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silvermoon

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#1
Hallo!
Mich würde mal interessieren, in wie weit es rechtens ist, dass ein SB einen Hartz IV Empfänger quasi alle 4 Wochen zu einem Gespräch einlädt?
 

Rote Socke

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#2
Wenn er sonst nix zu tun hat.
Einsamheit?
Von Frau / Freundin verlassen?
:icon_laber:
Ich würde bei jedem Besuch in die Offensive gehen mit Fragen, wie:
Was tut sich auf dem Arbeitsmarkt?
Wie viele Stellen (keine ZA) mit aureichend Einkommen haben Sie für mich gefunden?
Ich möchte gerne Akteneinsicht über Ihre Tätigkeiten

U.S.W.
Mit anderen Worten, sich unbeliebt machen.
 

ofra

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#3
worum geht es denn bei diesen gesprächen immer?
bring ihm nächstesmal einen schokokeksriegel mit. mein arbeitsvermittler steht auf sowas!
 

Grobi

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#4
Hallo!
Mich würde mal interessieren, in wie weit es rechtens ist, dass ein SB einen Hartz IV Empfänger quasi alle 4 Wochen zu einem Gespräch einlädt?
Mir währe nix bekannt, was dagegen spricht. Allerdings freut sich der SB, wenn man Ihm zum Abschluss des Gespräches einen formlosen Antrag auf Rückerstattung der Fahrtkosten hinlegt und deutlich macht, das die an vielen Orten übliche Regelung "Beträge unter 6 € sind nicht erstattungsfähig" bei Anwendung Vor Gericht zerlegt wird. Ein Hinweisschreiben an den Vorgesetzten mit klaren Hinweisen wie "unnötige Kosten verursacht durch Einladung zu Terminen, die schriftlich problemlos einfach geklärt werden konnten usw.

Wenn aber bei diesen Terminen was sinnvolles rumkommt - warum dann nicht...
 
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#5
Mich würde mal interessieren, in wie weit es rechtens ist, dass ein SB einen Hartz IV Empfänger quasi alle 4 Wochen zu einem Gespräch einlädt?
Das riecht nach Schikane, es kommt aber auch auf die inhaltliche Qualität der Gespräche an.

Wenn die Gespräche dich echt weiter bringen ist alles gut.

Wenn der SB aber sagt "Ach sie leben auch noch? Tschüssikoswski:icon_hihi:", würde ich mich wehren.
 

Heiko1961

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#6
Wenn er sonst nix zu tun hat.
Einsamheit?
Von Frau / Freundin verlassen?
:icon_laber:
Ich würde bei jedem Besuch in die Offensive gehen mit Fragen, wie:
Was tut sich auf dem Arbeitsmarkt?
Wie viele Stellen (keine ZA) mit aureichend Einkommen haben Sie für mich gefunden?
Ich möchte gerne Akteneinsicht über Ihre Tätigkeiten

U.S.W.
Mit anderen Worten, sich unbeliebt machen.
Frage ihn noch, ob er auch bei der nächsten Demo gegen Hartz IV mitmacht? Zeit dafür muss er ja haben.:icon_mrgreen:
 

peter_S

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#7
hm,
also irgendwie seid ihr da ein bisschen falsch gewickelt.

Der Idealzustand der Betreuung von Arbeitslosen ist einmal im Monat ein persönliches Gespräch.

Scheinbar hast du einen Sachbearbeiter erwischt der seinen Job wirklich ernst nimmt und seine "Schützlinge" sehr gut organisieren kann das er es schafft die jeden Monat einzuladen.

So sollte es übrigens sein. Da kann man tatsächlich von einer Betreuung sprechen.
 

