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Wie MUSS eine Bewerbung aussehen?

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nicole05

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#1
Um den Tread von Gavroche nicht zu schreddern, hier ein neuer.

Hallo,
aber wie genau MUSS so eine Bewerbung aussehen?
Bei meinem letzten Bewerbungstraining habe ich mich kurz und bündig beworben, da ich für die Stelle keinerlei Ausbildung hatte, diese aber gefordert war.
Meine Bewerbung wurde an mein SB von der Arge weitergeleitet und ich bekam Post. ( Heute würde mir sowas nicht mehr passieren)
Wenn Sie durch ihre Bewerbung oder ihr Verhalten beim Vorstellungsgespräch etwas tun was die Einstellung behindert, werden sie sanktioniert.
Also bin ich verpflichtet 30 Sätze zu schreiben mit dem üblichen bla, bla.
Ich bin motiviert und belaster, zeitlich flexibel und möchte unbedingt bei Ihnen arbeiten.
Die Arbeit mit älteren Menschen macht mir sehr viel Spaß.
Oder reicht es aus es z.B. so zu formulieren:

Sehe geehrte Frau XXXX,

auf der Homepage der Agentur für Arbeit habe ich gesehen, dass Ihre Firma eine Stelle als Altenpflegerin zu besetzen hat.
Hiermit bewerbe ich mich um diese Stelle.
Über eine positive Antwort von Ihnen würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen

Ich

Habe ich damit meine Pflicht erfüllt?
Oder kann ich sanktioniert werden?

Nicole
 

Paolo_Pinkel

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#2
Hi,

also wie ich bereits hier schon geschrieben habe:
http://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/40830-bewerbung-allgemein.html#post431347

Wenn es um Vermittlungsvorschläge geht auf die du dich bewerben musst um deine Pflicht zu erfüllen, es aber absehbar ist, dass du aufgrund fehlender Qualifikation o. ä. diese Stelle ohnehin nicht bekommen wirst, solltest du sie so verfassen, dass eine offensichtlich ablehnende Haltung aus diesem Bewerbungsschreiben nicht abzuleiten ist, weil du u. U. damit rechnen musst, dass dieses Schreiben noch andere zu Gesicht bekommen. Ist ja in deinem Fall auch so passiert.

Also ganz normal schriftlich - sofern in der Stellenanzeige es nicht anders verlangt wird - mit den üblichen Anlagen wie Lebenslauf und Zeugnisse.

Gruss

Paolo
 

Archibald

Mitarbeiter
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#3
Um den Tread von Gavroche nicht zu schreddern, hier ein neuer.

Hallo,
aber wie genau MUSS so eine Bewerbung aussehen?
Bei meinem letzten Bewerbungstraining habe ich mich kurz und bündig beworben, da ich für die Stelle keinerlei Ausbildung hatte, diese aber gefordert war.
Meine Bewerbung wurde an mein SB von der Arge weitergeleitet und ich bekam Post. ( Heute würde mir sowas nicht mehr passieren)
Wenn Sie durch ihre Bewerbung oder ihr Verhalten beim Vorstellungsgespräch etwas tun was die Einstellung behindert, werden sie sanktioniert.
Also bin ich verpflichtet 30 Sätze zu schreiben mit dem üblichen bla, bla.
Ich bin motiviert und belaster, zeitlich flexibel und möchte unbedingt bei Ihnen arbeiten.
Die Arbeit mit älteren Menschen macht mir sehr viel Spaß.
Oder reicht es aus es z.B. so zu formulieren:

Sehe geehrte Frau XXXX,

auf der Homepage der Agentur für Arbeit habe ich gesehen, dass Ihre Firma eine Stelle als Altenpflegerin zu besetzen hat.
Hiermit bewerbe ich mich um diese Stelle.
Über eine positive Antwort von Ihnen würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen

Ich

Habe ich damit meine Pflicht erfüllt?
Oder kann ich sanktioniert werden?

Nicole
Für Sanktionen findet ein SB fast immer einen Grund. Hier jedoch wäre eine Sanktion unverhältnismäßig und hätte vor Gericht keinen Bestand wenn du deine Bewerbung so begründest wie du das im Anderen Thread getan hast.

