Wie man sich gegen die Sprache der Herrschenden zur Wehr setzt (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Der Auflehnende

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Der folgende verlinkte Artikel beschreibt, welche Sprache die Herrschenden einsetzen, um negative Ereignisse und Folgen durch geschickte Formulierung nicht als solche auszugeben. Jeder wird sich sicherlich noch an „Eigenverantwortung stärken“ oder „ Eigenverantwortung übernehmen“ im Zuge der Agenda 2010 unter der damaligen rot-grünen Bundesregierung erinnern. Der Begriff „Eigenverantwortung“ stand schon damals für nichts anderes als Abbau des Sozialstaates.

Wie man sich gegen die Sprache der Herrschenden zur Wehr setzt:
Wie man sich gegen die Sprache der Herrschenden zur Wehr setzt | NachDenkSeiten – Die kritische Website
 

Zeitkind

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Sehr guter Artikel.
Ein großer Teil der gebeutelten Lohnabhängigen hat das Bewußtsein für den Verlust der eigenen Rechte bereits verloren.
Sie sprechen inzwischen 1:1 die Sprache ihrer Herren Arbeitgeber.
Nicht umsonst setzen bestimmte Politiker solche Floskeln in die Öffentlichkeit und werden von den Medien dabei auch noch bedient.
So wird eine breite Masse zur Verdrängung und schleichender Akzeptanz manipuliert.
Die MSM tragen dafür die Hauptverantwortung.
 

*kampfpaar*radikal.A

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.
Dass Sprache und Moral sich ebenfalls gegenseitig bedingen, ist längst bekannt. Bei Moral gilt das nicht nur dem beengten Kreis der "ArbeitsMoral" - sondern generell.

Was das nun impliziert, geht zutiefst in den Körper - nicht nur in die KörperSprache. Auch hier generell gemeint.

Dieses Verhalten der Sprache nun bezieht sich nicht nur auf die Unterwerfung in Teilgebieten wie "Arbeit", sondern in alle LebensBereiche, auch die der Kommunikation in "Sozialen Netzen".

Das wiederum heißt: Bis in dieses Forum. Dessen müssen wir uns - ob's gefällt oder nicht - bewußt werden.

Im Übrigen ist es nicht weit her, die "Reinheit der Sprache" zu prüfen auf ihren faschistoiden Charakter. Dazu braucht man sich nicht einmal auf Wilhelm Reich beziehen.

Moral - und damit ihre Wiederfindung in der Sprache - ist immer die der Herrschenden.

Somit:
Moral ist das geölte Scharnier zwischen dem hier bürgerlichen Recht und dem durch's Recht nicht mehr zu kontrollierenden SubLebensAspekten der ebenso bürgerlichen Untertanen.



Hilfe?
Bewußter
Widerstand.
 

Roter Drache

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erschreckend ist nur wie einfach die Menschen alles kritiklos übernehmen und es in ihr Blut übergeht, ich frag mich ernsthaft wenn überhaupt mal der Groschen fällt und sie die Lohnsklaven sich erheben ????
 

erwerbsuchend

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ich frag mich ernsthaft wenn überhaupt mal der Groschen fällt und sie die Lohnsklaven sich erheben ????
Solange die Mittelschicht durch ihr Einkommen abgesichert ist und sie sich dem Konsum hingeben können, werden sie alles unterlassen, was ihre Wohlfühlzone verschlechtert. Erst wenn das gesicherte Einkommen wegfällt, werden diejenigen eventuell aufwachen und bemerken, wie das System wirklich läuft. Spätestens wenn diese in ALG 2 fallen, wird es ihnen wie Schuppen von den Augen fallen.
 

Merkur

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erschreckend ist nur wie einfach die Menschen alles kritiklos übernehmen und es in ihr Blut übergeht, ich frag mich ernsthaft wenn überhaupt mal der Groschen fällt und sie die Lohnsklaven sich erheben ????
So lange wie sie keine Einigung kennen nie mal. Das ICH -Denken bringt keinem und hilft Keinem zu Sieg !
 