Bruno1st

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#8
Mir währe nix bekannt, was dagegen spricht. Allerdings freut sich der SB, wenn man Ihm zum Abschluss des Gespräches einen formlosen Antrag auf Rückerstattung der Fahrtkosten hinlegt und deutlich macht, das die an vielen Orten übliche Regelung "Beträge unter 6 € sind nicht erstattungsfähig" bei Anwendung Vor Gericht zerlegt wird. Ein Hinweisschreiben an den Vorgesetzten mit klaren Hinweisen wie "unnötige Kosten verursacht durch Einladung zu Terminen, die schriftlich problemlos einfach geklärt werden konnten usw.

Wenn aber bei diesen Terminen was sinnvolles rumkommt - warum dann nicht...
eben, solange er sich ordentlich benimmt und vor allem die Fahrtkosten bezahlt und zwar vorab, dann sehe ich da kein Problem - aber antanzen ohne Kostenerstattung, das kann ich mir bei so einer ALGII Leistung und für so eine ARGE Leistung nicht leisten

meine ARGE liegt auch auf der 6,- € Schiene - läßt das nun über Widerspruch laufen mit eintsprechenden Zeitaufwand zum aussitzen. Die hatten mir problemlos Bus eingetragen, 6,80 statt 5,60 Pkw, aber mit der Unetrschrift unter die vorgelegten Anträge hätte ich mich bei dieser Arbeitsmoral ja sicher sofort strafbar gemacht. Dafür mußte ich mich dann entscheiden "Arzttermin bei der ARGE oder Essen".
 

n0b0dy

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#9
sorry fürs ausgraben aber das passt grad ganz gut.

meine aktuelle SB lädt mich sozusagen alle 2 tage ein, und da ich weniger als 2 km vom jobcenter entfernt wohne, entstehen bisher auch keine fahrtkosten die ich erstattet kriegen könnte.

kann man sich da an irgend ne besondere stelle wenden?

also alle 2 tage finde ich ja mal extrem übertrieben.
 

Rosarot

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#10
sorry fürs ausgraben aber das passt grad ganz gut.

meine aktuelle SB lädt mich sozusagen alle 2 tage ein, und da ich weniger als 2 km vom jobcenter entfernt wohne, entstehen bisher auch keine fahrtkosten die ich erstattet kriegen könnte.

kann man sich da an irgend ne besondere stelle wenden?

also alle 2 tage finde ich ja mal extrem übertrieben.
Mach dir doch den Spaß und dreh den Spieß einfach mal um.
Geh jedesmal hin mit einer schriftlich formulierten Frage (Eingangsbestätigung auf Kopie geben lassen, nicht vergessen!) und gib die mit der Bitte um schriftliche Beantwortung bei ihr ab.
Ich denke, die wird bald keine Lust mehr haben, dass du so oft vorbeikommst.:biggrin:
 

Muzel

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#12
Als meine Rente lief, durfte ich auch alle 4 Wochen antreten.
 

n0b0dy

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#13
@ rosarot

guter tip...aber was könnte man denn so alles auf schriftlichem weg "erfragen"? kann ich z bsp auch jedesmal sowas wie ein "protokoll" verlangen? dass sie jedesmal "irgendwas" beim termin schreiben muss?

@ maja

es ist immer der ganz normale standart-grund.

"ich möchte mit ihnen über ihr bewerberangebot bzw. ihre berufliche situation sprechen.

dies ist eine einladung nach §59 zweites sgb in verbindung mit §309 abs. 1 drittes sgb."


habe mir mal den §309 angesehn...da steht als letztes noch dass ich fahrtkosten für termine beantragen kann.

