Leistungsempfänger ("unwichtige") Dinge auf elektronischen Wege versenden möchte. Von der anderen Seite (BA) kommt ja eh alles mindestens 1x auf Papier. Ein wirklich völlig "Papierfreier" Verwaltungsapparat ist das noch nicht... 😂
Bleibt also dabei: Kann man für "Kleinigkeiten" nutzen, erschwert einem aber auch nicht sonderlich das Leben, wenn man es NICHT nutzt...
 

Niederrhein

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Ja so steht das jetzt bei mir hier auf den Bescheiden die ich erhalte. Ich nutze aber hauptsächlich E-Mail und besagtes Onlineportal der BA.
Wenn ich mich recht erinnere gab es zu Beginn des letzten Jahres eine spezielle Plattform zur Online-Übermittlung.
Man konnte dort (jobcenter.digital) ohne Account Dokumente an das örtliche Jobcenter (bzw E-Akte) hochladen.
Das habe ich letztes Jahr für meinen Neuantrag genutzt.
Besagtes Portal wollte ich natürlich auch wieder für meinen WBA nutzen. Stellte sich aber heraus, dass Sie mittlerweile eine Weiterleitung zum Onlineportal der BA angelegt haben. Also habe ich mir dort einen Account angelegt und mir die PIN aus Nürnberg zuschicken lassen.
Damit konnte ich leider nix machen, also habe ich den technischen KD angerufen und der hat mir den Zugang zu einem Bereits existierendem Profil mit der Sicherheitsstufe "Ausweis-bestätigt" freigeschaltet. Das Benutze ich jetzt.

Lange Rede kurzer Sinn, das neue Branding ist bei mir schon drin : )

Das stimmt Papierfrei ist es nicht, aber ich habe es auch schon erlebt, dass eine, von mir persönlich 3 mal abgegebene, Strom-Rechnung nicht aufzufinden war. Ganz abgesehen von dem Theater, dass ich darauf hin gemacht habe. Die Endlosen Diskussionen mit dem Empfang über eine Eingangs-Bestätigung. Alles habe ich kopieren und Stempeln lassen müssen. Das fällt jetzt alles Weg. Finde ich schon entspannter.
 

Allimente

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Ich nutze aber hauptsächlich E-Mail und besagtes Onlineportal der BA.
Das mag im ersten Augenblick etwas mehr Entspannung versprechen. Letztendlich ist es aber rechtlich komplett unsicher und Du bist zudem auch noch zu jeder Zeit für Deinen SB erreichbar. Du musst Dir die Frage stellen, ob Du das willst!?
 

Niederrhein

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Das mag im ersten Augenblick etwas mehr Entspannung versprechen. Letztendlich ist es aber rechtlich komplett unsicher und Du bist zudem auch noch zu jeder Zeit für Deinen SB erreichbar. Du musst Dir die Frage stellen, ob Du das willst!?
Also bisher hat alles funktioniert. Anträge die ich eingereicht habe wurden alle zügig bearbeitet. Wenn ich mir unsicher war über Sachen die am Vortag am Telefon besprochen wurden habe ich Tags drauf eine E-Mail mit einer Art Gesprächsprotokoll und dummen Fragen geschickt.
Mein SB hat sich bisher nicht gemeldet, ich bekomme einmal pro Monat ein Jobangebot.

*Würde denn ein Zeuge beim E-Mail versandt Abhilfe schaffen?* edit
*Für DE-Mail wollte ich mich auch schon registrieren aber dann habe ich die Kosten gesehen und das man pro Mail zahlt* edit die zweite
 
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Ruhrpottmensch

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Man konnte dort (jobcenter.digital) ohne Account Dokumente an das örtliche Jobcenter (bzw E-Akte) hochladen.
Das habe ich letztes Jahr für meinen Neuantrag genutzt. [...] den Zugang zu einem Bereits existierendem Profil mit der Sicherheitsstufe "Ausweis-bestätigt" freigeschaltet. Das Benutze ich jetzt.
Ja... Das wurde irgendwann mal "zusammengelegt". Ich glaube im Zuge des (großen) Ausbau der mobilen App (Die jetzt angeblich den gleichen Funktionsumfang haben soll, aber trotzdem immer noch mehr schlecht als recht läuft 😂).

