Wie sieht es aus mit der Krankenversicherung? (Update 25.07) (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Stabilo Boss

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Februar 2018
Beiträge
84
Bewertungen
37
Neues von der Stabilo-Front.....

Sperre ist jetzt durch!

Bin jetzt rückwirkend vom 15.04 - zum 07.07 gesperrt worden. Haben EWIG gebracht, um mal inne Pötte zu kommen. Da ich jetzt eh schon fast 3 Monate ohne Geld zurecht komme, habe ich es ja fast geschafft:peace:

Und ich weiß jetzt auch offiziell, wann man ALG-I ausläuft : 07.08

Die INGA-Beratung bringt mich bis jetzt auch nicht großartig weiter.
Ich mach und tu, bewerbe mich sogar fachfremd, aber es kommt nichts bei rum.

Finde mich langsam damit ab, dass das nichts mehr gibt und ich tatsächlich ALG-II beantragen muss :(

Wann sollte ich das spätestens tun? Dauert ja, bis der dann durch ist....


Habe ich überhaupt Anspruch darauf?

Bin ja noch unter 25 und wohne offiziell ja noch zuhause. Mein Stiefvater arbeitet Vollzeit und verdient 1.700 € Brutto und meine Mutter arbeitet 3 mal die Woche Teilzeit und verdient da 9,50 € die Stunde.
Kann man mir einen Auszug verweigern, weil ich ja wen hätte, der für mich sorgen könnte? Und könnte ich noch Ansprüche an meinen "richtigen" Vater stellen?

Dazu verdient meine Freundin noch ca. 1.600 € und ihre Mutter bekommt einen Stundenlohn von 9 € (Vollzeit).
Also um mich herum ist schon Geld vorhanden,dazu kommen noch meine Ersparnisse, die sich auf rund 3.000€ belaufen (aufm Konto habe ich allerdings nur 500 €:wink: ).

Die Frage ist ja: Wollte eigentlich zu Hause raus und zu meiner Freundin ziehen. Darf ich das dann überhaupt? Und wäre das überhaupt klug und gut für unsere Beziehung, wenn sie mich dann auch "offiziel" durchfüttern muss? Bezweifle ich irgendwie...

Habe mir überlegt, sie gar nicht zu erwähnen und das alles erstmal mit den Eltern zu klären, nicht, das die auf die Idee kommen, mir da ne Bedrfsgemeinschaft mit ihr andichten zu wollen!

Was könnten meine Angehörigen generell zu befürchten haben?

Was sieht es mit der Krankenversicherung? Läuft das alles wie gehabt? Und was ist, wenn ich keinen Anspruch habe? Bin ich dann über meine Mutter versichert oder muss ich das selber machen?
Was muss ich mitbringen, wenn ich zum ersten mal zum Jobcenter gehe und beantragen "möchte"? Darf man Sachen auf den Kontoauszügen auch schwärzen. Die müssen ja nicht zwingend wissen, wofür ich mein Geld so ausgebe.....

Und:
Auf was muss ich mich Einstellen?
Ständigen Terror?
Zeitarbeit und Maßnahmen en masse?
Schickt man mich auch zum Erbeerpflücken und Spargelstechen?
Was ist alles wirklich "zumutbar"?
Habe ja keinen Führterschein, was ist da bezüglich Öffis zumutbar?
Wie offen darf man Ablenung zeigen, ohne eine Sanktion zu riskieren?
Bzw. wie sollte man sich generell beim Umgang mit dem Jobcenter verhalten? Hatte bis jetzt immer ziemlich Glück mit den Sachbearbeitern; die waren immer nett und man konnte mit denen immer ganz gut quatschen und auch mal sachen ablehnen, wenn die kacke waren. Die Zeiten sind vorbei, oder? ;)
 

vidar

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
27 Januar 2014
Beiträge
2.145
Bewertungen
2.585
AW: ALG II steht vor der Tür - Was muss ich jetzt beachten und was muss ich befürchten?

Moin @Stabilo Boss,

Mit Verlaub, irgendwie kommt es mir hier vor als seien wir jetzt beim Quiz „Wer weiß denn so was?“ Da du mittlerweile 4 Monate hier anwesend bist, dürftest du sicherlich einige deiner Fragen auch selbst beantworten können, sofern du dir nur die Mühe gemacht hättest hier in den Foren zu recherchieren. Ich denke nämlich, dass seit deiner Anwesenheit hier bestimmt > 80 % deiner Fragen in den letzten Monaten besprochen wurden.