E

ExitUser12345

Gast
So was kann man doch nicht wirklich ernst nehmen, wenn man sich mal in neutraler Hinsicht damit beschäftigt hat.

Denn was der Ersteller der Liste niederschreibt ist entweder größtenteils sein persönliches Verständnis der Worte, bzw. Sprache und nicht das was die Allgemeinheit darunter verstehen darf oder einfach nur eine reine Kopie dessen, was im Duden als Synonym für die entsprechenden Worte zu finden ist.

Lasst euch doch bitte nicht so leicht "Nasführen". :biggrin:
 
E

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Gast
Nicht wirklich. :biggrin:

Nur bei solchen Themen fällt es mir bisweilen schwer, zwischen Ernst und Spaß zu unterscheiden - denn es gibt genug Leute, die das hier angerissene Thema (tot)ernst meinen, bzw. nehmen. :wink:
Das Thema ist ernst, weil gerade viele gar nicht mehr bemerken, wie sie durch Worte manipuliert und weichgespült werden.
Merkt man doch am deutlichsten an der AfD und Polpulismusdebatte.
Reizwörter lösen Gefühle aus und legen Hirnmasse gleichzeitig lahm.
Heraus kommen irrationale Handlungen und Denkweisen, fern ab der Realität.
 
E

ExitUser12345

Gast
[...]
Merkt man doch am deutlichsten an der AfD und Polpulismusdebatte.
Reizwörter lösen Gefühle aus und legen Hirnmasse gleichzeitig lahm.
Heraus kommen irrationale Handlungen und Denkweisen, fern ab der Realität.
Man sollte noch dazu anmerken, dass dieses Spiel keine Neuerfindung der AfD ist und sich verstärkt im linken wie rechten Spektrum der Politik wiederfinden lässt; beide Seiten nehmen sich da nicht wirklich viel.

Weiterhin ist es auch nicht die Masse der Bevölkerung, die anfällig für solche Spielchen ist. Was man daraus schlussfolgern kann, dass z.B die AfD von 87% der Wähler eben nicht gewählt wurde. Und von denen, die sie gewählt haben, waren die meisten Überläufer, die aus Protest und eben nicht aus Überzeugung heraus, die AfD gewählt haben. Dies kann man jedenfalls den Auswertungen des Wahlabends entnehmen; so sind z.B sehr viele Wähler der Linken - die als die Protestpartei bekannt ist - zur AfD übergelaufen.

Der Prozentsatz der AfD Wähler, der letztendlich übrigbleibt, mag in gewissem Maße durch die Rhetorik beeinflusst worden sein, doch eben ist das eine Minderheit.

Was wiederum den Schluss zulässt, dass man die meisten Menschen mit populistischen Sprüchen vielmehr abschreckt als denn anzieht - zumindest in unseren Landen.

:icon_pause:
 
E

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Gast
Man sollte noch dazu anmerken, dass dieses Spiel keine Neuerfindung der AfD ist und sich verstärkt im linken wie rechten Spektrum der Politik wiederfinden lässt; beide Seiten nehmen sich da nicht wirklich viel.
Das ja, und auch in der sog. Mitte. Das zeigt auch der Wiki Artikel. Es sind die Findigkeiten der PR-Spezialisten, die die Wortwahl, egal ob beschönigend, oder beängstigend zielgerichtet einsetzen.
Sie greifen da auf psychologische Phänomene zurück, mehr nicht.


Weiterhin ist es auch nicht die Masse der Bevölkerung, die anfällig für solche Spielchen ist.
Da bin ich mir nicht so sicher.
Es kommt z. B. auch darauf an, wie sehr eine Bevölkerung an Demokratie beteiligt wird.
Bspl. Schweiz. Die sind es schon immer gewohnt, direkte Demokratie auszuüben und somit sich thematisch kritisch auseinander zu setzen und das Pro und Kontra abzuwägen. Dadurch kommen die Schweizer zu ganz anderen Ergebnissen, als es die Deutschen würden. Sie sind es gewohnt, auch die Hintergründe, Auswirkungen zu beleuchten und zu berücksichtigen und nicht so kurzsichtig zu denken.
Das ist meine feste Überzeugung!

