Wie lange Lastschriften zurückfordern? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

ela1953

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Mein Nachbar bekam jetzt seine Kontoauszüge bis Juli. Darauf waren verschiedene Abbuchungen seit dem 30.04. bis Ende Juli von sogenannten Gewinnclubs und von Vodafone.

Vodafone hatte ihn vor Jahren abgezockt mit Summen von ca. 200 Euro monatlich. Alle Verträge wurden gekündigt. Trotzdem wird monatlich ein Betrag von 29,95 für einen angeblichen Handyvertrag abgebucht.,

Zwei Gewinnspielfirmen buchen 89,90 vierteljährlich bzw. 59,90 monatlich ab.

Diese Lastschriften sollten mit Datum vom 6.8. zurückgeholt werden.

Heute kam die Antwort der Sparkasse, dass nur die Lastschriften vom 11.6 - 9.7. zurückgeholt werden gemäß der 8wöchigen Rückgabefrist.

Ist diese Frist tatsächlich so niedrig? Mein Nachbar hat ja erst durch Zusendung der Kontoauszüge darüber Kenntnis erlangt.
 

Hartzeola

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In der Regel können Sie innerhalb von 6 Wochen einer unberechtigten Lastschrift widersprechen. Die Bank muss Ihnen daraufhin den Betrag zurückbuchen.

Laut den AGB der Banken (allgemeine Geschäftsbedingungen) beginnt die sechs Wochen Frist allerdings nicht bereits mit dem Datum der Buchung, wie so oft von Banken dargestellt, sondern läuft ab dem Tag des Rechnungsabschlusses der Bank.

Dieser erfolgt quartalsweise oder auch monatlich. Den Rechnungsabschluss erhalten Sie als Kunde zusammen mit den Kontoauszügen. Die Frist von 6 Wochen gilt dann in dem Fall, wenn Sie zwar eine Einzugsermächtigung gegeben haben, gegen die Höhe des abgebuchten Betrages jedoch Einwände haben.
Lastschriften zurckbuchen
 

JürgenK

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Ja leider ist es so.Deshalb sollte man die Kontoauszüge auch regelmässig kontrollieren !!!!!!!
 

ela1953

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Ich hatte auch eine längere Frist im Kopf bei Abbuchen, zu denen keine Einzugsermächtigung vorlag.

Habe das nämlich durch bei der Hauptbank meines Nachbarn. Da waren es 40! verschiedene Spiele, für die abgebucht worden. In einem Monat war der höchste Wert mal über 1000 Euro.

Da hab ich auch immer zurückbuchen lassen. Trotz gerichtlicher Androhungen kam erst ein Brief vom Amtgericht vor über einem Jahr.

Da hab ich nur geschildert, dass ich den Verdacht der Abzocke hatte und gut war.

Aber diese "Schw****" erfinden immer neue Möglichkeiten. Heute hat angeblich das Amtsgericht angerufen. Er soll umgehend eine bestimmt Summe zahlen. Seine Kontonummer wurde ihm vorgelesen.

Aber mittlerweile ist mein Nachbar so schlau und sagt nie "Ja". Er verweist jetzt darauf, dass er erst seine Betreuerin fragen muss.

Dann wird das Gespräch meist beendet oder für einen späteren Zeitpunkt neu angekündigt. :biggrin:



Dein Tipp mit dem Rechnungsabschluss ist gut. Werde dann ein Schreiben für die sparkasse fertig machen. Und mal gucken, ob ich was finde, wie lange ich zurückfordern kann.
 

ela1953

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Ich hab den Gockel jetzt mal speziell nach ungerechtfertigten Lastschriften gefragt und bekam eine günstigere Nachricht

[QUOTE(2) Ansprüche und Einwendungen des Zahlungsdienstnutzers gegen den Zahlungsdienstleister nach diesem Unterkapitel sind ausgeschlossen, wenn dieser seinen Zahlungsdienstleister nicht spätestens 13 Monate nach dem Tag der Belastung mit einem nicht autorisierten oder fehlerhaft ausgeführten Zahlungsvorgang hiervon unterrichtet hat.][/QUOTE]