Alles habe ich kopieren und Stempeln lassen müssen. Das fällt jetzt alles Weg. Finde ich schon entspannter.
Also was das "persönliche Einreichen" von Unterlagen am "Empfang" mit Stempel angeht, so habe ich damit eigentlich nur "schlechte" Erfahrungen gemacht. Nicht ordentlich/Vollständig weitergereicht, Ewigkeiten im internen "Verteilernetz" unterwegs oder teilweise sogar wieder "Retour" zum Empfang und dann anschließend postalisch zu mir zurück. 🙄

Seit dem hab ich mir eigentlich ein System aus Mail mit Lesebestätigung & Tracking, dem Versenden wichtiger Unterlagen per Einschreiben (und zusätzlich jetzt noch Onlinefax mit Sendebericht) und eine eigenen "Liste" auf der ich jegliche Komunikation (bis hin zum Telefongespräch) eintrage, aufgebaut. Das klappt recht zuverlässig. Das Onlineportal würde ich wohl nur noch bei wirklich unwichtigen Dingen oder als Ergänzung nutzen....
 

Niederrhein

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[...] zusätzlich jetzt noch Onlinefax mit Sendebericht

Das Online-Fax kommt auch in mein Repertoire... ; )

Das Onlineportal würde ich wohl nur noch bei wirklich unwichtigen Dingen oder als Ergänzung nutzen...

Wenn ich merke, dass es Online nicht klappt, das lässt sich schnell mit Telefon und Mail raus finden, dann hole ich natürlich auch die Fax- und Einschreibe-Keule um mich abzusichern. Habe ich in letzter Zeit aber eher selten gebraucht.
 

BoomBoom

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Es sei denn, das Fax im JC ist absichtlich??? langsam eingestellt.
Brauchte letztens 18MIN für 4 Seiten mit regulären Faxgerät :icon_kotz2:
 

Niederrhein

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[...] Letztendlich ist es aber rechtlich komplett unsicher [...]
Jein. Würde ich sagen. Ich habe nämlich noch mal bei Netzpolitik reingeschaut und folgenden Artikel gefunden:

De-Mail ist per Gesetz als sicher definiert​

Auch die Sicherheit wurde definiert – per Gesetz. Seit Juli 2014 ist „der gegenüber einer einfachen Mail erhöhte Beweiswert einer absenderbestätigten De-Mail gesetzlich bestimmt“
 

Niederrhein

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Ich habe nur meine persönlichen Erfahrungen wiedergegeben, selbstverständlich trifft das nicht auf jeden zu.
Ganz ehrlich, sehe ich nicht so.
Bisher hast Du hier maximal die Ergebnisse Deiner Erfahrungen mitgeteilt und die Schlüsse die daraus für Dich gezogen hast.

Ich würde mich ja freuen von anderen Erfahrungen zu hören, aber deine 3 Posts habe bisher nicht viel zum Erfahrungsaustausch beigetragen
 

noillusions

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Ich würde mich ja freuen von anderen Erfahrungen zu hören, aber deine 3 Posts habe bisher nicht viel zum Erfahrungsaustausch beigetragen
Wenn du dich hier etwas umsehen würdest würde dir auffallen dass viele hier im Forum den online/email/telefon-Kontakt mit dem Jobcenter meiden und die Dinge meist persönlich, brieflich und "faxlich" regeln.
Das hat einfach den Grund dass beim Jobcenter die nachteiligen Dinge immer sehr schnell und zuverlässig funktionieren und es bei den positiven Dingen genau umgekehrt ist. Also setzt man lieber auf Entschleunigung.
Dass Dinge im Digitalen zu regeln bisweilen einfacher und billiger ist ist da kein Trost.
Im Übrigen gehen auch einige Metadaten mit an das Jobcenter wenn du digital mit dem kommuniziert, z.B. die Zeiten zu denen man deren Systeme nutzt (Machst du das nachts, hast du bestimmt keine Tagesstruktur, machst du es am späten Vormittag, bist du ein träniger Langschläfer, machst du es um 6 Uhr morgens oder 18 Uhr abends, bist du bestimmt ein Schwarzarbeiter) und das ist schon beim Fax das Problem. Bei telefonischer Regelung der Dinge bist du auch noch überraschbar jederzeit.
Ich würde das also eher als Notnagel sehen.
Interessieren würde mich aber mal ob es eine Möglichkeit gibt dieses Digitalportal zu nutzen ohne seine Telefonnummer und Email-Addi anzugeben. Im Falle eines Passwortes mit Benutzernamens wäre das ja denkbar. Das würde es sehr viel erträglicher machen. Vielleicht kann ja wer antworten.
 