Du wolltest, weil eine Ausbildung gefordert wird, mit der kurzen Bewerbung Neugierde wecken und rechnetest dir damit mehr Chancen auf ein Bewerbungsgespräch aus, als wenn du gleich erwähnt hättest dass dir die Ausbildung zu dem Job fehlt. Alles eine Frage der Definition.

Eine Sanktion käme nämlich dann mit Sicherheit in Frage, wenn du in der Bewerbung negatives wie das Fehlen einer nötigen Ausbildung, Unlust oder Ähnliches erwähnt hättest.

LG, Archibald.
 

Paolo_Pinkel

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#4
Hi,

vielleicht hilft auch das ein wenig weiter:
Inhalt und Form eines Bewerbungsschreibens - Sanktion rechtswidrig

Wann gelten Bewerbungsversuche in ihrer Form als eine ablehnende Haltung des Bewerbers? Dieser Frage ging das LSG Berlin- Brandenburg nach, nachdem ein Erwerbsloser von seiner zuständigen Behörde sanktioniert wurde, weil diese ihm vorwarf, das sein Bewerbungsschreiben schon der formhalber erkennen ließ, dass der Erwerbslose die Bewerbung nicht ernst meinte. Was sagte das Landessozialgericht zu der Behauptung:...
http://www.sozialticker.com/inhalt-...chreibens-sanktion-rechtswidrig_20070306.html


Gruss


Paolo
 

nicole05

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#5
Klasse, danke.
Ein Foto gibt es zukünftig von mir bei Dummfug Bewerbungen nicht mehr.
Man lernt nie aus.
Ich finde es sehr witzig, wenn ich mich auf eine Stelle als Verkaufshilfe bewerbe, meine Bewerbung aber eher auf den Vorsitzenden der Deutschen Bank zugeschnitten ist.
Genau das wurde aber bei meinem letzten Bewerbungstraining gefordert.
Zudem hält mich doch jeder Arbeitgeber für total verblödet, wenn ich in die Bewerbung schreibe Zeitlich flexibil und in meinem Lebenslauf dann steht: Alleierziehend, 5 Kinder, 3 noch minderjährig.
Mir wurde immer beigebracht nicht zu lügen und nun werde ich gezwungen.
Nicole
 
E

ExitUser

Gast
#6
Mir wurde immer beigebracht nicht zu lügen und nun werde ich gezwungen.
Nicole
Wer kann dich zum Lügen zwingen? Dann noch zu deinem Nachteil.:icon_evil:
Als ich meine Ausbildung hatte war auch ein Kurzkurs in Bewerbung mit dabei. Absolut alles sollten wir in den Lebenslauf reinschreiben, von Tel.- Nummer, über email- Adresse, bis hin zu den EEJ, die wir mal gemacht hatten. Religion gehört nicht rein, ein Foto gibt es von mir schon lange nicht mehr. Bin doch nicht auf dem Basar, wo man mich begaffen kann. Soll der potenzielle AG mich doch einladen, kann er auch gucken, ob ich schön genug für seinen Laden bin.

Mal gar nicht dran zu denken, was mit dem Foto vielleicht angestellt werden könnte, von den anderen Angaben ganz zu schweigen.
 
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#7
ein Foto gibt es von mir schon lange nicht mehr.
Mal abgesehen davon, dass ein Arbeitgeber in Zeiten des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes oder wie das Ding auch heißt nur unnötig vom sachlichen Für und Wider eines Bewerbers abgelenkt wird. Allgemein wird heute von Personalchefs und Beratern empfohlen, ausdrücklich kein Foto mitzusenden.
ob ich schön genug für seinen Laden bin.
Bestimmt!
 