Denn die Meisten beschäftigen sich nicht intensiv mit Politik und den Zusammenhängen und Gründen. Politikverdrossenheit ist sehr groß in DE. Die sehen meist nur ihre eigene Situation und überlegen kurz vor den Wahlen, was alles sche§§e ist und wie sie ihre Enttäuschung auf dem Wahlzettel ausdrücken können.

die aus Protest und eben nicht aus Überzeugung heraus, die AfD gewählt haben.
Was meine obige These bestätigen würde.
Dies kann man jedenfalls den Auswertungen des Wahlabends entnehmen; so sind z.B sehr viele Wähler der Linken - die als die Protestpartei bekannt ist - zur AfD übergelaufen.
Das wunderte mich am meisten. Und ob die Zahlen der Überläufer aus den jeweiligen Parteien auch wirklich stimmen, halte ich für zweifelhaft.


Was wiederum den Schluss zulässt, dass man die meisten Menschen populistischen Sprüchen vielmehr abschreckt als denn anzieht - zumindest in unseren Landen.
Meine Meinung ist, dass die Wortwahl sich definitiv psychologisch auswirkt und eine Mehrzahl der Leute sich auch dadurch beeinflussen lassen. Es betrifft ja nicht nur den politischen Bereich, auch als Verbraucher sieht man doch die Resultate.
Es ist nachgewiesen, dass Werbung beeinflusst. Es spricht die Instinkte an. Und in Sachen Xenophobie ist es ganz extrem, denn es sind Instinkte, die nur durch den Intellekt intensiv bekämpft werden können.
Bei den geschürten Existenzängsten ist es auch schwierig, unemotional zu reagieren.

So sehe ich das halt.
 
E

ExitUser12345

Gast
[...]Es sind die Findigkeiten der PR-Spezialisten, die die Wortwahl, egal ob beschönigend, oder beängstigend zielgerichtet einsetzen.
Sie greifen da auf psychologische Phänomene zurück, mehr nicht.[...]
Das man mit gut gewählten Worten mehr Chancen hat, bei seinem Gegenüber etwas zu erreichen, ist klar.

Nur in der heutigen Zeit gewinnt man damit auch keinen allzu großen Blumentopf mehr - was dem Umstand geschuldet sein dürfte, dass die Bevölkerung mittlerweile durchweg gebildet und daher in der Lage ist, die potenziellen Absichten hinter einem Vortrag / Vorhaben zu erkennen, bzw. zu erahnen.

[...]
Da bin ich mir nicht so sicher.
Es kommt z. B. auch darauf an, wie sehr eine Bevölkerung an Demokratie beteiligt wird.
Bspl. Schweiz. Die sind es schon immer gewohnt, direkte Demokratie auszuüben und somit sich thematisch kritisch auseinander zu setzen und das Pro und Kontra abzuwägen. Dadurch kommen die Schweizer zu ganz anderen Ergebnissen, als es die Deutschen würden. Sie sind es gewohnt, auch die Hintergründe, Auswirkungen zu beleuchten und zu berücksichtigen und nicht so kurzsichtig zu denken.
Das ist meine feste Überzeugung!
[...]
Die alles entscheidende Frage ist doch, ob Minderheiten in der Schweiz noch etwas zu lachen haben. Und dann sollte man sich fragen, ob man solche Zustände auch in Deutschland haben will. :wink:

[...]
Das wunderte mich am meisten. Und ob die Zahlen der Überläufer aus den jeweiligen Parteien auch wirklich stimmen, halte ich für zweifelhaft.
[...]
Nun, die Linke selbst hat diese Zahlen am Wahlabend mehr oder weniger bestätigt.

:icon_pause:
 
E

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Gast
Die alles entscheidende Frage ist doch, ob Minderheiten in der Schweiz noch etwas zu lachen haben.
Das Problem hat man in jeder Demokratieform in Bezug auf Wahlen.
Wer geht idR brav zur Wahl? ;)
Minderheitenschutz im klassischen Sinne erfolgt über das GG und internat. Regelungen (Menschenrechtskonvention etc.)