JobcenterAffe

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Das Online-Fax kommt auch in mein Repertoire... ; )
Das Online-FAX ist einzig in meinem Repertoire. - Billig (7 Cent pro Seite), nachweisbar, schnell, unkompliziert, kein Ausdruck nötig. Schneller waren sie bei der Bezahlung meiner letzten Schlotfegerrechnung zwar damit auch nicht (dauerte ca. 5 Wochen), aber von einem deutschen Jobcenter wird man sowas wie eine "Echtzeitüberweisung" wohl nie erleben.

Was beim FAX viel wert ist, daß man da nichts mit den Leuten am Empfang zu tun hat. Denn der Kontakt war bisher alles andere als angenehm.

Ein oder zwei Mal wollte ich vor längerer Zeit etwas bei meinem Jobcenter am Empfang abgeben - mit Empfangsbestätigung. Der Empfangsbereich ist gleich neben der Eingangstür unten. Da kam die Antwort "Wir sind nicht das Jobcenter, sondern die Arbeitsagentur. Jobcenter ist ein Stockwerk höher". Dabei ist im 1. Stock gar kein richtiger Empfang, sondern es erwarten einen nur verschlossene Türen der Sachbearbeiter, wo man dann auf Verdacht anklopfen muß. Hat der/die dann gerade einen Gesprächstermin, wird man als Störenfried behandelt und muß warten.

Mit viel Bettelei (und eben diesem Einwand) hat die Empfangsdame unten dann doch "ausnahmsweise" meine Unterlagen samt Empfangsbestätigung widerwillig unterzeichnet. - Aber seitdem bin ich bedient. Einen persönlichen Kontakt mit denen vermeide ich wann und wo immer es geht.

Sowas wie eine freiwillige Registrierung bei "Jobcenter.Digital" käme bei mir nie in die Tüte. Kann auch keinen Vorteil erkennen, sondern eigentlich nur Nachteile wegen der "ständigen Rufbereitschaft". - Aber jeder wie er will....

Jein. Würde ich sagen. Ich habe nämlich noch mal bei Netzpolitik reingeschaut und folgenden Artikel gefunden:

Aber die DE-Mail ist ja auch teuer. - Kostet immerhin 39 Cent pro Brief.
 
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Gretta

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Ich hatte bisher nicht das Vergnügen mit SGB II, nutze auch sonst mit keiner Behörde etwas anderes als Simplefax. Im Moment prüft mich die Rentenversicherung ob sie bei meiner Nebentätigkeit kassieren könnten. Meine Antwort ging gestern per Simplefax raus. Meine Telefonnummer und E-Mail bleiben auch hier außen vor. Sie wiesen auch auf De-Mail hin , aber da halte ich mich auch zurück.
In Arbeit ist auch mein nächster Antrag auf ALG 1, auch der wird dann, wie Anträge auch zuvor, gefaxt werden. Es existiert wohl ein auch ein Konto bei den E-Services.
Jeder ELO egal bei welcher Zahlstelle sollte ein Onlinefax haben und nutzen. Und auf Angabe und Nutzung von Telefon und E-Mail grundsätzlich verzichten.
 
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HermineL

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Das Online-FAX ist einzig in meinem Repertoire. - Billig (7 Cent pro Seite), nachweisbar, schnell, unkompliziert, kein Ausdruck nötig.
Ich hatte bisher nicht das Vergnügen mit SGB II, nutze auch sonst mit keiner Behörde etwas anderes als Simplefax.
Ich nutze die Post auch nur mit einem Fax vorab aber ich habe dafür noch nie extra bezahlt oder einen Anbieter wie Simplefax genutzt außer wenn ich nicht von zu Hause faxen konnte. Ein simples kostenloses Faxprogramm und mein Router erledigen dies seit über 10 Jahren zuverlässig für mich.
Einfach einen Brief schreiben, dann drucken und als Drucker den Fax-Drucker auswählen, im nächsten Fenster die Faxnummer und drucken. Schon geht mein Fax raus und qualifizierte Sendeberichte habe ich natürlich auch. Kosten für ein Fax 0,00 Teuro.
 
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