§ 309 Allgemeine Meldepflicht

(1) Arbeitslose haben sich während der Zeit, für die sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erheben, bei der Agentur für Arbeit oder einer sonstigen Dienststelle der Bundesagentur persönlich zu melden oder zu einem ärztlichen oder psychologischen Untersuchungstermin zu erscheinen, wenn die Agentur für Arbeit sie dazu auffordert (allgemeine Meldepflicht). Die Meldung muss bei der in der Aufforderung zur Meldung bezeichneten Stelle erfolgen. Die allgemeine Meldepflicht besteht auch in Zeiten, in denen der Anspruch auf Arbeitslosengeld ruht.
(2) Die Aufforderung zur Meldung kann zum Zwecke der 1.Berufsberatung,
2.Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit,
3.Vorbereitung aktiver Arbeitsförderungsleistungen,
4.Vorbereitung von Entscheidungen im Leistungsverfahren und
5.Prüfung des Vorliegens der Voraussetzungen für den Leistungsanspruch
erfolgen.
(3) Die meldepflichtige Person hat sich zu der von der Agentur für Arbeit bestimmten Zeit zu melden. Ist der Meldetermin nach Tag und Tageszeit bestimmt, so ist die meldepflichtige Person der allgemeinen Meldepflicht auch dann nachgekommen, wenn sie sich zu einer anderen Zeit am selben Tag meldet und der Zweck der Meldung erreicht wird. Ist die meldepflichtige Person am Meldetermin arbeitsunfähig, so wirkt die Meldeaufforderung auf den ersten Tag der Arbeitsfähigkeit fort, wenn die Agentur für Arbeit dies in der Meldeaufforderung bestimmt.
(4) Die notwendigen Reisekosten, die der meldepflichtigen Person und einer erforderlichen Begleitperson aus Anlaß der Meldung entstehen, können auf Antrag übernommen werden, soweit sie nicht bereits nach anderen Vorschriften oder auf Grund anderer Vorschriften dieses Buches übernommen werden können.

es ist zwar so, dass ich ziemlich nah am jobcenter wohne, aber ich könnte auch jedesmal 1 station mit dem bus fahren, dadurch würden jedesmal fahrtkosten entstehen die ich beantragen kann.

also laut diesem § spielt die entfernung ja keine rolle, oder gibts da irgendwo noch ne andere regelung über die verhältnismässigkeit?
 

Smiley32

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#14
Gibts für diese 2 km keinen Bus oder Mitfahrzentrale?
Klingt zwar blöd für 2 km, aber so entstehen Fahrtkosten.
 

Heikesu

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#15
Zunächst darf das Jobcenter vorladen, wenn es einen sachgerechten Zweck verfolgt. Der Zweck muss in der schriftlichen Meldeaufforderung konkret genannt (SG Hamburg vom 30.01.2006 – S 62 AS 133/05 ER) oder wenigstens stichwortartig angegeben werden (LSG BaWü vom 18.2.2005 – L 8 AL 4106/03 & vom 27.9.2002 – L 8 AL 855/02). Persönliches Erscheinen darf nur zur Erreichung eines konkreten Meldezwecks dienen. Ist der Meldezweck durch mildere Mittel (Brief oder Telefon) durchführbar, ist eine persönliche Meldung unangemessen und nicht verhältnismäßig (vgl. Birk in LPK-SBG II, § 59 Rn. 4)
 
E

ExitUser

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#16
Der Sachbearbeiter kann dich jede Woche einladen, wenn er denn Langeweile schiebt - er muss dann nur einen Grund dafür nachweisen und das wird in den Meisten Fällen "Besprechung ihrer beruflichen Situation" sein, womit sie sich quasi alles erlauben.
 

n0b0dy

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#17
wenns denn nur 1 mal die woche wäre...aber sie, es ist ne frau, lädt mich jetz schon 2 mal die woche ein.

ich habe am dienstag einen meldetermin und am donnerstag, letzte woche hatte ich bereits 2 termine bei ihr.

ja wie schon gesagt, es fährt auch ein bus den ich nehmen könnte.

und der grund für den termin ist jedesmal "ich möchte mit ihnen über ihre berufliche situation sprechen"...

ich kann ja mal alle einladungen von ihr hier einscannen wenn mir das keiner glaubt...da steht aber echt immer das selbe, nur das datum ändert sich.


also am 04.10.11 habe ich zum ersten mal überhaupt von dieser frau gehört, da hatte sie mir eine maßnahme aufgedonnert obwohl sie garnicht meine SB war, ich kannte sie zu dem zeitpunkt nicht.

am 11.06.12 dann der erste termin bei ihr.
18.06.12 der zweite termin
26.06.12 der dritte termin
28.06.12 der vierte termin
03.07.12 der fünfte termin
05.07.12 der sechste termin

und so scheint es fröhlich weiter zu gehn...
 

gast_

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#18
hm,
also irgendwie seid ihr da ein bisschen falsch gewickelt.

