Wie schätzt ihr folgendes Szenario in Bezug auf §16i und §16e SGB II (Teilhabechancengesetz) ein?

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Steinwallen

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Ich würde gerne folgendes Szenario vorstellen:

Ein Elo bekommt eine Einladung eines SBs(SB#1). das Teilhabechancengesetz wird dabei grob umrissen. Speziell genannt wird dabei ein dazugehöriger Vorbereitungskurs. Seitens des Elos wird offen und mitwirkend damit umgegangen. vorgetragene Zweifel an der Zweckdienlichkeit des Kurses werden akzeptiert und auf eine Empfehlung zur Vorbereitungskursteilnahme verzichtet. Grund könnte sowohl der positive Eindruck, als auch die Tatsache sein das zum Zeitpunkt noch nicht bekannt ist das diese (für das Angebot z. Teilhabechancengesetz) verpflichtend werden.

Unterschrieben wurde nichts. Alles mündlich.

Es folgt eine zweite Einladung eines anderen SB (SB#2), dieser stellt sich damit vor das er von nun an regelmässig Gespräche mit dem Elo führen wird. Detailierter wird Teilhabechancengesetz vorgestellt. Potentielle AG/Stellen werden genannt, aber vom SB#2 sofort abgehandelt mit „das trifft auf Sie nicht zu“. Vorbereitungskurse werden wieder erwähnt, diesmal mit der Erklärung das nun bekannt ist das diese verpflichtend sind (...für das Teilhabeprogramm).

Unterschrieben wurde nichts. Alles mündlich.

Es folgt eine dritte Einladung eines SB(SB#3). Inhalt „Vorstellung eines Angebots zur Teilhabe“ mit Rechtsfolgebelehrung bei einem MT. Aus der Formulierung des Anschreibens ist nicht eindeutig ersichtlich ob der SB(SB#3) direkt vor Ort beim MT sitzt. Sollte es so sein ist naheliegend das von vorsprechenden Kunden unmittelbar EGV-Unterschriften verlangt werden.

...ich würde gerne eure Feedback zu folgendem lesen:

1)
In dem oft genannten §16i ist ja davon die Rede das einer Zwangszuweisung „...in der Regel eine zweimonatige ganzheitliche Betreuung“ vorgeschoben sein sollte. Würdet ihr diese Vorrausetzung schon dadurch erfüllt sehen das SB#2 monatlich zum Gespräch einläd und Jobvorschläge macht ? Oder denkt ihr das dies sich auf einen absolvierten Kurs bei einem MT bezieht ? Oder etwas ganz anderes ?

2)
Macht es Sinn einen der SB auf gute Voraussetzungen (BWs, Vorstellungsgespräche, wenig Vermittlungshemmnisse) hinzuweisen?.

3)
Wie geht man damit um wenn eine EGV zur Unterschrift vorgelegt wird die vermeintlich die obengenannte ganzheitliches Betreuungsmaßnahme beinhaltet? Deckt eine „normale“ EGV nicht schon eine Teilnahme an so einem Kurs im Rahmen einer Mitarbeitspflicht ab auch ohne explizit diesen Spezialkurs zu erwähnen? auch andere Hinweise oder Ideen wären hilfreich.

Danke
 

gizmo

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ich würde gerne eure Feedback zu folgendem lesen:

1)
In dem oft genannten §16i ist ja davon die Rede das einer Zwangszuweisung

3)
Wie geht man damit um wenn eine EGV zur Unterschrift vorgelegt e

zu1) Laut meinen Wissens ist §16i EFS unterstützt und damit freiwillig.

Europäischer Sozialfonds (ESF) im Land Bremen - Teilhabechancengesetz Archiv

https://www.esf.de/SharedDocs/Downl...rderrichtlinie.pdf?__blob=publicationFile&v=4

zu 3) nicht unterschreiben, VA abwarten
 

Steinwallen

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Danke für die Antwort.

in Deinem ersten Link finde ich drei Antragsformulare bei denen ich nicht auf Anhieb erkenne wie sie mit deiner Aussage das 16i EFS freiwillig ist im Zusammenhang stehen. Hättest du noch einen Moment darauf einzugehen ?

Dein zweiter Link ist auf 2014 Datiert, ich nehme an es trifft auf den hier zum Thema gemachten 16i deshalb zu weil letzteres zum EFS Bundesprogramm zählt ?
 

Curt The Cat

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Moinsen Steinwallen und willkommen hier ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und - soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
11. Themen/Threads erstellen
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder §16i und §16e SGB II (Teilhabechancengesetz), sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf ausreichend Zeichen erweitert und zudem einen deutlichen Hinweis im Texteingabefeld hinterlassen. Da passt deutlich mehr drei ein bis fünf Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

gizmo

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Hättest du noch einen Moment darauf einzugehen ?

Aber ja doch. Also ich denke das der 16i sozusagen eine Weiterentwicklung des 16d ist, so wie die Regelung formuliert ist.
Grundsätzlich ist die Teilhabe im SGBIX niedergeschrieben. Für mich stellt sich die Frage wie kann eine Förderung im SGBII hier 16i als Zuweisung gefördert werden, wenn die Teilhabe im SGBIX geregelt ist. Schließlich ist eine Zuweisung ja unter den Aspekten der Machbarkeit des Zugewiesenen zu sehen. Ich sehe es so das diese Teilhabe eine lange Zeit der Eingewöhnung braucht und daher nicht die Arbeitsleistung im Vordergrund stehen muss.

Da die Teilhabe im SGBIX niedergeschrieben ist, sollte das SGBIX hier auch greifen. Na ja, diese Förderungen sind individuell und Grundsätzlich freiwillig.

Ich sehe den Ansatz hier auch so das die einzelnen JC diese Maßnahme wohl gerne als Zuweisung sehen wollen, denn dann können die LK eigene Firmen gründen und sich Arbeitslose zuweisen lassen, um über diese Refinanzierung doch wieder an kostengünstige Arbeiter heranzukommen (zb. Gartenbau etc.).
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Wie alles aber immer zwei Seiten hat, kommt natürlich auch eine Förderung auf den ersten Arbeitsmarkt in betracht, hier stellt sich mir aber doch ernsthaft die Frage ob ein JC eine Förderung bei zb. VW, Mercedes oder Siemens wirklich unterstützen möchte, denn diese ist sicherlich richtig teuer.
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Hoffe da kommt noch was von anderen Elos.
 
D

Dinobot

Gast
zu1) Laut meinen Wissens ist §16i EFS unterstützt und damit freiwillig.

Das betirfft aber nur den Teil mit dem Arbeitsvertrag -sofern der überhaupt ESF kofinanziert von den anderen Jobcentern angeboten wird. Dem Zwang drumherum vermag das dann nicht wirklich abzuhelfen, sofern das Jobcenter selbst daran kein Interesse hätte.

Und da gibt es schon jetzt eine Anzahl, die alles andere dazu eben nicht freiwillig ausrichten. Das betrifft auch die Auswahl des AG für einen bestimmten Bewerber und umgekehrt.
 
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