Vielleicht solltest du dich mal hier durcharbeiten: https://www.elo-forum.org/antraege-klagen-widersprueche-und-weitere-vorlagen-sortiert-/188238-leitfaden.html
 

Stabilo Boss

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Februar 2018
Beiträge
84
Bewertungen
37
Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)

Hatte heute meinen Termin bei meinem INGA-Betreuer und habe ihm meine Situation geschildert und gefragt, was ich machen soll bzw. was ich als nächstes angehen sollte.

Mein ALGI läuft ja zum 07.08 aus und da ich noch zu hause wohne und U25 bin, habe ich keinen Anspruch auf ALGII, da ich aber Ü23 kann ich auch nicht in die Familienversicherung......

Er war über die Situation total erschrocken, denn er wusste nicht, das man mit 24 nicht mehr in die Familienversicherung zurück kann und das ich mit U25+Wohnhaft bei Eltern keine Chance auf ALGII habe.

Hat dann die ganze Zeit mit allen möglichen Kollegen telefoniert und um Rat/Hilfe/Anregungen gebeten und ob die vllt. schnell irgendwelche Stellen haben, die für mich geeignet wären (Kurz zur Info noch mal: Gelernter Groß - und Außenhändler, beschissene Lehre gehabt, seit einem Jahr ELO, keine Berufserfahrung, psychische Probleme, keinen Führerschein)

Ohne Erfolg.
Im Moment scheint es bei mir in der Gegend (Niederrhein/Ruhrpott) echt ein Sommerloch zu geben, da es kaum geeignete Fachkraftstellen gibt. Helferjobs gibt es natürlich zu hauf, aber da scheitert das meistens am fehlenden Führerschein und/oder das ich überhaupt keine Erfahrung in den gesuchten Gebieten habe und handwerklich zwei linke Hände habe.

Hat mir jetzt tatsächlich keinen Vermittlungsvorschlag mitgegeben und konnte mir nur raten, das ich mich mit meiner Krankenkasse kurzschließen soll, so dass das dann alles mit der Selbstzahlung in die Wege geleitet werden könnte.
Bräuchte ich aber vor dem 07.08 eh nicht zu machen, da ich für den ganzen August eh noch versichert bin.
Er hat gesagt, er hält weiter die Augen und Ohren offen wird den Firmen, wenn er denn noch welche findet in den nächsten 2 Wochen, richtig aufm Sack gehen und die notfalls mit Geld zuschmeißen, damit man mich nimmt ;D
Mehr kann er auch nicht für mich tun.
War natürlich ne schockierende Erkenntnis einerseits, andererseits isses zumindest ehrlich und es scheint da wohl echt ne Lücke im System zu geben, über die so keiner richtig was weiß.....

Habe jetzt nur 2 Möglichkeiten:

1) Von zu hause ausziehen, dann bekomme ich auf jeden Fall ALGII; Vorteil : Bin krankenversichert, Nachteil: Ich hänge am Jobcenter.
Und meine Mom will das nicht so gerne und ich wäre auch kein so großer Fan davon.
Komme ja jetzt grad mal so klar, mit Jobcenterschikane wird das mit Garantie nicht besser werden :D

2) Mich selber versichern (kostet zwischen 150€ + 180€) und nen 450€-Job machen, um die KV zu zahlen; Vorteil: Bin vom Amt weg und die nerven mich nicht, Nachteil: Die hohen Kosten

Schwierige Sache, was würdet ihr tun?
Oder habt ihr noch ne andere Lösung parat?
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
AW: Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)

das ich mit U25+Wohnhaft bei Eltern keine Chance auf ALGII habe.
Kommt auf das Einkommen und Vermögen der Eltern an.
Die müssten dann beim JC alles offenlegen (Bedarfsgemeinschaft).
Bräuchte ich aber vor dem 07.08 eh nicht zu machen, da ich für den ganzen August eh noch versichert bin.
Das gilt nur wenn du spätestens ab der ersten September-Woche einen neuen Job findest.
Ansonsten wird die Kasse ab dem 08.08. Beiträge haben wollen.
Er hat gesagt, er hält weiter die Augen und Ohren offen wird den Firmen, wenn er denn noch welche findet in den nächsten 2 Wochen, richtig aufm Sack gehen und die notfalls mit Geld zuschmeißen, damit man mich nimmt ;D
Mehr kann er auch nicht für mich tun.
Zwingen kann er die AG nicht, soviel ist richtig.
1) Von zu hause ausziehen, dann bekomme ich auf jeden Fall ALGII; Vorteil : Bin krankenversichert, Nachteil: Ich hänge am Jobcenter.
Erst mal müsstest du eine Wohnung finden ... :censored:
2) Mich selber versichern (kostet zwischen 150€ + 180€) und nen 450€-Job machen, um die KV zu zahlen; Vorteil: Bin vom Amt weg und die nerven mich nicht, Nachteil: Die hohen Kosten
Wenn deine Eltern dich finanziell weiterhin untertstützen können, kannst du es ohne JC versuchen.
Ansonsten dürft ihr euch alle in "JC-Betreuung" begeben.
 