Der Idealzustand der Betreuung von Arbeitslosen ist einmal im Monat ein persönliches Gespräch.

Scheinbar hast du einen Sachbearbeiter erwischt der seinen Job wirklich ernst nimmt und seine "Schützlinge" sehr gut organisieren kann das er es schafft die jeden Monat einzuladen.

So sollte es übrigens sein.

Ja, so ist mir das auch bekannt.

Da kann man tatsächlich von einer Betreuung sprechen.
:biggrin:
Ich reich mal eben Widerspruch ein :biggrin:

Ich wurde jahrelang monatlich eingeladen...das hat aber nur genervt, denn von Betreuung konnte keine Rede sein, immer eine Stunde lang SB vollabern, damit der auf keine dummen Gedanken kommt wie Maßnahme und dergleichen. Jobangebote: Fehlanzeige....
 

n0b0dy

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#19
@ kiwi

nur falls du es nicht bemerkt hast...das thema ist ziemlich alt, du hast ein 5 jahre altes posting zitiert :biggrin:
 

Rosarot

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#20
wenns denn nur 1 mal die woche wäre...aber sie, es ist ne frau, lädt mich jetz schon 2 mal die woche ein.

ich habe am dienstag einen meldetermin und am donnerstag, letzte woche hatte ich bereits 2 termine bei ihr.

ja wie schon gesagt, es fährt auch ein bus den ich nehmen könnte.

und der grund für den termin ist jedesmal "ich möchte mit ihnen über ihre berufliche situation sprechen"...

ich kann ja mal alle einladungen von ihr hier einscannen wenn mir das keiner glaubt...da steht aber echt immer das selbe, nur das datum ändert sich.


also am 04.10.11 habe ich zum ersten mal überhaupt von dieser frau gehört, da hatte sie mir eine maßnahme aufgedonnert obwohl sie garnicht meine SB war, ich kannte sie zu dem zeitpunkt nicht.

am 11.06.12 dann der erste termin bei ihr.
18.06.12 der zweite termin
26.06.12 der dritte termin
28.06.12 der vierte termin
03.07.12 der fünfte termin
05.07.12 der sechste termin

und so scheint es fröhlich weiter zu gehn...
Das schreit ja fast nach mehr als beruflichem Interesse an dir und "sexueller Belästigung", wenn die so oft mit dir zusammen sein will...:icon_kinn::biggrin:
 

n0b0dy

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#21
was wäre denn wenn ich jetz einfach termine "ignorieren" würde, aufgrund der tatsache dass ja ein weiterer termin stattfindet?

sagen wir, ich nehme den termin von dienstag nicht wahr, und begründe das damit dass ich ja am donnerstag einen weiteren termin habe und diesen wahrnemen werde.

wäre das trotzdem ein verstoss der meldepflicht oder könnte das als "wichtiger grund" betrachtet werden?

da steht ja: wenn sie ohne wichtigen grund dieser einladung nicht folge leisten liegt pflichwidriges verhalten vor.
 

eroles

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#22
Der Sachbearbeiter kann dich jede Woche einladen, wenn er denn Langeweile schiebt - er muss dann nur einen Grund dafür nachweisen und das wird in den Meisten Fällen "Besprechung ihrer beruflichen Situation" sein, womit sie sich quasi alles erlauben.
Falsch! So ein Vorgehen ist nicht durch das Gesetz gedeckt und man sollte sich dagegen wehren z.B. indem man den Meldeauff. widerspricht und Beschwerden an die Vorgesetzen richtet. Schikanöse, sinnlose und auf bloßer Willkür beruhende Meldeauff. sind ausgeschlossen!