§ 676b BGB Anzeige nicht autorisierter oder fehlerhaft ausgeführter Zahlungsvorgänge - dejure.org

Ich verstehe das so, dass man 13 Monat Zeit hat
 

Hartzeola

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Ich verstehe das so, dass man 13 Monat Zeit hat
Für die Rückbuchung einer illegalen Abbuchung besteht eine Frist von 13 Monaten ab der belastenden Abbuchung. Die Frist beginnt jedoch erst dann, wenn die Bank ihren Kunden über diese Abbuchung informiert hat.
Bankkonto und Lastschrift - Rechtsanwalt Thomas Hollweck - Berlin - Verbraucherrecht und Verbraucherschutz

Es geht aber um nicht autorisierte Abbuchungen

Wahrscheinlich wäre auch das Urteil für dich interessant. Es geht u. A. um die die Kosten der Lasttschrifte.

https://www.bag-sb.de/uploads/tx_inhalt/BGH_XI_ZR_154-04.pdf
 

Inkasso

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Mein Nachbar bekam jetzt seine Kontoauszüge bis Juli. Darauf waren verschiedene Abbuchungen seit dem 30.04. bis Ende Juli von sogenannten Gewinnclubs und von Vodafone.

Vodafone hatte ihn vor Jahren abgezockt mit Summen von ca. 200 Euro monatlich. Alle Verträge wurden gekündigt. Trotzdem wird monatlich ein Betrag von 29,95 für einen angeblichen Handyvertrag abgebucht.,

Zwei Gewinnspielfirmen buchen 89,90 vierteljährlich bzw. 59,90 monatlich ab.

Diese Lastschriften sollten mit Datum vom 6.8. zurückgeholt werden.

Heute kam die Antwort der Sparkasse, dass nur die Lastschriften vom 11.6 - 9.7. zurückgeholt werden gemäß der 8wöchigen Rückgabefrist.

Ist diese Frist tatsächlich so niedrig? Mein Nachbar hat ja erst durch Zusendung der Kontoauszüge darüber Kenntnis erlangt.
Der Banker irrt - der Nachbar hat 13 Monate Zeit
Ich geh natürlich davon aus das der Nachbar diesbezüglich keine Unterschriften im Zusammenhang mit den Gewinnspiel Clubs geleistet hat :biggrin:
Telefonische "Vereinbarungen" mit einem Call Agent zählen natürlich nicht

Bei der Vodafone Sache bräuchte man mehr Infos
Verträge nachweisbar gekündigt ?
 

Oecherjong

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Ipadoc hat recht. 13 Monate. Die Banken reden immer von 6 Wochen, weil in dieser Zeit die Empfängerbank dafür haftet. Sprich, wenn der Empfänger auch kein Geld mehr hat, muss die Bank das Geld rausrücken. Nach den 6 Wochen ist d. Das hat was mit einem Abkommen unter den Banken zu tun, so hat man mir das erklärt.

Auch einfach mal auf der Seite der BAFIN schauen, da steht es auch gut drin.
 

Hartzeola

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Ipadoc hat recht. 13 Monate. Die Banken reden immer von 6 Wochen, weil in dieser Zeit die Empfängerbank dafür haftet. Sprich, wenn der Empfänger auch kein Geld mehr hat, muss die Bank das Geld rausrücken. Nach den 6 Wochen ist d. Das hat was mit einem Abkommen unter den Banken zu tun, so hat man mir das erklärt.
Du hast jetzt zwei absolut unterschiedliche Sachen in einen Topf geworfen:

a) Rückbuchung einer genehmigten bzw. rechtmäßigen Lastschrift

Hat der Kunde einem Unternehmen oder einer Person eine Einzugsermächtigung erteilt, so dürfen aufgrund dieser Ermächtigung Lastschriften vom Bankkonto des Kunden abgebucht werden. Es handelt sich somit um eine berechtigte Lastschriftabbuchung.