Und dann sollte man sich fragen, ob man solche Zustände auch in Deutschland haben will. :wink:
Bezogen auf mehr direkte Demokratie, sprich Volksabstimmungen bin ich da teilweise skeptisch.
Eben wegen oben erwähnten Neigungen "des Volkes" eher emotional zu urteilen und zu agieren.

Bspl: Pädophile und Strafrecht. Da will ich keine Volksabstimmung, denn dann rechne ich damit, dass es eine Zwangskastration oder lebenslange Sicherheitsverwahrung, wenn nicht gar Todesstrafe geben würde.

Wenn dann ein solcher Volksentscheid noch in zeitlichem Zusammenhang mit einem medial aufgebauschten und aktuellen Fall stattfindet. Dann gute Nach DE.
Leider habe ich zugegebenermaßen da nicht sehr viel Vertrauen in meine Mitbürger.
Nun, die Linke selbst hat diese Zahlen am Wahlabend mehr oder weniger bestätigt.
Na dann haben sie ja genug zu tun ;)
 

*kampfpaar*radikal.A

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Nur in der heutigen Zeit gewinnt man damit auch keinen allzu großen Blumentopf mehr - was dem Umstand geschuldet sein dürfte, dass die Bevölkerung mittlerweile durchweg gebildet und daher in der Lage ist, die potenziellen Absichten hinter einem Vortrag / Vorhaben zu erkennen, bzw. zu erahnen.
:cool: ... ich darf lächeln, gelle?

So kongruent sei o. g. auf der Realitäte, so will hinfort ich zu den Ungebildeten mich zählen.

Besser isses denn sowieso & allemal *lächel*

Wo Literaten als WortspielAkrobaten wissentlich anagrammatisch Ernst spielen und neue Realitäten thematischer Worte durch permanente Rekapitulation und Ver-kehrung in's *lach* Lagerregal Gehirn einkehrend auf den Punkt einbrennen und somit fast ewiglich manifestieren, kann davon ausgegangen werden, dass optional werbepraxisnah - wie es Andere bereits beschrieben - auf klein-kleinlicher Ebene zumind den Erfolg beim Volk zeitigt - relativ unabhängig ihres Status der sog. Bildung.

Saussure, Eco, McLuhan, Adorno und viele, viele andere Karätler lassen grüßen ...


:sorry:
Ich geh
ja schon
in Klausur

*prust*
 
Zuletzt bearbeitet:

TazD

Super-Moderation
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Bezogen auf mehr direkte Demokratie, sprich Volksabstimmungen bin ich da teilweise skeptisch.
Eben wegen oben erwähnten Neigungen "des Volkes" eher emotional zu urteilen und zu agieren.

Bspl: Pädophile und Strafrecht. Da will ich keine Volksabstimmung, denn dann rechne ich damit, dass es eine Zwangskastration oder lebenslange Sicherheitsverwahrung, wenn nicht gar Todesstrafe geben würde.

Wenn dann ein solcher Volksentscheid noch in zeitlichem Zusammenhang mit einem medial aufgebauschten und aktuellen Fall stattfindet. Dann gute Nach DE.
Leider habe ich zugegebenermaßen da nicht sehr viel Vertrauen in meine Mitbürger.
Genau aus dem Grund bin ich auch gegen mehr direkte Volksbeteiligung. Dafür ist der hiesige Michel zu einfach strukturiert und ließe sich zu einfach "fernsteuern".
 
E

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Genau aus dem Grund bin ich auch gegen mehr direkte Volksbeteiligung. Dafür ist der hiesige Michel zu einfach strukturiert und ließe sich zu einfach "fernsteuern".
Ich bin nicht generell dagegen. In regionalen/kommunalen Entscheidungen bin ich sogar dafür.
Trotz S21.
Allerdings darf dann so eine verwirrende Fragestellung nicht mehr passieren, dass die Ja Stimme gegen S21 ist und die Nein Stimme dafür!