Stabilo Boss

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Februar 2018
Beiträge
84
Bewertungen
37
AW: Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)


-Naja, meine Mutter arbeitet Teilzeit (3mal die Woche 6 Std.) und bekommt 10€/Std.
Mein Stiefvater arbeitet Vollzeit und bekommt ca. 1.600€/brutto
Die werden wohl zu viel verdienen.....

-Also sollte ich ganz schnell die betreffenden Anträge ausfüllen und alles mit der KK klar machen, weil ich sonst "Schulden" bei denen habe?

-Warum sollten meine Eltern mit in die JC-Betreuung?
Die haben doch Arbeit!?
Meine Mutter wird mir wohl weiter versuchen, den Rücken frei zu halten, bis sich jobmäßig was tut; hoffe ich jedenfalls ;D
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
AW: Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)

-Naja, meine Mutter arbeitet Teilzeit (3mal die Woche 6 Std.) und bekommt 10€/Std.
Mein Stiefvater arbeitet Vollzeit und bekommt ca. 1.600€/brutto
Die werden wohl zu viel verdienen.....
Für 3 Personen + Miete ... ?
Müsstest du mal genauer rechnen, die Einkommensfreibeträge müsste das JC ja auch berücksichtigen.
-Warum sollten meine Eltern mit in die JC-Betreuung?
Die haben doch Arbeit!?
Wegen dem § 7 Abs. 3 Nr. 2 SGBII.
(3) Zur Bedarfsgemeinschaft gehören
1. die erwerbsfähigen Leistungsberechtigten,
2. die im Haushalt lebenden Eltern oder der im Haushalt lebende Elternteil eines unverheirateten erwerbsfähigen Kindes, welches das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, und die im Haushalt lebende Partnerin oder der im Haushalt lebende Partner dieses Elternteils,
 

Stabilo Boss

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Februar 2018
Beiträge
84
Bewertungen
37
AW: Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)

Kann ich nicht zum Jobcenter oder zur Agentur gehen und einen Zuschuss/Übernahme meiner KK-Beiträge beantragen?
Und wenn ja, wie?
Hätte ich dann genau dieselben Mitwirkungspflichten wie im normalen Bezug?
Hätte das Chancen?
Denn ich verfüge ja nach Ablauf meines ALGI über kein fließendes Einkommen mehr und zumindest offiziell kein relevantes Vermögen.

Meine Mom ist schon die ganze Zeit auf 180 und versteht die Welt nicht mehr und hält es für einen Skandal, das man mich angeblich nicht versichert bekommt, während andere ständig die Hand aufhalten und alles bekommen ;D
 

Nena

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
10 Oktober 2015
Beiträge
1.970
Bewertungen
1.925
AW: Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)

Kann ich nicht zum Jobcenter oder zur Agentur gehen und einen Zuschuss/Übernahme meiner KK-Beiträge beantragen?
Ja, als Mitglied einer dreiköpfigen Bedarfsgemeinschaft.



Hätte ich dann genau dieselben Mitwirkungspflichten wie im normalen Bezug?
Ja. Du und die beiden anderen BG-Mitglieder.




Meine Mom ist schon die ganze Zeit auf 180 und versteht die Welt nicht mehr und hält es für einen Skandal, das man mich angeblich nicht versichert bekommt, während andere ständig die Hand aufhalten und alles bekommen ;D
Ganz ernst gemeinter Rat: Dann mach' es doch so wie die anderen.
 

Stabilo Boss

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Februar 2018
Beiträge
84
Bewertungen
37
AW: Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)


Aber warum hätten meine Eltern Mitwirkungspflichten? Klar, BG und so, aber eigentlich ist das doch Schwachsinn!?