Linchen0307

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#8
Hallo Nicole,
mach dir doch eine Berwerbungsmappe unter "open Office"
da scannst du auch dein Foto mit ein und kannst alles, bis auf die eigentlich Bewerbung, immer wieder verwenden, selbst das Foto:icon_twisted:


Open office kann man sich runterladen...
 

sun2007

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#9
Ich habe eine Zeit lang völlig absurde Stellenangebote erhalten. Da ich mich aber sehr gefreut hätte, dort arbeiten zu dürfen, habe ich mein Antwortschreiben etwa so verfasst:

Sehr geehrter (Personalmensch),

Sie suchen einen _____. Ich habe in dieser Branche bislang noch keinerlei Erfahrungen sammeln können aber ich freue mich sehr, dass Sie Interesse an meinem Profil gezeigt haben. Ich kann Ihnen versichern, dass ich ein aufgeschlossener Mensch bin, mich für neue Gebiete sehr interessiere und mich auch jederzeit in jede neue Materie schnell einarbeite.

Über ein persönliches Gespräch mit Ihnen freue ich mich.

Mit freundlichen Grüßen

xy
______________________________
Ich habe nie wieder von denen gehört. Irgendwann kam dann raus, dass mein SB mir irgendeinen Fantasiejob im Computer eingetragen hatte, mit dem ich mein Lebtag noch nie zu tun hatte. Das wurde richtig gestellt und damit hatte ich Ruhe vor unpassenden Angeboten, auf die ich ja immerhin auch immer reagieren musste. Achso: Im Stellenangebot stand drin, dass man die Erfahrungen haben und nachweisen sollte. Das ist aber Standard und zum Lügen darf Dich niemand nötigen. Wenn Du in einer Branche keine Erfahrung hast, würde ich das natürlich sagen. Sonst sitzt Du vor denen und die ärgern sich erst richtig über Dich - wer weiß, was sie Dir dann hinterher reinwürgen und da kannst Du dann gar nichts nachweisen, weil das Gespräch mündlich war.

Ich lege nie ein Foto bei. Ich begründe das nicht. In vielen Ländern dieser Welt ist das heutzutage sogar schon verboten auf dem Hintergrund von Anitdiskriminierungsgesetzen. Und das ist auch richtig so: Du sollst aufgrund Deiner Fähigkeiten eingestellt werden, nicht aufgrund Deines Fotos. Schließlich bewirbst Du Dich nicht als Model - dann wäre das natürlich etwas anderes. Und einen Gesamteindruck bekommen die von Dir sowieso erst beim persönlichen Gespräch, sowas kann ein Foto sowieso nicht ersetzen.
 
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#10
Ich lege nie ein Foto bei. Ich begründe das nicht. In vielen Ländern dieser Welt ist das heutzutage sogar schon verboten auf dem Hintergrund von Anitdiskriminierungsgesetzen. Und das ist auch richtig so:
Sag ich doch. Trotzdem gibt es noch viel zu viel Arbeitgeber, die Dich ablehnen, weil sie kein Foto von Dir hatten. Ich habe mal eine Zeitlang über eine deutsche Auslandsvertretung der IHK versucht, einen Job in einem anderen Land zu kriegen, und da war das Fehlen des Fotos regelmäßig der Grund einer Absage (von deutschen Arbeitgebern!!!)..
 

sun2007

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#11
Sag ich doch. Trotzdem gibt es noch viel zu viel Arbeitgeber, die Dich ablehnen, weil sie kein Foto von Dir hatten. Ich habe mal eine Zeitlang über eine deutsche Auslandsvertretung der IHK versucht, einen Job in einem anderen Land zu kriegen, und da war das Fehlen des Fotos regelmäßig der Grund einer Absage (von deutschen Arbeitgebern!!!)..
Das mag sein. Ich denke dennoch nicht, dass dieses Vorgehen geltendem EU-Recht entspricht. Ferner denke ich nicht, dass ein JC oder eine Arge es einem Elo anlasten darf, wenn der Arbeitgeber gg geltendes EU-Recht verstößt. Es wurde ja hier auch ein Urteil eingestellt, in dem die Frage berührt wurde (und wo der Elo sich sogar noch sehr unklug verhalten hat, weil er eine flapsige Bemerkung gemacht hatte - selbst das wurde ihm nicht zum Nachteil ausgelegt).

Im Grunde sind wir uns ja einig und hier geht es auch darum, nicole05 aus der Unsicherheit herauszuhelfen, sie müsse lügen oder vermeintlichen (in Wahrheit nicht vorhandenen) Pflichten nachkommen.