Das halte ich letztlich für manupulativ!

Da muss es dann klare Statuten geben, wie das neutrale Infomaterial zur Sache dargestellt wird, und vor allem, dass klare Fragen gestellt werden. Z. B. Soll S21 gebaut werden? Ja/Nein

Alles andere bildet sonst nicht sicher den Volkeswillen ab, wenn die Fragestellung und Sachverhaltsdarstellung zu komplex und verworren ist.

Auf Bundesebene und EU Ebene würde ich Volksentscheide befürworten, die z.B. das Verbraucherrecht betreffen. Und z. B. längst bekannt sind, dass das Volk wahrscheinlich unzufrieden ist mit den Zuständen.

Beispiel:
Kennzeichnungspflicht genveränderte Nahrungsbestandteile
Eindämmung der Massentierhaltung
Werbeverbot für Alkohol (wie es für Tabak gibt)
Meinetwegen auch Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen

Solche Dinge. Es besteht in einer Demokratie immer die Gefahr, dass die Mehrheit die eigene Meinung überstimmt.
Aber das ist mir echte Demokratie dann auch wert!
 

*kampfpaar*radikal.A

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Genau aus dem Grund bin ich auch gegen mehr direkte Volksbeteiligung. Dafür ist der hiesige Michel zu einfach strukturiert und ließe sich zu einfach "fernsteuern".

Im *Modus-ernsthaft* macht mich das sehr nachdenklich.

Heisst das nicht im Spiegel verkehrt, andere EntscheiderInnen - wie auch immer definiert - seien besser als die sog. Masse, die massiv schlechter dann wäre?

Ist es das nicht, was uns beigebogen werden soll? Um mal salopp zu sagen: Meine olle Tante Erna war mir entscheidungsbefugt allemal lieber, als so dahergeredete Spezialisten.

Ist die Achtung des Speziellen vorrangig dem Allgemeinen? Oha. Immer? Welche ProzentMasse soll uns denn da zur Achtung in's Gehirn gehämmert werden?

Ich bezweifele die Artigkeit dieses Vorhabens, das immer schon so nachvollzogen werden konnte, im ... HerrschaftsVerhältnis. Immer schon. Ist es nicht das, dem wir lächelschnaubend sagen müssten: Das wollen wir erstmal sehen!

Was tuen wir eigentlich uns damit an? Sind wir schon soo prostituiert? T'schuldigung. ... dahingehend manipuliert?



:icon_kinn:
 
E

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Gast
Heisst das nicht im Spiegel verkehrt, andere EntscheiderInnen - wie auch immer definiert - seien besser als die sog. Masse, die massiv schlechter dann wäre?
Nein, das heißt es nicht.

Ist es das nicht, was uns beigebogen werden soll? Um mal salopp zu sagen: Meine olle Tante Erna war mir entschedungsbefugt allemal lieber, als so dahergeredete Spezialisten.
Die Abgeordneten sind auch keine Spezialisten. Naja, teilweise, da die meisten Abgeordnete ja Juristen sind.
Die müssen auch die Abhandlungen der Referenten, bzw. Expertisen zum Thema lesen. Das sind manchmal über 1000 Seiten.
Und oftmals wissen auch die Abgeordneten nicht, wofür sie eigentlich gestimmt haben.
Dennoch denke ich, dass man allein durch die tägliche Arbeit in der Materie und Erfahrung im parlamentarischen "Findungsprozess" nicht so anfällig ist, für stark emotionalisierte Reaktionen.

Keine Ahnung. Es ist halt so ein Gefühl von mir, dass in manchen heiklen Themen viele Bürger sich eher von Emotionen/Traditionen/Glaubensgrundsätzen leiten lassen, als vom Intellekt.

Man schaue sich nur das Thema Homosexualität an und wie das in manchen EU-Staaten gesehen wird. Ist das noch zeitgemäß?
Spiegelt das eine moderne Gesellschaft wider?

Daher ist bei Volksabstimmungen das A und O, wie die Information des Volkes erfolgt. Gerade in Kombination mit den Medien und wie es dort behandelt wird.