Die haben doch Arbeit!?
Wobei müssten die mitwirken?
Was kann das JC von denen verlangen?
Werden die auch vorgeladen?
Oder bekommen die sogar VVs?
Mein Vater macht mich doch definitiv nen Kopf kürzer, vor allem, weil der in 2 Jahren eh in Rente gehen will.......

Und was muss ich dann tun? Weiter bewerbungen schreiben? Eigenbemühungen nachweisen?
Gilt für mich dann das SGBIII mit allen konsequenzen?
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
17.559
Bewertungen
14.127
AW: Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)

Genau so.

Sie müssten sich halt um besser bezahlte Arbeit bemühen, dein Mutter Vollzeit arbeiten.

Jedes BG Mitglied hat sich zu bemühen, die Hilfsbedürftigkeit der BG zu senken.
 

Stabilo Boss

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Februar 2018
Beiträge
84
Bewertungen
37
AW: Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)

Genau so.

Sie müssten sich halt um besser bezahlte Arbeit bemühen, dein Mutter Vollzeit arbeiten.

Jedes BG Mitglied hat sich zu bemühen, die Hilfsbedürftigkeit der BG zu senken.
Das ist ja wohl ne Frechheit! Es herrscht wohl immer noch freie Arbeitsplatzwahl und man kann doch niemanden zwingen, seinen ARBEITSPLATZ zu wechseln, nur weil das JC das gerne hätte und Geld sparen will!?
Vor allem, das sie besagte Teilzeitstelle gerade erst gefunden hat und dort total zufrieden ist und glücklich ist, nachdem sie über 15 Jahre in nem Scheißjob für 6€/Std. gekrückt hat und sich endlich dazu durchringen konnte, zu kündigen.
Und mein Stiefvater arbeitet in seiner Firma seit 26 Jahren und wird in 2 Jahren in Rente gehen (ist jetzt 63),den können ihn doch nicht zwingen, noch mal den Job zu wechseln......was geht hier ab?
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
17.559
Bewertungen
14.127
AW: Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)

Natürlich muss man den besseren Job auch erstmal finde und dann gibt es noch Kündigungsfristen....

Wann wirst du 25?
 

Stabilo Boss

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Februar 2018
Beiträge
84
Bewertungen
37
AW: Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)

Natürlich muss man den besseren Job auch erstmal finde und dann gibt es noch Kündigungsfristen....

Wann wirst du 25?
Am 01.04....

Meine Mutter hat schon gesagt, das sie sich von denen nicht nötigen und erpressen lassen wird und notfalls mit Anwälten ankommen wird.
Die können doch nicht bestimmten, wann wer wo zu arbeiten hat, vor allem dann nicht, wenn derjenige die Leistung gar nicht selber bekommt!?

Ihrer Meinung kann es nicht sein, das der Staat sagt, das man versichert sein MUSS, aber nicht dafür sorge tragen kann, dass das allen möglich ist und da bin ich voll bei ihr!
Bei keinen den ich kenne ist die KV irgendwie ein Problem, aber ich soll jetzt auf einmal der Sonderfall sein, bei dem das nicht geht?
Ne, akzeptiere ich nicht; da muss es ne Lösung geben......

Zu meiner Freundin und ihrer Mutter kann ich dann auch nicht ziehen, da das dann das gleich in Grün wäre.....

Ist ein Auszug wirklich die einzige Lösung?
Scheint fast so......
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
17.559
Bewertungen
14.127
AW: Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)

Als mit deiner Freundin könnte das JC versuchen, eine BG zu konstruieren, mit ihrer Mutter eher nicht.

Aber du würdest wohl keine KdU bekommen, da du keinen triftigen Grund fuer den Auszug hast.
 

Linuxfan

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
21 November 2014
Beiträge
709
Bewertungen
288
AW: Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)

Wobei müssten die mitwirken?
Zum Beispiel bei der Offenlegung ihres Vermögens und ihrer Einkünfte. Ich habe das bei mir auch durch, dass ich meine Großmutter überreden musste, ihre ganzen Einkünfte aus Rente etc. offenzulegen. Begeistert war sie nicht und es gab eine Menge Knatsch zwischen uns.

In eurer Familie kann diese Konstellation ganz anders ausgehen aber bei mir war es so, dass es jede Menge Diskussionen gab.