Gruß

Sun
 

sun2007

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#13
Hallo,
aber wie genau MUSS so eine Bewerbung aussehen?
Bei meinem letzten Bewerbungstraining habe ich mich kurz und bündig beworben, da ich für die Stelle keinerlei Ausbildung hatte, diese aber gefordert war.
Meine Bewerbung wurde an mein SB von der Arge weitergeleitet und ich bekam Post. ( Heute würde mir sowas nicht mehr passieren)
Wenn Sie durch ihre Bewerbung oder ihr Verhalten beim Vorstellungsgespräch etwas tun was die Einstellung behindert, werden sie sanktioniert.
Also bin ich verpflichtet 30 Sätze zu schreiben mit dem üblichen bla, bla.
Ich bin motiviert und belaster, zeitlich flexibel und möchte unbedingt bei Ihnen arbeiten.
Die Arbeit mit älteren Menschen macht mir sehr viel Spaß.
Oder reicht es aus es z.B. so zu formulieren:

Sehe geehrte Frau XXXX,

auf der Homepage der Agentur für Arbeit habe ich gesehen, dass Ihre Firma eine Stelle als Altenpflegerin zu besetzen hat.
Hiermit bewerbe ich mich um diese Stelle.
Über eine positive Antwort von Ihnen würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen

Ich

Habe ich damit meine Pflicht erfüllt?
Oder kann ich sanktioniert werden?

Nicole

Ich frage mich jetzt, ob die Kluft zwischen Pflichterfüllung und idealem Bewerbungsanschreiben dazu führen kann, dass man ein Bewerbungstraining aufgehalst bekommen soll, wobei der Begriff der "idealen" Bewerbung der völligen Willkür einer völlig sachunverständigen SBs unterliegt, siehe hier:

http://www.elo-forum.org/weiterbild...ewerbung-vorwand-%FC-sinnlose-ma%DFnahme.html

Freue mich über Meinungen dort dazu.

Danke

Sun
 

blinky

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#14
Ich hatte mal geschrieben gehabt:

Ich bewerbe mich auf Empfehlung der Arbeitsagentur XyZ auf ihre ausgeschriebene Stelle als xxx.

Das hat die Richterin so ausgelegt, als ob ich keine Interesse an die Arbeit gehabt hätte.

Blinky
 
E

ExitUser

Gast
#15
Einerseits ist man angehalten Bezug zu nehmen auf woher die Stelle kommt, andererseits wird es dann zum Nachteil ausgelegt?

Ich nehme Bezug auf eine Ausschreibung nur, wenn es bei der Ausstellung mit dabei geschrieben steht.
 

blinky

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#16
Ja,

ich hatte nähmlich auch beim Bewerbungstraining das so gelernt, das man Bezug nehmen soll woher man von der ausgeschriebene Stelle weiß.

Blinky
 
E

ExitUser

Gast
#17
Wird so in vielen Bewerbungsseminaren vorgeschlagen.
Aber die Arge als Bezugsquelle?, ne, das geht gar nicht.

Das erscheint mir dann immer so, als wolle man nicht wirklich.
 

marsupilami

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#20
Es gibt meines Wissens nach keine DIN-Norm oder eine öffentliche-offizielle Institution die den genauen Aufbau und die Formulierung eines Bewerbungsanschreiben reglementiert.
Außer dass es wie ein Geschäftsbrief aufgebaut werden soll.
Abgesehen davon dass das auch nicht machbar ist.
Selbst die "Vorgaben" für einen tabellarischen Lebenslauf sind nur "eingebürgerte" Richtlinien, die man/frau so und so auslegen kann.

Und jeder "Bewerbungstrainer" verkauft das als Gut und Richtig, von dem er selbst überzeugt ist. D.h. 3 Bewerbungstrainer = 5 Meinungen.

Allerdings nur zu schreiben:

S.g.D.u.H,

Ich bewerbe mich auf Empfehlung der Arbeitsagentur XyZ auf ihre ausgeschriebene Stelle als xxx.

mfg

ist ein bischen dünn.
Da würde ich als AG auch unwirsch reagieren und die gesamte Bewerbung mit einer ebenso kurzen, knackigen Absage zurückschicken.