Birk in Münder, Sozialgesetzbuch II, 4. Auflage 2011, § 59 SGB II Rn 2 - 6

Zweck der Meldepflicht ist, dem Grundsicherungsträger die Durchführung seiner Aufgaben durch ein persönliches Erscheinen des Leistungsberechtigten zu erleichtern oder Ermittlungen erst zu ermöglichen. Ferner besteht der Sinn darin, einen persönlichen Kontakt zwischen der Behörde und dem Leistungsberechtigten zu bilden, wenn und soweit dies für den Erfolg zB von Leistungen zur Eingliederung sinnvoll oder erforderlich ist. Dabei muss gerade das persönliche Erscheinen erforderlich sein, dh Abstimmungen oder Gespräche, die ohne weiteres auch fernmündlich erfolgen können, erfordern nicht das persönliche Erscheinen. Diese Zwecke müssen von Seiten der Behörde ernst genommen werden. Die Meldeaufforderung ist kein Mittel zur Abschreckung oder Disziplinierung von Leistungsberechtigten. Schikanöse Meldeaufforderungen sind nicht zulässig. Die plausiblen und offenkundigen Interessen der meldepflichtigen Person wie zB unzulängliche Verkehrsverbindungen in ländlichen Gebieten, familiäre Verhältnisse, gesundheitliche Beeinträchtigungen usw sind bei Bestimmung der Meldepflicht und der Meldezeit zu berücksichtigen.

Winkler in Gagel, SGB II / SGB III, 43. Ergänzungslieferung 2011, § 309 SGB III Rn 17

und hier zu § 59SGB II iVm § 309SGB III

Wer Alg II bezieht oder beantragt hat, unterliegt gemäß § 309 Abs. 1 SGB III der allgemeinen Meldepflicht. Voraussetzung der Meldepflicht ist eine entsprechende Aufforderung des Trägers der Grundsicherung. Die Meldeaufforderung ist ein Verwaltungsakt. Ob und wann eine Meldeaufforderung ergeht, liegt gemäß § 309 Abs. 2 SGB III im pflichtgemäßen Ermessen des Träges der Grundsicherung.

Die plausiblen und offenkundigen Interessen der meldepflichtigen Person wie zB unzulängliche Verkehrsverbindungen in ländlichen Gebieten, familiäre Verhältnisse, gesundheitliche Beeinträchtigungen usw sind bei Bestimmung der Meldepflicht und der Meldezeit zu berücksichtigen.

Bestimmtheit der Meldeaufforderung
Randnummer 14 Die Meldeaufforderung muss inhaltlich hinreichend bestimmt sein (§ 33 Abs. 1 SGB X), dh, für den Empfänger muss vollständig, klar und unzweideutig erkennbar sein, welches Verhalten die Agentur für Arbeit von ihm erwartet.
Zudem muss erkennbar sein, um welche konkrete Meldeart es sich handelt, denn das Gesetz unterscheidet zwischen der Pflicht zur „Meldung“ und der Pflicht, „zu einem ärztlichen oder psychologischen Untersuchungstermin zu erscheinen“.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
LSG BaWü vom 18.2.2005 – L 8 AL 4106/03 & vom 27.9.2002 – L 8 AL 855/02. Eine persönliche Meldung darf nur zur Erreichung eines konkreten Meldezwecks dienen. Ist der Meldezweck durch mildere Mittel (Brief oder Telefon) durchführbar, ist eine persönliche Meldung unangemessen und nicht verhältnismäßig (Vgl. Birk in LPK-SBG II, § 59 Rn. 4)
 

n0b0dy

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#23
Falsch! So ein Vorgehen ist nicht durch das Gesetz gedeckt und man sollte sich dagegen wehren z.B. indem man den Meldeauff. widerspricht und Beschwerden an die Vorgesetzen richtet. Schikanöse, sinnlose und auf bloßer Willkür beruhende Meldeauff. sind ausgeschlossen!
danke, genau sowas habe ich gesucht. also sollte ich einfach von dem recht auf widerspruch, was mir ja auch per RFB gegeben wird, gebrauch machen und das als "sinnlose willkür bzw. disziplinare massnahme" anfechten?