Du kannst ja im Familienrat darauf verweisen, dass dich ein Unfall oder eine plötzliche Krankheit ohne Krankenversicherung gesundheitlich und auch finanziell ruinieren würde und die Offenlegung dann vielleicht das kleinere Übel wäre. Ob deine Eltern dabei mitmachen ist dann aber eine andere Frage…
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.198
Bewertungen
13.679
AW: Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)

Hallo Stabilo Boss,

WIE OFT muss man eigentlich noch hinter dir "aufräumen", die Antworten werden nicht "angenehmer" wenn du die gleichen Fragen immer wieder wo anders im Forum stellst.

Es wurden dir schon ALLE erforderlichen Erklärungen gegeben und ALLE zutreffenden Gesetzes-Grundlagen verlinkt und erklärt, was bitte brauchst du noch, um zu begreifen, dass du AKTUELL (U 25 / wohnhaft bei den Eltern) KEINEN Einzel-Anspruch auf ALGII erheben KANNST.

In diesem Falle seid ihr (deine Eltern und DU) eine Bedarfsgemeinschaft, die NUR zusammen Ansprüche haben kann oder eben NICHT und das wird nun mal gründlich geprüft vom JC, ob dir / euch das gefällt oder nicht wird auch KEINEN (seriösen) Anwalt interessieren.

Hatte heute meinen Termin bei meinem INGA-Betreuer und habe ihm meine Situation geschildert und gefragt, was ich machen soll bzw. was ich als nächstes angehen sollte.
Und warum war das tolle "INGA"-Team nicht frühzeitig in der Lage, das zu verhindern, ich denke die sind so besonders "toll" bei der Vermittlung schwieriger Fälle ???

Mein ALGI läuft ja zum 07.08 aus und da ich noch zu hause wohne und U25 bin, habe ich keinen Anspruch auf ALGII, da ich aber Ü23 kann ich auch nicht in die Familienversicherung......
Das ist schon seit 2005 so, seit Hartz 4 eingeführt wurde, auch die Familienversicherung für volljährige "Kinder" war schon immer bei den KK begrenzt.
Es wird ja in der Regel davon ausgegangen, dass man ab 23 wenigstens über eine Ausbildung oder eben eine eigene Berufstätigkeit schon selber versichert sein kann.
Dazu gibt es durchaus auch Ausnahmen (bei der KK aber NICHT beim JC), wenn es sich um nachgewiesen Schwerstbehinderte Kinder handelt die den gewöhnlichen Weg (aus genau diesen Gründen) nicht gehen können.

Arbeitslosigkeit zählt meiner Kenntnis nach nicht dazu.

Er war über die Situation total erschrocken, denn er wusste nicht, das man mit 24 nicht mehr in die Familienversicherung zurück kann und das ich mit U25+Wohnhaft bei Eltern keine Chance auf ALGII habe.
Dann kann ich mich nur "wundern" wenn ein SB der AfA (gerade im "INGA"-Bereich) davon keine Ahnung hat, zu welchen Bedingungen seit deutlich über 10 Jahren ALG II gezahlt wird und wie alt man sein MUSS, um dafür einen Einzel-Anspruch überhaupt zu haben, besonders wenn man noch zu Hause wohnt.

Vielleicht sollte der mal dringend zur Nachschulung im Bereich SGB III / SGB II geschickt werden, ich denke aber eher, dass es ihm lieber gewesen wäre wenn du das Thema gar nicht erst aufgebracht hättest und wenn dein Anspruch bei der AfA erst abgelaufen ist, interessiert das dort auch Niemanden mehr, wie es mit dir weiter gehen wird. :icon_evil:

Hat dann die ganze Zeit mit allen möglichen Kollegen telefoniert und um Rat/Hilfe/Anregungen gebeten und ob die vllt. schnell irgendwelche Stellen haben, die für mich geeignet wären (Kurz zur Info noch mal: Gelernter Groß - und Außenhändler, beschissene Lehre gehabt, seit einem Jahr ELO, keine Berufserfahrung, psychische Probleme, keinen Führerschein)
Klar, dann wird (am Datenschutz vorbei, zumindest der Hinweis auf psychische Probleme war "übergriffig") überall herum telefoniert, um mal schnell noch einen Job für dich "aus der Erde zu stampfen", was denen bisher ja auch nicht gelungen ist ... trotz Intensiv-Betreuung von "Tante INGA""

Dir wurden auch HIER schon genug Tipps gegeben, wie du wenigstens (durch einen Minijob z.B.) deine Krankenversicherung selber zahlen und ein wenig "Taschengeld" haben könntest.
Aber das scheint ja für dich auch keine Option zu sein, bis du vielleicht doch selber mal eine richtige Stelle findest, die auch deinen Ansprüchen genügt.

