Wie richtig vorgehen bei erster gemeinsamer Wohnung eines Paares in anderer Stadt (1 Betrachter)

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paulbrot01

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Hallo,

wir benötigen für unsere Situation einmal Klarheit, in der besten Vorgehensweise. Uns stellen sich dabei auch eine Unmenge Fragen, die wir bisher so nicht klären konnten.

Ich fange einfach mal mit der Situation an und wie wir glauben, diese korrekt handhaben zu müssen. Wobei, wenn ich von wir schreibe, meine ich uns als Familie, im Grunde unseren sohn und seine Freundin. Auf Bitte beider möchte ich aber gern hier um Rat fragen.

Unser Sohn, 26 Jahre alt, studiert seit 2 Jahren in einem anderen Bundesland, ca. 300km von uns entfernt. Im letzten Frühjar brach eine als erledigt geglaubte Krankheit wieder aus und brachte ihn in einen lebensbedrohenden Zustand. Nach dem Krankenhausaufenthalt kamen psychische Probleme hinzu, die auch behandelt wurden und werden. Im jetzigen Wintersemesterr stellte er fest, daß studieren mit den immer noch vorhandenen Krankheitssymptomen nicht so klappt, wie er sich dies wünschte. Auch seitens der Therapie wurde nun ein Studienabbruch und Rückkehr in die Nähe der Familie empfohlen (wobei nur ersteres im Rahmen eines Gutachtens schriftlich vorliegt).

Da der Mietvertrag für die jetzige Unterkunft im März ausläuft, möchte er nun zum 01. April wieder in seine Heimatstadt ziehen, welche allerdings in einen Nachbarort und auch Nachbarkreis von uns liegt. Dies auch, weil wir nach Beginn des Studiums aus unserer ehemaligen Heimatstadt in eine kleinere Wohnung zogen und uns leider der Platz fehlt. An unserem jetzigen Wohnort selbst ist es leider nicht möglich, zu den Bedingungen von ALG II eine bezahlbare Wohnung zu bekommen. Dazu kommt, das beide hier auf ein Fahrzeug angewiesen wären, in der Heimatstadt nicht.

Unser Sohn bezieht bis Ende März noch einen Studienkredit und exmatrikuliert zum 31.03.2014. Zum 01.04.2014 hin muss er ALG II beantragen.

Mit ihm wird seine Freundin, 27 Jahre, in seine Heimatstadt ziehen, welche derzeit am Studienort in einer WG lebt und ALG II bezieht. Sie erhält dort KdU in Höhe von 380 Euro warm.

Am Heimatort haben sich beide heute eine Wohnung angesehen, unter 60 qm und ca. 275 Euro Kaltmiete, entsprechend den Vorgaben für KdU in der Heimatstadt. Der Vermieter, eine Wohnungsgesellschaft, reserviert die Wohnung auch für beide und hat auch ein Formular mit Mietzusage und Mietkosten ausgefüllt.

Unser Sohn selbst hat in seinem Studentenzimmer ein Bett, Schreibtisch und Stuhl. Der Rest gehört zum Haus und verbleibt am Studienort. Die Freundin hat ein eingerichtetes Zimmer und für dieses auch bereits bei Einzug Erstausstattung beantragt und erhalten. Die Küche gehört zur WG.

Ist die gedachte weitere Vorgehensweise so richtig und zu empfehlen?

Unser Sohn:

- Exmatrikulation zum 31.03.2014, so schnell wie möglich
- da er für die Beantragung von ALG II einen Wohnsitz in der beantragten Stadt benötigt, erst einmal Anmeldung bei unserer Anschrift und Beantragung ALG II, gleichzeitig Beantragung Umzug in Heimatstadt
- nach ALG II Bewilligung und Zustimmung zum Umzug Beantragung Erstausstattung und Kaution?
- Umzug letztes Märzwochenende von Studienort in alte Heimatstadt (von Seiten des Vermieters kein Problem)

Wäre dies denkbar? Gibt es auch eine Lösung ohne Umweg über unseren jetzigen Wohnort? Ist dies überhaupt realistisch bis zum 01.04.2014 machbar? Und, wenn er die Zustimmung beantragt, tut er dies ja als Einzelperson für ein Wohnung für 2 Personen... Wie gehen Paare, die zusammenziehen wollen, dabei am besten vor? Wird da jeweils die Hälfte beantragt? Also Hälfte Miete, Hälfte Kaution..? Und wie sieht es da mit der Erstausstattung aus?