Ich bezweifele die Artigkeit dieses Vorhabens -, das immer schon so nachvollzogen werden konnte, im ... HerrschaftsVerhältnis. Immer schon. Ist es nicht das, dem wir lächelschnaubend sagen müssten: Das wollen wir erstmal sehen! ..Was tuen wir eigentlich uns damit an? Sind wir schon soo prostituiert? T'schuldigung. ... dahingehend manipuliert?
Leider kann ich dir nicht ganz folgen. Ist mir zu verklausuliert und nicht klartext genug. Bin zu blöd dazu, tut mir leid.

Aber wir sind eh schon längst im OT.
 
E

ExitUser12345

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:cool: ... ich darf lächeln, gelle?

So kongruent sei o. g. auf der Realitäte, so will hinfort ich zu den Ungebildeten mich zählen. [...]
Einsicht ist der beste Weg zur Besserung. :biggrin:

Witzig ist auch, dass die "Sprache der Herrschenden" angeprangert wird und man sich dann selbst in Wortgeschwulste wie das Nachfolgende flüchtet. Ich war mal so frei und hab die Schlagworte markiert, um daraus ein verständliches Wortgeschwulst zu bilden:

[...]
Wo Literaten als WortspielAkrobaten wissentlich anagrammatisch Ernst spielen und neue Realitäten thematischer Worte durch permanente Rekapitulation und Ver-kehrung in's *lach* Lagerregal Gehirn einkehrend auf den Punkt einbrennen und somit fast ewiglich manifestieren, kann davon ausgegangen werden, dass optional werbepraxisnah - wie es Andere bereits beschrieben - auf klein-kleinlicher Ebene zumind den Erfolg beim Volk zeitigt - relativ unabhängig ihres Status der sog. Bildung. [...]
Was soviel meint wie: Die ständige Verdrehung der Realität wird durch die Eliten der Gesellschaft betrieben und solange wiederholt, bis diese von der breiten Bevölkerung als neue Realität akzeptiert wird.

Nur, über was für eine Realität reden wir überhaupt?

Der Fehler an dem oben genannten Wortgeschwulst ist dabei offensichtlich - denn jeder Mensch nimmt die Realität anders wahr, bzw. lebt seine eigene Realität.

Was soviel heißt wie:

"*kampfpaar*radikal.A" sieht es als real an, dass er / sie von einer übermächtigen Herrschaftsschicht beherrscht wird.

"Indeclinabilis", bzw. ich, nehme war, dass man als Fuchs leichter lebt als ein Problembär. Was meine Realität sehr prägt, denn ich hab mich für die Rolle des Fuchses entschieden.

Ein anderer nimmt hingegen war, dass er ohne die Hilfe des Staates in Form von ALG am Allerwertesten wäre, weswegen er dankbar ist.

u.s.w

Und zu den grundlegenden Dingen sei angemerkt: Wer immer noch nicht begriffen hat, dass z.B die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 eine versteckte Rentenkürzung war, weil der Großteil der Gesellschaft gar nicht solange durchhalten kann und demnach horrende Abschläge bei der Rente erdulden muss, der ist einfach nur herrlich naiv.

[...]Leider kann ich dir nicht ganz folgen. Ist mir zu verklausuliert und nicht klartext genug. Bin zu blöd dazu, tut mir leid.

Aber wir sind eh schon längst im OT.
Keine Angst, dass ist entweder gewollt oder der Tragik geschuldet, dass sich "Philosophen" für gewöhnlich nicht klar ausdrücken können und deshalb keiner versteht, was sie meinen, bzw. sagen wollen. :biggrin:

An diesem Punkt besteht im übrigen Deckungsgleiche zum sog. geistigen Konstrukt der "Sprache der Herrschenden". Das Widersprüchliche dabei ist, dass man moniert, dass die elitäre Schicht sich nicht klar ausdrückt und einen Augenblick später tut man es ihnen gleich. Daher kann man das ganze Thema auch nicht wirklich ernst nehmen.