€: ich sehe grade da steht noch als hinweis:

auch wenn sie widerspruch einlegen sind sie verpflichtet der meldepflicht nachzukommen.
 

Smiley32

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#24
Wie wäre es mit einem gelben Zettel?

Wäre interessant ob Du dann täglich eingeladen wirst, um die versäumten Termine nachzuholen....

Oder mal zuvor kräftig Tsatsiki, Bohnen usw essen....durchschwitzte Kleidung dazu....Zähneputzen vergessen....
Deine SB will Dich garantiert nicht mehr so oft sehen und riechen :biggrin:
 

eroles

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#25
€: ich sehe grade da steht noch als hinweis:

auch wenn sie widerspruch einlegen sind sie verpflichtet der meldepflicht nachzukommen.
Man kann zusätzlich aufschiebende Wirkung am SG beantragen, muss aber zum Termin, wenn der Eilantrag bis dahin nicht beschieden wurde, so ist das zu verstehen.

Aufgrund Widerspruch und Beschwerde kommt es intern zu Rückmeldungen, was bewirken kann, dass die schikanösen Meldeauff. eingestellt werden.
 

n0b0dy

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#26
Man kann zusätzlich aufschiebende Wirkung am SG beantragen, muss aber zum Termin, wenn der Eilantrag bis dahin nicht beschieden wurde, so ist das zu verstehen.

Aufgrund Widerspruch und Beschwerde kommt es intern zu Rückmeldungen, was bewirken kann, dass die schikanösen Meldeauff. eingestellt werden.
ich scann mal eben die letzte einladung ein und lade sie gleich hoch...da steht auch noch was von "hat keine aufschiebende wirkung"...also die scheinen sich mittlerweile von allen seiten abzusichern.

die RFB in verbindung mit der RBB sind vom text her länger als die einladungen ansich.
 

eroles

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#27
ich scann mal eben die letzte einladung ein und lade sie gleich hoch...da steht auch noch was von "hat keine aufschiebende wirkung"...also die scheinen sich mittlerweile von allen seiten abzusichern.

die RFB in verbindung mit der RBB sind vom text her länger als die einladungen ansich.
Oh Mann, das ist das kleine 1X1 im Sozialrecht. Hochladen kannst du dir sparen.

Ein Widerspruch entfaltet gem. § 39 SGB II keine aW mehr, daher muss das gesondert beantragt werden.

Das hat nicht mit einer "Absicherung" der JC zu tun, es werden schlicht die rechtlichen Möglichkeiten der HE verschwiegen.
 

gast_

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#28
@ kiwi

nur falls du es nicht bemerkt hast...das thema ist ziemlich alt, du hast ein 5 jahre altes posting zitiert :biggrin:
Wenn du es wieder hochgeholt hast - scheint zwar alt, aber dennoch aktuell zu sein :biggrin:
 

n0b0dy

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#29
dann kann ich mir aber den widerspruch sparen, weil dieser garantiert eine gewisse zeit braucht um bearbeitet zu werden.

eine beschwerde kann ich aber mal einreichen, nur an wen richte ich die?

handelt es sich da um eine "normale" beschwerde oder um eine sogenannte dienstaufsichtsbeschwerde?
 

eroles

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#30
dann kann ich mir aber den widerspruch sparen, weil dieser garantiert eine gewisse zeit braucht um bearbeitet zu werden.
Warum??? Ein Widerspruch muss trotzdem bearbeitet werden, und wenn du es ernst meinst, reichst du gegen einen negativen Bescheid Klage ein. Das ist dein Recht.