Derartige Lastschriften können selbstverständlich vom Kontoinhaber zurückgebucht werden. Die Zeitspanne hierzu beträgt sechs Wochen ab Zugang des Rechnungsabschlusses.

b) Rückbuchung einer nicht genehmigten bzw. einer unberechtigten Lastschrift

Wird vom Konto des Bankkunden eine Abbuchung in Form einer Lastschrift vorgenommen, zu der der Bankkunde vorher keine Genehmigung erteilt hat, so handelt es sich um eine widerrechtlich erfolgte Lastschriftabbuchung. Derartiges geschieht oftmals wenn Personen versehentlich bei einem Gewinnspiel teilnehmen oder durch einen Telefonanruf in einen angeblichen Vertrag zur Teilnahme an Gewinnspielen verstrickt werden. Selbstverständlich liegt in diesen Fällen mangels wirksamen Vertrags keine Genehmigung zur Abbuchung auf dem Bankkonto des Kunden vor, dennoch buchen die dubiosen Unternehmen der "Gewinnspielmafia" regelmäßig von den Konten ihrer Opfer ab. Diese Abbuchungen sollten die Betroffenen vollständig rückbuchen lassen.

Für die Rückbuchung einer illegalen Abbuchung besteht eine Frist von 13 Monaten ab der belastenden Abbuchung. Die Frist beginnt jedoch erst dann, wenn die Bank ihren Kunden über diese Abbuchung informiert hat.
Bankkonto und Lastschrift - Rechtsanwalt Thomas Hollweck - Berlin - Verbraucherrecht und Verbraucherschutz
 

kannnix

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Hallo zusammen,

ich glaube, dass unser Thread-Steller auf jeden Fall
a) Rückbuchung einer genehmigten bzw. rechtmäßigen Lastschrift meint oder denkt ihr nicht? Also so wie ich das sehe, war ja alles rechtmäßig, oder irre ich mich da?

Gruß und schönen Abend euch.
 

Inkasso

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Hallo zusammen,

ich glaube, dass unser Thread-Steller auf jeden Fall
a) Rückbuchung einer genehmigten bzw. rechtmäßigen Lastschrift meint oder denkt ihr nicht? Also so wie ich das sehe, war ja alles rechtmäßig, oder irre ich mich da?

Gruß und schönen Abend euch.
Bei der Gewinnspielsache kann es sich vom gesunden Menschenverstand ja nur um eine nicht genehmigte Einzugsermächtigung halten !
Welcher nomale Mensch gibt diesbezüglich schriftlich das OK ?

Halte ich eigentlich für ausgeschlossen
 

ela1953

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Bei der Gewinnspielsache kann es sich vom gesunden Menschenverstand ja nur um eine nicht genehmigte Einzugsermächtigung halten !
Welcher nomale Mensch gibt diesbezüglich schriftlich das OK ?

Halte ich eigentlich für ausgeschlossen

Das waren alles unberechtigte Abbuchungen. Bei seiner Hauptbank hab ich das in den Griff bekommen. Da kamen die Auszüge auch monatlich. Bei der Sparkasse handelt es sich nur um ein sporadisch benutztes Konto. Er weiß auch nicht, wie die an seine Kontonummer gekommen sind, denn die weiß er nicht auswendig.

Bei der Bank hatte ich recherchiert und folgendes festgestellt. Hatte ich eine Lastschrift zurückgeholt, wurde ein paar Wochen später der selbe Betrag unter einem anderen Namen abgebucht. Zig Namen, aber hatten alle die gleiche Adresse. Ein Schelm, der böses dabei denkt.

Bei der sparkasse ist das jetzt erst aufgefallen, weil mein Nachbar mich bat, mal nachzugucken, weil er 2 Euro nochwas in den Miesen war.