Jaaaaa, ich weiß, der Rest steht im Lebenslauf.
Aber bei so einem Anschreiben lese auch ich nicht weiter.

Es gibt aber genügend Beispiele im Intenet für halbwegs vernünftige Bewerbungsanschreiben.
Bischen suchen hilft.

Um nun nicht in den Verdacht zu kommen, nur unqualifiziert rumzulabern, hier mal eben 2 Beispiele von Internetseiten, wo man brauchbare Tips für ein ARGE-sanktionsfreies Bewerbungsanschreiben bekommen kann:

Bewerben - Vorstellungsgespräch, Bewerbung

Anders bewerben - Tipps vom Bewerbungshelfer

Und wer alleine keine vernünftiges Anschreiben hinbekommt:
Stellenangebot hier einstellen und um Vorschläge bitten.
Persönliche Angaben können schließlich auch per PN ausgetauscht werden.

Ja, auch ich habe jedesmal auf's Neue meine Schwierigkeiten mit einem Anschreiben, das einen Personaler oder Chef anspricht und "irgendwie" mein Können, Wissen, Wille zum Arbeiten, Neues zu lernen ... .... ... "rüberbringt".
Manchmal brauche ich einen halben Tag, bis ich mit dem Anschreiben zufrieden bin. Und manchmal verwerfe ich auch die gesamte Bewerbung auf das Stellenangebot, weil ich nichts "Vernünftiges" hinbekomme.

Ja, auch ich schreie laut und deutlich "S....e" in meinem Kämmerlein, wenn genau auf diese Bewerbung eine der üblichen, nichtsagenden Absagen zurückkommt.
Sofern sie denn kommt.
 
E

ExitUser

Gast
#21
Ja, auch ich schreie laut und deutlich "S....e" in meinem Kämmerlein, wenn genau auf diese Bewerbung eine der üblichen, nichtsagenden Absagen zurückkommt.
Sofern sie denn kommt.
Ich kann dich soooooo gut verstehen.:icon_smile:
Da steckt man einen halben Tag in zehn Zeilen Anschreiben rein und bekommt drei nichtssagende Zeilen zurück, wenn man Glück hat.

Aber mir sind so Absagen lieber, als wenn als Begründung unter- oder überqualifiziert drin steht.
 

blinky

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#22
Nein ich hatte nicht nur den einen Satz geschrieben.

Ich hatte bissen mehr geschrieben. Den Satz hatte ich nur als Einleitung weil es ja beim Bewerbungstraining immer hieß man solle die Quelle für die Stelle reinschreiben wie z.B. Ich bewerbe mich aufgrund ihrer Stellenanzeige in der XYZ-Zeitung usw. Sanktioniert wurde ich weil ich nach Aussage des Arbeitgeber telefonisch nicht erreichbar war und beiläufig hatte die Richterin diesen Spruch in den Beschluss reingeschrieben, das ich ja ehe nicht an die Arbeit interessiert gewesen währe wegen ....*Text oben*

Ausschlaggebend war aber fürs Gericht weil der AG mich nicht telefonisch erreicht hatte. Schließlich könne man erwarten das ein Arbeitssuchender telefonisch erreichbar sei. So die Agumentationen vom Gericht.

Blinky
 

nicole05

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#23
Hallo blinky,
dass glaube ich Dir irgendwie nicht.
Kein Arbeitsloser ist verpflichtet ein Telefon zu besitzen.
Oder bezahlt Dir Deine Arge den Festnetzanschluss?
Ich gebe NIEMALS meine Telefonnummer an.
Ich habe eine Geheimnummer und sie soll auch geheim bleiben.
Hast Du das schriftlich vom Gericht bekommen?
Wenn ja, hattest Du einen Anwalt?

Nicole
 

blinky

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#24
Den Beschluss von der Einsweiligen Anordnung hab ich schriftlich. Ich hatte auch Anwalt. Allerdings als Prozeßkostenhilfe im Hauptsacheverfahren verwehrt wurde zog mein Anwalt den Schwanz ein. Und ich Trottel hatte mich breitschlagen lassen dann die Sache fallen zu lassen. Die ARGE hatte nur meine Telefonnummer weil die Leistungsabteilung mich zurückrufen wollte in einer dringenden Angelegenheit. Und die Telefonnummer wurde dann promt an den Arbeitgeber weitergegeben. Denn der bekommt ja ne Liste wer sich alles bei ihn melden soll.

