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Rote Socke

Elo-User/in

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#1
Wenn ein/e ALGII-Empfänger/in mehr als 16 Std eine nahe Familienangehörige pflegt (Pfl.Stufe 1) wird er dann noch als arbeitslos geführt?
Werden in diesem Fall noch die 345 und KdU gezahlt?
Kann diese Person dann noch gezwungen werden (unter Androhung einer Sperre) sich zu bewerben?

Fragende Grüße
Rote Socke
 
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ExitUser

Gast
#2
Rote Socke sagte :
Wenn ein/e ALGII-Empfänger/in mehr als 16 Std eine nahe Familienangehörige pflegt (Pfl.Stufe 1) wird er dann noch als arbeitslos geführt?
Werden in diesem Fall noch die 345 und KdU gezahlt?
Kann diese Person dann noch gezwungen werden (unter Androhung einer Sperre) sich zu bewerben?

Fragende Grüße
Rote Socke

SGB 2 § 7 Berechtigte
(1) Leistungen nach diesem Buch erhalten Personen, die 1. das 15. Lebensjahr vollendet und das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
2. erwerbsfähig sind,
3. hilfebedürftig sind und ...
(1) Erwerbsfähig ist, wer nicht wegen Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein.
SGB 2 § 10 Zumutbarkeit
(1) Dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass

...4. die Ausübung der Arbeit mit der Pflege eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann,
Frage beantwortet?
 

Rote Socke

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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17 Sep 2005
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#3
Hi Barney,
nicht ganz.
Besonders:"SGB 2 § 10 Zumutbarkeit
(1) Dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass

...4. die Ausübung der Arbeit mit der Pflege eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann,"

Wieviel Stunden /Woche muß denn dann die Pflege sein, das die Ausübung der Arbeit nicht vereinbar ist?

Solidarische Grüße
Rote Socke
 
E

ExitUser

Gast
#4
Soviel, dass die Pflege nicht mehr gewährleistet ist.

Du weißt doch, konkrete Zahlen werden da nie genannt. Man muß immer den Einzelfall sehen. Ich finde, die Formulierung ist doch auch konkret genug.

Mal ein Beispiel: Wenn die Arbeit von 11-14 Uhr ist, es keinen Anfahrtsweg gibt, und in dieser Zeit jemand anders die Pflege übernehmen kann, dann ist es zumutbar.

Gibt es zwei die pflegen könnten, dann kann einer arbeiten gehen, ohne dass da viel Federlesen gemacht wird. Es sei denn, der andere ist gesundheitlich nicht in der Lage und kann das nachweisen.

Man kann da nicht generell sagen 10 Stunden Pflege reichen. Obwohl da ja kaum was zum Schlafen übrig bleibt.

Und sieh mal, was hat ein AG davon, wenn der Mitarbeiter ständig ausfällt, weil ihn diese Doppelbelastung krank macht? Das gibt doch keinen Sinn.
 
E

ExitUser

Gast
#5
@Rote Socke

Das wird zum Teil auch im Ermessen des SB liegen...
ich hab damals meinem SB meine Lage und Überforderung wegen der Krankheit meines Mannes geschildert, der rein gar nichts auf die reihe bekam.

Bin dann erst aufgefordert worden, mich zu bewerben, als ich mich von ihm getrennt hatte. (3 Monate später)

Ich weiß, daß der med. Dienst und der Arzt meines Mannes telefoniert haben... das wird mir sicher geholfen haben.

Ich denke, ist immer gut, wenn sich da der behandelnde Arzt einschaltet.

Gruß aus Ludwigsburg
 
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