Freundin:

- Beantragung der Zustimmung zum Umzug in Heimatstadt unseres Sohnes beim JC am jetzigen Wohnort (=Studienort unseres Sohnes)
- nach Zustimmung Beantragung Umzugskosten, Umzug
- erfolgt keine Zustimmung, Umzug - den wir dann kostenmäßig irgendwie stemmen müssen, Anmeldung beim JC, Abmeldung altes JC

Nach dem, was seine Freundin bisher erzählt, ist eine Zustimmung sehr fraglich und auch zeitlich nicht in den nächsten 3 Monaten zu erwarten. Vor über einem halben Jahr versuchten beide am Studienort zusammenzuziehen. Erst erhielt sie ein mündliches ja am Telefon, dann zog sich die schriftliche Zusage über 3 Monate und plötzlich war auch in der Zusage von KdU weit unter dem vorher telefonisch zugesagten und eigentlich auch in der Stadt ansonsten angewendeten KdU und Wohnungsgrößne die Rede. Die Wohnung war natürlich mittlerweile weg, mal davon abgesehen, daß sie halt 63 statt der zugesagten 60 qm hatte und 540 statt 500 Euro warm kostete. Letztendlich ist das für die jetzige Sitaution aber egal, ich will damit nur sagen, dass wir da durchaus mit Schwierigkeiten rechnen.

Aber dennoch auch Fragen zu ihr. Was müssen wir beachten? Spielt bei ihr in diesem Zusammenhang eine Rolle, daß sie einen GdB von 50% hat? Ist der Wunsch nach dem Zusammenziehen ausreichend für eine Zustimmung zum Umzug in den Heimatort unseres Sohnes?

Und, ganz wichtig, wann eigentlich erfolgt die Kontaktaufnahme mit dem JC am Heimatort? Jetzt sofort? Nach Beantragung der Zustimmung?

Gibt es etwas, was wir vergessen haben? 'Wie würdet ihr vorgehen? Für Eure Antworten, Anregungen und Gedanken möchten wir uns jetzt schon bedanken.

Viele Grüße

Paul und Paula
 

wolliohne

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puh Roman,

wenn ich alles richtig verstanden habe sind die jeweiligen Anträge gestellt.
Ich würde jetzt schriftl.daran erinnern innerhalb 7 Tagen zu antworten
sonst einfach anmieten und umziehen feddig!
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Paul und Paula,

zunächst sollten sich beide darüber klar werden, ob sie als WG eine Wohnung anmieten
wollen.

Oder wollen sie als BG zusammenleben, das heißt der Regelsatz im ALG II ist weniger
und beide stehen füreinander ein?

Und auch hier mal ein Überblick zum Thema Bedarfsgemeinschaft:

https://www.tacheles-sozialhilfe.de/literatur/Leitfaden_Bedarfsgemeinschaft.pdf

Welche Unterschiede es gibt kannst du hier nachlesen:

Bedarfsgemeinschaft, Haushaltsgemeinschaft, Wohngemeinschaft, Einstandsgemeinschaft

Wenn dieser Punkt geklärt ist kann man weitersehen.

Und schau auch mal in diesen Link, wichtig Post 12

https://www.elo-forum.org/alg-ii/113986-alg-ii-bg-unterstellt-dagegen-tun.html

Ist jetzt viel Lesestoff aber man muß genau wissen, was man vor Antrag machen will
bzw. was alles auf dein Sohn und Freundin zukommen kann.
 
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