Blinky
 
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#25
Hallo blinky,
dass glaube ich Dir irgendwie nicht.
Kein Arbeitsloser ist verpflichtet ein Telefon zu besitzen.
Oder bezahlt Dir Deine Arge den Festnetzanschluss?
Ich gebe NIEMALS meine Telefonnummer an.
Ich habe eine Geheimnummer und sie soll auch geheim bleiben.
Hast Du das schriftlich vom Gericht bekommen?
Wenn ja, hattest Du einen Anwalt?

Nicole


Hi Nicole,

Heißt das nun, das ich/man nicht verpflichtet ist seine Telefonnr. bei der Agentur für Arbeit und auf der Bewerbung anzugeben anzugeben, obwohl man ein Telefon hat ohne Sanktionen zu erhalten??

mfg
 

Rounddancer

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#26
Heißt das nun, das ich/man nicht verpflichtet ist seine Telefonnr. bei der Agentur für Arbeit und auf der Bewerbung anzugeben anzugeben, obwohl man ein Telefon hat ohne Sanktionen zu erhalten??

mfg

Genau. Laut Gesetz hat die ARGE mit uns schriftlich zu verkehren.
Und wenn das ihr nicht reicht, hat sie uns einzubestellen. Schriftlich.
Wir haben auch das Recht, etwaige Telefonnummern in der Akte löschen und uns das nach Erledigung bestätigen zu lassen, natürlich schriftlich.

In einer Gruppe in XING moderiert eine ARGE-Mitarbeiterin aus Frankfurt, - die übern Tellerrand hinausblickt. Und die schreibt immer: Leute, macht das schriftlich, wenn es dann wo klemmt, könnt Ihr Widerspuch einlegen, etc.
Gilt ebenso für unsere Email-Adressen.
 

sun2007

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#27
Hi Nicole,

Heißt das nun, das ich/man nicht verpflichtet ist seine Telefonnr. bei der Agentur für Arbeit und auf der Bewerbung anzugeben anzugeben, obwohl man ein Telefon hat ohne Sanktionen zu erhalten??

mfg
Ich kann jetzt nicht einschätzen, was bei blinky im einzelnen gelaufen ist/wie der Fall insgesamt gelagert war und ob die Nicht-Angabe seiner Telefonnummer der einzige Grund für den Ärger war, den sie ihm gemacht haben.

Ich würde meine Telefonnummer auch nicht angeben bei einem Träger, der im Endeffekt der verlängerte Arm der Arge/desJC ist. Sowieso ist in allen Fragen nach wie vor das JC für einen zuständig, nicht der Träger.

Wenn ich das Recht habe, meine Tel. dem JC nicht geben zu müssen, erstreckt sich dieses Recht logischerweise auch auf einen vom JC als verlängerter Arm fungierenden Träger.

Gruß

Sun
 

blinky

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#28
Der Arbeitgeber und die AA der Nachbarstadt hätten mich mehrmals versucht anzurufen. Arbeitgeber behauptete er habe auf mein AB gesprochen. Als ich Zeugen benannte das ich kein AB besitze hieß es auf einmal Moilbo vom Handy. Als ich beweise vorlegte das ich die Mailbox nicht nutzte interessierte es der Richterin nicht mehr. Ihr Argument war.

Da mein Anschluß über eine T-Net Box verfüge und Handys ja Mailbox haben. Es wurde dem AG geglaubt.

Und die Kernaussage von der Richterin war ELOS haben auch tel. erreichbar zu sein.
 