Vodafon hatte eine Abbuchungsermächtigung. Aber ALLE Verträge wurden gekündigt. Da hatten die auch den alten Mann abgezockt. Er hatte sich nur erkundigt, wie er sein Kartenhandy bei der Sparkasse aufladen kann. Und plötzlich bekam er alles für DSL und Internet geliefert, war bei der Telekom abgemeldet. Dafür hatte er Wochenendflats, Freundeflats oder so was ähnliches, 5 verschiedene Nummern und, und und.
Ein junger Mann, der bei seinen Eltern wohnt, hatte nur seinen Tarif verringert - die Eltern hatten dann auch keinen Telekomanschluss mehr.
Diese Agentur war sogar vor Gericht - mein Nachbar hatte aber nicht geklagt.
 

Oecherjong

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Das waren alles unberechtigte Abbuchungen. Bei seiner Hauptbank hab ich das in den Griff bekommen. Da kamen die Auszüge auch monatlich. Bei der Sparkasse handelt es sich nur um ein sporadisch benutztes Konto. Er weiß auch nicht, wie die an seine Kontonummer gekommen sind, denn die weiß er nicht auswendig.

Bei der Bank hatte ich recherchiert und folgendes festgestellt. Hatte ich eine Lastschrift zurückgeholt, wurde ein paar Wochen später der selbe Betrag unter einem anderen Namen abgebucht. Zig Namen, aber hatten alle die gleiche Adresse. Ein Schelm, der böses dabei denkt.

Bei der sparkasse ist das jetzt erst aufgefallen, weil mein Nachbar mich bat, mal nachzugucken, weil er 2 Euro nochwas in den Miesen war.

Vodafon hatte eine Abbuchungsermächtigung. Aber ALLE Verträge wurden gekündigt. Da hatten die auch den alten Mann abgezockt. Er hatte sich nur erkundigt, wie er sein Kartenhandy bei der Sparkasse aufladen kann. Und plötzlich bekam er alles für DSL und Internet geliefert, war bei der Telekom abgemeldet. Dafür hatte er Wochenendflats, Freundeflats oder so was ähnliches, 5 verschiedene Nummern und, und und.
Ein junger Mann, der bei seinen Eltern wohnt, hatte nur seinen Tarif verringert - die Eltern hatten dann auch keinen Telekomanschluss mehr.
Diese Agentur war sogar vor Gericht - mein Nachbar hatte aber nicht geklagt.
Ich empfehle der sparkasse eine kurze Frist zu setzen, sofern diese nicht eingehalten wird Beschwerde bei der BAFIN, die sind ganz heiß auf so was und es kostet nichts.

Ich würde zudem überlegen, ob ihr mal zu einer Verbraucherzentrale geht mit den ganzen Unterlagen, dass solchen Typen mal das Handwerk gelegt wird.

Das mit Vodafone habe ich nicht ganz verstanden. Wer hat da nun was? Wenn dein Nachbar das nicht abgeschlossen hat, dann ebenfalls Verbraucherzentrale.
 

Inkasso

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Er hatte sich nur erkundigt, wie er sein Kartenhandy bei der Sparkasse aufladen kann. Und plötzlich bekam er alles für DSL und Internet geliefert, war bei der Telekom abgemeldet. Dafür hatte er Wochenendflats, Freundeflats oder so was ähnliches, 5 verschiedene Nummern und, und und.
War ein " provisionshungriger" Vodafone Call Agent der Ihn über den Tisch gezogen hat
Normalerweise ist die Storno Quote diesbezüglich recht hoch
Er hätte das Geschäft damals widerrufen können

Bezüglich der Gewinnspielsache würde ich die Sparkasse darüber in Kenntnis setzen das es sich hierbei um eine nicht genehmigten bzw. einer unberechtigten Lastschrift handelt und deshalb zurückzubuchen ist
 
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