Gilt wohl für alle Seiten in diesem Falle ...

Im Moment scheint es bei mir in der Gegend (Niederrhein/Ruhrpott) echt ein Sommerloch zu geben, da es kaum geeignete Fachkraftstellen gibt.
Gerade im "Sommerloch" werden überall Mini-Jobber gesucht, weil die Leute Urlaub machen die da sonst arbeiten, wenn man gerade keine großen Ansprüche stellen KANN sollte man das auch nicht tun und NUR Fachkraft-Stellen akzeptieren oder man arbeitet eben gar nicht und hofft auf den Staat ... :sorry:

Helferjobs gibt es natürlich zu hauf, aber da scheitert das meistens am fehlenden Führerschein und/oder das ich überhaupt keine Erfahrung in den gesuchten Gebieten habe und handwerklich zwei linke Hände habe.
Dafür ein paar Regale mit Ware zu bestücken, an wenigen Tagen im Monat sollte es auch bei dir noch reichen können, aber WOLLEN muss man das natürlich auch erst mal und nicht von vornherein schon ausschließen, gar nicht erst in Betracht ziehen.

Da wird in der Regel keine Erfahrung verlangt, sondern Zuverlässigkeit / Fleiß und ein wenig Ordnungssinn genügen meist schon.

Meine Mutter hat schon gesagt, das sie sich von denen nicht nötigen und erpressen lassen wird und notfalls mit Anwälten ankommen wird.
Da lachen die doch beim JC nur drüber, es ist gesetzlich so geregelt und daran KÖNNEN auch Anwälte NICHTS ändern.

Sie sollte dir vielleicht mal kräftiger in den "Allerwertesten treten", damit du dich nicht weiterhin nur auf Andere verlässt, um dein eigenes Leben mal irgendwie (und "irgendwann vielleicht") auf die Reihe zu bekommen.

Die können doch nicht bestimmten, wann wer wo zu arbeiten hat, vor allem dann nicht, wenn derjenige die Leistung gar nicht selber bekommt!?
Deine Eltern sind bisher gesetzlich für deinen Unterhalt zuständig und das nicht nur nach dem SGB II sondern auch nach dem Familienrecht (BGB), WIE sie das finanzieren ist dem Staat so lange völlig EGAL, wie keiner von euch kommt und Sozial-Leistungen haben will.

Warum bitte nimmst du an, dass fremde Menschen (die Gemeinschaft der Steuerzahler) dann eine höhere Verpflichtung haben könnten für dein "Wohl" zu sorgen, als deine eigenen Eltern ???

Ihrer Meinung kann es nicht sein, das der Staat sagt, das man versichert sein MUSS, aber nicht dafür sorge tragen kann, dass das allen möglich ist und da bin ich voll bei ihr!
Das glaube ich dir sofort, du solltest deine persönlichen Einstellungen dazu aber dringend mal neu überdenken, es gibt (vermutlich) viele Menschen / Familien die schlechter dran sind finanziell, die können auch nicht einfach ihre Kinder deswegen "hungern lassen" ...

Wenn sie das tatsächlich (und nachweisbar) finanziell nicht alleine schaffen KÖNNEN, dann gibt es (bei gesetzlich geregeltem Bedarf) was aus den sozialen Töpfen dazu, dafür müssen dann allerdings auch "ALLE die Hosen runter lassen" ... die gemeinsam bis 25 "unter einem Dach leben".

Und erwachsene "Kinder" sollten schon irgendwann mal in der Lage sein für sich selber sorgen zu können, dann sind sie auch weiter "automatisch" Krankenversichert ...

Bei keinen den ich kenne ist die KV irgendwie ein Problem, aber ich soll jetzt auf einmal der Sonderfall sein, bei dem das nicht geht?
Kommt ganz drauf an, was die so SELBER konkret beruflich machen, die du da so kennst oder ob dann die Eltern dafür "freiwillig einspringen", wenn der Nachwuchs (leider) noch nicht soweit ist, sich finanziell "auf die eigenen Beine zu stellen".

Ne, akzeptiere ich nicht; da muss es ne Lösung geben......
Deine rein persönliche Ansicht dazu interessiert aber die Ämter NICHT, wenn es keine gesetzlich akzeptierten Gründe gibt, hast du aktuell KEINEN Anspruch auf Hartz 4 für dich als Einzelperson.