Wurstpilot

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#29
na wie MUSS eine bewerbung denn wohl aussehen?

sie muss von der qualifikation her möglichst gut passen. der/die personaler entscheidet/den darauf hin, wer zum gespräch gebeten wird.
natürlich sollte die bewerbung nicht ostentativ desinteressiert verfasst sein, sauber und ordentlich, mit einem aktuellen bild.

diese ganze diskussion - kein vorwurf! - ist doch genau wie die meisten anderen völlig daneben. thema verfehlt.
es kann nicht ernsthaft sein, dass rund 80% der eingegangenen bewerbungen an der überschminkten, kurz vor der rente stehenden, zickigen, sich für den eigentlichen chef haltenden sekretärin nicht vorbeikommen. nur weil die in ´ner weiterbildung oder besser noch im "managermagazin" genau diesen stuss "gelernt" hat, wie eine toffe bewerbung heutzutage AUSZUSEHEN hat!!??

es kann doch gerade bei der besetzung der ach so teuren sozialversicherungspflichtigen arbeitsplätze einzig und allein um die qualifikation gehen, und nicht darum, wie die mappe gestylt ist.
aber das ist eben auch den argen nicht klar. wahrscheinlich haben die damen und herren fallmanager/innen ihre stellen auch nicht wg. ihrer vita sondern aufgrund eines hübsch bunten mäppchens bekommen, so zumindest ist mein eindruck.

ergo: schreibe deine "echte" bewerbung an einen ernstzunehmenden arbeitgeber.
und die - sagen wir mal "suboptimalen" - an die firmen, die dich eh am abend besuchen können (ups, rechtschreipfeler in der bewerrbung?).
 

nicole05

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#30
Genau das meinte ich ja.
Vor über 1 Jahr bekam ich 13!! Stellenvorschläge zugeschickt.
Alle mit RFB.
Nicht für 1 Job kam ich wirklich in Frage.
Ich hatte weder eine Ausbildung zur Altenpflegerin, noch kam Reisebereitschaft für mich als alleinerziehende in Frage.
Natürlich habe ich mich beworben.
Allerdings nicht so, als wenn ich für die Stelle wirklich in Frage käme.
Die armen Personalchefs.
Nicole
 

petersbg

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#31
ich hab da ein ganz anderes problem.
selbst wenn ich eine stelle nicht antreten will und mich bewerben muss, dann kann ich gar nicht anders, als eine gute bewerbung abzuliefern.
wenn ich mich bewerbe, dann muss dir für mich auch vertretbar sein.

ihr seht das so, als wenn man schon eingestellt ist, wenn man zum vorstellungsgespräch soll. man muss ja einen arbeitsvertrag unterschreiben (in den meisten fällen)

ich empfinde es als viel schwieriger, eine schlechte bewerbung zu verfassen, als eine gute, denn damit mach ich mich ja selbst schlecht und das tut meinen nerven nicht gut (gut, dass ich noch welche aus stahl hab - bin noch jung, naiv und dumm :) )
 

Rounddancer

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#32
Ok, mittlerweile kann und soll man sich auch auf Stellen bewerben, die zu mind. 70 Prozent passen ...

Und dann muß man einsehen: Der statistisch vorhandenen Zahl von 500.000- eine Million Stellen (Tendenz fallend und nicht auf Vollzeitstellen umgerechnet) stehen acht bis elf Millionen erwerbslose Menschen gegenüber (Tendenz steigend), die meisten suchen eine Vollzeitstelle, von der sie leben können. Und dies bedeutet: Selbst wenn das Wunder geschähe, und es fände sich für jede Stelle ein passender Erwerbsloser,- würde auch eingestellt und überstünde die Probezeit,- dann blieben noch immer 7.000.000 bis 10.500.00 erwerbslose Menschen ohne Stelle.

Was wiederum bedeutet: Es gibt hin und wieder mal jemand, der Glück hat, eingestellt wird und die Probezeit übersteht. Aber die Masse der erwerbslosen Menschen hat keine Chance, wieder wo reinzukommen.

Um sich aus dieser Masse hervorzuheben, und eine dieser Stellen zu ergattern, muß man alle Register ziehen,- und gucken, über Vitamin B, übers Netzwerk, etc. wo reinzukommen.

Dazu macht es Sinn, zu verfolgen, durch welche Hände so eine Stelle läuft, bevor sie in der Zeitung, oder gar im Arbeitsamtsrechner steht.
Denn jede dieser Hände weiß, daß Stellen knapp sind, und guckt zuerst mal, ob sie nicht selbst auf diese Stelle passen würde.
Wenn dem nicht so ist, oder man zum Stellenwechsel keinen Grund hat,- dann denkte jede dieser Hände darüber nach, wer im Verwandten-, wer im Freundes-, und Bekanntenkreis eine solche Stelle brauchen könnte.

