Wie lange muss man die Unterlagen von Behörden aufbewahren (Krankenkasse, Kindergeld)

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Einfachicke

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Hallochen ihr lieben,

ich möchte dieses WE mal Papierkrempel erledigen. Bei mir hat sich einiges angesammelt aus den letzten 20 Jahren. Alles quillt über. Da möchte ich aussortieren. Ich habe wirklich immer ALLES aufgehoben, abgeheftet usw. Die Bewilligungsbescheide beispielsweise würde ich natürlich sowieso aufheben - man kann ja nie wissen.

Aber was ist mit Kindergeldbescheiden, wenn die Kinder ja schon längst aus dem Haus sind?
Ich habe auch noch Sozialhilfebescheide, diese wurden ja monatlich erstellt.
Oder von der Krankenkasse eben so Sachen, wie die Bewilligung von Behandlungen oder Therapien.
Und vom Jobcenter, alles was keine Bewilligungsbescheide sind.

Bei einigen Sachen habe ich was im Netz gefunden, aber zu den Sachen, die ich hier nachfrage leider nicht.

lg Einfachicke
 

vidar

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Moin @Einfachicke,

Das Thema ist zu komplex, um dir eine umfangreiche Auskunft geben zu können. Deshalb schaue bitte mal in diese Links:

Aufbewahrungsfristen 2019: Was darf in detragn Reißwolf?

Kann das weg? Aufbewahrungsfristen wichtiger Dokumente

Nachtrag:

Kindergeldbescheide würde ich aufbewahren. (Rente)
Sozialhilfebescheide > Hier, falls vorhanden, die Jahresmeldungen
Krankenkasse > als Nachweis falls mal spätere Behandlungen erforderlich sind. Krankenkassen haben nur eine 10 Jahre Aufbewahrungsfrist
Jobcenter > Wichtig sind die Jahresmeldungen (Rente)
 
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G

Gelöschtes Mitglied 66109

Gast
Naja, als ich 2016 meinen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt habe, war ich schon sehr überrascht, daß es doch tatsächlich relevant ist zu wissen und nachweisen zu können, wo man so in seinem Berufsleben krankenversichert war.

Ich hab das dann schon noch, mit viel Mühe und Not hinbekommen, daß nachzuvollziehen und entsprechend auch nachzuweisen. Nochmal würde ich mir das nicht antun wollen.

Also dementsprechend würde ich raten, mindestens mal die erste und die letzte Gehaltsabrechnung jedes Jahres aufzubewahren. Ich hab dummerweise auch immer die Jahresmeldungen nur mal kurz überflogen und dann entsorgt.
 

Einfachicke

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@IronFist

Ich hatte ja jetzt schon Gelegenheit mir den verlinkten Artikel ein wenig anzuschauen. Da steht zum Beispiel, dass man Lohn-/Gehaltsabrechnungen bis zum Eintritt in die Rente aufbewahren soll (was ja auch Sinn ergibt bei genauerer Überlegung).

Im speziellen geht es mir eigentlich um die Unterlagen, die heute nicht mehr relevant sind. Also insbesondere die Unterlagen der Kindergeldkasse (letztes Kind ist vor 2 Jahren aus dem Kindergeldbezug ausgeschieden) oder die Unterlagen des Sozialamtes vor 2005. Die füllen bei mir alleine 3 Ordner. Dazu habe ich leider nichts in dem Artikel gefunden, weil der von "normalen" steuerzahlenden Lohnempfängern ausgeht.
 

Muzel

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Ich musste nach über 30 Jahren noch nachweisen, dass ich bei der AOK für das Versorgungsamt gesetzlich versichert war Die KK hatte aber noch die Unterlagen. Dabei war ich nur ein paar Monate Mitglied.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Lohnsteuerbescheinigungen und SV-Meldungen mit dem Vorläufer des grünen SV-Buches weisen meine Erwerbsbiographie von Beginn an nach und bleiben.
Auch wenn dies von GRV verarbeitet wurde.
Steuer- und Bankunterlagen schreddere ich nach 10 Jahren.
Geringwertige Ämter oder Kassenkorrespondenz und Zahlungsnachweis für Rechnungen etc... werden nach 4 Jahren ausgemistet.
 

Einfachicke

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Hallochen,

vielen Dank an alle für eure hilfreichen Antworten. Ich denke, dass ich alle Informationen habe um mich durch meine häuslichen Aktenberge zu wühlen.

lg
 

vidar

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Für den Eintritt in die abschlagsfreie Rente mit 63 fehlten mir z.B. noch Nachweise über die Arbeitslosigkeit aus den früheren Jahren meines Berufslebens. Zu meinem Glück hatte ich aber aus dieser Zeit noch die einzelnen gelben Belege des Arbeitsamts, und konnte hiermit meinen Anspruch nachträglich nachweisen/begründen.

Allein schon daran kann man erkennen, wie wichtig es doch ist sämtliche Belege, die in einem Zusammenhang mit der späteren Rente stehen, äußerst gewissenhaft zu archivieren.
.
 
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Muzel

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Das spielt für die Rente eine Rolle. Du solltest immer schauen, ob die Eintrage vollständig sind. Ich musste manchal noch Unterlagen nachreichen, weil die Zeiten nicht vollständig vermerkt waren. Die DRV schickt immer wieder Auszüge. Aber du kannst ruhig bei der Rentenversicherung nachfragen. Bei meinen Mann war die Zeit der Lehre falsch berechnet.
 

vidar

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soll das heissen, man muss ALLE (Jahres-) Gehaltsabrechnungen zeit seines Arbeitslebens aufbewahren? Ich hab doch die nicht mehr?!
Hier geht es wohl eher um die Jahresmeldungen. Diese sind wirklich wichtig für einen eventuellen späteren Datenabgleich.

Du solltest dir erst einmal von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) eine Rentenauskunft mit dem Versicherungsverlauf anfordern. Achte darauf, dass zusätzlich zu deinen Arbeitsverhältnissen auch deine Ausbildungszeiten, Studienzeiten, Wehrdienstzeiten?, Weiterbildungszeiten, Kindererziehungszeiten etc. mit aufgelistet sind.

Anschließend vergleichst du an Hand der Aufstellung deine Daten mit denen der DRV. Sollten jetzt die Daten (negativ für dich) abweichen, musst du in Aktion treten. Liefer der DRV Nachweise über die nicht aufgeführten Zeiten. Hierfür wären jetzt jeweils die Jahresmeldungen der Krankenkasse, der AfA oder ähnliche relevante Dokumente dienlich.

Aufgrund der Aufbewahrungsfrist könnte es aber schwer werden nachträglich Unterlagen zu besorgen, die älter als 10 Jahre sind.
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Kerstin_K

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Alle paar Jahre bekommt man von der Rentenversicherung Unterlagen zur Kontenklärung. Wenn alle Angaben richtig sind, werfe ich Gehaltsabrechnungen usw. weg.
Vorsicht. Ich hatte schon Versicherungsverlaeufe, die waren korrekt und Bein nächsten Mal fehlten plötzlich Zeiten. Die DRV verliert Daten.
 

Muzel

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Wegen Unklarheiten mit den Daten musst ich über ein Jahr auf die Bewilligung der Em-Rente warten. Nach 2 Monaten bekam ich dann noch einmal eine Erhöhung.
 
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