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Wie perfekt muss ein Klagentwurf zur PKH Bewilligung sein?

Theresa

Elo-User/in
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#1
Hallo,

ich habe eine Klage auf Schadensersatz zu führen, vor dem LG wegen des hohen Streitwertes 25 000 Euro.

Es handelt sich um einen Umzugsschaden, da ein Umzugsunternehmer den Grossteil meiner Sachen in einem Lager "versehentlich entsorgt", wohl eher verscherbelt hat.

Es war eine Rettungsaktion, ich musste ein Objekt wieder verlassen da ich dort die Miete nicht mehr aufbringen konnte, es gab einen Räumgsprozess und ich hatte kein Geld mehr für einen ordentlichen Umzug. Nur weil mir jemand 2000 Euro zurückgegeben hat die er einmal von mir bekommen hatte konnte ich überhaupt etwas einem Umzugsunternehmer anbieten. Jobcenter hat die Angebote von ordentlichen Firmen abgelehnt. Alleine konnte ich das alles nicht machen. Da hat mir ein kleinerer Umzugsunternehmer das Angebot gemacht, er wolle mir helfen für diese 2000 Euro, meine Sachen vor der Vermieterpfändung zu retten.

Nun aber ist der grosse Teil fort, und ich muss auf Schadensersatz klagen da meine Schränke, Stühle, Tische, viele Dinge die ich brauche sind fort und ich hause nach 3 Monaten noch in einer Baustelle. Ich bekam einen Beratungsschein, aber die Anwältin verlangt für den Klagentwurf mit Antrag auf PKH Bewilligung eine 1,0 Gebühr von 900 Euro, die ich nicht aufbringen kann. Nun habe ich selbst einen Klagentwurf geschrieben, nach einem Muster welches ich fand, und habe als "Klägerin" die Sache chronologisch und wahrheitsgemäss aus meiner Sicht geschildert, dabei auch immer wieder einmal die ich-Form benutzt. Die Anwältin findet dieses so unmöglich, und meint, so würde mir kein PKH bewilligt.

Muss dieser Klagentwurf zur Entscheidung, ob PKH bewilligt wird, so perfekt sein, oder geht es da nicht erst einmal um die reine Sachlage?

Sie bemängelt weiterhin "Beweise". Ich habe Zeugen benannt, die die Sachen in dem Objekt vor dem Umzug gesehen haben, und kurz vor dem Umzug zum Abholen bereit, habe Bilder von meinen ganzen Sachen in dem Objekt eingefügt, habe die permanenten Widersprüchlichkeiten dieses ganz sicher kriminellen Umzugsunternehmers aufgelistet, der nun behauptet, meine Sachen gar nicht zu kennen, obwohl er vom Jobcenter 1000 Euro für 3 Tage LKW und 3 Tage je 2 Mann je 6 Stunden für den Umzug erhalten hat, diesen Beleg habe ich vom Jobcenter angefordert, zahlreiche e-mails eingefügt, die beweisen, dass er mit mir in dem Lager gewesen ist.........

Wie perfekt muss so ein Klagentwurf sein? Natürlich kann ich die "ich"-Form überall in "die Klägerin" umändern, wenn es so besser ist. Aber ist dieses für einen Richter relevant, der erst nur einmal entscheiden soll, ob aufgrund der Sachlage PKH bewilligt werden kann?

Sind Zeugen alleine ein Beweis? Ist nicht auch die Logik ein Beweis? Der Umzugsunternehmer hat vor der Polizei gelogen und gesagt, ich habe alle meine Sachen selbst während des Umzugs entsorgt und er wolle mir das Lager kündigen weil er kein Geld hierfür bekommen hat. Dort also wusste er noch vom Lager und meinen Sachen. Es sind permanente Widersprüche, in denen er sich verfängt, die einfach unlogisch sind und damit unglaubwürdig. Er sagt einmal so, einmal so. Wie sollte ich alleine alle meine Sachen aus dem Objekt geschafft haben, als zierliche Frau von 176 cm Grösse und sehr schlank und nicht mehr körperlich belastungfähig? Wie sollte ich von 450 Euro ALG-Leistungen, die ich dort nachweislich erhielt, Helfer organisiert haben? Selbst in einer anderen Verhandlung vor einem AG hat der Umzugsunternehmer ausgesagt, dass er mit mir zusammen dieses Objekt zum Räumungstermin freigegeben hat und dass er den Umzug in 2 Tagen gemacht hat. Einige Sachen wurden in eine neue vorübergehende neue Bleibe gebracht, in der ich erst einmal unterkommen konnte, die meisten Sachen wurden eingelagert. Nun behauptet er, dass er nur Sachen von mir in dieses Zimmer von 30 qm gebracht hat. An 3 Tagen mit LKW je 6 Stunden je 2 Mann? Glaubt dieses ein Richter? Dieses ist rein logisch doch schon unmöglich. Was muss da noch bewiesen werden? Dieses beweist doch, dass dieser Mann lügt.

Die Anwältin meint, ich könne selbstverständlich alleine PKH vor dem LG beantragen, aber dann würde mir ein neuer Anwalt zugeordnet.

Ist das eine gute Anwältin? Oder will sie nur Geld machen? Ist mein Klagentwurf tatsächlich so schlecht? Die Richter am LG müssen doch wissen, dass ich keine Juristin bin. Werden dort nur perfekte juristische Anträge angenommen?

Danke für eine Antwort an

Theresa.
 
E

ExitUser

Gast
#2
hab nur die überschrift gelesen.

benatraen kannst du PKH getrost von anfang an, wenn allerdings der antrag wirr ist oer wegen der kompliziertheit der sachlage noch montelang ermittelt wird, wird so bald nich über dne PKH antrag entscheiden werden.

das machen die richter immer gerne erst dann, wenn sie eine abschliessende einschätzung über die erfolgsaussichten haben.
 

Heikejessi

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#3
Sorry, beim Landgericht herrscht Anwaltszwang, das kannste nicht alleine machen.


LG Heike
 

Pichilemu

Forumnutzer/in

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#4
Doch, den PKH-Antrag kann man immer selber stellen, auch wenn für das Hauptverfahren Anwaltszwang herrschen würde.

Die Anwältin mag rein fachlich gesehen vollkommen im Recht sein, nur zeugt das nicht wirklich von Einfühlsamkeit, wenn man stattdessen schön die Hand aufhält und 900 Euro einkassieren will. Letztendlich ist es deine Entscheidung, ob du es nicht doch versuchen willst mit dem PKH-Antrag.
 

rechtspfleger

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#5
Das ist keine Frage (fehlender) Einfühlsamkeit.

Wenn der Rechtsanwalt mit der Einreichung eines PKH-Antrages beauftragt wird, ist das eine gesondert zu vergütende Tätigkeit (Ziff. 3335 RVG-VV). Dies wird auf die Vergütung für das eigentliche Verfahren angerechnet (§ 16 Nr. 2 RVG).

Den PKH-Antrag kann man auch in Verfahren vor dem Landgericht beim Gericht zur Niederschrift stellen (§§ 78 Abs. 3, 117 Abs. 1 S. 1, 2 ZPO). Ob das sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.
 
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