Solche Hände sind z.B. Mitarbeiter der Firma, die die Stelle als Aushang am Schwarzen Brett sehen, oder zufällig mitbekommen, daß da wer eingestellt werden soll. Dann der Chef selbst, die Chefsekretärin, der Personalchef und sein Team, die Damen in der Anzeigenannahme der Zeitung, Besucher der Firma, Handwerker, die in der Firma zu tun haben, etc.

Vielfach ist so eine Stelle schon besetzt, oder schon eine Vorentscheidung getroffen, bevor die Stelle in der Zeitung, oder der AA-Datenbank erscheint.

Dagegen tun kann man nichts,- man kann nur versuchen, selbst etwaige Bekannte, Freunde, Verwandte, Squash-, Golf-, Tenniskameraden zu bitten, die Augen und Ohren aufzumachen, wenn sie was hören, und laut zu geben ...

Und dann gehört noch Glück dazu.

Ach ja, wenn ich schon dabei bin ...

...weiß jemand eine Stelle für einen jungen Koch, irgendwo zwischen Stuttgart und Schwäbisch Hall?

...weiß jemand jemand einen Ing. oder Dipl. Ing. oder Elektroniker oder Mechatroniker für die Schulung bei einer Industriemeisterausbildung (Region Stuttgart bis Schwarzwald) ?
 

Wurstpilot

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#33
ihr seht das so, als wenn man schon eingestellt ist, wenn man zum vorstellungsgespräch soll.
nein. nicht ich sehe das so. sondern die fm beim jc sieht das so!
schließlich wird ja sofort eine kürzung angesetzt, wenn man sich tatsächlich mal nicht nachweislich beworben hat. egal, wie passend oder meist unpassend die stelle auch ist.

davon abgesehen, geht es mir prinzipiell wie dir: ich möchte mich natürlich so gut wie möglich präsentieren.
aber nicht, wenn ich z.b. als "vertriebsprofi" mit gewerbeschein alten leuten wintergärten und garagentore aufschwatzen soll oder - ebenfalls mit gewerbeschein - für "think-tanks" kundschaft ranholen soll... oder der druckerei rein auf provisionsbasis die lieben werbeagenturen und verlage beschaffen soll. andere vermittlungsvorschläge erhalte ich nicht.
wohl fast schon überflüssig zu erwähnen, dass das nicht annähernd meinen qualifikationen entspricht. es ähnelt ihnen nicht mal.
aber meine fm sieht das so: "da müssen sie schon zugeständnisse machen, oder glauben sie, dass einer bei ihnen klingelt und ihnen ´ne halbtagsstelle für volles gehalt anbietet?". so viel zur kundenorientierten betreuung durch bestens geschulte fallmanager, die ihre "schützlinge" ernst nehmen...

sieh es mal, wie es ist: diese ausbeuter laden alles zum gespräch ein, was noch kriechen kann. die haben nämlich eine "personal"-fluktuation jenseits von gut und böse. sie haben effektiv kaum kosten, weswegen sie sich gern ein ganzes heer williger "dirnen" anwerben. ich habe diese erfahrung leider (aus verzweiflung) auch schon gemacht und weiß genau, wovon ich rede.
gestern erst habe ich ein angebot erhalten: "wir müssen männer kostenpflichtig in kontaktbörsen bringen. du bekommst von mir eine eigene mailaddi, frauenbilder, die du in dein profil stellst, und dann liegt es an dir, wieviele kerle sich gegen geld anmelden".
auch gestern: ich soll einen mitarbeiter 1-2 wochen beschatten, der macht wohl blau...

@rounddancer
leider ist es so, wie du es schilderst. als hartzer in eine ordentliche, sozialversicherungspflichtige anstellung zu kommen, ist die suche nach der nadel im heuhaufen.

eine frage: wo hast du diezahlen (bis 11 millionen) her. die quelle hätte ich gern. danke!
 
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