Zu meiner Freundin und ihrer Mutter kann ich dann auch nicht ziehen, da das dann das gleich in Grün wäre.....
Daran, dass du U 25 bist und gar nicht so einfach ausziehen darfst (nur um endlich Anspruch auf ALGII zu "erwirken" aus deiner Sicht) ändert das gar nichts, deine Eltern sind immer noch (gesetzlich vorrangig) für deinen Unterhalt zuständig, auch wenn du wo anders "wohnst" ...

Deine Freundin könnte man versuchen finanziell "in Anspruch zu nehmen" wenn du dort dann zum Amt gehst und ALGII haben willst aber das muss sie auch NICHT wollen, kann sie im Gegensatz zu deinen Eltern auch berechtigt komplett verweigern.
Aber dann bekommst DU auch immer noch NIX und ihre Mutter hat zumindest mit DIR in der Hinsicht GAR NICHTS zu tun. :icon_evil:

Es dürfte aber (rechtlich gesehen) ihre Wohnung / Haus sein (nicht das deiner Freundin) und sie muss dich nicht (als Gast oder Mitbewohner) akzeptieren wollen wenn das dann nur überflüssigen Ärger mit dem zuständigen JC bringen könnte ...

Ich nehme mal an deine Freundin ist auch etwa in deinem Alter, da hätte ich aber keinen "Bock drauf gehabt" meinen Freund (von meinem Einkommen) mit durchzuziehen, weil der selber NIX "gebacken bekommt" beruflich.

Auch auf gesundheitlichen / psychischen Problemen kann man sich nicht dauerhaft nur "ausruhen", da machst du ja offenbar auch nichts weiter, dass es dir mal wieder besser gehen könnte ... vorrangig möchtest du aber, dass andere Menschen (wer ist eigentlich schon EGAL) dein Leben finanzieren bis du mal "soweit bist" ...

Ist ein Auszug wirklich die einzige Lösung?
Scheint fast so......
Wer soll dir denn OHNE Einkommen eine Wohnung vermieten wollen und wenn es keine (nachweisbaren) ernsthaften Gründe für den Auszug aus dem Elternhaus gegeben hat, dann bleiben deine Eltern weiter für dich zuständig und das JC wird die Kosten für deine Wohnung (und K-Versicherung / Regelsatz) auch NICHT übernehmen (müssen).

Es ist schon erstaunlich wie viele Überlegungen und Planungen du daran verschwendest KV und Lebensunterhalt "irgendwie" decken zu können, ohne (selbst) dafür arbeiten zu müssen.
Die gleiche Energie in Arbeits-Suche zu investieren (und deine Ansprüche da zunächst auf das real Mögliche zu reduzieren) hätte (vermutlich) auch schon zu Erfolgerlebnissen (oder wenigstens zu KV und etwas Taschengeld) geführt.

MfG Doppeloma
 

Katzenstube

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
9 Februar 2017
Beiträge
803
Bewertungen
704
AW: Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)

Lieber Stabilo-Boss,
Doppeloma hat es wohl schon deutlich auf den Punkt gebracht.

Mir fällt dazu nur ganz kurz und prägnant ein: ab dem Moment, ab dem ich Leistungen dieser Einrichtungen beziehe habe ich in allen Punkten verloren. Nicht nur ich, auch jene, mit denen ich zusammenlebe oder eine BG bilde.

Die einzige Chance, diesen "Frechheiten" zu entgehen ist schnell in Lohn und Arbeit zu geraten. Ich habe Konditionen angenommen, die nicht die gewünschten Grundlagen besitzen - um genau diese Gesellen der AFA los zu sein. Alleine mit denen nichts mehr zu tun haben zu müssen, ist es mir persönlich wert, nicht die Welt zu verdienen und mich vielleicht unter Wert zu verkaufen.

Meine Seele und Zufriedenheit ist mir nämlich wichtiger als ein paar Euros. Für mich gilt: Hilf Dir selbst, sonst hilft Dir keiner - ganz sicher zumindest nicht von den Ämtern, die dafür bezahlt werden....

Gruß von Katzenstube
 

Stabilo Boss

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Februar 2018
Beiträge
84
Bewertungen
37
AW: Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)

@Doppeloma

Es geht mir doch gar nicht mehr um ALGII, das ist zu 99% ausgeschlossen und das akzeptiere ich auch, mal abgesehen davon, das ich in der Hinsicht auf das JC eher weniger Lust habe und das vor allem meinen Eltern nicht antun möchte.