Zu Beschwerden einfach mal googeln....:icon_mued:
 

nightangel

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#31
Also ich würde ganz einfach mal fragen warum sie zwei mal die Woche einläd und was es denn in der kurzen Zeit für Veränderungen geben kann die ein Gespräch nötig machen. Dann einfach mal durchblicken lassen das du die Zeit besser für Stellensuche und Bewerbungen nutzen kannst oder ob sie das bei dem Terminen mit dir gemeinsam machen will.

Meine SB wollte mich auch lange Zeit einmal im Monat sehen, mittlerweile sind es alle 2 Monate und es nervt gewaltig weil da eh nichts bei raus kommt ausser blabla.
Sie notiert sich einfach nur wie oft ich mich jeden Monat beworben habe, also ob ich mich schön an die EGV gehalten habe, dann kommt die obligatorische Frage warum es denn nicht klappen will mit neuem Job und woran das liegen kann und dann wird noch eine Weile im Computer nach Stellenanzeigen geguckt und evtl. welche ausgedruckt die ich auch selber schon gefunden habe. Der Ablauf ist eigtl. jedes mal gleich und dauert dann so ca. 1 Stunde. Kann nur sagen, es nervt mittlerweile tierisch und mir graut es schon davor den Briefkasten zu öffnen wenn wieder ein neuer Termin anstehen könnte.

Aber zwei mal die Woche, da hätte ich schon lange gestreikt und der sonstwas erzählt. Meine wollte am Anfang alle 2 Wochen einladen und ich hab sie nur gefragt ob das ihr ernst ist und was es denn alle 2 Wochen zu besprechen gäbe, ist dann zurück gerudert auf einmal im Monat, nach langem hin und her.
 
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#32
also am 04.10.11 habe ich zum ersten mal überhaupt von dieser frau gehört, da hatte sie mir eine maßnahme aufgedonnert obwohl sie garnicht meine SB war, ich kannte sie zu dem zeitpunkt nicht.

am 11.06.12 dann der erste termin bei ihr.
18.06.12 der zweite termin
26.06.12 der dritte termin
28.06.12 der vierte termin
03.07.12 der fünfte termin
05.07.12 der sechste termin

und so scheint es fröhlich weiter zu gehn...
Da wäre ich am 11.6. zum Arzt gegangen und hätte AU geholt bis 22.6.12 Am 25.06 wäre ich wieder zum Arzt gegangen -AU dann bis11. 7.12.

Evtl. würde ich einen Fahrgeldantrag fordern (Teamleiter) um Sinnloseinladungen zu verhindern.

Die generelle Sanktionsabsicht ist offenkundig. Dienstaufsichtsbeschwerde ist angebracht.

AU wirkt aber auch gut, da das Nichterscheinen zum Termin, dann mit wichtigen Grund abgewiesen wird und es an den Nerven des SB zerrt wenn die termine ohne Ergebniss sind. Generell würde ich nur 1 Termin im Halben jahr antreten.

Bitte
 

n0b0dy

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#33
aber genau das ist doch dann schon der vorläufer für eine einladung zum amtsarzt...wenn ich mir jetz permanent AU´s hole die immer über mehrere tage andauern und ich ja im grunde garnicht krank bin.

davon mal abgesehn dass ich mir nach ner weile ziemlich blöd vorkommen würde jedesmal zum arzt zu gehn obwohl ich nix hab, was sagt man dem denn? oder geht man dann jedesmal zu nem anderen arzt?

ich gehe echt selten zum arzt...habe nichtmals einen festen hausarzt, aber seit ich umgezogen bin vor fast 2 jahren wohne ich direkt neben einem allgemein arzt, da war ich bisher aber nur 2 mal.
 
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