Und um auf ein anderes Textgeschwulst zurück zu kommen:

Im *Modus-ernsthaft* macht mich das sehr nachdenklich.

Heisst das nicht im Spiegel verkehrt, andere EntscheiderInnen - wie auch immer definiert - seien besser als die sog. Masse, die massiv schlechter dann wäre?

Ist es das nicht, was uns beigebogen werden soll? Um mal salopp zu sagen: Meine olle Tante Erna war mir entscheidungsbefugt allemal lieber, als so dahergeredete Spezialisten.

Ist die Achtung des Speziellen vorrangig dem Allgemeinen? Oha. Immer? Welche ProzentMasse soll uns denn da zur Achtung in's Gehirn gehämmert werden?

Ich bezweifele die Artigkeit dieses Vorhabens, das immer schon so nachvollzogen werden konnte, im ... HerrschaftsVerhältnis. Immer schon. Ist es nicht das, dem wir lächelschnaubend sagen müssten: Das wollen wir erstmal sehen!

Was tuen wir eigentlich uns damit an? Sind wir schon soo prostituiert? T'schuldigung. ... dahingehend manipuliert?

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Übersetzt heißt das ungefähr so viel wie: Der Bevölkerung wird indoktriniert, dass einzelne Personen das Land besser führen können, als es die Bevölkerung selbst könnte und das die Bevölkerung mittlerweile so manipuliert wurde, dass sie die Herrschaft einzelner Personen als normal ansieht.

Die Annahme verkennt nur leider, dass im Bundestag 709 Abgeordnete sitzen, die den Querschnitt der Gesellschaft, bzw. Masse repräsentieren und bei den Entscheidungen mitwirken.

Das obige Textgeschwulst leugnet also indirekt, dass es eine parlamentarische Demokratie gibt, weil es nur die Frage danach aufwirft, ob wir schon hinreichend manipuliert sind. Was an sich schon eine reife Leistung ist.

Naja, zum Glück kann ja jeder seine Realität so wahrnehmen, wie ihm beliebt.

So, und jetzt könnt ihr mich wieder dissen. :biggrin:

m.M

:icon_pause:
 

Roter Drache

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nur weil die Schweitzer mehr direkte Demokratie hat, bedeutet es noch lange nicht das es ein wirklich fortschrittliches Bewusstsein hat. Auch da werden die Hirne durch Worte vernebelt.
 
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nur weil die Schweitzer mehr direkte Demokratie hat, bedeutet es noch lange nicht das es ein wirklich fortschrittliches Bewusstsein hat. Auch da werden die Hirne durch Worte vernebelt.
Das ist korrekt, aber sie sind es gewohnt, mit zu entscheiden. Ich denke, das macht einen Unterschied.
Wenn man etwas selbst entschieden hat und hinter her sieht, was dabei heraus kam, welche Konsequenzen es hat, die man zuvor evtl. nicht bedacht hat, wird man beim nächsten mal vielleicht vorsichtiger und umsichtiger.
Ich denke schon, dass eine direkte Mitverantwortung das Handeln und auch (mit)denken beeinflusst.
Man kann die Verantwortung dann nämlich nicht so einfach auf "die da oben" abwälzen, wie man es tun kann, wenn "die da oben" über die Köpfe hinweg entschieden haben.

Darum ist für mich am wichtigsten, was für Infomaterial man für den Volksentscheid zur Hand bekommt. Dort sollten alle Vor- und Nachteile und erwartete Spätwirkungen gelistet sein, damit man genug Hintergrundinfo hat. um gut abzuwägen.

@Indeclinabilis
Danke für die Übersetzung ;)
 

Roter Drache

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kann mich gut erinnern zur Bürgerbefragung zu "Ausländern" war ziemlich reaktionär.
Sie entscheiden auch nur zum Tagesgeschäft und nicht zu wirklichen Alternativen, bleibt alles im bürgerlichen-wirtschaftlichen Rahmen. Wenn Wahlen etwas verändern würden-währen sie verboten.
Währe dann auch eine Revolte wie in Katalanien mit Folgen.
 

*kampfpaar*radikal.A

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