Nein, mir geht es jetzt einfach nur um die KV und ob das da nicht irgendwie ne Lösung gibt?
Und sei es nur ein Zuschuss oder so....

Meine Mom und ich wollen ja nächste Woche mal zum JC gehen und unsere Situation schildern, lohnt sich das üerhaupt? Besteht überhaupt ne Möglichkeit, das man mir da irgendwie hilft?

Und wie ich hier wieder als fauler Schmarotzer, der seinen Eltern auf der Tasche liegt hingestellt werde ist doch ganz schön frech!

Ist ja nicht so, als wenn ich nichts tun würde; habe seit Juli 2017 bestimmt über 200 Bewerbungen geschrieben, auch initiativ und fachfremd, habe Probearbeiten und Praktika gemacht, hatte so einige Vorstellungsgespräche und habe an einer SAP/Office-Weiterbildung teilgenommen.

Und trotzdem ist bis jetzt nichts rum gekommen.
Bin auch bei nem dutzend ZAFs in der Akte, von denen hat sich bis heute keiner mehr gemeldet.

Bei 450€-Jobs bin ich auch schon dran, aber da laufe ich bis jetzt auch vor die Pumpe. Entweder wegen dem fehlenden Lappen oder die wollen lieber Schüler/Studenten haben.

Und meine Mom sagt halt, das es nicht sein kann, das man verlangt, das ich versichert bin, man sich aber einen Scheißdreck dafür interessiert, wie ich das ohne fließendes Einkommen bewerkstelligen soll!?

Mein INGA-Typ ist zwar lieb und nett, gebracht hat mir der ganze Kram aber auch nichts. Bin jetzt seit 3 Monaten da und bin da keinen Schritt weitergekommen. Und das, obwohl er mich schon angboten hat wie Sauerbier und mit Föderungen locken wollte.
Nichts.
Und mit der jetzigen Situation isser auch überfordert und kann mir auch nicht so recht helfen.

Meine Mom meint schon, das sie eine Abweisung nicht akzeptieren wird, da es ihrer Meinung nach nicht sein kann, das man einen jungen Menschen in einem Sozialstaat, wo sogar jeder Asylant, der einen Antrag stellt, krankenversichert ist, einfach hängen lässt.
Aber wenn mir nun mal nichts zusteht, dann würde ich das wohl oder übel akzeptieren, aber dann wird der Ärger zu Hause wohl vorprogrammiert sein.....

Und von wegen ich tue nichts, das es mir besser geht: War schon in ner Klinik und mache gerade wieder ne Therapie (Privat, 30€/std.), die ich ja dann auch noch irgendwie weiter bezahlen muss......
 
Zuletzt bearbeitet:

Helga40

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 Dezember 2010
Beiträge
7.358
Bewertungen
5.756
AW: Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)

Nein, mir geht es jetzt einfach nur um die KV und ob das da nicht irgendwie ne Lösung gibt?
Nicht die, die du dir anscheinend wünschst (dass jemand anders an deiner oder an Stelle deiner Eltern zahlt).

Eine Alternative gibt es immer. Hast du z. B. schonmal über ein Freiwilligenjahr nachgedacht? Da wärest du gesetzlich pflichtversichert in allen Versicherungszweigen, also sowohl KV/PV als auch (wieder) Alo-Versicherung. Dazu gäbs noch ein Taschengeld. Je nach Beschäftigung könnte dir das auch gesundheitlich weiterhelfen zur Stabilisierung.

Nach dem Jahr Bufdi hättest du auch erstmal wieder ALG 1 Anspruch (wenn auch nur gering).

Aber so langsam fragt man sich bei dir ja wirklich. Ist ja nicht so, als hätte man das hier nicht alles schonmal geschrieben:

https://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/194556-stark-leben-hartz-iv-veraendern.html
 

tomk

Elo-User*in
Mitglied seit
6 September 2015
Beiträge
108
Bewertungen
100
AW: Wie sieht es aus mit der Krankenverischerung? (Update 25.07)

Das ist ja wohl ne Frechheit! Es herrscht wohl immer noch freie Arbeitsplatzwahl
Klar herscht die, du kannst dich sogar entscheiden gar nicht zu arbeiten. Du mußt es dir nur (alleine) leisten können...
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben Unten